Das Samsung zum Einstieg: Galaxy A13 5G im Test

Samsung Galaxy A13 Smartphone auf dem Tisch liegend

Einsteiger- bzw. Zweitsmartphones gibt es wie Sand am Meer – gerade das Low-Budget Segment erfreut sich über außerordentlich viel Vielfalt und Konkurrenz. Mit dem Galaxy A13 möchte Samsung in diesem Markt punkten: Es verfügt über ein großes 90 Hz Display, einen starken 5.000 mAh Akku und gleich drei Kameras. Auf den ersten Blick sehr solide – im Test finden wir heraus, ob es den Anforderungen des Alltags entspricht.

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Samsung Galaxy A13 5G Test | Das wichtigste im Überblick

Das Samsung Galaxy A13 richtet sich vor allem an Einsteiger und Preisbewusste: Für wenig Geld erhält man ein großes Display, eine hochauflösende Kamera und vor allem einen starken Akku. Somit eignet es sich vermutlich hervorragend als Zweithandy für lange Reisen und Ausflüge oder als Einsteigergerät für die Sprösslinge.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Design

Samsung Galaxy A13 Smartphone in der Hand

Gleich vorweg: Das Samsung Galaxy A13 ist eher von der puristischen Sorte. Soll heißen: Im Lieferumfang sucht man vergeblich nach Zubehör, lediglich ein USB-C zu USB-C Kabel liegt der schlanken Verpackung bei. In Zeiten, wo jeder zumindest schon 2-3 Smartphones besessen hat, vielleicht kein großes Problem. Ob eine solche Maßnahme uns aber wirklich den drohenden Technik-Müll Untergang erspart, sei dahingestellt.

Samsung Galaxy A13 Rückseite

Das Smartphone selbst ist in ein Kunststoff Unibody Gehäuse gehüllt. Keine schlechte Entscheidung, schließlich ist Kunststoff recht robust – trotz fehlender IP-Zertifizierung wird es wohl den einen oder anderen Sturz auf den harten Boden gut standhalten. Das Display sitzt nahtlos und tadellos verarbeitet an der Front des Smartphones. Und es ist durch Gorilla Glas 5 gut vor Kratzern geschützt. Sämtliche Buttons samt dem kapazitiven Fingerabdrucksensors liegen auf der rechten Seite und sind gut erreichbar.

Samsung Galaxy A13 Smartphone mit via 3,5mm Klinke angesteckten Kopfhörern

Ein großes Plus gibt es für den 3,5mm Klinkenanschluss – den findet man ja immer seltener, bei Samsung überhaupt nur mehr bei den Einsteigergeräten. Die Rückseite des Smartphones ist sehr schlicht gehalten, in unserem Fall im matten Schwarz, das kaum Fingerabdrücke anzieht. Unterbrochen wird sie nur durch 3 untereinander angeordnete Kameralinsen und einem kleinen Loch, in dem sich der LED Blitz befindet.

Samsung Galaxy A13 Seite

Das Handling an sich ist gut – das Gerät ist gut ausbalanciert und liegt gut in der Hand. Zwei Minus Punkte gibt es dennoch:

  • fehlender Umgebungslichtsensor: Während so gut wie alle Smartphone über einen solchen verfügen, holt sich das A13 die Info über die Lichtsituation (und damit die Anpassung der Displayhelligkeit) über die Selfie Kamera. Das ist insofern eher ineffizient, als die Messungen einerseits nicht besonders akkurat sind. Andererseits dauert es extrem lange, bis sich die Helligkeit anpasst. Während das bei meinem 5 Jahre alten Galaxy S10 sekundenbruchteile benötigt, dauert das beim Galaxy A13 gut und gerne bis zu 10 Sekunden.
  • fehlender Proximity Sensor: Damit ist jener Sensor gemeint der misst, wie weit weg sich das Gerät vom Benutzer befindet. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man das Smartphone zum Telefonieren ans Ohr hält. In so einem Fall sollte sich das Display nämlich ausschalten, um unerwünschte Eingaben zu vermeiden. Das funktioniert wegen der Abwesenheit dieses Sensors leider mehr schlecht als recht. Das A13 holt sich diese Infos nämlich über eine Kombination aus Software, der Selfie Kamera und des Lagesensors. Sehr umständlich und ineffizient.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Display

Beim Display bekommt man viel für sein Geld: Es handelt sich um ein großes 6,5 Zoll PLS-LCD Panel mit 720 x 1.600 Pixel (HD) und 90 Hz Bildwiederholrate. Für angenehmes Scrollen muss man also nicht tief in die Tasche greifen, Animationen laufen auf dem Galaxy A13 sehr weich und flüssig. Die Helligkeit kommt auf max. 500 nits – im Vergleich zu den Flaggschiffen also nicht sonderlich hoch. Für sich genommen allerdings vollkommen ausreichend: Schließlich sind nits eine logarithmische Einheit, eine Steigerung von 500 auf 1.000 nits bedeutet also viel weniger als doppelte Helligkeit. Wichtiger als nits ist der Kontrast – der ist mit einem Verhältnis von 1:1310 für die Einsteigerklasse recht hoch. Auf deutsch: Inhalte wirken scharf und gut lesbar.

Allerdings macht sich vor allem bei Videos sogenanntes Ghosting bemerkbar – also unnatürlich wirkende Übergänge bei schneller Bildfolge. Das liegt wohl vor allem am eher langsamen Prozessor, was eine hohe Antwortzeit der Pixel verursacht. Das fällt zwar nicht immer und bei jedem Video auf, man sollte es aber dazu gesagt haben. Eine Möglichkeit das Ghosting zu verhindern ist sich Videos nicht in höchstmöglicher Auflösung anzusehen.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Ausstattung & Performance

Das Galaxy kommt mit moderner Software – also Android 12 gepaart mit Samsung’s One UI 4.1. Allerdings ist die Bedienung des Smartphones trotz 90 Hz Display nicht immer flüssig: Der verbaute MediaTek Dimensity 7000 kommt nämlich doch relativ rasch ein seine Grenzen. Das merkt man vor allem dann, wenn man zwischen Apps wechselt. Ist die App erstmal in den Arbeitsspeicher geladen, funktioniert es aber passabel. Alltägliche Aufgaben wie Messaging, Browsing und Fotografieren gehen ausreichend schnell. Etwaige kurze Ruckler sind aber nicht ausgeschlossen.

Galaxy A13 Screenshots Kindermodus

Dank Android 12 und One UI bekommt man im Prinzip alle Software-Funktionalitäten und Einstellungsmöglichkeit wie auf vielen teureren Samsung Geräten. Besonders gut und vor allem nützlich auf einem Gerät wie diesem ist der Kindermodus, der via Quick-Toggle ein- und ausgeschalten werden kann. Hier kann man sehr intuitiv und simpel festlegen, welche Apps die Sprösslinge nutzen können oder welche Webseite sie besuchen dürfen. Für Kinder eignet sich das Galaxy A13 also außerordentlich gut.

Der interne 64GB Speicher kann jederzeit via MicroSD Karte erweitert werden. Im Auslieferungszustand sind etwa 18 GB des Speichers durch das Betriebssystem und einige wenige vorinstallierte Apps belegt.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Kamera

Gleich vorweg: Bei einem Smartphone dieser Preisklasse sollte man sich hier nicht allzu viel erwarten. Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixel bei f/1.8 auf. Es gibt keine dezidierte Telekamera – dennoch kann in der App via Toggle auf digitalen 2-fach Zoom vergrößert werden. Dabei handelt es sich natürlich um einen reinen Digitalzoom. Durch die hohe Megapixel Anzahl kommt man hier dennoch zu annehmbaren Aufnahmen.

In dieser Aufnahme wurde der digitale 2-fach Zoom verwendet. Wie man sieht, erscheint sie trotz des Zoom-Faktors scharf und gut ausbalanciert.

Die Unterschiede zwischen normalen Nachtaufnahmen und Aufnahmen mit aktiviertem Nachtmodus sind relativ groß. Wiewohl auch Samsung nicht zaubern kann: Der Sensor kommt mit den Unterschieden zwischen hellen und dunklen Bereichen nicht allzu gut zurecht. Die Bildverarbeitung lässt ebenfalls zu wünschen übrig: Um rauschen zu vermeiden, werden die Aufnahmen extrem weichgezeichnet. Das führt zu dem oben zu sehenden etwas matschigen Eindruck. Der Nachtmodus macht hier zwar einiges Wett, Zauberei darf man sich aber nicht erwarten.

Praterstern Straße mit Straßenschildern und Radfahrern

Bei gutem Licht dreht sich das Bild: Hier werden Aufnahmen scharf und detailreich. Schon klar: In Sachen Brillanz und Dynamik gibt es definitiv besseres. Man muss sich aber immer die Preisklasse dieses Smartphones vor Augen halten.

Die Auslösezeit ist für ein Smartphone dieser Preisklasse erstaunlich kurz, bei Nacht muss man allerdings ein gutes und vor allem ruhiges Händchen haben. Dank ToF-Sensor werden auch Portraits in hoher Qualität geliefert. Die Makro-Kamera sollte man allerdings nur in Notfällen nutzen. Samsung hätte sie sich eher gleich sparen sollen, 2 Megapixel und so gut wie keine Lichtausbeute machen gar keine Freude.

Die Kamera App an sich bietet viele von Samsung gewohnte Features mit einigen Einschränkungen. So ist es im Nachtmodus nicht möglich, auf den digitalen 2-fach Zoom zu wechseln – der Toggle verschwindet einfach. Außerdem gibt es keine KI-Szenenerkennung. Wer also auf den genannten Nachtmodus wechseln will, muss das umständlich via Klick auf Mehr und Auswahl des Nachtmodus machen.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Akku

Der Akku ist definitiv eines der Highlights am Smartphone. Nicht unbedingt wegen der eher langsamen Ladezeit (15 Watt bedeutet eine volle Ladung in etwa 2 Stunden), sondern wegen der Kapazität. Mit 5.000 mAh kommt man sehr komfortabel durch den Tag und hat immer noch viel Reserve. Auch dadurch eignet sich das Galaxy A13 vermutlich gut für Kinder – die vergessen gerne aufs Laden und kommen dank großem Akku so selten in die Bredoulle.

Samsung Galaxy A13 5G Test | Fazit

Sich in der Welt der Einsteiger- bzw. Budget-Smartphones durchzusetzen, ist nicht so einfach. Um zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten zu können, muss an vielen Ecken und Enden gespart werden. Beim Galaxy A13 5G ist das ganz eindeutig der Prozessor: Als Zweit- oder Kinderhandy taugt es bestimmt, als täglichen Alltagsbegleiter würde ich es aber nicht empfehlen. Ähnliches gilt für das Display, das für sich genommen zwar ausreichend scharf und hell ist. Allerdings laden 6,5 Zoll auch zum Video schauen ein. Und dieser Spaß wird bei voller Auflösung wegen Ghosting manchmal geschmälert.

Insofern ist klar, an wen sich Samsung mit dem Galaxy A13 richtig: Menschen, die sich auch mit etwas weniger zufrieden geben, so lange sie damit Geld sparen. Denn an sich kann das Galaxy A13 aufgrund des sehr soliden Akkus, seiner robusten Bauweise und der passablen Kamera ein langes Leben haben. Und die alltäglichen Aufgaben dabei auch recht flott ausführen.

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