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Im Test: Das Galaxy A17 zum kleinen Preis

Wer wenig braucht, wird schneller glücklich: Das Samsung Galaxy A17 zeigt im Test, dass mit kleinem Budget viel möglich ist.

Das Samsung Galaxy A17 ist das passende Smartphone für bescheidenere Ansprüche. Dennoch deckt es alle Basics ab: Ziemlich schickes Design inklusive langer Update Garantie, starkem Akku und großem Display machen aus dem Smartphone mehr, als man denkt. Dennoch gibt es gegenüber teureren Alternativen wie dem Galaxy A57 Abstriche. Im Test alles rund um das günstige Samsung Galaxy A17.

Samsung Galaxy A17 - das Wichtigste in Kürze

Display: 6,7 Zoll AMOLED, 90 Hz, 800 nits
Kamera: 50 MP ƒ/1,8 Hauptkamera | 5 MP ƒ/2,2 UWW | 2 MP ƒ/2,4 Macro
Akku: Li-Ionen 5.000 mAh, 25 Watt Laden
Sonstiges: kapazitiver Fingerabdrucksensor, IP54 Zertifizierung, 6 Jahre Update Garantie

Galaxy A17 Test: Basismodell mit Premium-Look

Samsung verfolgt beinhart die Devise, all seine Smartphones - ganz egal in welchem Preissegment - sehr ähnlich aussehen zu lassen. Das hat zur Folge, dass das Galaxy A17 denselben Premium Look bekommt wie seine teilweise deutlich teureren Mitstreiter. Den günstigen Preis sieht man ihm also kaum an. Auch wenn die Materialien mit viel Kunststoff (Rahmen) und Glasfaser (Rückseite) nicht gerade exquisiter Herkunft sind.
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Ins Auge sticht das große 6,7 Zoll AMOLED Display. Mit 90 Hz bietet es eine gute Bildwiederholfrequenz, mit max. 800 nits stößt die Ablesbarkeit im direkten Sonnenlicht an ihre Grenzen. Besonders bei seitlicher Betrachtung fällt die Helligkeit dann recht deutlich ab. Es gibt keinen HDR10+ Support oder adaptive Bildwiederholrate - das sind alles Dinge, die anderen Modellen vorbehalten sind. Fingerabdruckerkennung macht der kapazitive Power-Button an der Seite.
Der Sound kommt aus einem Lautsprecher an der unteren Seite des Geräts. Somit ist es eines der wenigen Smartphones, das ohne Stereo Sound auskommen muss. Allerdings ist Bluetooth 5.3 an Bord, die Koppelung mit Kopfhörern oder Soundboxen funktioniert also tadellos.

Galaxy A17 Test: Nicht das schnellste Smartphone

An der Ausstattung - also was die Spezifikationen rund um SoC, Speicher und Akku betrifft - hat Samsung gegenüber dem Vorgänger Galaxy A16 nichts geändert. Es handelt sich nach wie vor um einen hauseigenen Exynos 1330 (5nm) kombiniert mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher. Da liegt es in der Natur der Sache, dass mit einigen Abstrichen zu rechnen ist. 4 GB RAM sind schon recht knapp bemessen. Das merkt man vor allem beim App-Wechsel oder an der nennen wir es gemütlichen Geschwidigkeit, mit der das Smartphone hochfährt. Spiele abseits von Solitaire und Mahjong würde ich dem Smartphone auch eher nicht antun. Künstliche Intelligenz in Form von Galaxy AI sucht man mit Ausnahme von Circle to Search vergeblich.
Trotz dieser Basisausstattung ist es interessant, dass Samsung dem Galaxy A17 6 Jahre lang Updates garantiert. Ob das Smartphone mit einer One UI Version aus dem Jahre 2032 laufen wird können, wage ich nämlich zu bezweifeln. Vielleicht wird Samsung seine Benutzeroberfläche für ältere und schwächere Geräte ja noch modifizieren. Das wäre jedenfalls wünschenswert - auch die aktuelle Version läuft nicht gerade butterweich auf dem Smartphone.
Am Akku wird die Nutzbarkeit des Smartphones definitiv nicht scheitern: 5.000 mAh sind ausreichend dimensioniert. Die Ladegeschwindigkeit ist mit 25 Watt langsam. Allerdings wird es Nutzer:innen des Geräts auf die paar Minuten bestimmt nicht ankommen.

Galaxy A17 Test: Triple Kamera mit beschränkter Nutzung

Wer sich keine Wunder erwartet, kann mit der Kamera am Galaxy A17 sicher gut leben. Immerhin gibt es insgesamt 3 Optionen: 50 MP Kleinbild, 5 MP Ultraweitwinkel und 2 MP Macro. Also auch hier keine Änderungen gegenüber dem letzten Jahr. Die Hauptkamera schafft grundsätzlich gute Aufnahmen - wenn man davon absieht, sie bei sehr dunklen Verhältnissen zu nutzen.

Galaxy A17 - Kamera im Überblick

Hautpkamera: 50 MP ƒ/1,8 | Brennweite: 23 mm | PDAF, OIS
Ultraweitwinkel: 5 MP ƒ/2,2 | Brennweite: 15 mm (115° Gesichtsfeld)
Macro: 2 MP 
Selfie: 50 MP ƒ/2,0
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Galaxy A17 Testaufnahmen - Hauptkamera

Angesichts des kleinen Sensors keine schlechte Aufnahme: Details bleiben erhalten und sind scharf. Samsung-typisch ist die Sättigung recht hoch - der blaue Himmel knallt so richtig rein.

Galaxy A17 - Ultraweitwinkel

Der 8‑MP-UWW des A17 liefert hier ein ordentliches, aber klar schwächeres Bild als die Hauptkamera: Die Mitte ist noch okay scharf, doch in den Ecken brechen Details sichtbar weg, die Seile und Streben wirken schnell matschig und durch die starke Software-Schärfung etwas crispy. Farblich passt es – der Himmel bleibt gleichmäßig blau, der Baum links wirkt satt, aber minimal überschärft. Verzerrungen und chromatische Aberrationen sind für eine günstige Ultraweitwinkel-Linse gut im Griff, insgesamt also brauchbar für dramatische Perspektiven, aber nichts, womit man Pixelpeeper beeindrucken wird.

Hauptkamera

Die Hauptkamera zeigt hier ziemlich gut, was sie kann: In der Bildmitte sind Rinde, Gras und Blätter schön detailliert, ohne dass die Schärfung komplett übertreibt, und auch zum Rand hin bleibt das Bild für ein Mittelklasse-Phone erstaunlich stabil.

Ultraweitwinkel

Beim Ultraweitwinkel sieht man sofort die Sparte der Mittelklasse: Die Bildmitte ist noch okay, aber Gras und Baumrinde wirken weicher und leicht aquarellig, vor allem zum Rand hin brechen Details deutlich ein. Die Software versucht, das mit kräftiger Schärfung zu kaschieren – dadurch fransen Blätter und Kanten etwas aus.

Macro

Hier zeigt das 2‑MP‑Makro recht ehrlich seine Grenzen: Man kommt zwar nah ran, aber die Schärfe ist weich, Feinstrukturen im Blatt wirken eher wie ein Aquarell, und trotz guter Beleuchtung rauscht es leicht in den Flächen.

Die 8 MP Ultraweitwinkel-Linse eignet sich aufgrund ihrer Brennweite zwar gut für Übersichtsaufnahmen. Die geringe Auflösung merkt man ihr aber an. Und bei schlechtem Licht wird es recht schnell grieselig. Die 2 MP Macro Kamera kann man getrost ignorieren - sie ist der Hauptkamera in jeder Hinsicht unterlegen.

Galaxy A17 Test | Fazit und Wertung

Das Samsung Galaxy A17 tut genau das, was man sich von einem günstigen Einsteiger-Smartphone erwartet: Es ist da, wenn man es braucht. Überraschungen in Punkto Leistung & Kamera darf man sich allerdings nicht erwarten.
Positiv sind die Verbesserungen beim Design (besserer Schutz gegen Kratzer) und das Display - die sind Samsung-typisch von hoher Qualität und lassen wenig zu wünschen übrig. Power-User werden von der Leistung eher enttäuscht sein. Interessant ist die Update Garantie auf 6 Jahre - wie schon weiter oben gesagt bleibt offen, wie das Galaxy A17 mit neuerem Software-Umfang zurecht kommen wird. 
Samsung Galaxy A17 - Pro und Kontra
Pro Kontra
Premium-Design trotz des niedrigen Preises kein Stereo Sound
Hauptkamera mit adäquaten Ergebnissen kaum Updates gegenüber letztem Jahr
6 Jahre Update Garantie Performance eher gemütlich
großes 90 Hz Display  
hohe Ausdauer dank 5.000 mAh Akku
Das Samsung Galaxy A17 ist angesichts des günstigen Preises dennoch eine interessante Option: Als Zweithandy auf Reisen zum Beispiel: Der wenig energiehungrige SoC sorgt dafür, dass auch ohne Lademöglichkeit eine lange Nutzungsdauer drin ist. Oder als erstes Handy für die Kinder: Es kann schon mal runterfallen, es sieht gut aus und die wichtigsten Dinge wie Messenger und Telefonuie laufen problemlos.
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