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Wie nachhaltig ist Glasfaser Internet?

Mailen, Surfen und Streamen benötigen mehr Energie, als vielen bewusst ist. Mit einem Glasfaser Anschluss lässt sich der Stromverbrauch deutlich senken.

Hochauflösendes Streaming, Gaming oder Arbeiten im Homeoffice: Immer mehr Anwendungen erfordern hohe Up- und Downloadraten. Mit einem Breitband-Internetanschluss kann die dafür erforderliche Leistung erbracht werden. Die Glasfaser Technologie stellt eine zukunftssichere Lösung dar. Gleichzeitig wird es in unserer Gesellschaft aber immer wichtiger, dass neue Technologien nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig sind. Wir haben uns angesehen, wie Glasfaser hier abschneidet.
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300.000 km/s: Alles rund um den Glasfaser-Ausbau

"Fiber to the Home” hat den geringsten Stromverbrauch 

Eine Studie im Auftrag des Deutschen Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) hat verschiedene Internet-Zugangstechnologien untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Glasfaserleitungen bis in die Wohnung/das Wohnhaus (Fiber to the Home - FTTH) die energiesparendste Lösung sind. Im laufenden Betrieb brauchen FTTH-Netze bis zu 2,6 Mal weniger Strom als Glasfaserleitungen bis ins Gebäude (Fiber to the Building - FTTB) und bis zu drei Mal weniger Strom als Glasfaserleitungen bis zum Verteilerkasten (Fiber to the Curb - FTTC). 

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Die wichtigsten Begriffe rund um das Thema „Glasfaser“

Zudem wurde auch der Stromverbrauch bei einer flächendeckenden Versorgung in Deutschland berechnet. Hier würden FTTH-Glasfasernetze auf einen Stromverbrauch von 154 Megawatt kommen - ungefähr die Hälfte der Leistung des größten Solarparks Europas. Der Energieverbrauch bei FTTC-Netzen läge hingegen bei 350 Megawatt. Gegenüber TV-Kabelnetzen ließen sich mit Glasfasernetzen sogar 496 Megawatt einsparen. Wenn Hardware wie Router zusätzlich optimiert werden, könnte man den Stromverbrauch weiter senken. Ein weiterer Vorteil von Glasfaserkabeln ist die geringere Störanfälligkeit im Vergleich zu Kupferkabeln.  
A1 treibt den Glasfaser Ausbau in Österreich voran. Foto: Lukas Dostal

Weniger CO2-Emissionen dank Glasfaser 

Ob Videostreaming zu Hause oder künstliche Intelligenz: Digitale Dienste verbrauchen nicht nur Energie, sondern haben auch Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß. Der verwendete Strommix hat sogar den größten Einfluss darauf, wie viele Emissionen man produziert. Eine Google-Suchanfrage verursacht beispielsweise 0,2 Gramm CO2. Eine Bitcoin-Transaktion kommt schon auf 313 Kilogramm. Wäre das Internet also ein Land, läge es weltweit beim CO2-Ausstoß auf Platz sechs. 

Wer mit einer Glasfaserleitung surft, kann die CO2-Emissionen seiner Online-Aktivitäten deutlich senken. Wird zum Beispiel ein Glasfaserkabel mit WLAN genutzt, produziert man beim Streamen ungefähr zwei Gramm CO2 pro Stunde. Verlaufen die letzten Meter bis zu den Endkund:innen über ein Kupferkabel, werden vier Gramm fällig. Zum Vergleich: Der direkte CO2-Ausstoß eines durchschnittlichen PKWs liegt laut dem Verkehrsclub Österreich bei 167 Gramm pro Kilometer. Wer beim Autofahren zwei bis vier Gramm CO2 emittiert, würde nur wenige Meter weit kommen. 

A1 betreibt sein Netz zu 100 Prozent CO2-neutral.

Das Internet nachhaltiger nutzen 

Mit einem Glasfaseranschluss kann man also den Stromverbrauch und gleichzeitig die CO2-Emissionen senken. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, das Internet nachhaltiger zu nutzen:  

Zum Beispiel kann man für Computer und Ladegeräte Strom nutzen, der aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. Darauf kann auch bei der Wahl des Internetanbieters geachtet werden. Das A1 Netz wird mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energieträgern betrieben. Beim Surfen hilft es, grüne Suchmaschinen zu verwenden. Es ist auch von Vorteil, auf mobiles Streaming zu verzichten und Musik oder Videos per Download oder im WLAN zu genießen. Auch bei den Endgeräten können Strom und CO2 gespart werden: nachts ganz ausschalten, die Bildauflösung verringern und energiesparende Geräte verwenden, zum Beispiel ein Tablet anstelle eines hochauflösenden Großbildfernsehers.

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