Im Test: Das Xiaomi Redmi Note 10 Pro

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Echte Schnäppchen gibt es selten – das neue Xiaomi Redmi Note 10 Pro könnte aber so etwas sein: Während es sich im Alltag eher nach einem Top Gerät in der Preisklasse eines iPhone 12 oder Galaxy S21 anfühlt, ist es zu Einsteigerpreisen zu haben. Warum? – Die Stichworte 108 Megapixel, 120 Hz Display, Stereo Sound und 5.000 mAh Akku findet man bisher kaum bei Smartphones dieser Preisklasse. Alles zum Xiaomi Redmi Note 10 Pro im Test!

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Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Design

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Smartphones dieser Preisklasse sieht man normalerweise gleich auf dem ersten Blick ihre günstige Herkunft an. Das Xiaomi Redmi Note 10 macht hier aber eine Ausnahme: Besonders die Rückseite sieht und fühlt sich sehr wertig an. Das liegt vor allem daran, weil sie aus Glas ist – und zwar bruchsicherem Gorilla Glas. Zusätzlich wirkt das Kameramodul mit seinen insgesamt 4 Augen sehr professionell und interessant angeordnet. Natürlich mit Fokus auf die 108 Megapixel Hauptkamera, die nochmal extra in einen silbrig schimmernden Akzentrahmen eingefasst wurde.

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Der Rahmen an sich ist aus Kunststoff – trotzdem aber stabil genug, um jedem Verbiegungsversuch zu trotzen. Einzig die haptischen Lautstärke- und Powerwippen sind leicht frickelig, das kann man angesichts der insgesamt guten Verarbeitungsqualität allerdings verkraften.

Haptisch gibt es an dem Teil nämlich wenig auszusetzen: Klar, das Kameramodul ragt relativ weit aus der Rückseite heraus – dadurch schlackert das Handy hin und her wenn man tippt während es am Tisch liegt. In der Hand ist das allerdings kein Problem, es schmiegt sich dank der Abrundungen von Kanten und dem Display sehr gut in die Handfläche.

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Einen weiteren Pluspunkt – und ein Feature das man bei deutlich teureren Smartphones fast durchwegs vermisst – gibt es für die 3,5mm Klinke an der oberen Kante des Smartphones. Und gegen Spritzwasser und Staub scheint es auch fast immun, dank IP53 Zertifizierung stehen die Chancen gut für das Smartphone solche Dinge zu überleben.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Display

Das Display vom Xiaomi Redmi Note 10 würde ich als beispielhaft für diese Preisklasse bewerten. Wo sonst gibt es um so wenig Geld ein 1.080 x 2.400 Pixel (= 395 ppi) Panel samt 120 Hz Bildwiederholrate, OLED Technologie (also hohe Kontraste und Helligkeit) samt HDR10 Support? – Nirgends. Alleine angesichts dieser Ausstattung ist ein Griff zu diesem Smartphone geradezu Pflicht.

Mit knapp durchschnittlich 600 Nits (max. 1200 Nits) sind Inhalte bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar. Klar: Ein iPhone 12 oder Galaxy S21 Ultra sind fast 3 Mal so hell. Sie kosten aber auch fast 4 Mal so viel. Alleine das sollte klar machen, wo man mehr für sein Geld bekommt.

Screenshots Xiaomi Redmi Note 10

Im direkten Vergleich wirken die Displays von besagten Top-Modellen zwar etwas klarer und scheinen auch minimal schneller auf Eingaben zu reagieren. In der Praxis merkt man das also normaler User aber gar nicht. Zusätzlich gibt es am Xiaomi Redmi Note 10 Pro übrigens auch einen systemweiten Darkmode, alle möglichen Einstellungen zur Farbmischung und natürlich auch einen Blaufilter.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Software

Das Redmi Note 10 Pro kommt mit Android 11 und Xiaomi’s Benutzeroberfläche MIUI Version 12.5 – diese Version ändert optisch wenig, im Hintergrund wurde aber an starken Verbesserungen rund um Energieeffizienz und Speichermanagement gearbeitet. MIUI bietet tonnenweise Optionen zur persönlichen Anpassung: Von hunderten Always-On Themes, über zahllose Widgets und Icon-Packs. MIUI kommt ähnlich wie One-UI von Samsung mit vielen proprietären Apps daher – also eigener Gallerie, Browser oder Apps Store. Das kann man nutzen, muss man aber nicht. Etwas nerviger ist da zahlreiche Bloatware wie die Amazon App, PUBG oder Netflix. Diese vorinstallierten Apps können aber allesamt deinstalliert werden.

Xiaomi Redmi 10 Pro UI

Zusätzlich kann man selbst entscheiden, ob ein App Drawer genutzt werden soll oder nicht. Wer sich dafür entscheidet, wählt automatisch eine KI-unterstützte Organisation von Apps in entsprechenden Reitern. Also zum Beispiel Unterhaltung, Fotografie, Spiele, Tools und so weiter. Sie räumt also auf mit Unordnung, die ansonsten binnen kurzer Zeit bei normaler Nutzung passiert.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Ausstattung

Das Redmi Note 10 Pro ist allen alltäglichen Aufgaben gewachsen: Für seine Preisklasse ist es fast sogar ein Overperformer, bietet also mehr Leistung als viele andere Smartphone-Modelle. Zusätzlich bietet es mit einer 3,5mm Kopfhörerklinke, 128 GB Speicher plus Möglichkeit der Speichererweiterung via Micro-SD Karte und IP 53 Rating mehr, also so manches Oberklasse-Smartphone mitbringt. Und Stereo-Sound ist auch noch mit an Bord – besser kann es wirklich kaum werden.

Und als ob das nicht schon alles wäre, gibt es noch einen 5.020 mAh starken Akku on Top. Samt 33 Watt Fast Charging – für den eher unwahrscheinlich eintretenden Fall, dass einem an einem Tag der Saft ausgeht.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Kamera

Gleich mit 4 Kameras ist das Redmi Note 10 Pro ausgestattet – und zwar mit dem von vielen Mittelklasse-Smartphones gewohnten Setup:

Bei der Hauptkamera handelt es sich um einen 108 MP Samsung ICOCELL Sensor mit 0,7µm Pixel und f/1,9 Blende. Via Pixel Binning werden immer 9 relativ kleine Pixel zu einem größeren 2,1µm Pixel zusammengefasst – was in der gängigen 12 MP Auflösung resultiert. Autofokus passiert via Phasenverschiebung, es gibt keinen optischen Bildstabilisator und es handelt sich um die einzige Kamera am Gerät, die einen Nachtmodus bietet.

Kirche

Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 8 MP bei f/2,2 aus – samt fixem Fokus, der auf unendlich gestellt ist. Die Linse bringt gute Ergebnisse, auch wenn Verzerrungen zu den Rändern hin sichtbar sind.

Praterstern, Riesenrad im UWW Modus

Etwas mehr Aufmerksamkeit als üblich bei Geräten dieser Preisklasse bekommt die Macro-Kamera. Einerseits, weil sie anstatt über nur 2 MP über immerhin 5 MP verfügt. Und zweitens weil sie mit Autofokus ausgestattet ist – in diesem Preissegment sehr selten. Der Fokus funktioniert über Distanzen von etwa 3-10 Zentimeter – man kann also gänz schön nahe ran ans Motiv. Allerdings ist die Linse relativ lichtschwach, gute Ergebnisse erzielt man also nur bei guten Lichtbedingungen.

Himbeere im Makro Modus
Eine Himbeere im Makro Modus

Die Kamera-App an sich ist nichts besonderes: Über drei im Sucher eingeblendete Punkte kann man von einer Linse zur nächsten wechseln. Also Weitwinkel, Kleinbild und digitalem 2-fach Zoom. Die Makro-Funktion findet man leicht umständlich um oben rechts eingeblendeten Hamburger-Menü. Außerdem gibt es die allseits bekannten Modi wie Pro, Portrait (hier kommt der 4.te Sensor, also ToF zum Einsatz), HDR und so weiter. Noch ein Pluspunkt: Im Pro-Modus können Aufnahmen im RAW-Format gespeichert werden!

An der Qualität an sich gibt es kaum etwas auszusetzen. Klar: Das Galaxy S21 oder iPhone 12 macht insgesamt schönere Fotos. Die kosten aber auch 4x so viel. Und bei Tag sind überhaupt nur schwer Unterschiede auszumachen. Das gilt sowohl für Portrait-, als auch für Landschaftsaufnahmen. Fotos der Hauptkamera bei Tag lassen alle Details gut zur Geltung kommen, Farbraum und Dynamik wirken angesichts der Preisklasse exzellent und auch Farbfehler oder Rauschen sind so gut wie gar nicht auszumachen.

Ähnliches gilt für die Weitwinkellinse: Auch hier werden kaum Details verschluckt, die Farben passen und Rauschen ist so gut wie nicht auszumachen. Nur an den Ecken lassen Farben leicht nach und auch Verzerrungen werden sichtbar. Das kann man aber angesichts des Preises verschmerzen.

Die Makro-Kamera überzeugt ebenfalls mit viel Detail und schönen Farben. Der Kontrast ist aber nicht so hoch wie bei den beiden anderen Linsen. Wichtig: Das Motiv sollte sich nicht bewegen und sich in gut beleuchteter Umgebung befinden. Der Autofokus ist zusätzlich nicht besonders schnell, also benötigt es etwas Fingerspitzengefühl um gute Aufnahmen zu bekommen. Die sind dann aber definitiv besser als bei 95 Prozent aller anderen mit Macro-Linse ausgestatteter Smartphones.

Donaukanal Nacht

Bei Nacht ist die Performance zufriedenstellend, aber keinesfalls überragend. Hier merkt man doch, weshalb man für die Kaliber von Apple oder Samsung deutlich mehr bezahlt: Bei Geräten dieser Hersteller sind auch Nachts deutlich mehr Details erkennbar, Fotos wirken auch natürlicher und rauschen weniger. Angesichts des Preises für das Redmi Note 10 Pro ist diese Performance dennoch als gut einzustufen.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Test | Fazit

Es gibt sie doch noch: Smartphones, die sich durch Preis und Leistung von der Konkurrenz absetzen. Das Xiaomi Redmi Note 10 Pro ist so ein Smartphone: Display, Ausdauer und Kamera erinnern an die Oberklasse. Die Ausstattung samt IP-Rating, 3,5mm Klinke und erweiterbaren Speicher übertrifft sie sogar. Klar: Es sieht vielleicht nicht ganz so gediegen aus wie andere Modelle und das Display ist hat recht dicke Ränder und es ist nicht ganz so schnell wie Smartphones der Oberklasse.

Xiaomi Redmi Note 10 Pro Lesitung Fazit

Angesichts dessen, was man zu dem überaus günstigen Preis bekommt (das Xiaomi Redmi Note 10 Pro ist in allen A1 Tarifen um € 0,- zu haben), ist das definitiv auszuhalten. Es wird schwer bis unmöglich sein, mehr für sein Geld zu bekommen.

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  1. Dominik Koller

    Nutze dieses Handy jetzt ca 2 Wochen War mir zunächst unsicher wegen dem Markenwechsel Dachte ich wäre eingefleischte Sa…… Fan.
    Das Handy liegt super in der Hand und begeistert mich einfach nur Der Akku ist ein Wahnsinn hält leicht 2 Tage ,obwohl ich das Handy sehr viel nutze.
    Also wer auf der Suche nach einer Alternative zu den Führenden Herstellern ist wird den Umstieg auf das Xiaomi Redmi 10 Pro nicht bereuen

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