Samsung Charm Activity-Tracker im Test

Charm by Samsung: Ăśberzeugt der schlanke Fitness-Tracker?

Samsung setzt mit Charm auf Design und Minimalismus. Dieser zierliche Activity-Tracker soll vor allem Fitness-Einsteiger zu mehr Bewegung im Alltag motivieren. Neben einem integrierten Schrittzähler kommuniziert Charm via Bluetooth mit dem Smartphone und informiert seinen User via LED-Statusleuchte über Benachrichtigungen. Durch die modische Optik unterscheidet sich Samsung Charm von herkömmlichen Fitness-Trackern, die meist sportlich und klotzig wirken. Ob das Gadget nur mit Äußerlichkeiten punktet oder sich sowohl im Büro, als auch während der Freizeit bewähren kann, haben wir uns im Test näher angesehen.

Samsung Galaxy S7 in pink gold mit Charm Aktivity Tracker bei A1

Erster Eindruck

Enthalten sind das Samsung Charm-Gerät, eine kleine Ladeschale mit Micro-USB-Anschluss und ein farblich passender Trageriemen. Auf den ersten Blick wirkt der Aktivitäts-Tracker nicht wie ein klassisches Fitness-Gadget, sondern eher wie ein SchmuckstĂĽck. Unser Testexemplar ist optisch auf die Samsung Galaxy S7 Limited Edition in der Modefarbe Pink Gold abgestimmt. Wie sich vor allem anhand des Farbtons vermuten lässt, wurde dieses Gadget speziell fĂĽr Frauen entworfen. Auch die Abmessungen lassen auf eine weibliche Trägerin schlieĂźen: Der schmale Trageriemen ist fĂĽr zierliche Handgelenke gedacht und lässt sich durch Drucklöcher auch sehr klein einstellen – fĂĽr muskulöse Männerarme wohl kaum geeignet.

Optik & Design

Der abnehmbare Anhänger misst eine Größe von 18,2 x 18,2 mm und wirkt mit seinen 6,5 mm relativ hoch. Die Oberfläche des Charms weist einen leichten Glanz auf. Seitlich sind zwei schmale glänzende Streifen zu finden, sonst ist der Schliff hier matt – wie man es beispielsweise von Eheringen kennt. Der Trageriemen besteht aus Kunststoff – dennoch macht er einen qualitativen und robusten Eindruck. Durch das unaufdringliche und minimalistische Design ist Charm auch für das Büro geeignet.

Samsung Charm mit dem Galaxy S7 via Bluetooth verbinden

In Betrieb nehmen & mit dem Smartphone verbinden

Das Gadget lässt sich sehr unkompliziert in Betrieb nehmen. Durch ein leichtes Drehen wird der Charm-Anhänger am Trageriemen befestigt und der Verschluss anhand der Drucklöcher an die gewünschte Größe angepasst. Sobald alles an seinem Platz sitzt, benötigt ihr die Samsung Charm App auf eurem Smartphone. Wenn ihr „Verbinden mit Samsung Charm“ in der App wählt, leuchtet ein farbiges LED-Lämpchen in der Mitte des Trackers auf. Bestätigt nun die angezeigte Farbe am Smartphone Display und folgt den weiteren Anweisungen in der App.
Laut Herstellerangabe ist Charm mit mobilen Geräten mit Android 4.4 oder höher und Bluetooth 4.0-Funktion (BLE) kompatibel. Für den Test habe ich das Charm mit einem Samsung Galaxy S7 genutzt. Hier lief das Erkennen und Verbinden schnell und reibungslos.
Die Reichweite beträgt weniger als 10 Meter, damit Smartphone und Charm verbunden bleiben. Durch Mauern reicht das Bluetooth Signal jedoch nicht, auch wenn man sich nur im Nebenraum befindet.

Samsung Galaxy S7 pink gold verbunden mit Charm LED leuchtet

LED-Signalleuchte

In der Mitte des Charms befindet sich eine LED-Statusleuchte, die Auskunft über den Ladezustand (rot = Akku lädt, grün = vollständig geladen) oder neue Benachrichtigungen (blau) gibt. Via App lassen sich die gewünschten Push-Notifications wählen. Je nach Einstellungen gibt der Anhänger per LED-Signal einen Hinweis auf entgangene Anrufe, SMS, neue Social Media Inhalte und mehr. Diese LED-Statusleuchte ist eher für Personen interessant, die ihr Handy nicht immer im Blick haben aber dennoch über einen neuen Status am Smartphone hingewiesen werden möchten.

Samsung Charm per Smartphone App verbinden und Notifications einschalten

Akku und Ladeschale

Die kompakte Ladeschale verfügt über einen Micro USB Anschluss und ist nur für Samsung Ladegeräte geeignet. Hier müssen die Ladekontakte des Charms richtig platziert sein – das lässt sich aber einfach an der LED-Statusleuchte erkennen. Noch ein paar Hinweise: Während des Ladevorgangs lässt sich das Charm nicht mit dem Smartphone verbinden. Um den Charm-Anhänger aus der Schale zu nehmen am besten am Tragriemen ziehen, anstatt den Anhänger mit Gewalt hinausheben. Das Gerät sollte übrigens auch nicht in die Nähe von magnetischen Feldern wie Kreditkarten gelangen.
Laut Samsung verfügt Charm über eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen. Da das Gadget kein Display hat, hält es natürlich länger durch als eine Smartwatch. Wenn der Tracker ständig via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist, hat das natürlich deutliche Auswirkungen auf die Akkulebensdauer des Smartphones.

Samsung Charm Pink Gold Fashion Style

TragegefĂĽhl

Das Gadget ist relativ leicht und stört nicht beim Tragen. Da das Kunststoffband schmal und etwas flexibel ist, sitzt der Tracker gut, aber engt nicht ein. Es fühlt sich in etwa so an, als würde man ein Haarband um sein Handgelenk tragen. Nach kurzer Zeit nimmt man es nicht mehr wahr. In unterschiedlichen Situationen ist ein fester Halt gegeben. Auch bei intensiverer Bewegung verrutscht das Charm nicht. Da der Verschluss fest und stabil schließt, öffnet sich das Trageband nicht versehentlich beim Sporteln. Pluspunkte: Auch für zierliche Hände geeignet. Wer sonst oft Schwierigkeiten hat eine passende Uhr zu finden, hat das Problem beim Samsung Charm nicht.

Samsung Charm verbunden mit S Health App Galaxy S7

Charm im Alltagstest

Um den Samsung Charm in unterschiedlichen Alltagssituationen unter die Lupe zu nehmen, hat mich das gute Stück an verschiedenen Tagen begleitet. Während sich die Schritte an einem Arbeitstag in Grenzen hielten, hatte der Aktivitätstracker am Wochenende schon mehr zu tun. Interessant war es, einen klassischen Bürotag aufzuzeichnen, um Möglichkeiten zu entdecken, wie sich noch mehr Bewegung in seine persönliche Routine bringen lässt. Bei mir wurden an einem durchschnittlichen Arbeitstag im Zeitraum von 06:15 nach dem ersten Weckerklingeln bis 18:00 Uhr im Büro weniger als 6.000 Schritte, 4,5 km und 220 verbrannte Kalorien aufgezeichnet (ohne Heimweg). Abgesehen von dem Fußmarsch zu Bahnhof, den Wegen zu Meetingräumen bzw. zum Mittagessen und der Mini-Fototour für Social Media Bildmaterial blieb die Arbeitszeit relativ schrittfrei. Da ist sicherlich Potential nach oben. Hier findet ihr einen Ausschnitt der Tagesübersicht, ergänzt mit persönlichen Kommentaren:

Charm App Schritte an einem Arbeitstag

Zum Vergleich: Am Feiertag mit etwas Sport und einer entspannenden Fototour im Park hat Samsung Charm bei mir rund 12.000 Schritte gezählt – also zumindest doppelt so viel. Das entspricht einer Strecke von ca. 9 km und 421 verbrannten Kalorien.

In allen Situationen hat das Trageband gut gehalten und wurde nicht als störend empfunden. Die Schritte wurden wie gewünscht mitgezählt. Manchmal kam mir die Anzahl etwas hoch vor – beispielsweise hatte ich laut Charm schon 0,27 km vor dem Frühstück zurückgelegt – was bei meinem morgendlichen „Herumgewusel“ aber durchaus stimmen könnte. Etwas schade fand ich, dass intensiverer Sport manuell in die S Health App eingegeben werden musste, da Charm nur die Schritte erfasst hat. Für die alltäglichen Bewegungsabläufe war das Tracking aber ausreichend und auch sehr spannend. Besonders ermutigend waren die Notifications der S Health App nach Erreichen eines Fitnessziels. Wenn eine neue Auszeichnung winkt, wird das Stufensteigen in den vierten Stock beinahe zum Wettkampf. Rein subjektiv hat das Tragen des Trackers also bereits eine motivierende Wirkung.

Samsung Charm mit S health App am Galaxy S7 in Pink Gold

Fazit & Empfehlung

Samsung Charm ist ein modischer Schrittzähler, der auf der ersten Blick nicht wie ein klassisches Fitnessband wirkt. Hauptaugenmerk liegt auf dem femininen Design. Durch den verstellbaren Trageriemen lässt sich die Größe auch für schmale Handgelenke gut anpassen. Der Activity-Tracker sitzt angenehm und stabil, auch bei intensiveren Bewegungen. Im Praxistest funktionierten das Verbinden mit dem Smartphone und das Tracken der zurückgelegten Schritte sehr unkompliziert. Auch das LED-Statuslicht leuchtete hell und dennoch unaufdringlich.

Etwas mehr Funktionen hätte ich mir bei diesem Aktivitätstracker noch gewünscht, beispielsweise einen Pulsmesser und eine digitale Anzeige für Uhrzeit oder ergänzende Infos. Auf ein Display müssen wir beim Samsung Charm allerdings verzichten. Das hat jedoch den Vorteil, dass der Akku deutlich länger hält als bei einer Smartwatch.

Für wen ist Samsung Charm geeignet? Vor allem für Fitness-Tracking-Einsteiger und stilbewusste Damen, die unter die Modekategorie „petite“ fallen und Wearables sonst als zu klobig empfinden. Zielgruppe des Charms sind wohl eher keine Extremsportler, sondern modebewusste Frauen, die Wert auf Design, Tragekomfort und eine mühelose Bedienung legen. Auch wenn die Funktionen überschaubar sind, alles in allem ist der Samsung Charm ein unkomplizierter Begleiter im Alltag mit einer langen Akkulaufzeit. In Kombination mit der S Health App bringt Charm mehr Bewegung in die tägliche Routine und motiviert die Trägerin, ruhig öfter mal die Treppe anstatt den Lift zu nutzen – nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

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Samsung Charm und Samsung Galaxy S7 in der Farbe Pink Gold

Technische Daten

  • Größe Charm: 18,2 x 18,2 x 6,5 mm
  • Gewicht: 3 g
  • Kompatible Modelle: Android 4.4
  • Konnektivität: Bluetooth 4.0
  • Batterie: 17 mAh

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  1. Flo

    Hallo Elisabeth, danke für den aufschlussreichen Bericht. Die Wünsche nach einem größeren Funktionsumfang sind nachvollziehbar, aber dann braucht es auch definitiv mehr Platz und wirkt nicht mehr so grazil. Wenn du dir auf http://www.fitness-tracker-test.info alle Fitness Tracker anschaust, die optische Pulsmessung unterstützen, dann gibt es zwar kleine Modelle, aber bei weitem nicht mehr so feminin, wie das Charm von Samsung.

    • Elisabeth Höfferer

      Hallo Flo,
      vielen Dank für dein Kommentar. Da hast du Recht, Wearable mit mehreren Funktionen sind oft eher klobig und nicht immer für zierliche Handgelenke geeignet. Gerade wenn man einen unauffälligen Tracker für den Alltag sucht, ist Samsung Charm eine gute Alternative.
      Das Testen hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. 🙂
      Liebe GrĂĽĂźe,
      Elisa

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