• Smartphones

Vivo V70 im Test: Mehr für weniger

Starker Akku, viel Kraft, tolles Tele und ein Look, der nach 1.000 Euro aussieht. Ist das Vivo V70 der Geheimtipp für 2026?

Mit dem Vivo V70 kommt ein Smartphone, das nach viel mehr aussieht, als es kostet: Dafür sorgen vor allem der smarte Look, das großartige Display und die ZEISS Triple Kamera. Das macht das V70 auf einen Schlag sehr interessant: Ein Smartphone zum Mittelklasse Preis, bei dem Vieles eigentlich für die Oberklasse spricht. Im Überblick alles zum neuen Vivo V70.

Vivo V70 - die wichtigsten Infos im Überblick

Display: 6,59 Zoll AMOLED, 120 Hz, max. 5.000 nits
Kamera: 50 MP ƒ/1,9 Hauptkamera | 50 MP ƒ/2,7 Tele (3-fach optisch) | 8 MP ƒ/2,2 Ultraweitwinkel
Akku: Li-Ionen 5.400 mAh, 90 Watt Laden
Sonstiges: Ultraschall Fingerabdrucksensor, IP68/69 Zertifizierung

Vivo V70 Test | Mittelklasse veredelt

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich mit dem Vivo V50 den Vorvorgänger des Vivo V70 getestet habe. In der kurzen Zeit hat sich allerdings viel geändert: Das Vivo V70 ist nun komplett flach, das Display also plan ins Gehäuse verbaut und von abgeschrägten Kanten auf der Rückseite gibt es keine Spuren mehr. Somit hat sich der Look des Smartphones an jenen vieler anderer Hersteller angeglichen: Von vorne oder von der Seite ist praktisch kein Unterschied zu den übliche Verdächtigen wie Samsung, Apple und Co. mehr festzustellen.
-|-
Vivo V70 Galerie
Ist das gut oder schlecht? - Geschmackssache. In der Hand fühlt es sich jedenfalls tadellos an. Das liegt aber auch daran, weil es einerseits leicht schmäler, zusätzlich aber auch recht deutlich kleiner ausfällt. Um immerhin 6 Millimeter ist es geschrumpft. Entgegen dem Trend anderer Hersteller aber nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Display: Mit 6,59 liegt es nun irgendwo in der Mitte zwischen Ultra Smartphones wie dem Galaxy S26 Ultra (6,9 Zoll) oder dem iPhone 17 Pro (6,3 Zoll). 
Weniger Displaygröße bedeutet beim V70 aber keinesfalls weniger Qualität: Das über 1.260 x 2.750 Pixel verfügende, maximal 5.000 nits helle Panel erfüllt Inhalte mit kontrastreichem Leben. Natürlich mit 120 Hz Bildwiederholrate und HDR10+ Support. Das sind ganz klare Anzeichen dafür, es mit einem High-End Bildschirm zu tun zu haben. Im Vergleich zum V50 ist es auch noch etwas robuster. Und der Fingerabdruckscanner wurde auf 3D Ultraschall aufgrüstet - das bedeutet eine akkuratere Erkennung und einen schnelleren Entsperrvorgang.

Vivo V70 Test | Gute Performance, hohe Lebensdauer 

Bei der technischen Ausstattung befindet man sich mit dem Vivo V70 auf mehreren Ebenen von High-End bis Mittelklasse: Für sehr hohe Performance sorgen schneller UFS 4.1 Speicher (wie bei aktuellen Samsung Galaxy S26 Modellen), viel RAM (12 GB) und die Unterstützung aller gängigen Netzwerk- und Mobilfunkstandards.
Etwas mehr in der Mittelklasse bewegt man sich beim SoC. Der im 4nm Verfahren gefertigte Snapdragon 7 gen 4 gibt den Takt vor. Vivo gibt an, dem V70 passend dazu neue Kühlung verpasst zu haben. Das klingt stimmig: Im bekannten 3D Mark Wildlife Extreme Test kommt es auf 2.097Punkte bei gleichzeitig sehr hoher Stabilität. Die Leistung fällt unter Last also nicht deutlich ab. Zum Vergleich: Das Galay A56 (klassisches Mittelklasse Smartphone) kommt beim selben Test auf ca. 1.300 Punkte. Das deutlich besser abschneidende V70 ist für Gamer, die keine Unsummen für ein neues Handy ausgeben möchte, somit die bessere Wahl.

Top Smartphones jetzt günstiger.

Noch kurze Zeit. Für neue & treue Kunden.

Ostern wird Ultra. Galaxy S26 Ultra.
Das gilt auch beim anderen wichtigen Kriterium, nämlich beim Akku: Einerseits kann er mit 90 Watt sehr schnell geladen werden. Andererseits ist er mit 5.400 mAh auch so dimensioniert, dass viele Stunden intensiver Nutzung keinerlei Problem darstellen. Interessanterweise gibt Vivo an, das Smartphone verfüge über einen 6.500 mAh Kapazität. Ein Diagnosetool gibt bei mir allerdings besagte 5.400 an. 

Vivo V70 Test | Frischer Look durch Origin OS 6

Origin OS 6 ist die aktuellste Version von Vivos Benutzeroberfläche. Sie basiert auf Android 16 und bringt all dessen Featrue Reichtum mit.  An der Oberfläche bedeutet OS 6 eine recht starke Anlehung an Liquid Glass von Apple: Also eine ganze Reihe an Glaseffekten (für Schalter und Toggles). Um Inhalter klarer vom Rest abzuheben, setzt Vivo zusätzlich auf eine Reihe von Unschärfeeffekten. Somit bleiben transparente, glasige Toggles trotzdem gut les- und erkennbar.
Origin OS 6 kommt aber nicht nur mit optischen Verbesserungen. Optimiertes Speichermanagement erlaubt bessere Performance und niedrigere Ladezeiten von Apps. Das soll vor allem dafür sorgen, dass Abläufe am Smartphone auch nach Jahren noch flüssig bleiben und schnell ausgeführt werden. Updates garantiert Vivo für 4 Jahre.

Vivo V70 Test | Zeiss Optik für hohe Ansprüche

Dass Vivo Smartphones mit Kameras (oder fast besser: Kameras mit Smartphones) bauen kann, wissen wir generell seit dem Vivo X100 Pro und speziell seit dem Vivo X300 Pro. Für mich gibt es selbst nach Erscheinen des neuen iPhone 17 Pro oder Galaxy S26 Ultra derzeit kaum ein besseres Kamerasmartphone am Markt. 

Vivo V70 - Kamera im Überblick

Hautpkamera: 50 MP ƒ/1,9 | Brennweite: 23 mm | PDAF, OIS
Telekamera: 50 MP ƒ/2,7 | Brennweite: 73 mm (3-fach optisch) | PDAF, OIS
Ultraweitwinkel: 8 MP ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (115° Gesichtsfeld)
Selfie: 50 MP ƒ/2,0 | AF
Beim Vivo V70 bekommt man bei einem gegenüber dem X300 Pro deutlich niedrigeren Preis ebenfalls eine Optik in ZEISS Qualität. Vor allem das Tele sticht heraus: Dank der hohen Auflösung lässt sich ohne großen Qualitätsverlust um den Faktor 5 bis 10 heranzoomen. Zum Vergleich: Beim deutlich teureren Galaxy S26 (10 Megapixel Tele) merkt man bei digitaler Vergrößerung rasch Qualitätsverluste.
Vivo V70
Vivo X300 Pro
Zur Verdeutlichung der hohen Qualität hier ein direkter Vergleich bei Vergrößerungsfaktor 10 zwischen Vivo V70 (links) und Vivo X300 Pro: Natürlich ist die Aufnahme vom teureren Gerät besser - das sieht man besonders deutlich an den schärferen Texturen, dem höheren Detailreichtum und den glatteren (weniger Rauschen) Flächen. Hier muss man sich aber vor Augen halten, dass das Tele am X300 Pro über 4x mehr Pixel verfügt und der Sensor mehr als doppelt so groß ist. Für sich genommen schneidet das V70 also sehr gut ab.
-|-
Vivo V70 - Tele Beispielfotos

Diese Aufnahme wurde mit dem 3-fach Tele angefertigt. Ergebnis: Saubere Farbtrennung, was besonders an der Rindenzeichnung der Bäume und den natürlichen Übergängen im morgendlichen Gras sichtbar wird. Dank der ZEISS-Optik und des guten Sensors werden chromatische Aberrationen bei den feinen Ästen im Gegenlicht minimiert, während die Dynamik in den hellen Lichtflecken am Boden stabil bleibt. 

Riesenrad 3-fach

Auch hier deutet alles auf hohe Qualität hin: Die Schärfe ist großartig, kleinste Details wie die Nieten und des Fachwerks bleiben erhalten. Farben wirken natürlich, auch an den Rändern gibt es keine störenden Farbsäume.

10-fach Vergrößerung

Beim Sprung auf das 10-fach Hybrid-Tele zeigt das Vivo V70 eine beeindruckende Performance. Die Kombination aus hochauflösendem 50-MP-Sensor und Upscaling-Software bildet die filigranen Stahlverstrebungen des Riesenrads erstaunlich scharf ab, ohne dass die typischen Treppcheneffekte digitaler Zooms überhandnehmen.

Hasenportrait

Die optisch hohe Güte macht sich bei Tierfotos bemerkbar: Das Fell und die Barthaare mit ihren feinen Texturen werden erstklassig eingefangen. Auch die Trennung der dunkeln Augenpartien und dem hellen Fell funktioniert hervorragend.

3-fach funktioniert auch bei Nacht

Auch bei Nacht bekommt man technisch einwandfreie Ergebnisse: Trotz der schwierigen Verhältnisse mit vielen Lichtern wird die Aufnahme ausgewogen belichtet - es gibt keine Lichtquelle, die alles überstrahlt. Natürlich gibt es im Detail eine gewisse Weichzeichnung (Glättung). Das Gesamtergebnis wird dadurch aber kaum beeinträchtigt.

Das bedeutet: Auf das Tele kann man sich voll verlassen. Sogar der 10-fach Zoom ist beständig gut genug für den Alltag, solange die Lichtverhältnisse mitspielen – etwas, das viele andere Handys in dieser Preisklasse von sich nicht behaupten können. Bei 10-facher Vergrößerung greift zwar die Nachbearbeitung spürbar ein, aber das Ergebnis sieht meistens ordentlich aus.
Auch die Hauptkamera liefert: Sie kann mit verschiednsten Lichtverhältnissen tadellos umgehen und sorgt für lebendige Fotos. Generell ist die Sättigung etwas hoch, das halte ich aber für keinen Nachteil: In den meisten Fällen sorgt das für eine gute Wirkung aufs Betrachterauge.
-|-
Vivo V70 - Hauptkamera

Die Hauptkamera liefert beeindruckende Dynamik, die selbst bei direktem Gegenlicht durch die Baumkronen keine ausgefransten Lichter produziert. Die Detailzeichnung im Vordergrund ist knackscharf, selbst feine Texturen wie das Gras bleiben einwandfrei erhalten.

Ultraweitwinkel

Während die Perspektive für weite Parklandschaften ideal ist, stößt der kleine 8MP Sensor bei der Detailwiedergabe an seine Grenzen. Im direkten Vergleich zur Hauptkamera fällt eine stärkere digitale Glättung auf, die feine Strukturen wie Grashalme oder weit entfernte Äste eher flächig wirken lässt.

Detailaufnahmen

Besonders technisch bemerkenswert ist das sehr natürliche Bokeh im Hintergrund, das die Grashalme sanft in die Unschärfe gleiten lässt, ohne auf künstliche Software-Effekte angewiesen zu sein. Die Farbwiedergabe wirkt dank der ZEISS-Abstimmung sehr authentisch.

Hauptkamera bei Nacht

Die Hauptkamera bietet bei Nacht ähnlich gute Ergebnisse wie das Tele: Keine Überzeichnung, dezente Glättung und hohe Sensibilität für Details.

Hauptkamera bei Nacht II

In der Nacht wird die Auslösezeit durch den entsprechenden Modus etwas länger - etwa 2-3 Sekunden muss man stillhalten. Belohnt wird man durch klare und ansprechende Aufnahmen.

Das einzige Stiefkind ist wohl die Ultraweitwinkellinse: Mit nur 8 MP und ohne Autofokus ist sie wohl nur an Bord, um beim V70 von einer Triple-Kamera sprechen zu können. Sie ist für sich genommen keineswegs nutzlos, im Vergleich mit den anderen beiden Linsen aber eindeutig das Stiefkind.
Bühne frei für gute Konzertaufnahmen - Der neue Bühnenmodus
Das Vivo V70 sollte sich besonders gut auf Konzerten machen. Wer gerne Fotos bei Live Acts macht kennt ja das Problem: Die Bühne ist weit weg, die Lichtverhältnisse sind schwierig. Im neuen Bühnenmodus werden genau diese Probleme angegangen: Das System erkennt automatisch die starken Kontraste zwischen hell erleuchteten Künstlern und dem dunklen Hintergrund. Dabei verhindert es das gefürchtete Überbelichten von Gesichtern und reduziert gleichzeitig das Bildrauschen, das normalerweise bei schlechtem Licht im digitalen Zoom entsteht. Durch diese intelligente Nachbearbeitung sorgt der Modus dafür, dass Hauttöne trotz intensiver, bunter Scheinwerfer natürlich bleiben und die Aufnahme selbst aus der Ferne scharf und detailreich wirkt.
In der kurzen (Test)zeit mit dem V70 hatte ich leider keine Gelegenheit, den Modus zu testen. Die tollen Ergebnisse der Haupt- und Telekamera stimmen mich aber optimistisch.

Vivo V70 Pro - Fazit

Das Vivo V70 ist für mich einer der Geheimtipps für das Jahr 2026: Besonders hervorzuheben sind das extrem helle 5.000 nits AMOLED Display und die hochwertige ZEISS-Triple-Kamera, bei der vor allem das 50-MP-Teleobjektiv durch seine Zuverlässigkeit bis hin zum 10-fachen Zoom beeindruckt. Mit dem neuen, flachen Design, einem schnellen Ultraschall-Fingerabdrucksensor und der robusten IP68/69-Zertifizierung fühlt sich das Gerät deutlich teurer an, als es tatsächlich ist.
Smartphones sind derzeit nicht gerade günstig. In so einem Fall lohnt es sich also, besonders intentsiv nach einem guten Preis-/Leistungsverhältnis zu suchen. Mit dem Vivo V70 kann man in dieser Hinsicht wenig falsch machen: Nicht nur die technischen Spezifikationen, sondern auch in der Praxis erweist es sich als sehr vielseitiges und hochwertiges Smartphone. 
  • Smartphones

Vivo X300 Pro Test: Noch besser als im Vorjahr?

  • Smartphones

Android 17 Beta: First Look

  • Smartphones

Vivo la Vida: Das Vivo V50 im Test

Vivo V70 - technische Daten

  

  

Vivo V70 - technische Daten
​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

​​​​
Dimensionen 157.5 x 74.3 x 7.4 | 187 Gramm
Display 6,59 Zoll AMOLED, 1.260 x 2.750 Pixel = 459 ppi | Bildwiederholrate: 120 Hz (variabel) | max. 5.000, normal 1.800 nits
Sekundäres Display -
Display-Gehäuse Verhältnis ~ 90,7 Prozent
Hauptkamera 50 MP, ƒ/1,9 | Brennweite 23 mm (Kleinbild) | PDAF | OIS
Sekundärkamera 50 MP, ƒ/2,7 | Brennweite 73 mm (3-fach optisch) | OIS | PDAF
Dritte Kamera 8 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (Ultraweitwinkel) 
Vierte Kamera -
Frontkamera 50 MP, ƒ/2,0
CPU Qualcomm SM7750-AB Snapdragon 7 Gen 4 (4 nm) | Octa-core (1x2.8 GHz Cortex-720 & 4x2.4 GHz Cortex-720 & 3x1.8 GHz Cortex-520)
GPU Adreno 722
RAM 8 GB
Speicher 128/256/512 GB - nicht erweiterbar
Akku Kapazität 5.400 mAh (Li-Ionen), 90 Watt Fast Charging
Konnektivität Bluetooth 5.4 | Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6 dual-band, Wi-Fi Direct, hotspot
5G ja
Zertifizierung IP 68/IP 69
Biometrie optischer Fingerabdrucksensor im Display

Formular

Öffentliche Seitenkommentare und Antworten

Seitenkommentare