Huawei Mate 10 Lite im Test

Das Huawei Mate 10 Lite im Test: Das Mittelklasse Smartphone nimmt Anleihen vom Mate 10 Pro und wartet mit einigen Neuerungen wie den 4 Kameras auf. Wie sich die beiden Dual Kameras, das rahmenlose Display im 18:9 Seitenverhältnis und der Akku machen, soll der große A1 Blog Test zeigen.

Lesedauer: ca. 5 Minuten | Die wichtigsten Eigenschaften im Überblick: 5,9 Zoll FullView Display, Hochwertiges Design, 4 Kameras

Huawei Mate 10 Lite: Hochwertiges Display und geniale Bilder mit gleich 4 Kameras

 

Alle Infos zum Huawei Mate 10 Lite kurz & prägnant:
Das Huawei Mate 10 Lite sieht und fühlt sich wie ein High-End Smartphone an. In meinem Test konnte mich speziell das FullView Display überzeugen. Der beinahe rahmenlose Bildschirm wirkt großartig und macht bei alltäglichen Anwendungen viel Freude. Die 4 Kameras bringen einen gelungen Mehrwert und zaubern aus gewöhnlichen Aufnahmen – dank Bokeh-Effekt – Bilder, die man gerne her zeigt. Prozessor und Fingerabdrucksensor arbeiten flott und machen das Mittelklassegerät zu einem super Smartphone.

Huawei Mate 10 Lite Test
Ob das Huawei Mate 10 Lite im Test überzeugen kann? | Quelle: A1/Felix Stoisser

Design

Mein erster Gedanke als ich das Huawei Mate 10 Lite in meinen Test Händen hatte: Ist das wirklich ein Mittelklasse Smartphone? Huawei bleibt der Designsprache der Mate-Serie treu und liefert ein hochwertiges Phablet im modernen Look. Bereits im November habe ich in meinem Huawei Mate 10 Pro Test über den neuen Look geschwärmt: Die Ränder sind beim Lite-Modell zwar eine Spur dicker als bei der Pro-Variante, trotzdem kann man von einem beinahe rahmenlosen Bildschirm sprechen. Der Rahmen selbst besteht aus Aluminium und ist hinten & vorne leicht abgerundet. An der oberen Kante sind die Sensoren, ein Lautsprecher und die beiden Frontkameras. Die untere Leiste wird durch das Logo des chinesischen Herstellers geziert. Auch die Rückseite besteht aus einem matten Aluminium Unibody-Gehäuse. Es sieht nicht nur richtig gut aus sondern liegt auch noch angenehm in der Hand. Die Verarbeitung seiner Geräte beherrscht der chinesische Produzent – über alle Preisklassen hinweg.

Stichwort in der Hand liegen: Laut Datenblatt misst das Mate 10 Lite 156,2 x 75,2 x 7,5mm und ist damit minimal größer als sein Vorbild aus der Mate-Serie. Ich konnte das Gerät in den meisten Fällen einhändig bedienen. Leute mit kleinen Händen werden aber wahrscheinlich die zweite Hand zu Hilfe nehmen. Mit 164g hat es außerdem das optimale Gewicht um auch nach längeren Arbeitseinheiten nicht unangenehm aufzufallen. Was leider wieder fehlt: Die IP68-Zertifizierung gegen Staub und Spritzwasser. Dafür hat das Device eine gelungene fettabweisende Schicht, die Fingerabdrücken keine Chance gibt.

Huawei Mate 10 Lite Test: Kanten
Die Bedienung erfolgt intuitiv über die deutlich unterscheidbaren Hardware-Buttons. Oben das Lite, darunter das Pro-Modell. | Quelle: A1/Felix Stoisser

Die Bedienung des Geräts erfolgt über die rechte Seite: Hier stechen mir Lautsprecherwippe und Power-Button ins Auge. Die Power-Taste hat wieder eine leichte Riffelung, nicht ganz so markant wie zum Beispiel beim Huawei P10, aber doch deutlich genug um eindeutig zwischen den beiden Steuerungselementen zu unterscheiden. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der SIM-Schacht verbaut (Platz für eine nano SIM-Karte und eine microSD Karte). Weiter geht es auf der Rundreise: Ich drehe das Mate 10 Lite um 90 Grad und erkenne den 3,5mm Anschluss für meine Kopfhörer (Pluspunkt dafür!). Daneben ist ein micro USB-Port verbaut (für ein Mittelklasse Smartphone mit Erscheinungsdatum Ende 2017 gerade noch in Ordnung, wünschenswert wäre aber doch der USB-C Anschluss gewesen). Komplementiert wird das Dreigespann von einem Mono-Lautsprecher. Die Bedienung erfolgt – wie von Huawei bekannt – mittels On Screen Tasten (Zurück, Home, Multiwindow).

Display

Das Display-Gehäuse-Verhältnis beträgt 83% und ist für ein Mittelklassegerät beeindruckend: Huawei bezeichnet sein rahmenloses Konzept als FullView Display. Die Ränder sind minimal breiter als beim großen Bruder, der Freude mit diesem gelungenen Display zu hantieren, tut dies jedoch keinen Abbruch. Der 5,9 Zoll IPS-LCD Bildschirm (beim Mate 10 Pro ist ein AMOLED mit 6 Zoll verbaut) löst dabei mit 2160 x 1080 Pixel (FHD+) auf und wirkt farbintensiv & kontrastreich. Speziell der Weißwert gefällt mir ausgesprochen gut. Im direkten Vergleich ist das Lite-Modell nicht ganz so hell wie das Mate 10 Pro, im Alltag sollte das aber nicht weiter auffallen. Während meiner Fototour zeigte sich der Winter von seiner „besten“  Seite: Der Himmel grau-in-grau, der Boden mit Schnee bedeckt – die automatische Helligkeitsanpassung war darauf aber bestens eingestellt und zeigte mit meine Inhalte immer entsprechend kräftig und scharf an. Sein volles Potential entfaltet das 2:1 Seitenverhältnis beim Videoschauen oder Multitasking, wenn ich mir mehrere Inhalte und Fenster auf den Bildschirm lege: Es erleichtert mir nicht nur meinen Alltag sondern sieht auch noch ziemlich gut aus!

Huawei Mate 10 Lite Display
Ausgesprochen scharf & farbintensiv bei allen Wetterlagen – das FullView Display des Huawei Mate 10 Lite. | Quelle: A1/Felix Stoisser

Performance

Kraftwerk des 5,9 Zollers ist der Mittelklasse-SoC Kirin 659. Bei dem hauseigenen Prozessor handelt es sich um den gleichen Chip, der auch beim Huawei Nova 2 eingesetzt wurde: Konkret sprechen wir von acht Kernen mit 4×2,3 Ghz und 4×1,7 Ghz. Dazu kommen noch 4 GB Arbeitsspeicher, die das Mate 10 Lite zu einem flotten Gesamtwerk machen. Bei leistungshungrigen Spielen wie zum Beispiel Asphalt, laden die Startbildschirme etwas länger, Ruckler oder Verzögerungen gab es im Testraum von knapp 10 Tagen aber nie. Alltagsanwendungen laufen extrem flüssig und auch wenn einmal etwas mehr ansteht, bleibt das Gerät stabil.

Der interne Speicher ist mit 64 GB auf dem Stand der Zeit und bietet genug Platz für Gigabytes an Fotos (dazu später mehr), Apps und Datensammlungen. Sollte der Speicher trotzdem nicht ausreichen, kann das Mate 10 Lite mittels microSD um max. 128GB erweitert werden (ging beim Mate 10 Pro nicht!).

Huawei Mate 10 Lite Test App Drawer
Ein praktisches Feature, das ich nicht mehr missen will: Der App Drawer | Quelle: A1/Felix Stoisser

Software & Features

Von vielen gewünscht, ist der App Drawer bei Huawei bereits seit längerem werkseitig dabei. – Ein praktisches Feature mit dem die EMUI 5.1 noch aufgeräumter wirkt. Hinter der hauseigenen UI werkt Android 7.0 Nougat. Beim Mate 10 Pro ist es bereits Oreo – ich gehe also von einem baldigen Update aus. In der Zwischenzeit sind alle Funktionen der 7er-Version, wie der Splitscreen mit an Board. Die Menüs selbst wirken strukturiert und ergeben auch für Huawei-Anfänger Sinn. Das Äußere wirkt im Standard-Design (bei mir „Mist“) schon ausgesprochen elegant, kann nach Lust & Laune im Themes-Manager aber noch individuell angepasst werden.

Huawei Mate 10 Lite Test: Fingerabdrucksensor
Der rückseitige Fingerabdrucksensor: Oben das Mate 10 Pro, darunter das Mate 10 Lite. | Quelle: A1/Felix Stoisser

Sprechen wir kurz über den Fingerabdrucksensor: Dieser befindet sich auf der Rückseite und hat ausreichend Abstand zur Dualkamera darüber. Dank der intelligenten Ausbuchtung sind Abdrücke auf der Linse ausgeschlossen. Über die Qualität des Sensors müssen wir uns nicht lange unterhalten: Exaktheit und Geschwindigkeit zählen, wie von Huawei gewohnt, zu den besten am Markt. Zu erwähnen sind die die Gesten, mit denen ich die Kamera auslösen oder durch meine Fotoalben navigieren kann. Außerdem sind auch wieder die smarten Knöchelgesten dabei. – Einfach ausprobieren. Ich war in meinem Test wieder davon angetan, wie leicht es ist Screenshots mit einem simplen „Klopfen“ auszulösen, ohne davor eine akrobatische Fingerübung zu absolvieren.

Kamera

Kommen wir zu einem weiteren Highlight des Lite-Smartphones: Vor rund 2 Jahren war es noch üblich hinten eine Hauptkamera zu verbauen und die Front mit einer Selfiekamera auszustatten. Wir schreiben das Jahr 2018, ich halte das Mate 10 Lite in meinen Händen und vermerke: 4 Kameras. Neben der rückseitigen Dualkamera, lichtet auch die Vorderseite mit zwei Linsen ab.

Huawei Mate 10 Lite Test: Kamera
Cheese: Nicht nur auf der Rückseite, auch auf Vorderseite gibt es eine Dualkamera mit Bokeh-Effekt. | Quelle: A1/Felix Stoisser

Die technischen Daten sind schnell erklärt: Der Hauptsensor löst mit 16MP (bei ƒ/2.2) auf und wird durch eine 2MP-Linse unterstützt, die für den Schärfentiefe-Effekt sorgt. Das coole daran: Der Fokus lässt sich auch nachträglich verändern. Super für Leute wie mich, die ihre Schnappschüsse gerne optimieren. Auch auf der Vorderseite sorgen eine 13MP (ƒ/2.0) und 2 MP-Knipse für den perfekten Bokeh-Effekt. Leica-Kooperation gibt es diesmal nicht, aber das ist auch gar nicht notwendig: Die Fotos werden bei gutem Licht ausgezeichnet. Bei schwachem Licht beginnt das Bild, aufgrund der Blende, leider schnell zu rauschen. Ansonsten erzielte ich in meinem Testzeitraum schöne Ergebnisse, mit klaren, farbtreuen Werten.

Hervorzuheben ist der Pro-Modus, mit dem ich nicht nur stark in die Einstellungen eingreifen, sondern auch RAW-Grafiken erstellen kann. Auch auf der Selfieseite ist das Fazit sehr positiv: Die Portraits mit Schärfe-Effekt sehen super aus und dank Beauty-Filter lässt sich auch die zu kurze Nacht verstecken. Vor zwei Jahren noch undenkbar, bringen die 4 Kameras einen deutlichen Mehrwert für mich, den ich nicht mehr missen will.

Akku

Ganze 3340 mAh stark ist der Akku des Huawei Mate 10 Lite. Der Bildschirm ist deutlich stromsparender als beim großen Vorbild, daher geht die etwas kleinere Kapazität in Ordnung. In meinem Test habe ich durchschnittlich 1 1/2 Tage bei „normaler“ Nutzung erzielt (Surfen, WhatsApp, Instagram etc.), bis das Smartphone wieder an die Strombuchse musste. Geladen wird wie bereits erwähnt mittels micro USB. Dank diverser Stromsparmodi war ich immer auf der sicheren Seite und musste nicht befürchten bei der Fototour am Nachmittag ohne Saft da zu stehen.

Huawei Mate 10 Lite Test
Das Huawei Mate 10 Lite konnte mich im großen A1 Blog Test überzeugen. | Quelle: A1/Felix Stoisser

Fazit

Das Huawei Mate 10 Lite übernimmt gekonnt Details des Mate 10 Pro, ist aber doch ein eigenständiges Gerät. In meinem 10-tägigen Test hat sich gezeigt warum das Lite-Modell auch in der Mate-Serie für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis steht: Das Handy fühlt sich wie ein Premium-Device an und hat mit dem 18:9 FullView Display Features der Oberklasse verbaut. Auf meine Wunschliste schreibe ich die IP68-Zertifizierung und den USB-Typ C Anschluss. Gut gefallen haben mir die 4 Kameras, die dank Bokeh einen wunderbaren Schärfentiefe-Effekt erzielen. Jeder der sich in dieser Smartphone-Beschreibung wiederfindet, wird mit dem Huawei Mate 10 Lite garantiert seine große Freude haben.

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Technische Daten

  • Abmessungen: 156,2 x 75,2 x 7,5mm, 164g
  • Betriebssystem: Android 7.0 – Nougat
  • Display: 5,9 Zoll (14,99cm) IPS-LCD Display bei 2160 x 1080 Pixel = 409 ppi
  • Kamera: Dual-Kamera mit 16 MP (Hauptsensor bei ƒ/2.2) und 2 MP (für große Blende) und Dual-Frontkamera bei 13 MP Hauptsensor bei ƒ/2.0) und 2 MP (für Bokeh-Effekt), LED
  • Prozessor: Kirin 659, 4 x 2,36 Gigahertz & 4 x 1,7 Gigahertz
  • Speicher: 4 GB RAM; 64 GB interner Speicher – mit microSD um max. 128GB erweiterbar
  • Akku: Li-Ionen mit 3340 mAh – nicht wechselbar
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, WLAN, Bluetooth 4.2

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  1. Christina Gaber

    Das ist nur ein Test

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