Galaxy Z Fold8 Test: Falten mal anders - A1 Blog
Mit dem neuen Galaxy Z Fold8 stellt Samsung ein unter Foldables bisher unterrepräsentiertes Erscheinungsbild ins Rampenlicht. Durch sein ungewöhnliches 4:3 Format erhofft sich der koreanische Hardwareriese viel: Es soll vor allem Fans von kompakten Smartphones ansprechen, die es gleichzeitig manchmal auch etwas größer wollen. Besonders bei Medienkonsum spielt es seine Stärken aus - bisher aufgrund ihres im aufgeklappten Zustand fast quadratischen Formats eher eine Schwäche der großen faltbaren Smartphones. Im Test alles zur neuen Foldable-Kategorie von Samsung.
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Galaxy Z Fold8 - die wichtigsten Specs im Überblick
Display: 7,6 Zoll LTPO AMOLED, 120 Hz, max. 3.000 nits, 4:3 Seitenverhältnis | 5,5 Zoll LTPO AMOLED, 120 Hz, max. 3.000 nits
Kamera: 50 MP ƒ/1,8 Hauptkamera | 50 MP ƒ/1,9 Ultraweitwinkel, PDAF
Akku: Li-Po 4.800 mAh, 45 Watt Laden
Sonstiges: kapazitiver Fingerabdrucksensor, IP48 Zertifizierung
Kamera: 50 MP ƒ/1,8 Hauptkamera | 50 MP ƒ/1,9 Ultraweitwinkel, PDAF
Akku: Li-Po 4.800 mAh, 45 Watt Laden
Sonstiges: kapazitiver Fingerabdrucksensor, IP48 Zertifizierung
Zunächst einmal harrt die Frage der Beantwortung, weshalb Samsung überhaupt auf dieses neue, ungewöhnliche Format setzt. Ein nicht unerheblicher Treiber dieser Entwicklung könnte sein, dass laut Gerüchten Apple kommenden Herbst ein ähnlich geartetes Foldable auf den Markt bringen soll.
Vorab aber noch eine Klarstellung: Der richtige Nachfolger des Z Fold7 ist das neue Z Fold8 Ultra - es ist im Jahr 2026 Samsungs Premium Modell und kommt im bisher gewohnten Formfaktor. Neben dem Format liegt der andere wichtigste Unterschied bei der Kameraausstattung - beim Fold8 gibt's 2x 50MP, beim Fold8 Ultra 3 Linsen inklusive der 200 MP Hauptkamera.
Das äußere Display misst 5,5 Zoll und bringt ein recht unkonventionelles Seitenverhältnis von 10:16 mit. Positiv fällt dazu noch auf, dass Samsung auch beim Außendisplay ein LTPO AMOLED installiert hat. Somit gibt es in dieser Hinsicht keinerlei Unterschiede zum Hauptdisplay. Soll heißen: Egal, welcher Bildschirm genutzt wird. Es steht immer die gleiche, Samsung typisch hohe Qualität zur Verfügung.
Ein wenig Punkteabzug gibt es von mir dafür beim Handling, sobald das Smartphone auf ebener Fläche liegt: Durch die doch recht weit aus der Rückseite herausstehenden Kameras wackelt es furchtbar. Also besser in die Hand nehmen und tippen!
Galay Z Fold8 | Innendisplay mit Hang zum Multitasking
Wer das Fold8 aufklappt, wird für seine Mühe (das Scharnier ist angenehm schwergängig) mit einem 7,6 Zoll großen Display im 4:3 Format belohnt. Somit sieht alles, was im 4:3 Format aufgenommen wurde (also ältere TV Formate oder Fotos) schlicht grandios aus - bildschirmfüllend und ohne schwarze Balken.
Beim moderneren 16:9 Format gibt es natürlich schwarze Ränder. Die machen dem exzellenten Eindruck des LTPO AMOLED Displays aber keinen Abbruch. Vor allem bei hochauflösenden HDR Inhalten wirken Videos sogar fast plastisch. Zudem ist der Kontrast außergewöhnlich hoch und Bilder sehr klar. Beim Fold8 gibt es eine neue Anti-Reflexionsbeschichtung - die ist zwar nicht ganz so gut wie jene am S26 Ultra. Sie trägt dennoch zu einem klareren Eindruck bei.
Das faltbare Display wurde bei beiden Fold Modellen mit der neuen "Flex Titanium" Technologie aufgewertet. Samsung verspricht sich dadurch eine weniger auffällige (stimmt) und weniger spürbare (stimmt nicht so ganz) Falz in der Mitte. Und generell höhere Widerstandkraft gegen allerlei äußere Einflüsse. Positiv ist dabei, dass das Smartphone als Ganzes nun stabiler wirkt. Etwas negativ ist, dass es nicht mehr so leicht den Winkel hält und leichter dazu neigt, sich - obwohl nicht gewünscht - bei Öffnungswinkeln von ca. 40° selbst zusammenzufalten. Nicht ohne Grund wirbt Samsung nur noch beim Flip8 dafür, es quasi als Stativ verwenden zu können.
Galaxy Fold8 | Ausstattung
Während Samsung das Z Flip8 noch mit dem schwächeren Exynos 2600 bestückt, kommt beim Z Fold8 der stärkere Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 zum Einsatz. Somit ist es auch angesichts der RAM Ausstattung (12/16 GB) und der Speicherschnelligkeit (UFS 4.X) auf einer Stufe mit dem Galaxy S26 Ultra. Auf meinem von Samsung zur Verfügung gestellten Testgerät konnte ich leider keinen Benchmark Test installieren. Allerdings ist davon auszugehen, dass aufgrund der extrem flachen Bauweise kaum eine ähnliche Performance-Stabilität wie am S26 Ultra erreicht werden kann.Abgesehen davon fühlt sich das Fold8 aber in jeder Situation sehr flott und reaktionsschnell an. Die mit One UI 9 auf Android 17 werkelnde Oberfläche ist voll bestückt mit tonnenweise Anpassungs- und KI-Möglichkeiten. Alles darüber und noch mehr gibt es hier: A1 Blog | KI.
Wie bereits erwähnt ist das Fold8 extrem dünn - mit nur 4,5mm sogar um mehr als 1 mm schlanker als das Galaxy S25 Edge. Dafür ist es aber größer. Und das ist der Grund, weshalb es immerhin mit einem 4.800 mAh starken Akku ausgestattet wurde (das S25 Edge hat nur 3.900 mAh). Das Fold7 musste noch mit 4.400 mAh auskommen. Die höhere Kapazität ergibt sich aus der Kombination Titanium Flex (das Display ist nun dünner) und Si-C Komponenten im Akku. Das Laden funktioniert nicht ganz so schnell wie am S26 Ultra, mit 45 Watt aber schnell genug um von Fast Charging zu sprechen. Drahtloses Laden funktioniert, allerdings nicht mit Qi2 mit Magneten - das geht wie gehabt nur über passendes Zubehör.
Galaxy Z Fold8 | Dual Kamera
Primaär aufgrund der Kamera wird wohl niemand das Galaxy Z Fold8 kaufen. Dennoch lohnt sich ein Blick darauf - sie nimmt nämlich Anleihen aus der gesamten, diesjährigen Galaxy S Reihe. Die Hauptkamera scheint 1:1 vom Galaxy S26 zu stammen, die Ultraweitwinkellinse inkl. Autofokus vom Galaxy S26 Ultra.Galaxy Fold8 Kamera Specs im Überblick
- Kleinbild: 50 MP, Blende: ƒ/1,8, Brennweite: 23mm | Dual Pixel PDAF | OIS | 4K@60fps
- Ultraweitwinkel: 50 MP, Blende: ƒ/1,9 | Brennweite: 13mm | 4K@60fps
- Selfie Kamera: 10 MP, Blende: ƒ/2,2, Brennweite: 23mm | 4K@60fps
So wie beim Flip kann auch beim Fold8 das Sucherbild der Kamera in aufgeklappten Zustand auf das Außendisplay geschalten werden - ziemlich praktisch, damit die aufgenommenen Personen das wahrscheinliche Ergebnis gleich sehen können. Die Fotoqualität an sich ist sehr solide - mit klarerweise einigen Abstrichen im Vergleich zu echten Kamera Kalibern wie dem iPhone 17 Pro, dem S26 Ultra oder dem Xiaomi 17T Pro.
Ich hatte das Fold8 nur relativ kurz zum Testen, insofern konnte ich damit leider nicht auf ausgiebige Foto-Tour gehen. Oben ein paar Beispielfotos.
Galaxy Z Fold8 | Fazit und Wertung
Mit dem neuen Galaxy Z Fold8 gelingt Samsung, frischen Wind in den eher kleinen Foldable Markt zu bringen. Durch sein kompaktes Reisepass Format zeigt es recht eindrucksvoll, dass faltbare Smartphones alltagstauglich und handlich sein können - mit dem Bonus, immer auf ein großes Innendisplay zugreifen zu können.| Galaxy Z Fold8 - Pro und Kontra | |
|---|---|
| Pro | Kontra |
| kompaktes Design | kein wireless Qi2 Laden mit Magnet |
| extrem handliches Format | hoher Preis |
| tolle, farbenfrohe LTPO Displays | |
| 7 Jahre Update Garantie | |
| starke Performance dank Snapdragon 8 Gen5 | |
Dazu kommen mit dem neuen Flex-Titanium spürbare Verbesserungen beim Faltbildschirm: Also höherer Widerstand gegen Kratzer, eine weniger sichtbare Falz und eine Anti-Reflexionsbeschichtung. Somit bekommt man ziemlich viele Verbesserungen für einen zugegebenermaßen nicht gerade niedrigen Preis.
Aber wer weiß: Vielleicht wird ja das gemunkelte, faltbare iPhone Ultra sogar noch teurer. Insofern hat Samsung hier mal vorgelegt. Es bleibt abzuwarten, ob Foldables ab Herbst mit Apple als Taktgeber der nächste große Smartphone Trend werden.


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