Was steckt hinter den Android-App-Berechtigungen – am Beispiel Facebook

Berechtigung der Facbeook-App für Android

Will man eine App am Android-Smartphone oder -Tablet installieren, so müssen – fast immer – zahlreiche Berechtigungen akzeptiert werden. Einerseits ist es gut, dass diese vor der Installation angezeigt werden, anderseits drückt man oftmals zu achtlos auf „Akzeptieren & Installieren“. Denn manche Apps erfordern Berechtigungen nicht wegen der Funktion an sich, sondern um damit Daten zu sammeln oder Zugriff aufs Gerät zu bekommen. Ich habe die wichtigsten Berechtigungen herausgesucht und erzähle euch, was es damit auf sich hat. Am Beispiel der Facebook-App …

Speicher
Inhalte des USB-Speichers ändern / löschen.
Die App kann sensible Daten auslesen oder verändern oder löschen. Sinnvoll beispielsweise, um Daten zu speichern oder Sicherungen zu erstellen.

Ihre Konten
Als Konto-Authentifizierer agieren, Kontoliste verwalten
Die App kann im vollen Umfang die Konto-Authentifizierungs-Fähigkeiten des Account Managers nutzen – inklusive der Erstellungen von Konten sowie dem Abruf und Festlegen der Passwörter. Zudem können Konten hinzugefügt oder entfernt sowie Passwörter gelöscht werden.

Ihr Standort
genauer Standort (GPS)
Damit erlangt die App den vollen Zugriff auf die genaue Standortquelle – u.a. via GPS. Die App kann so bestimmen, wo man sich befindet. Sinnvoll zum Beispiel bei Navi-Apps, Reiseführern, Geocaching oder Location Based Services.
Negativer Nebeneffekt: erhöhter Akkuverbrauch.

Ihre Nachrichten
SMS empfangen, SMS oder MMS bearbeiten, SMS oder MMS lesen
Die App kann ohne Rückfrage eingehende SMS/MMS empfangen, verarbeiten und löschen. Auch bereits am Gerät oder auf der SIM-Karte gespeicherte Meldungen. Das kann das Tor für „schädliche“ Kurzmitteilungen öffnen und man legt der App alle enthaltenen Informationen offen.

Anrufe
Telefonstatus und -ID lesen
Die App erhält vollen Zugriff auf die Telefonfunktionen des Smartphones. Damit lassen sich Telefon- und Seriennummern auslesen. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Anruf getätigt wird und welche Nummer gewählt wurde.
Einzig sinnvoller Nutzen für eine App: Sie kann pausieren, wenn ein Anruf hereinkommt, und weiterarbeiten, wenn das Telefonat wieder beendet wird. Beispielsweise bei der Wiedergabe von Medien.

Kostenpflichtige Dienste
SMS-Nachrichten senden
Die App kann ohne Rückfrage oder Zustimmung SMS verschicken. Das kann zu zusätzlichen Kosten führen.

Persönliche Informationen
Kontaktdaten lesen, Kontaktdaten schreiben
Die App kann alle auf dem Smartphone gespeicherten Kontaktdaten lesen, übermitteln, ändern oder löschen. Beispiel wären hier soziale Netzwerke (zum Finden / Abgleichen von Freunden) oder Kontakte-Apps.

Netzwerkkommunikation
vollständiger Internetzugriff
Zusammen mit einer anderen Berechtigung können hier von der App unbemerkt – vielleicht private – Daten übermittelt werden.

Systemtools
Schlafmodus verhindern, Sync-Einstellungen schreiben
Das Verhindern, dass das Smartphone in den Schlafmodus wechselt, wirkt sich in einem erhöhten Akkuverbrauch aus. Beim „Sync-Einstellungen schreiben“ kann die App die Sync-Einstellungen ändern (z.B. das Syncen von Kontakten).

Für jede Berechtigung gibt es immer eine sinnvolle Anwendung und ohne die passenden Berechtigungen macht eine App i.d.R. keinen Sinn. Man sollte aber UNBEDINGT IMMER die Berechtigungen vor dem Akzeptieren DURCHLESEN und überprüfen, ob diese notwendig sind oder nicht. Dann kann man noch immer selbst entscheiden, ob man dies will oder nicht. Man muss ja nicht jede App installieren und im Zweifel hilgt auch eine Nachfrage beim Support des Anbieters. Mit einem gesunden Menschenverstand braucht man keine Panik bekommen!

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