Android P: Alle Neuerungen im Preview

Erst vor kurzem ist die letzte Beta-Version vom neuen Android P erschienen – es wird allgemein damit gerechnet, dass die Endversion bereits ab Mitte August verfügbar ist. Wer ein Pixel Smartphone sein eigen nennt, kommt also schon sehr bald in den Genuss der neuesten Version. Besitzer anderer Smartphones werden sich wohl bis zum späten Herbst gedulden müssen. Was ist neu bei Android P? Wird sich das Warten lohnen? Wir werfen einen Blick auf die größeren und kleineren Neuerungen unter Googles neuester Betriebssystemversion.

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Android P – der Name

Das für viele wichtigste zuerst: Einen fixen Namen gibt es für Android 9.0 noch nicht – es könnte also alles mögliche sein, zum Beispiel Android Pie, Pancake, Popsicle und so weiter. Der finale Name wird wohl erst mit Veröffentlichung Mitte August verraten.

Android P – Sicherheit

Unter Android P wird Sicherheit groß geschrieben, daher gibt es in dem Bereich auch zahlreiche Änderungen gegenüber den Vorgängerversionen.

  • Anrufe und Mitteilungen automatisch blockieren: Derzeit können unter Android unerwünschte Anrufer via Blacklist blockiert werden. Deutlich drastischer könnte das unter Android P werden: Hier können alle Anrufe von unbekannten Anrufern oder Nummern ohne Call-ID Einträgen automatisch und ohne Klingeln abgewiesen werden. Laut AndroidPit könnte man so die eigenen Telefonkontakte als Whitelist definieren und alle anderen unterbinden.
  • Anrufe aufzeichnen: Das soll mit Android P offiziell möglich werden – und zwar so, dass beide Anrufer alle 15 Sekunden einen 1,4 kHz hohen Piepton hören, während die Aufnahme läuft. Rechtlich ist das allerdings ein Graubereich und es ist nicht unumstritten, ob das Feature tatsächlich kommt.
  • Kameranutzung durch Apps blockieren: In der Vergangenheit nutzten einige im Hintergrund laufende (schädliche) Apps die Kamera unerlaubterweise – durch eine Minivorschau in der Größe von einem Pixel konnte so die Umgebung ausspioniert werden. Google will das mit Android P endgültig blockieren.
  • Lockdown Mode: Mit einem Klick können der Fingerprint- oder Irisscanner, die Gesichtserkennung oder Smart Lock deaktiviert werden – und auf den guten alten PIN Code zurückgegriffen werden.

Android P – Wellbeing

Das neue Nutzungs-Dashboard | Quelle: hub.91mobiles.com
Smartphones machen süchtig – kaum jemand kann dem Drang widerstehen, fast ständig auf den Bildschirm seines Lieblingsgeräts zu blicken. Aus diesem Grund hat Google das Wellbeing Programm gestartet: Unter Android P gibt es ein Dashboard, in dem man sich sehr detailliert und übersichtlich ansehen kann, wie oft man am Tag das Smartphone entsperrt, wie viele Benachrichtigungen man bekommen oder welche App man wie lange benutzt hat. Zusätzlich ist es möglich, individuelle Nutzungslimits für bestimmte Apps festzulegen. Also zum Beispiel, dass Facebook nur für 30 Minuten am Tag benutzt werden darf. Ist dieses Limit für den Tag überschritten, kann die App nicht mehr geöffnet werden.

Android P – Look & Feel

Vorbei die Zeiten von Ecken und Kanten, Android P folgt dem Trend und rundet wo es kann ab. Das beginnt bei den Icons am Homescreen, geht weiter zu den Symbolen im Hauptmenü oder auch zu den via Swipe von oben nach unten erreichbaren Quick-Toggle Symbolen. Außerdem setzt Google auf Gesten: So kann ähnlich wie beim iPhone X unter iOS 11 via Swipe von unten nach oben zum Homescreen gewechselt werden. Via Wischgeste von einem Rand zum anderen werden geöffnete Apps angezeigt.

Die neuen Benachrichtigungen unter Android P | Quelle: cnet.com

Ein Update bekommen so wie in jedem Jahr auch die Benachrichtigungen, die größte Neuerung gibt es hier bei Messenger-Apps: Hier werden gleich direkt in der Benachrichtigung smart Replies angezeigt, um sich den Wechsel in die jeweilige App zu ersparen und so schneller antworten zu können.

Viele wird außerdem freuen, dass es auf Android P nun endlich ein richtiger Dark Mode geschafft hat – ein Feature, auf das viele schon lange gewartet haben.

Android P – Ausdauer

Für viele das größte Manko bei portablen elektronischen Geräten ist der Akku – daher arbeiten Hersteller und Softwareentwickler gleichermaßen fieberhaft daran, die Energieeffizienz ihrer Geräte zu erhöhen. Google möchte mehr Effizienz durch künstliche Intelligenz erreichen: Die lernt vom Benutzer, welche Apps am häufigsten genutzt werden und weist denen die benötigten Ressourcen zu. Apps, die kaum benutzt werden, werden dagegen in einen stromsparenden Standby Modus versetzt.

Android P – bessere Screenshots

Einen Screenshot am Smartphone zu erstellen war für manche immer wieder eine ziemliche Frickelei – den Power und Lautstärke-Runter Button gleichzeitig zu drücken war für viele eine Herausforderung. Mit Android P reicht es, einfach den Power Button länger zu halten und dann Screenshot auszuwählen. Den kann man dann auch gleich bearbeiten – also bestimmte Ausschnitte markieren, hervorheben oder das Bild zuschneiden.

Android P – Verfügbarkeit

Die finale Version von Android 9.0 wird vermutlich in den nächsten Wochen bis Mitte August erscheinen. Besitzer von Pixel Smartphones können die neueste Version dann sofort auf ihr Smartphone laden. Eigentümer anderer Handys werden sich vermutlich mindestens bis zum späteren Herbst gedulden müssen.

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