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Schlank und stark: Das Vivo V29 im Test

Kaum ein anderes Smartphone legt dank Ring-Blitz so viel wert auf das möglichst beste Ablichten seines Besitzers.

Was würdest du für das beste Portrait tun? Das Vivo V29 bietet dank des Farbe wechselnden Ring Blitz hier Möglichkeiten, die es bei kaum einem anderen Smartphone gibt. Aber keine Sorge: Nicht nur Fans von Fotos kommen auf ihre Kosten, das V29 kann auch bei vielen anderen Features mithalten. Im Test alles Wichtige rund um das Vivo V29.

Vivo V29 Test | Das wichtigste in Kürze

​​​​​​​Samsung zeigt mit seiner Galaxy A-Reihe vor, wie wichtig es ist mit soliden Geräten die Android Mittelklasse zu erobern. Mit dem V29 zeigt Vivo, wie es geht: Neben seinem mehr als soliden Display, seinem schlanken Design und der starken Performance kommt es dank Ring-Blitz und seiner 50 Megapixel Selfie Kamera auch mit einem tollen Alleinstellungsmerkmal auf den Markt.

Vivo V29 Test | Eines der schlanksten seiner Klasse

​​​​​​​Wie man sich von der Masse in Hinblick auf Design abhebt, zeigt Nothing mit seinem Phone (2): Gerade in einem hochkompetitiven Umfeld ist es wichtig, sich mit einem Alleinstellungsmerkmal abzusetzen. Vivo macht das ganz bestimmt nicht ganz so radikal. Allerdings erzeugt sein unübertroffen schlankes Design schon den Eindruck, es mit einem besonderen Smartphone zu tun zu haben.

Dabei liegt es dank des abgerundeten Rahmens und der zu den Seiten hin abfallenden Displaykante sehr gut in der Hand. Alle rechts angebrachten Hardwarebuttons sind gut erreichbar, die Ein-Hand-Bedienung lässt auf Grund seiner Größe allerdings zu Wünschen übrig. Der Trend zu immer größeren Smartphones hat die meisten von uns allerdings zu wahren Fingerakrobaten gemacht, insofern sehe ich hier keinen Nachteil. ​​​​​​​

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Aufgrund der schmalen Ränder ist das V29 bestimmt eines der hochwertig wirkenden Smartphones der Android Mittelklasse. Das Premium-Feeling setzt sich auch in Hinblick auf die Stabilität fort: Ein Malheur in Verbindung mit Wasser oder Staub sollte dem Vivo V29 nicht unbedingt schaden. Dank IP68 Rating ist es dagegen weitgehend immun.

​​​​​​​Ein besonders großes Plus bekommt Vivo für all die Dinge, die im Lieferumfang dabei sind: Neben einem Silikon-Cover und dem Ladekabel ist es vor allem das 80 Watt Netzteil, mit dem das Smartphone extrem schnell geladen werden kann.

Vivo V29 Test | Display mit viel Schärfe

Du möchtest ein Smartphone zu einem erschwinglichen Preis, das beim Display mit Spitzenreitern wie dem Galaxy S23 Ultra oder iPhone 15 Pro Max mithalten kann? Das Vivo V29 kommt mit für die Mittelklasse ungewöhnlich guten Display-Eigenschaften. Die Auflösung ist mit 1.260 x 2.800 Pixel (453 Pixel/Zoll) extrem hoch, dazu kommen 120 Hz Display, HDR10+ Support und mit max. 1.000 nits auch ausreichend Helligkeit.
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Auf dem 6,78 Zoll großen Bildschirm entgeht einem also nichts. Etwas gewöhnungsbedürftig könnte aber die zum Rahmen hin abfallende Displaykante sein. Mit der verhält es sich ähnlich wie bei früheren Galaxy S Modellen, hin und wieder können Fehleingaben entstehen. Im Test ist mir außerdem aufgefallen, dass der intelligente Modus, der automatisch je nach Content zwischen hohen und niedrigen Bildwiederholraten wechseln sollte, nicht einwandfrei funktionierte. Als Lösung habe ich einfach fix 120Hz gewählt - ich denke, dass Vivo hier noch mit einem Softwareupdate nachbessern wird.

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Vivo V29 Test | Ausstattung & Software

​​​​​​​Das Vivo V29 mag zwar nicht über den aller schnellsten Prozessor verfügen. Der Snapdragon 778G sorgt aber dafür, dass das Vivo V29 in Benchmarks über der Mittelklasse mit prominenten Exponenten wie zum Beispiel dem Galaxy A54 zum Liegen kommt. Dazu kommen 8 GB Arbeitsspeicher - das V20 erledigt also alle alltäglichen Aufgaben flott, zuverlässig und flüssig. Beim internen Speicher sind etwa 10 Prozent durch das Betriebssystem und diverse Apps belegt - darunter auch einiges an Bloatware. All diese vorinstallierten Apps lassen sich allerdings problemlos löschen, insofern ist deren Existenz nicht weiter schlimm. Noch eine kleine Anmerkung zum Sound: Hier wurde gespart, Klänge kommen ausschließlich aus dem Lautsprecher an der unteren Kante - es ist also nur Mono-Sound an Bord.

Als Betriebssystem kommt Android 13 mit Funtouch OS 13 zum Einsatz. Immerhin verspricht Vivo, das Smartphone mit 2 großen Betriebssystem-Updates und 3 Jahren Sicherheitsupdates zu versorgen. Nicht gerade generös, aber auch nicht knausrig. Es wird Zeit, dass die EU die Hersteller auch in Sachen Updates zu mehr Nachhaltigkeit zwingt - mit einem modernen Smartphone kommt man bei sachgemäßer Behandlung locker 3 Jahre durch.

Funtouch 13 kommt ohne große Überraschungen aus - es lässt sich großartig dem eigenen Geschmack anpassen. Dabei entfremdet es sich nicht allzu sehr von Stock-Android. Es kommt mit einem guten, dedizierten Game Mode: In diesem Modus können Spiele trotz ausgeschaltetem Bildschirm im Hintergrund weiter aktiv bleiben. Das eignet sich also besonders gut für rundenbasierte Spiele und Spiele, in denen "Grinding" und "Farming" gefragt sind.

Vivo V29 Test | Kamera

Entgegen dem Trend immer mehr Kameras in Smartphones zu packen, kommt das Vivo V29 mit nur 2 Kameras aus: Der 50 MP Hauptkamera und der 8 MP Ultraweitwinkellinse. Wer genau hinsieht, wird auch den ToF Sensor erkennen - der macht allerdings nur den Support, insofern wird er nicht als eigene Linse gezählt.

​​​​​​​Besonders viel Wert legt Vivo auf ein Detail, das kaum ein Hersteller auf der Rechnung hat: Den Blitz. Dessen Farbtemperatur kann via Regler angepasst werden. Und er ist deutlich größer als konventionelle Smartphone Blitz-LEDs - das erlaubt eine bessere Ausleuchtung. Alles in allem also besser als die Standardkost, Portraits unter schlechten Lichtverhältnissen wirken erkennbar natürlicher und besser illuminiert. Dazu kommt, dass die Temperatur des Lichts je nach Situation angepasst wird - also mal wärmer (also rot), oder kälter (also blau). Eigentlich verwunderlich, dass das so noch kein anderer Hersteller umgesetzt hat.

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Vivo V29 Galerie

Ein paar Beispielbilder vom Vivo V29 - alle im Automatikmodus ohne HDR geschossen.

Kantig wie das Note

Das Vivo V29 verfügt über recht ordentliches Kamerasetup, das in den meisten Situationen gute Ergebnisse liefert.

Kantig wie das Note

Satte Farben und viel Dynamik - selbst bei starkem Gegenlicht macht das Vivo V29 eine gute Figur.

Kantig wie das Note

Die Ultraweitwinkellinse bringt ebenfalls gute Ergebnisse. Allerdings merkt man hier, dass nur 8 anstatt 50 Megapixel zur Verfügung stehen. Vor allem am Rand nimmt die Schärfe ab.

Kantig wie das Note

Via Quick Toogle steht auch ein 2-fach Zoom zur Verfügung. Der liefert dank der Größe des Sensors bei Tag ebenfalls recht gute Ergebnisse.

Kantig wie das Note

Und dann nochmal die UWW-Kamera - Farben wirken satt und natürlich.

Kantig wie das Note

Das Vivo V29 liefert auch bei Nacht ohne dezidiertem Nachtmodus klare Bilder samt natürlichen Farben.

Kantig wie das Note

Im Nachtmodus kommen dann aber doch noch ein paar Details heraus, die ansonsten einfach verschwinden.

Kantig wie das Note

In dieser Aufnahme - bei weniger Licht als zuvor - sieht man die Unterschiede noch deutlicher. Hier ohne Nachtmodus....

Kantig wie das Note

... und hier mit Nachtmodus.

So wie die Hauptlinse verfügt auch der Selfie-Shooter über 50 Megapixel plus PDAF-Autofokus - also ein Feature, das es unter anderen Mittelklasse-Smartphones kaum gibt. Selbstaufnahmen gelingen daher besonders gut. Mit dabei sind ungefähr eine Tonne unterschiedlicher Filter und Verschönerungsoptionen - hier kann man sich also nach Lust und Laune austoben. Leider lässt sich die Blende bei Portraitaufnahmen nicht im Nachhinein ändern wie beim iPhone 15, das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau.

Vivo V29 Test | Akku

​​​​​​​Eine genauere Betrachtung wert ist nicht so sehr der Akku - mit 4.600 mAh ist er um ca. 10 Prozent schwächer als bei ähnlichen Mittelklasse-Androiden. Aufgrund er schlanken Bauweise ist es relativ klar, dass hier nicht mehr verbaut werden konnte. Positiv stimmt allerdings, dass er via mitgeliefertem 80 Watt Netzteil in nur 17 Minuten von 0 auf 50 Prozent bzw. in ca. 40 Minuten voll aufgeladen werden kann. Hier sollten sich Größen wie Apple oder Samsung etwas abschauen - die Konkurrenz mit Namen Vivo oder Xiaomi sind ihnen hier weit voraus.

Vivo V29 Test | Fazit

Das Vivo V29 macht in vielerlei Hinsicht Freude: Da ist zum einen das schlanke Design. Das geht zwar ein wenig auf Kosten der Akkukapazität, sorgt aber für ein modernes Erscheinungsbild und ein angenehmes Gefühl in der Hand. Zum anderen das Display: Der Mittelklasse Androide kommt mit einem Bildschirm, der den Vergleich zu High-End Geräten nicht scheuen muss. Satte Farben, knackscharfe Bilder und kontrastreiche Brillanz - mit 120 Hz und HDR 10+ Support. Was will man mehr?

Dazu kommen noch die vielseitige Kamera: Low-Light Portraits bekommen dank des Farbe wechselnden Ringblitzes eine ganz eigene Note. Aber auch bei anderen Motiven gibt es keine gravierenden Schwächen. Sie kann zwar nicht ganz mit der Oberklasse mithalten, in den meisten Alltagssituationen wird sie aber gute Dienste leisten. All das macht aus dem Vivo V29 ein wirklich gutes Mittelklasse Telefon, das im Vergleich zu anderen Mitstreitern kaum Schwächen aufweist.

 

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Vivo V29 - technische Daten
 
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Dimensionen 164.2 x 74.4 x 7.5 mm | 186 Gramm
Display 6,78 Zoll FHD AMOLED, 2.800 x 1.260 Pixel = 453 Pixel/Zoll | 120 Hz Bildwiederholrate | HDR10+
Sekundäres Display -
Display-Gehäuse Verhältnis 90,8 Prozent
Hauptkamera 50 MP, f/1,9 | Brennweite: 24mm - Kleinbild | PDAF | OIS
Sekundärkamera 8 MP, f/2,2 | Brennweite: 14 mm - UWW
Dritte Kamera 2 MP, ƒ/2,4 - ToF
Vierte Kamera -
Frontkamera 50 MP, f/2,0
CPU Qualcomm SM7325 Snapdragon 778G 5G (6 nm) | Octa-core (1x2.4 GHz Cortex-A78 & 3x2.2 GHz Cortex-A78 & 4x1.9 GHz Cortex-A55)
GPU Adreno 642L
RAM 8 GB
Speicher 256 GB - nicht erweiterbar
Akku 4.600 mAh, Fast Charging Wired (80 Watt)
Konnektivität Bluetooth v5.2, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/
5G ja
Zertifizierung IP 68
Biometrie optischer In-Display Fingerabdrucksensor