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Gut gereift: Das Xiaomi Redmi Note 12 Pro im Test

Farbenfrohes OLED Display trifft auf hochwertige Kamera samt flotten Prozessor: Das Xiaomi Redmi Note 12 Pro im Test.

Das Xiaomi Redmi Note 12 Pro ist so etwas wie der reifere Bruder des günstigen Redmi Note 12 (ohne Pro): Den etwas höhere Preis rechtfertigt das Modell durch ein farbenfroheres OLED Display samt HDR 10 Support, einem etwas besseren Prozessor und einer insgesamt höherwertigeren Kamera.

Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Das wichtigste in Kürze

​​​​​​​In der Mittelklasse muss man glänzen, um Mitbewerbern wie Samsung Marktanteile streitig zu machen: Im Prinzip macht Xiaomi mit dem Redmi Note 12 Pro vieles wie Samsung mit dem Galaxy A54. Das Note 12 Pro kommt mit einem großen, HDR10 fähigen OLED Display, einer Triplekamera mit 50 Megapixel, einem schnellen SoC und einem ausdauernden Akku. All das gibt es günstiger als bei Samsung - bekommt man also mehr Qualität zu einem günstigeren Preis?

Xiaomi Redmi Note 12 Pro | Modernes Design ohne Schnörkel

​​​​​​​Rein äußerlich ähnelt das Xiaomi Redmi Note 12 Pro extrem seinem Namensvetter Redmi Note 12 - bis auf die unterschiedlichen Farben und die stark für Fingertapser anfällige Rückseite. Die ist diesmal nämlich aus Glas - das fühlt sich gut an und sieht gut aus. Hat aber auch den Nachteil relativ leicht brechen zu können. Wer also eher grob mit seinem Smartphone umgeht, sollte sich umgehend ein Cover besorgen. Alles weitere liest du am besten hier nach: Xiaomi Redmi Note 12 Test | Design.

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Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Tolles OLED Display

​​​​​​Das Display am Note 12 Pro ist eines jenes Elemente, bei dem man merkt, weshalb es etwas mehr als sein Namensvetter kostet. Einerseits deckt es mit 1B Farben (also 10-bit) ein höheres Farbspektrum ab. Andererseits unterstützt es HDR10+ und ist mit max. 900 nits auch etwas heller. Jeder Euro hier ist gut investiert, das Note 12 Pro bietet ein exzellentes Display, gut vergleichbar mit jenem vom Galaxy A54.

​​​​​​​Es ist außerdem schön mittig in den Rahmen eingefasst. Das kleine Punch-Hole an der oberen Display-Kante stört kaum. Bei der Bildwiederholfrequenz lohnt es sich natürlich auf die vollen 120Hz zu wechseln. Im automatischen Modus wechselt es dann je nach Content auf 90, 60 oder 30 Hz. Letzterer wird nur für das Always On Display verwendet. Durch die niedrige Frequenz schont das den Akku, ohne das an der Usability negatives zu merken wäre.

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Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Ausstattung

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Das Redmi Note 12 Pro wird vom selben Prozessor angetrieben wie das Galaxy A34 - der Mediatek Dimensity 1080 liefert genug Leistung, um sogar aufwendigere 3D Spiele angenehm spielen zu können. Alltägliches wie Surfen, Social Media und Fotos gehen ohne Probleme. Nicht zuletzt durch das 120 Hz Display wirken alle Übergänge weich & flüssig. Einzig beim Wechseln von einer App in die nächste kann es hie und da zu kurzen Hängern kommen.

Der wirklich größere Sprung betrifft die Fotoverarbeitungskapazität: Der Mediatek 1080 kann Bilddaten von bis zu 200 Megapixel Aufnahmen verarbeiten. Soll heißen: Mit dem Redmi Note 12 Pro wird das Potential mit der 50 MP Kamera nicht wirklich ausgeschöpft. Dafür bleiben entsprechende Reserven übrig und die Kamera liefert eine wirklich gute Performance.

Das Redmi Note 12 Pro bietet zwar keinen SD Kartenslot, die 128 GB interner Speicher sollten aber den meisten reichen. Noch dazu, da das vorinstallierte Android 13 samt MIUI 13 gar nicht so viel Platz verbraucht. Es ist wenig Bloatware vorinstalliert und wenn, kann man sie wieder entfernen.

Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Kamera

​​​​​​​Das Smartphone kommt mit einer gewohnten Kamera-Ausstattung auf den Markt. Es gibt eine potente 50MP Kleinbildlinse mit 1µm großen Pixeln - im Automatikmodus ergibt das via Pixel Binning Bilder mit 12,5 Megapixel. Zusammen mit der optischen Bildstabilisierung kann man sich also gute Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen erwarten. Die Ultraweitwinkelkamera bietet 8 Megapixel und scheint auf dem ersten Blick jener des Redmi Note 12 ziemlich ähnlich zu sein. Komplettiert wird das Setup von einer 2 MP Makrolinse - die überraschend gute Ergebnisse liefert.

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Xiaomi Redmi Note 12 Pro Galerie

Das Xiaomi Redmi Note 12 Pro verfügt über eine sehr kompetitive Hauptkamera, die alle Motive scharf und detailreich abbildet.

Gut zu sehen ist das an Tieren mit Fell: Bei dem Hasen ist jedes einzelne Haar gut sichtbar und wirkt nicht verwaschen.

Auch bei 2-fach Zoom (also genauer gesagt Crop) sind dank der hohen Auflösung des Sensors alle Details gut sichtbar. Es war zum Zeitpunkt der Aufnahme schon dämmerig, dennoch ist es weder unterbelichtet noch verwaschen.

Die künstliche Intelligenz hilft dabei, Farben zu optimieren - grün wird dann allerdings manchmal zu grellgrün. In der Regel funktioniert die Szenenerkennung gut, manchmal ist es mit der Sättigung aber zuviel des Guten.

Sogar die Makro Linse erstaunt durch gute Ergebnisse - bei vielen anderen Smartphones fristet die eher ein Schattendasein, beim Redmi Note 12 Pro ist sie unter guten Bedingungen durchaus brauchbar.

In der Nacht sollte man den entsprechenden Modus wählen - ansonsten werden Aufnahmen eher verwaschen, tendieren zu einem leichten Rotstich und erzeugen Rauschen.

Im Nachtmodus ist das deutlich besser - vor allem gibt es mehr Klarheit.

Auch mit der Hauptkamera werden Aufnahmen mit der Hauptkamera scharf & detailreich!

Die Kamera-App an sich ist sehr einfach erklärt: Via Toggle wird zwischen den einzelnen Zoom Stufen gewechselt. Dort steht auch ein 2-fach Zoom zur Verfügung - dabei handelt es sich um einen Crop der 50 Megapixel Hauptlinse. Via Swipe wählt man die unterschiedlichen Modi. Etwas versteckt im Hamburger Menü rechts oben gibt es neben den Toogles für Gitterlinien, das Bildformat, etc. auch den Toggle für den Makro Modus. Für meinen Geschmack ist das etwas umständlich. Andererseits wird man den nicht allzu oft nutzen, insofern ist die mühsame Aktivierung zu verschmerzen.

Wer auf Pixel Binning verzichten und die vollen 50 Megapixel nutzen möchte, kann das via Toggle unter Mehr tun. Allerdings gibt es hier ein paar Einschränkungen: HDR und der AI Modus mit der automatischen Szenenerkennung sind nicht mehr möglich.

Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Akku

​​​​​​​Xiaomi ist mittlerweile für unheimlich schnelle Ladezeiten bekannt - das Xiaomi 13T Pro bietet hier mit 120 Watt absolute Spitzenwerte. Beim Redmi Note 12 Pro geht's nicht ganz so schnell. Mit 67 Watt ist es dennoch sehr rasch wieder geladen - ganz im Gegensatz beispielsweise zum iPhone 15 Pro, das immer noch nur 20 Watt unterstützt. Das entsprechende Netzteil liegt übrigens dem Lieferumfang bei. Mit einer vollen Ladung des 5.000mAh Akkus kommt man gut durch den Tag.

Xiaomi Redmi Note 12 Pro Test | Fazit

Das "Pro" im Produktnamen trifft es auf den Punkt: Das Redmi Note 12 Pro ist um viele kleinere und größere Nuancen besser als seine Normalversion. Am ehesten sieht man das am Display: Das kommt schon nahe an die Oberklasse. Für den Sprung an die Spitze fehlt wohl nur etwas mehr Helligkeit.

Die Kamera kann besser mit schlechtem Licht umgehen, außerdem sind die Ultraweitwinkel und die Makrolinse deutlich besser. Ähnliches gilt für die Performance. Die gehört zwar nicht zur Oberklasse, passt aber gut in die obere Mittelklasse. Das Xiaomi Redmi Note 12 Pro ist also ein kompetitives Mittelklasse Smartphone zu einem attraktiven Preis - im direkten Vergleich mit dem beliebten Galaxy A54 muss es sich nicht verstecken.
 

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Xiaomi Redmi Note 12 Pro - technische Daten
 
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Dimensionen 163 x 76 x 8 mm | 187 Gramm
Display 6,67 Zoll FHD OLED, 2.400 x 1.080 Pixel = 395 Pixel/Zoll | 120 Hz Bildwiederholrate | HDR10+ | max. 900 nits
Sekundäres Display -
Display-Gehäuse Verhältnis 86,7 Prozent
Hauptkamera 50 MP, f/1,9 | Brennweite: 24mm - Kleinbild | PDAF | OIS
Sekundärkamera 8 MP, f/2,2 | Brennweite: 14 mm - UWW
Dritte Kamera 2 MP, f/2,4 - Makro
Vierte Kamera -
Frontkamera 16 MP, f/2,5
CPU Mediatek MT6877V Dimensity 1080 (6 nm) | Octa-core (2x2.6 GHz Cortex-A78 & 6x2.0 GHz Cortex-A55)
GPU Mali-G68 MC4
RAM 6 GB
Speicher 128 GB
Akku 5.000 mAh, Fast Charging Wired (67 Watt)
Konnektivität Bluetooth v5.2, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/
5G ja
Zertifizierung IP 53 Spritzwasser- und Staubschutz
Biometrie kapazitiver Fingerabdrucksensor am Power Button