Im Test: Sony Ericsson Xperia mini pro

Sony Ericsson Xperia mini pro - Foto (C) Sony Ericsson

Das Xperia mini pro ist ein Android Mittelklasse-Smartphone, das besonders mit seiner kompakten Größe und seiner integrierten Schiebetastatur punkten will. Ich habe mir das Smartphone auf seine Praxistauglichkeit hin angesehen …

Wenn man Smartphones mag, welche die Form eines Quaders haben, dann wird man am Xperia mini pro seine Freude haben. Es ist 92 mm lang, 53 mm breit und 18 mm dick, bei einem Gewicht von 136 Gramm. Platz findet ein 3″ großer TFT-Touchscreen, der eine Auflösung von 320×480 Pixel. Die Qualität des Bildschirms ist tadellos, lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Ablesbarkeit beeinträchtigt. Unterhalb des Touchscreens befinden sich zwei Sensortasten (für Zurück und fürs Menü) sowie mittig eine physische Home-Taste.

Sony Ericsson Xperia mini pro - Foto (C) Sony Ericsson

Ein Smartphone mit einer kompakten Schiebetastatur
Da das Tippen auf einem 3″ großen Bildschirm wahrlich kein Vergnügen ist, hat das Smartphone eine eingebaute Tastatur, die sich bei Bedarf herausschieben lässt. Mit 42 Tasten, die fast alle doppelt belegt sind. Praktisch sind dabei die vier Cursor-Tasten. Umlaute sucht man allerdings vergeblich. Ein klarer Minuspunkt in unseren Breitengraden.
Der Schiebemechanismus scheint gut verarbeitet zu sein (was aber wohl erst im Laufe der Zeit endgültig zu beurteilen ist) und ist leichtgängig.
Positiv hingegen das Tippen auf der Tastatur. Das geht überraschenderweise sehr gut. Allerdings kann ich hier nur von meinen Fingern sprechen. Da Tastatur selbst ausprobiert gehören, rate ich das vor einem Kauf ohnehin obligatorisch.

Sony Ericsson Xperia mini pro - Foto (C) Sony Ericsson

5-Megapixel Autofokus-Kamera für Fotos und HD-Videos
Sony Ericsson hat dem Xperia mini pro eine 5-Megapixel Autofokus-Kamera spendiert. Ergänzt durch eine LED-Leuchte. Damit lassen sich nette Schnappschüsse machen und HD-Videos mit 720p drehen. Von der Qualität her unterer Durchschnitt. Die Lichtempfindlichkeit der Optik ist sehr schwach. Eher eine Schönwetter-Kamera mit intensiver Farbübertreibung. Da hätte ich mehr von der Sony-Seite erwartet.
Zu den fotografischen Annehmlichkeiten zählen beispielsweise ein Bild- und Video-Stabilisator, ein Lächelerkennung, ein Gesichtserkennung, eine Rote-Augen-Korrektur sowie Geo-Tagging (die GPS-Daten werden zusammen mit dem Foto gespeichert). Ausgelöst wird über eine eigene Kamerataste.

Sony Ericsson Xperia mini pro - Screenshot by A1

Das Smartphone kommuniziert sehr gerne
Zum emsigen Kommunizieren stehen eine Fülle an Möglichkeiten bereit – Bluetooth, Wireless LAN sowie HSPA. Geladen und synchronisiert wird via Micro-USB 2.0, das sich an der Oberseite des Gehäuses befindet und mit einer – lästigen – Plastikabdeckung geschützt wird.

Mit Music Player, UKW-Radio und Video Player
Für den mobilen Mediengenuß stehen ein Music Player, ein Stereo UKW-Radio mit RDS sowie ein Video Player bereit. Unterstützt werden die gängigen Formate sowie dlna.
Die Ausgabe von Audio kann über den eingebauten Lautsprecher erfolgen, via Bluetooth Stereo (A2DP) oder über die 3.5mm Audiobuchse, die sich oben am Gehäuse befindet. An Besonderheiten stehen der xLOUD Audiofilter sowie die TrackID Musikerkennung bereit.
Was leider misslungen ist, das ist der mitgelieferte Ohrhörer. Dem fehlt es nicht nur an Bass.
Da das Smartphone lediglich über 320 MB interner Speicher sowie 512 MB RAM verfügt, ist der Kauf einer microSD-Speicherkarte anzuraten. Diese gibt es bis zu 32 GB Kapazität – das sollte dann auch für größere, mobile Musiksammlungen reichen.

Sony Ericsson Xperia mini pro - Screenshot by A1

Und noch ein paar weitere Informationen
• Nichts zu meckern gibt es in punkto Geschwindigkeit. Mit dem 1 GHz flotten Prozessor ist das Smartphone ausreichend bestückt.

• Dank des eingebauten aGPS-Empfänger stehen GPS-Navigation (beispielsweise mit Google Maps), Geotagging für Fotos oder Positionsangaben bei sozialen Services bereit.

• Der eingebaute Bewegungssensor sorgt dafür, das sich beispielsweise die Anzeige am Bildschirm automatisch anpasst, wenn man das Smartphone von Hoch- ins Querformat sowie umgekehrt dreht.

• Der 1.200 mAh Akku ist wechselbar. Wie viele Stunden er hält, das hängt ganz stark davon ob, wie intensiv die „Stromfresser“ eingesetzt werden. Diese sind die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms, der GPS-Empfänger, HSPA, Wireless LAN, Bluetooth und – schlecht programmierte – Apps. Die Bandbreite reicht von wenige Stunden bis hin zu mehr als einen Tag.

• Thema Apps: Im Android Market stehen Hundertausende davon bereit. Da dürften für jede Anforderung und jeden Geschmack die passenden Programme dabei sein. Vielfach kostenlos erhältlich.

• Nett gemacht ist der Startbildschirm. Denn das Xperia liefert als Besonderheit die Nutzung aller vier Ecken für Schnellzugriffe.

Sony Ericsson Xperia mini pro - Screenshot by A1

• Weniger angetan bin ich vor der Haptik des Smartphones. Es ist schon viel Kunststoff verwendet und die Verarbeitung ist eher als filigran zu bezeichnen. Das ist aber mein subjektiver Eindruck, der auch durch manch – preislich nicht vergleichbares – Highend-Smartphone geprägt ist.

• Auf meinem Testgerät war Android 2.3.3 oben. Ein Update auf 2.3.4 soll noch heuer kommen. Aber wie man bei Sony Ericsson schon gelernt hat, ist dies immer mit etwas Zeit-Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.

Sony Ericsson Xperia mini pro im Größenvergleich zum Apple iPhone 4 - Foto by A1

Xperia mini pro im Größenvergleich zum Apple iPhone 4

Meine Meinung: Das Xperia mini pro ist ein Smartphone, das sich ob seines Formfaktors von der Masse abhebt. Es hat eine Schiebetastatur, auf der er sich wunderbar tippt – wenn man keine Umlaute braucht. Die Ausstattung ist tadellos ebenso wie die Leistung. Nett – im positiven Sinne 🙂

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Die wichtigsten technischen Daten im Überblick
3″ TFT-Touchscreen (320×480 Pixel Auflösung), herausschiebbarer QWERTZ-Tastatur, 1 GHz Prozessor, 5-Megapixel Autofokus-Kamera mit LED-Leuchte, Bluetooth, WLAN, HSPA, Micro-USB 2.0, aGPS-Empfänger, 320 MB interner Speicher, 512 MB RAM, microSD-Steckplatz, DLNA, UKW-Stereoradio mit RDS, diverse Sensoren, wechselbarer 1.200 mAh Akku, 92 x 53 x 18 mm , 136 Gramm

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  1. Monika Zinkl

    Es gibt Umlaute beim Xperia Mini pro! Das war auch beim Vorgänger so. Einfach die blaue Taste an der Tastatur drücken…. und den Buchstaben den man mit Umlaut versehen möchte (A, U, O)

    • Helmut Hackl

      Das hat bei meinem Test eben nicht funktioniert. Aus welchen Gründen auch immer.
      Hast Du es selbst am Xperia Mini pro ausprobiert, dass es so funktioniert?

  2. Alex

    Bzgl. der Umlaute die nicht möglich sind… Beim Vorgängermodell X10 Mini Pro konnte man länger auf einer Taste bleiben dann bekam man eine Auswahl aller Umlaute und Apostrophen des entsprechenden Buchstabens. Das sollte eigentlich auch beim S17i (interne Bezeichnung des neuen Mini pro´s) funktionieren!

    lg, Alex

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