Android: Mobiles Datenvolumen tracken und einsparen

iPhone mit Social Media Diensten

Wer wieder vermehrt außerhalb der eigenen vier Wände unterwegs ist, stellt eventuell so wie ich erschreckend fest, dass die mobilen Daten im Gegensatz zum Internet zuhause nicht unlimitiert sind. Mit ein paar Tricks lässt sich das Surfverhalten am Smartphone aber leicht analysieren und optimieren, sodass man ohne große Veränderung etliche Bytes einsparen kann.

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Tipp 1: Datenfresser finden

TikTok ist die beliebteste App des letzten Jahres. Über 800 Millionen aktive monatliche Nutzer verzeichnet der Kurzvideodienst mittlerweile, auf dem User ihre Clips hochladen. Wirft man einen Blick auf die Download-Charts der App-Stores findet man fast ausschließlich Social Media- oder Messenger-Apps wie Instagram, Facebook, YouTube, WhatsApp, Snapchat oder eben TikTok. Und es sind meist auch genau die Apps, in denen wir die meiste Zeit verbringen und die folglich auch mit Abstand das meiste Datenvolumen verbrauchen.

Screenshots App Datenverbrauch

Wer genau wissen möchte, wie viel Daten welche App in letzter Zeit beansprucht hat, kann in den Android-Einstellungen unter Mobilfunknetz die Datennutzung aufrufen. Dort werden Datenfresser beinhart offengelegt und man kann direkt mit Gegenmaßnahmen starten.

Tipp 2: Apps optimieren

Unter den großen Social Media- und Messenger-Apps bieten nahezu alle die Möglichkeit, einen Datensparmodus zu aktivieren. Meist verbirgt sich dieser in den Einstellungen der App. In TikTok geht man beispielswiese auf das eigene Profil, klickt rechts oben auf die drei Striche und wählt „Datensparer“. Auch Instagram und Facebook bieten solche Features. Das Resultat: Videos und Fotos werden in niedrigerer Qualität heruntergeladen. Der Unterschied fällt allerdings nicht wirklich auf. In WhatsApp hat man in den Einstellungen unter „Speicher und Daten“ zusätzlich die Möglichkeit, den automatischen Download von Medieninhalten zu deaktivieren und die Medien-Upload-Qualität zu reduzieren.

Tipp 3: Hintergrunddaten deaktivieren

Ebenfalls in den Android-Einstellungen lässt sich bei einigen Smartphones die intelligente Datenverbrauchsoptimierung aktivieren. Dabei wird der Verbrauch des Datenvolumens reduziert, indem das System-Apps nicht mehr ermöglicht, Daten im Hintergrund herunterzuladen. Wer dennoch Push-Benachrichtigungen und beispielsweise E-Mails ohne Verzögerung erhalten möchte, kann einzelne Anwendungen von der Optimierung ausnehmen. Wer in der Datennutzungsübersicht auf eine Anwendung klickt, sieht zudem eine Statistik, wo genau aufgeschlüsselt wird, wie viele Daten im Vordergrund und wie viele im Hintergrund verbraucht wurden. Zudem kann man hier einstellen, ob die App unterwegs überhaupt Zugriff auf mobile Daten haben soll oder nicht. Und wer möchte, kann sogar individuelle Datenlimits definieren.

Tipp 4: Offline-Daten nutzen

Google Maps offline Karten

Wer unterwegs oft das Navi nutzt, Serien schaut oder Musik hört, muss die dafür benötigten Daten nicht unbedingt mobil herunterladen. Spotify, Netflix, Google Maps und viele andere Anwendungen bieten mittlerweile die Möglichkeit, Inhalte vorab im Heimnetzwerk herunterzuladen, um später offline darauf zugreifen zu können. Bei Google Maps muss so zwar auf Live-Daten verzichten, die über Staus informieren, man spart sich jedoch einiges an Daten. Die Offline-Maps sind mehrere Wochen lang gültig, bevor die App eine Aktualisierung verlangt. Aber Achtung: Wer viele Serien, Songs und Karteninhalte herunterlädt, braucht einen großen Speicher.

Tipp 5: Updates einschränken

App Updates nur über WLAN Screenshot

Automatische App-Updates sind durchaus eine praktische Erfindung. Dadurch hat man jederzeit Zugriff auf die neusten Funktionen einer Anwendung. Außerdem werden Sicherheitslücken durch das zeitnahe Installieren eines Updates möglichst schnell geschlossen. Man sollte jedoch sichergehen, dass diese nur dann heruntergeladen werden, wenn sich das Smartphone in einem WLAN-Netzwerk befindet. Im Google PlayStore findet sich dieses Setting in den Einstellungen unter Netzwerkeinstellungen und Apps automatisch aktualisieren.

Fazit

Mit ein paar Twists und Tweaks kann man sein Smartphone so optimieren, dass der Verbrauch der mobilen Daten deutlich reduziert wird. Am sinnvollsten ist es das Problem direkt am Ort der Entstehung anzugehen und die Datensparmodi der Apps zu aktivieren, welche die meisten Daten verbrauchen. So reicht das mobile Datenvolumen leicht bis ans Ende des Monats. Alternativ hilft natürlich auch immer ein Upgrade des eigenen Datentarifs.

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