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Kamera mit Smartphone: Vivo X100 Pro im Test

Das neueste Vivo Flaggschiff kommt mit einem gigantischen Kameramodul, das ambitionierten Fotografen jeden Wunsch erfüllt.

Ein Kamera-Smartphone mit großen Ambitionen: Der chinesische Smartphone-Hersteller Vivo peilt mit dem X100 Pro den Smartphone-Kamera Olymp an. Unübersehbar wartet das riesige Kamera Modul mit seinem Sensor-Triplett nur darauf, seine volle Photoneneinfangqualitäten unter Beweis zu stellen. Im Test alles rund um das außergewöhnliche Kamera Handy!
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Vivo X100 Pro Test | Das wichtigste in Kürze

​​​​​​​Bereits das Vivo X90 Pro aus dem Vorjahr machte in Punkto Kamera keine halben Sachen. Vollkommen neu am X100 Pro ist die 100mm Periskop Kamera samt Autofokus, die selbst bei Vergrößerungen um den Faktor 10 sehr anständige Aufnahmen zulässt. Der Periskopaufbau ist besonders: Er stammt von ZEISS und benutzt apochromatische Linsen, die sich durch eine besonders gute Farbkorrektur auszeichnen. Abgesehen davon kommt das Vivo X100 Pro mit einem sehr starken Prozessor, einem wunderbaren AMOLED Display und hoher Akku-Ausdauer.

Vivo X100 Pro Test | Die Kamera als Smartphone

Sobald man das Vivo X100 Pro zur Hand nimmt fällt einem sofort auf, wohin die Reise geht. Der Kamera-Bump ist einfach riesig. Kein Wunder: Hier ist allerhand feinste Technik untergebracht, die essentiell für die hervorragenden Fotoqualitäten des Geräts sind. Nutzer:Innen, die bereits vom dezenten Kamera-Setup am Galaxy S24 oder iPhone 15 Pro abgeschreckt werden, sollten lieber die Finger davon lassen. Alle anderen werden sich daran erfreuen!

​​​​​​​Zusätzliche Betonung seiner formidablen Kamera-Künste sind das ZEISS Logo, das mittig am Modul prangt und die Gravur mit den Worten Xtreme Imagination - da ist jemand also besonders stolz auf sein Werk. Understatement geht anders, hier war das Ziel ganz offensichtlich genau das Gegenteil davon.

​​​​​​​Vor Inbetriebnahme empfehle ich die sofortige Applikation eines Smartphone-Covers. Das Vivo X100 Pro ist nämlich sehr glatt. Zusätzlich ist es nicht wirklich ausbalanciert, da ja die gesamte, aufwendige Kameratechnik im oberen Teil des Smartphones untergebracht ist. Es liegt dank der zum Rahmen hin abfallenden Kanten zwar sehr angenehm in der Hand. All das macht es aber auch recht rutschig. Also: Case nicht vergessen!
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Sollte es einem doch einmal ins Wasser fallen, ist kaum Sorge angebracht: Dank IP 68-Rating ist es vor Staub und Wasser geschützt. Sämtliche Knöpfe zur Interaktion mit dem Smartphone, nämlich Lautstärke und Power, befinden sich gut erreichbar auf der rechten Seite. Weniger gut platziert finde ich den im Display verbauten optischen Fingerabdrucksensor. Der ist zwar flott und akkurat, für meinen Geschmack aber zu weit unten verbaut. Wäre er um sagen wir 1,5 Zentimeter weiter oben, hätte das für mich mehr Sinn gemacht.

​​​​​​​Die Materialien sind übrigens edel: Nur Glas und Metall kommen zum Einsatz. Das macht aus dem Vivo X100 Pro ein recht schweres Smartphone - in etwa auf gleichem Niveau wie das Galaxy S24 Ultra. Wenn man aber bedenkt, dass das Gewicht vor allem wegen des größeren Akkus und des ambitionierteren Kameramoduls resultiert, relativiert sich das wieder.

Vivo X100 Pro Test | Display mit Klasse

​​​​​​​Von einem Android Flaggschiff erwartet man sich ein tadelloses Display. Bereits beim Vivo X90 Pro gab es in dieser Hinsicht nichts zu meckern, das X100 Pro legt aber noch etwas drauf: Diesmal liegt die maximale Helligkeit bei 3.000 nits und es wurde mit LTPO Technik aufgewertet. Content kann also mit Bildwiederholraten zwischen 1 und 120 Hz wiedergegeben werden, was den Akku schont und den Aufgenkomfort erhöht.
Mit dabei sind natürlich auch HDR10+ Support samt 10-bit Farbtiefe, somit kann das Smartphone also über eine Milliarde Farben anzeigen. Entsprechend brillant, klar und farbenfroh wirken sänmtliche Inhalte auf dem Smartphone. Einzig die zum Rahmen hin abfallenden Kanten könnte so mancher als störend empfinden. Der Trend geht derzeit ja wieder hin zu vollkommen flachen Bildschirmen samt Industrial Look, insofern ist das Vivo X100 Pro schon wieder fast ein Unikum. Der Qualität des Panels tut das allerdings keinen Abbruch, alle High-End Standards werden hier mühelos erreicht.

Vivo X100 Pro Test | High Performer ohne künstliche Intelligenz

Auch bei der Ausstattung erfüllt das Vivo X100 Pro alle High-End Kriterien. Für die nötige Kraft sorgt der neue Mediatek Dimensity 9300. Das ist ein im 4nm Verfahren hergestellter SoC, der was pure Leistung betrifft in etwa dieselben Ergebnisse wie der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 liefert. Unter Last wird das X100 Pro zwar warm aber nicht heiß. Außerdem gibt es keine negativen Ausreißer bei der Preformance während Langzeittests - wer das Smartphone also intensiv mit aufwendigen 3D-Spielen beschäftigen will, bekommt sehr stabile Ergebnisse.

Als Oberfläche kommt Funtouch OS 14 basierend auf Android 14 zum Einsatz. KI Features wie am Galaxy S24 samt OneUI 6.1 sucht man hier vergebens - wer solcherlei benötigt, muss auf entsprechende Apps bzw. Google Services zurückgreifen. Eine etxra Erwähnung wert ist der Ultra Game Mode: Wie immer kann man Benachrichtigungen unterdrücken und die Leistung hochschrauben, um ein besseres Gaming-Erlebnis zu haben. Man kann aber auch einstellen, dass der Bildschirm ausgeschalten wird obwohl das Spiel im Hintergrund weiter läuft - sehr praktisch vor allem für Games, wo es ums Grinding, also um das Farmen von Ressourcen, geht.

Der einzige Punkt, wo Vivo (leider) noch Aufholbedarf hat, ist der Softwaresupport: Für das Vivo X100 Pro verspricht der Hersteller nur 3 Jahre Android- bzw. Sicherheitsupdates. Das können Apple, Samsung und Google mittlerweile viel besser - bleibt zu hoffen, dass Vivo hier bald nachzieht.

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Vivo X100 Pro Test | Klare Kamera Kunst

Bei der Kamera glänzt das Vivo X100 Pro so richtig. Und das ist auch gut so, ansonsten wäre der riesige Kamera-Bump ja vollkommen umsonst. Schon alleine die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache - hier ist Ambition zu Hause. ​​​​​Das beginnt bei der 50 Megapxiel Hauptkamera samt 1 Zoll großem Sensor. Dazu kommt die 50 Megapixel Ultraweitwinkel Kamera und die 50 Megapixel Periskop-Telelinse mit 4,3-fach optischen Zoom.

​​​​​​​Über all dem prangt das ZEISS Logo. Das deutsche Optik-Unternehmen ist für die Entwicklung der Linsen der Kameraobjektive zuständig. Die Telelinse verwendet spezielle APO-Linsen von ZEISS, die Optikfehler reduzieren. Kleiner Exkurs: Vor allem in den Randbereichen der Linse entstehen durch die unterschiedliche Dicke der Linse Farbabweichungen, sog. apochromatische Aberrationen. APO Linsen reduzieren diese Abweichung. Das Ergebnis sind natürlichere Farben, bessere Kontraste und mehr Klarheit. Mehr Infos für alle Interessierten zu dem Thema gibt es hier: Achromat and Apochromat - What's the difference | lenspire.zeiss.com.

​​​​​​​Mit an Bord ist mit dem Vivo V3 Chip eine dezidierte Recheneinheit, die sich fast ausschließlich mit dem Postprocessing von Aufnahmen bzw. Videos beschäftigt. Bei Bewegtbildern werden dadurch sogenannte Portraitvideos in 4K möglich - also Nahaufnahmen vom Motiv mit kinoähnlichem Bokeh und entsprechender Farbverarbeitung. Mehr zu dem Thema gibt es hier: Vivo V3 Technologie | vivo.com.
Das Ergebnis sieht man am oberen Bild - das Blatt erscheint unheimlich klar und plastisch. Die Tele-Linse erlaubt Aufnahmen ab einem Abstand vom Motiv von 18cm bis unendlich - daher sind damit wie oben zu sehen Aufnahmen mit fantasistschem Bokeh ganz ohne Fotobearbeitung bzw. Nachbearbeitung durch KI möglich. Der Autofokus und die optische Bildstabilisierung sind extrem zuverlässig und schnell. Es macht wirklich unheimlich viel Spaß, mit diesem Teleobjektiv auf Foto Tour zu gehen.
Auch diese Aufnahme wurde mit der Telekamera gemacht - und zwar Indoor bei nicht gerade berauschenden Lichtverhältnissen. Dank der sehr offenen Blende von f/2,5 sind aber auch unter solchen Bedingungen sehr ansprechende Ergebnisse möglich. Zum Vergleich: Die 5-fach Telelinse vom Galaxy S24 Ultra hat eine f/3,4 Blende - jene vom Vivo X100 Pro ist also um eine ganze Stufe offener. Diesen Unterschied merkt man vor allem bei schlechtem Licht sofort. Dank der hohen Brennweite (in diesem Fall lag sie bei 233mm) macht der Bokeh-Effekt schon einiges her. KI-gestützte Bildbearbeitung ist hier keinesfalls mehr nötig, hier passt einfach alles.
Vorher
Nachher
Hier noch ein Vergleich der puren Zoom-Kapazität der Periskop Linse. Optisch ist eine max. Vergrößerung um den Faktor 4,3 möglich, es ist aber ohne weiteres möglich um den Faktor 10 zu vergrößern. Wie man sieht gehen kaum Details verloren, was für die Qualität der Linsen und die hohe Auflösung von 50 Megapixel spricht. Wer will, kann sogar einen 100-fach Zoom nutzen, wirklich brauchbar ist das dann natürlich nicht mehr. Bis zum Faktor 15 kann man aber problemlos gehen. Wirklich beeindruckend.
Aber auch die Hauptlinse sorgt für Freude, auch wenn die Tele-Linse dern absoluten Showrunner am Vivo X100 Pro darstellt. Dynamik, Kontraste und die Natürlichkeit der Farben sprechen für sich. Wer möchte, kann bei der Farbtemperatur via Quick Toggle im Sucher aus 3 unterschiedlichen Presets wählen - eines davon wurde von ZEISS zur Verfügung gestellt. Ich bevorzuge jenes namens Lebendig, hier werden Farben ein wenig übersättigt und wärmer dargestellt. Das ZEISS Preset ist eher kälter und sorgt für etwas härtere Kontraste.
Dank des 1 Zoll großen Hauptsensors der Hauptkamera gibt es hier ebenfalls immer sehr schöne, natürliche Bokeh-Effekte. Die sind natürlich bei der Tele-Linse extremer, weil es sich dort um höhere Brennweiten handelt. Der Verlauf vom Motiv weg zu allen Seiten sorgt für einen sehr ansprechenden Eindruck. Den können andere Smartphones zwar auch erzeugen. Allerdings (fast) nur durch künstliche Intelligenz. Hier passiert das aufgrund der eingesetzten Hardware. In der Galerie findet ihr noch ein paar Beispielfotos ohne nähere Beschreibung.
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Das Vivo X100 Pro bringt noch eine Reihe unterschiedlicher Foto-Modi mit. Viele davon werden den meisten wohl bekannt vorkommen, es gibt aber auch ein paar Highlights. Im Astromodus können Bilder mit AR Elementen (gezeichnete Sternbilder) überlagert werden. Im Landschafts- und Architekturmodus werden Bilder mit einem Tilt-Shift Effekt versehen. Und im Pro-Modus lässt sich wirklich alles verändern: Von Belichtungskorrektur über Belichtungszeit bis ISO-Anzahl (max. 12.800).

​​​​​​​Kurz noch zu den Video-Kapazitäten: 8K mit 30 Frames/Sekunde sind nur mit der Hauptlinse möglich. 4K mit 60 Frames kann aber mit jedem Objektiv genutzt werden. Sehr cool ist der Super Steady Modus: Der kann zwar nur bei 1.080p ausschließlich mit der Hauptkamera genutzt werden. Dafür wirken Videos dann wirklich butterweich ohne jegliche Verwackelungen.

Vivo X100 Pro Test | Akku mit hoher Ausdauer

​​​​​​​Wer glaubt nach all dem Kamera-Lob kommt jetzt die Enttäuschung, irrt. Vivo spendiert dem X100 Pro einen 5.400 mAh großen Energiespender. Somit hebt sich Vivo positiv von der High-End Konkurrenz ab, wo in der Regel bei 5.000 mAh Schluss ist. Zusätzlich kann der Akku rasend schnell mit max. 100 Watt geladen werden. Das entsprechende Fast-Charging Netzteil liegt dem Lieferumfang bei. Somit sticht das X100 Pro jegliche Konkurrenz von Apple oder Samsung locker aus. In der Praxis kommt man auch bei intensiven Fototouren komfortabel durch den Tag.

Vivo X100 Pro Test | Fazit

Es gibt sie. Die exzellenten Kamera-Smartphones abseits von Apple und Samsung. Das Vivo X100 Pro ist so ein Beispiel. Vor allem Telekamera gehört zu den besten, die ich je getestet habe. Sie fokussiert verlässlich und schnell. Die Aufnahmen werden extrem ansprechend mit einem sehr natürlichen Bokeh und realistischen Farben. Ähnliches gilt für die Hauptkamera mit dem 1 Zoll Sensor. Nur die Ultraweitwinkelkamera ist bietet keinen ganz so großen Blickwinkel und kommt an die Qualität der beiden anderen nicht heran. Das ist aber mehr als verschmerzbar, schließlich bekommt man ansonsten Qualität vom Feinsten!

Auch bei allen anderen Aspekten macht das Vivo X100 Pro eine gute Figur. Alleine schon der Umstand, ein im Lieferumfang enthaltenes Fast Charging Netzteil dabei zu haben sorgt für 100 Punkte. Aber auch das klare Display und der schnelle SoC zeigen, dass Vivo es ganz leicht mit den anderen High-End Konkurrenten aufnehmen kann.

Wenn es etwas auszusetzen gibt, dann am ehesten noch die Haptik. Das X100 Pro ist sehr rutschig und nicht gut ausbalanciert. Also wie bereits eingangs erwähnt unbedingt ein Cover besorgen. Hat man sich eines zugelegt, wird man extrem viel Freude an diesem Prachtexemplar von Kamera-Smartphone haben!
 
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Vivo X100 Pro - technische Daten

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Dimensionen 164.1 x 75.3 x 8.9 mm | 221 Gramm
Display 6.78 Zoll LTPO AMOLED, 2.800 x 1.260 Pixel = 453 ppi | Bildwiederholrate: adaptiv bis 120 Hz | HDR10+ | max. 3.000 nits
Sekundäres Display -
Display-Gehäuse Verhältnis 89,8 Prozent
Hauptkamera 50 MP, ƒ/1,8 | PDAF, Laser AF | OIS | Sensorgröße: 1 Zoll | Pixelgröße 1,6 µm | Brennweite 23 mm (Kleinbild) | Video: 8K@30, 4K@30/60, 1080p@30/60/240fps, 720p@960fps
Sekundärkamera 50 MP, ƒ/2,5 | PDAF | OIS | Pixelgröße: 0,7 µm | Brennweite: 100 mm (Tele) - optischer Zoom 4,3x
Dritte Kamera 50 MP, ƒ/2,0 | Pixelgröße: 0,64 µm | Brennweite: 15 mm (UWW) - Gesichtsfeld: 119°
Vierte Kamera -
Frontkamera 32 MP | ƒ/2,0
CPU Mediatek Dimensity 9300 (4 nm) | Octa-core (1x3.25 GHz Cortex-X4 & 3x2.85 GHz Cortex-X4 & 4x2.0 GHz Cortex-A720)
GPU Immortalis-G720 MC12
RAM 16 GB
Speicher 512 GB - nicht erweiterbar
Akku 5.400 mAh, 100 Watt Fast Charging, 50 Watt Wireless Charging
Konnektivität Bluetooth 5.4 | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6/7, dual-band, Wi-Fi Direct, hotspot
5G ja
Zertifizierung IP 68
Biometrie optischer In-Display Fingerabdrucksensor

 

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