Galaxy S26 Kamera: Zeit für Neues? - A1 Blog
Das Galaxy S26 ist schon immer im Schatten des Ultra Modells gestanden. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass sich am Kamera Setup generell und im Vergleich zum Vorjahr speziell nur sehr wenig tut. Nichtsdestotrotz liefert das Modul gute Fotos. Im Überblick alles zur Kamera am Samsung Galaxy S26.
Samsung Galaxy S26 & S26+ - das Wichtigste zur Kamera
Hauptkamera: 50 MP, ƒ/1,8 | PDAF | Brennweite 24 mm | OIS
Tele: 10 MP, ƒ/2,4 | Brennweite: 67 mm (3-fach optisch) | PDAF | OIS
UWW: 12 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 13 mm (Ultraweitwinkel) | 120° Gesichtsfeld
Video: 8K@24/30fps, 4K@30/60fps, HDR10+
Tele: 10 MP, ƒ/2,4 | Brennweite: 67 mm (3-fach optisch) | PDAF | OIS
UWW: 12 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 13 mm (Ultraweitwinkel) | 120° Gesichtsfeld
Video: 8K@24/30fps, 4K@30/60fps, HDR10+
Samsung Galaxy S26 Kamera | Wider der Überforderung
Schon zum vierten Jahr im Folge gibt es bei der klassischen Galaxy S Variante keine nennenswerten Neuerungen bei der Kamera-Hardware. Gerade so, als würde Samsung probieren Käufer nicht zu überfordern. Und man muss ihnen Recht geben: Die meisten User erwarten sich solide Aufnahmen und 3 Linsen für ihre kreative Freiheit - Extravaganz muss nicht sein.Beim Galaxy S26 versucht Samsung, Unzulänglichkeiten vor allem via Software abzufangen bzw. zu verbessern. Hier muss positiv erwähnt werden, dass das recht erfolgreich gelingt.
Das Potential von Nightohraphy und damit die softwareseitige Verbesserung von Aufnahmen sieht man sehr schön an diesem Vergleich: Während ohne Nachtmodus Texturen und Details verloren gehen, werden Schatten im Nachtmodus aufgehellt, ohne dass Lichter komplett überbelichtet werden. Zudem wirkt es vorher eher grobkörnig, während das andere Bild deutlich aufgeräumter wirkt. Durch das Stapeln mehrere Belichtungen wird das Rauschen einfach herausgerechnet. Zudem ist die Farbwiedergabe ausgewogener.
In diesem direkten Vergleich zeigt sich erneut die enorme Wirkung der computergestützten Fotografie (diesmal mit der Ultraweitwinkel-Linse): Die Standardaufnahme ohne Nachtmodus gibt die Szene sehr düster wieder und Details in den Schatten sowie die Textur der Hauswand verschwinden fast vollständig im Schwarz.D em Nachtmodus gelingt es, die gesamte Umgebung durch eine intelligente Mehrfachbelichtung aufzuhellen.
Um Motive gezielt vom Hintergrund freizustellen, um eine plastischere Wirkung erzielen zu können, nutzt man natürlich den Portraitmodus. Via Software wird der Hintergrund weichgezeichnet, um eine Bokehwirkung zu erreichen. Das kann das Galaxy S26 ziemlich gut - wiewohl es mir besser gefallen hätten, die Ohrwascheln der Figur scharf zu lassen und erst ab dieser Ebene weichzueichnen.
10 Megapixel beim 3-fach Tele klingt nach wenig. Mich hat dennoch überrascht, wie gut Aufnahmen bei Tag werden: Die Aufnahme dieser Hochhaus-Fassade überzeugt durch eine hohe Randschärfe und ein fehlerfreies Lichtmanagement, das selbst bei harten Kontrasten zwischen sonnenbeschienenen Paneelen und schattigen Balkonnischen eine durchgehende Zeichnung ohne Bildrauschen bewahrt. Trotz der im Vergleich zu Hauptsensoren geringeren Auflösung liefert die Optik saubere Details und eine präzise Farbtreue, wobei die Software feine Strukturen effektiv betont und optische Fehler wie Farbsäume erfolgreich minimiert.
Um Atmosphäre einzufangen, eignet sich oft die UWW-Linse. Allerdings tun sich dann auch Schwächen auf: Die Linse kämpft etwas mit dem Kontrast des hellen Spielfelds und den dunkleren Rängen - dadurch gibt es in dunkeln Randbereichen feines Rauschen und eine weniger präzise Farbgebung samt weniger Details. Außerdem fällt die perspektivische Krümmung auf, die Objekte und Personen unnatürlich in die Länge ziehen. Das ist allerdings alles im Rahmen für Ultraweitwinkel auf einem Smartphone - noch dazu mit "nur" 12 Megapixel. Es hat aber schon einen Grund, weshalb andere Hersteller wie Vivo (beim X300 Pro) ihren UWW-Kameras mehr Auflösung und größere Sensoren spendieren.
Trotz der moderaten Sensorauflösung des 3-fach Teles bleiben wichtige Details wie Rückennummern und die Beschriftungen der Fan-Banner gut lesbar, während der akkurate Weißabgleich für eine natürliche Wiedergabe des Rasengrüns und der Vereinsfarben sorgt. Die Belichtung überzeugt durch eine gelungene Balance, die sowohl die leuchtenden Werbebanden im Zaum hält, als auch in den schattigen Zuschauerbereichen unter dem Stadiondach ausreichend Zeichnung bewahrt. Auch bei schwierigeren Verhältnissen liefert das Tele also ab. Das Match (Austria Wien gegen LASK) ist übrigens 2:2 ausgegangen.
Galaxy S26 Kamera | Wertung und Fazit
Die Frage "Galaxy S26 Kamera: Zeit für Neues?" lässt sich nach unserem Test zweigeteilt beantworten: Während die Hardware-Basis mit ihrem nunmehr vertrauten Triple-Setup fast schon konservativ wirkt, sorgt die Software-Evolution für den nötigen Modernisierungsschub. Samsung zeigt, dass man durch Computational Photography selbst aus moderaten Sensorauflösungen erstaunlich viel Zeichnung, Dynamik und Rauschfreiheit herausholen kann.Samsung Galaxy S26 Ultra gewinnen
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Besonders die gelungene Nightography und die saubere Objekttrennung im Portraitmodus zeigen, dass das S26 Unzulänglichkeiten der Optik effektiv durch Algorithmen abfängt. Dennoch bleiben physische Grenzen, wie die Randunschärfen und Verzerrungen des Ultraweitwinkels ein Indiz dafür, dass ein echtes Hardware-Upgrade in Zukunft unumgänglich sein wird. Für den Moment bietet das S26 jedoch ein extrem verlässliches und durch KI veredeltes Gesamtpaket, das Nutzer nicht überfordert, sondern durch "Software-Magie" überzeugt.


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