Pixel 11 Test: Google liefert - A1 Blog
Echte Updates auf Sparflamme, dennoch gutes Smartphone: Google legt in Zeiten von Speicherkrise und KI-Fokus mit dem Pixel 11 ein genau diesem Trend entsprechendes Smartphone vor. Im Test wird klar, dass es auch beim Software- und KI Riesen aus Kaliformieren in eine ähnliche Richtung geht wie bei Samsung oder Apple: Iterative Updates mit Neuem nur in Nuancen. Schlecht ist das Pixel 11 trotzdem nicht. Im Test alles zum neuen Pixel Basismodell von Google.
Google Pixel 11: Die wichtigsten Infos in Kürze
- Display: 6,3 Zoll OLED, 120 Hz, max. 3.000 nits
- Kamera: 48 MP ƒ/1,7 Hauptkamera | 10,8 MP ƒ/3,1 Tele (5-fach optisch) | 13 MP ƒ/2,2 Ultraweitwinkel, PDAF
- Akku: Li-Ionen 4.985 mAh, 30 Watt Laden
- Sonstiges: Ultraschall Fingerabdrucksensor, IP68 Zertifizierung, 7 Jahre Update Garantie
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Pixel 11 Design & Display | Edel veredelt
Abgesehen vom Mangel an echten Neuerungen bin ich nach wie vor ein ziemlich großer Fan der Pixel-Reihe, was das Design betrifft: Es ist wertig und schnörkellos, liegt richtig gut in der Hand und macht optisch eine sehr gute Figur. Im Prinzip sieht das Pixel 11 genauso aus wie das Pixel 10 aus dem Vorjahr. Mit einem Unterschied: Der Kamera-Balken steht nun deutlich weniger weit es aus dem Gehäuse hervor. Wer ein Case verwendet, bekommt somit eine fast glatte Rückseite. Zudem wackelt das Smartphone nicht, wenn man es auf den Tisch legt. Alles Vorzüge, die es beim iPhone oder bei Samsung nicht gibt.Zudem halte ich die Farben in diesem Jahr für ziemlich gelungen: Mein Testmodell in der Farbe "Frost" (= eine Mischung aus Blau- und Grautönen) sieht richtig schick aus. Mit Pistachio (Grün/Braun/Olive) und Hibiscus (geht in ein eher rötliches Pink) und dem obligatorischen Obsidian (= dunkelgrau) gibt es in diesem Jahr eine interessante Auswahl.
Am Display hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Das tut eher wenig zur Sache: Pixel Smartphones sind mittlerweile bekannt für die tadellose Kalibrierung, den klaren Kontrast und die hohe Helligkeit (max. 3.000 nits). Mit 6,3 Zoll ist es zudem ausreichend groß - wiewohl noch ein paar Quadratmillimeter mehr Fläche drin gewesen wären, wenn der Rand zu den Kanten hin (Einfassung) schmäler wäre. Über so eine Änderung hat sich Google leider nicht drüber getraut.
Pixel 11 Performance | Abstand zur Spitze trotz neuen SoC
Wer auf rohe Rechenleistung setzt, sollte die Pixel Reihe eher meiden - ein Umstand, der seit Beginn der Pixel Ära gleich bleibt und sich auch mit dem Pixel 11 nicht ändert. In reinen Gaming Benchmark Tests kommt es für ein High-End und damit hochpreisiges Smartphone auf mittelprächtige Werte. Damit schneidet es im Vergleich zur Galaxy S26 Reihe, aktuellen Xiaomi Smartphones oder dem iPhone schlechter ab.Das ist allerdings insofern verschmerzbar, als es auch viel Positives gibt: Trotz Speicherkrise gibt es 12 GB RAM, als Speicher wurde schneller UFS 4 verbaut. Zudem spielt der SoC seine Stärken im Alltag aus. Soll heißen: Alles außer aufwendige Spiele läuft butterweich und blitzschnell.
Außerdem liegt man mit einem Pixel Smartphone beim Thema Sicherheit mittlerweile ähnlich gut geschützt wie mit einem iPhone. Das liegt einerseits an der Updategarantie für 7 Jahre (in unserem Fall also bis zum Jahr 2033). Andererseits aber auch daran, dass Google allen Pixel Geräten den neuen Titan M3-Sicherheitschip spendiert. Dort werden - isoliert vom Hauptsystem - sämtliche sensible Daten wie PINs, Fingerabdrücke, Google Pay Daten, etc. gespeichert und sicher aufbewahrt.
Insgesamt gibt es kleinere Schwächen nur beim Akku: Google verbaut einen konventionellen Li-Ionen Akku mit einer Kapazität von 4.985 mAh. An sich genug Saft für den Tag, sollte man dennoch schnell Energie benötigen heißt es aber länger warten: Er kann mit max. 30 Watt geladen (kabellos mit 25 Watt) werden, insofern dauert eine volle Ladung gut über eine Stunde. Das können Geräte insbesondere chinesischer Abstammung mittlerweile deutlich besser.
Neue KI Features am Pixel 11
Im Jahr 2026 kann es gar nicht anders sein, besonders bei Google: Das Pixel 11 ist sowie die gesamte Pixel 11 Reihe sind gespickt mit KI. Wer sich ein Pixel 11 holt, geht also sozusagen zum Schmied und nicht zum Schmiedl. Neben Gemini samt den alten bekannten Lyria für Musik, Gemini Omni für Video oder Nano Banana für Bildgenerierung gibt es auch komplett Neues bzw. Verbesserungen.Rambler aka. Sprachglättung: Im Gegensatz zur herkömmlichen Spracheingabe, die Wort für Wort transkribiert, wandelt Rambler natürlich gesprochene Gedanken in sauberen, gut strukturierten schriftlichen Text um. Das Programm entfernt automatisch Füllwörter, korrigiert Grammatik und Zeichensetzung und ermöglicht es Ihnen, Texte mithilfe natürlicher Sprachbefehle zu bearbeiten und umzuformulieren.
Erweiterte Kamera KI: Die Tele Linse samt optischem 5-fach Zoom ist gleich geblieben. Dennoch ist nun dank KI ein höherer Zoom (bis zu 30-fach) möglich. KI sei Dank.
Erweiterte Kamera KI: Die Tele Linse samt optischem 5-fach Zoom ist gleich geblieben. Dennoch ist nun dank KI ein höherer Zoom (bis zu 30-fach) möglich. KI sei Dank.
Magic Capture: Google hält dieses Feature für so wichtig, dass ihm neben Foto und Video sogar ein eigener Toggle im Kamerasucher spendiert wurde. Damit entfällt die Qual der Wahl beispielsweise auf Kindergeburtstagsfeiern, nämlich: Soll ich lieber ein Video machen oder doch einzelne Bilder aufnehmen? - Die KI macht das hier nämlich automatisch, zieht also aus Videos hochauflösende Einzelaufnahmen heraus. In der praxis funktioniert das wunderbar - Beispiele etwas weiter unten.
Gebärdensprache zu Text: Gboard hat nun die Fähigkeit, Gebärdensprache zu Text zu übersetzen. Einfach Kamera draufhalten und Übersetzung anzeigen lassen.
Gebärdensprache zu Text: Gboard hat nun die Fähigkeit, Gebärdensprache zu Text zu übersetzen. Einfach Kamera draufhalten und Übersetzung anzeigen lassen.
Gegenüber den Möglichkeiten in den USA fehlen in der EU allerdings einige Dinge: Magic Cue (also Automatisierungsfunktionen via Gemini) oder Cloud Tools wie der neue Widget-Creator gibt es hierzulande leider nicht. Im Laufe der Zeit sollten sie aber irgendwann nachgeliefert werden.
Pixel 11 Kamera | Solide Kost ohne Überraschungen
Das Setup ist gleich wie im Vorjahr, nur eines hat sich geändert: Die 48 Megapixel Hauptkamera verfügt nun über einen neuen, größeren Sensor. Keine Kleinigkeit, immerhin sollte das für besserr Aufnahmen und kürzere Auslösezeiten bei schlechten Lichtbedingungen sorgen.Pixel 11 - Kamera Specs im Überblick
Hauptkamera: 48 MP, ƒ/1,7 | PDAF | Brennweite 24 mm (Kleinbild) | OIS
Tele: 10,8 MP, ƒ/3,1 | Brennweite: 112 mm (5-fach optisch) | PDAF | OIS
UWW: 13 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (Ultraweitwinkel) | 120° Gesichtsfeld | PDAF
Video: 4K@24/30/60fps | 10 bit HDR
Selfie: 10,5 MP, ƒ/2,2 | PDAF
Tele: 10,8 MP, ƒ/3,1 | Brennweite: 112 mm (5-fach optisch) | PDAF | OIS
UWW: 13 MP, ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (Ultraweitwinkel) | 120° Gesichtsfeld | PDAF
Video: 4K@24/30/60fps | 10 bit HDR
Selfie: 10,5 MP, ƒ/2,2 | PDAF
Um die Leistung des neuen, größeren Sensors genauer einschätzen zu können, habe ich die Kamera natürlich gleich bei Nacht getestet. Im konkreten Beispiel im Vergleich zum Pixel 9 Pro: Trotz der Tatsache, dass das Pixel 9 Pro mittlerweile 2 Jahre alt ist fällt auf, dass es doch deutlich mehr Licht sammelt. Das liegt schlicht am immer noch größeren Sensor. Für sich genommen ist es aber dennoch bemerkenswert, dass auch bei absoluter Dunkelheit solche Aufnahmen möglich sind. Die Auslösezeit betrug bei beiden Modellen ca. 3 Sekunden.
Alle Aufnahmen in der oberen Galerie wurden im Automatikmodus gemacht. Generell gilt: Mit der Hauptkamera lassen sich in quasi jeder Situation anständige Aufnahmen erstellen. Bei Ultraweitwinkel wird es bei fehlendem Licht immer schwieriger, ähnliches gilt für die Tele Linse. Bei Tag liefern aber alle überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Bemerkenswert bleibt in jedem Fall, zu was die kleinen Sensoren in Smartphones mittlerweile fähig sind. Und dank der zahlreichen Bearbeitungsmodi (teilweise mit KI), kann auch aus schlechten Schnappschüssen ein Meisterwerk werden.
Magic Capture
Für viele vielleicht das Feature, auf das sie gewartet haben: Via Toggle im Sucher aktiviert, wird ein Video der Szene aufgenommen. Das Pixel generiert dann aus dem Video hochaufgelöste Aufnahmen. Das Ganze funktioniert nur bei aufrechter Internetverbindung, da die KI für die Isolierung der Fotos anscheinend viel Rechenleistung benötigt. Der entscheidende Vorteil: Bei Geburtstagen und anderen wichtigen Anlässen entfällt nun die Wahl zwischen Video- oder Fotoaufnahmen, da Fotos hochauflösend und in 1:1 Qualität normaler Aufnahemn extrahiert werden.
Für viele vielleicht das Feature, auf das sie gewartet haben: Via Toggle im Sucher aktiviert, wird ein Video der Szene aufgenommen. Das Pixel generiert dann aus dem Video hochaufgelöste Aufnahmen. Das Ganze funktioniert nur bei aufrechter Internetverbindung, da die KI für die Isolierung der Fotos anscheinend viel Rechenleistung benötigt. Der entscheidende Vorteil: Bei Geburtstagen und anderen wichtigen Anlässen entfällt nun die Wahl zwischen Video- oder Fotoaufnahmen, da Fotos hochauflösend und in 1:1 Qualität normaler Aufnahemn extrahiert werden.
Pixel 11 | Fazit und Wertung
Trotz des Fehlens echter (Hardware)-Updates geht es mir mit neuen Pixel Smartphones jedes Jahr gleich. Nämlich das Gefühl zu haben, dass es mir an nichts fehlt: Extrem gutes Display, schnelles UI und vielseitige Kamera.| Pixel 11 - Pro und Kontra | |
|---|---|
| Pro | Kontra |
| Kamerainsel sehr flach verbaut | eher langsames Laden |
| Exzellentes 6,3 Zoll Display | hardwareseitig kaum echte Neuerungen ggü. Vorgänger |
| Tensor G6 zwar kein Performancemonster, dafür sparsam | UWW-Kamera bei schlechtem Licht mit Schwächen |
| 7 Jahre Update Garantie | |
| Magic Capture sinnvoll und nützlich | |
Auf den zweiten Blick offenbaren sich dann aber auch alte Schwächen: Die UWW Linse könnte schon einmal ein Upgrade vertragen. Gleiches gilt für die auch schon in die Jahre gekommene Tele-Linse, wiewohl deren Ergebnisse mittels KI recht gut aufgewertet werden könne. Gut gefällt mir dagegen die lange Update-Garantie plus der Tatsache, regelmäßig via Pixel Drop neue Features zu bekommen. Und wer KI häufig und ausgibig nutzt, sollte Google Smartphones ohnedies auf der Rechnung haben.

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