A1 Social Impact Studie 2015: Selfie-Hype und Food-Kult – Selbstdarstellung im Netz

Wie jedes Jahr haben wir eine Social Impact Studie durchgeführt, die Themen rund um das Handy behandeln. 1999 ging es zum Beispiel um das Handy als Statussymbol, 2007 um die Unverzichtbarkeit des Geräts oder 2010 um die smarten Handybesitzer in Österreich. Wie sich die Themen doch im Laufe der Zeit geändert haben – aber das hat das Handy/Smartphone, und seine Verwendung ja auch.

Das Thema dieses Jahr: Selfie-Hype und Food-Kult – Selbstdarstellung im Netz. Kein Wunder, denn das Smartphone ist für ein Selfie vor dem Eiffelturm, oder ein Burger-Foto (um es anschließend auf Instagram hochzuladen) unverzichtbar geworden. Die Ergebnisse der Studie werde ich euch jetzt zusammenfassen:

Facebook-Album statt Foto-Album

Die Studie hat herausgefunden, dass soziale Netzwerke das Fotoalbum ersetzen. 65% der Befragten gaben an, soziale Netzwerke zu nutzen, um Fotos anzuschauen und 44% um Fotos hochzuladen. Dabei laden 68% Fotos ab und zu in geschlossene Gruppen hoch, da sie nur für bestimmte Personen vorgesehen sind (44%) und um die Privatsphäre zu schützen (27%).

Aber warum werden so viele Fotos hochgeladen? Mehr als die Hälfte (61%) gab an, dass sie zeigen wollen, was ihnen gefällt. Dicht gefolgt von Freunde informieren (57%) und in Kontakt zu bleiben (45%). Natürlich spielt auch die Selbstdarstellung eine große Rolle, vor allem bei den Jugendlichen – 70% nutzen soziale Netzwerke um sich ins Rampenlicht zu stellen.

Am meisten werden Fotos mit Menschen hochgeladen (89%). Aber auch Urlaubsfotos (83%), Landschaften (78%) und Tiere (58%) sind sehr populär. Das Selfie darf natürlich auch nicht fehlen. Es ist vor allem bei jungen Leuten (bis 24 Jahre) sehr beliebt – 81% laden Selfies hoch.

Auch ich kann dem Selfie-Trend nicht entkommen

Auch ich gehöre zu den unter 24-Jährigen Selfie-Fans 🙂

Selfies & Food-Porn nerven am meisten

Dabei sind die unzähligen Katzen-Fotos und perfekten Strandbilder nicht immer interessant für die User. Mehr als ein Drittel (36%) fühlt sich durch Fotos ihrer Freunde genervt. Aber es geht extremer: 24% der Befragten haben sogar den Kontakt geändert und Personen entfreundet oder entfolgt aufgrund nerviger Bilder.

Jetzt kommt die Frage aller Fragen: Welche Bilder nerven am meisten? Ich glaube, die Antwort ist nicht schwer zu erraten. Auf Platz eins landen natürlich die „beliebten“ Selfies mit 52%. Um andere nicht zu nerven, solltet ihr übrigens auch nicht so viele Essens-Fotos (39%) und Partyfotos (31%) hochladen – sonst werdet ihr vielleicht noch entfreundet! Hier ist das komplette Ergebnis, welche Arten von persönlichen Fotos besonders stören (in %).

Arten von Fotos, die besonders nerven

Ich möchte 16 Likes & habe FOMO

Die Erwartungshaltung von einem hochgeladenen Foto ist auch ganz klar: Im Durchschnitt erhoffen sich die User 16 Likes. Und wie viele bekommen sie? 17. Positive Bilanz – gut fürs Ego! Vielleicht sogar zu gut fürs Ego, denn der Selbstbewusstsein-Push macht es nicht einfach, auf Facebook & Co zu verzichten. Rund die Hälfte (47%) der unter 24-Jährigen leidet an FOMO. FOMO? Diese Abkürzung steht für „Fear of Missing Out“ und bedeutet, dass Leute sich unwohl fühlen, wenn sie keinen Zugang zu Facebook & Co haben. Sie haben Angst etwas zu verpassen.

Das Handy & Ich – eine schwierige Beziehung

Die Social Impact Studie hat aber noch mehr herausgefunden. Wir haben ein zwiegespaltenes Verhältnis zu unseren Handys. Einerseits ist das Handy immer mit dabei (69%), andererseits ist es auch lästig, ständig erreichbar zu sein (51%). Der Trend geht auch immer mehr zur gezielten Unerreichbarkeit, 57% nehmen manchmal ihr Handy bewusst nicht mit, um ungestört zu sein.

Trotzdem ist das Handy, neben Bankomatkarte und Internet, eines der unverzichtbarsten Dinge in der heutigen Zeit. 9 von 10 der Befragten gehen sogar nie ohne Handy außer Haus.

Grüner Handykauf

Auch das Thema Umweltbewusstsein beim Handykauf wurde in der Studie behandelt. Es wurde herausgefunden, dass die Mehrheit der Österreicher das Smartphone erst nach 2-3 Jahren bzw. nach Bedarf tauscht. Dabei spielt das Einkommen absolut keine Rolle.

Und für ein „grünes“ Handy würden 56% der Befragten theoretisch mehr zahlen. Auch Second-Hand Handys sind immer öfter eine Alternative – ebenso wie refurbished Handys (=gebrauchte aber generalüberholte Geräte).

Aber auch wir tun viel, um das Umweltbewusstsein für euch zu erleichtern. Zum Beispiel könnt ihr eure alten Handys im A1 Shop abgeben. Diese werden dann umweltgerecht recycelt oder wiederverwertet. Und im Zuge einer Neuanmeldung oder MyNext-Bestellung könnt ihr euer altes Handy eintauschen und damit den Kaufpreis vom neuen Gerät um bis zu 200 Euro verringern.

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