„Warum blockiert ihr das nicht?“

Beispiel für Schad-SMS

Was A1 gegen Schad-SMS tun kann… und was nicht.

Man kennt sie, die SMS, die man meist von irgendeiner Handynummer bekommt, die einen über ein vermeintlich nicht zustellbares Paket informieren und zum Download einer App anstiften wollen. Und man ignoriert sie. Das ist gut und richtig, denn meist verbirgt sich hinter dem Link in dem SMS tatsächlich eine App, aber häufig leider eine, die persönliche Daten, Passwörter und Konto-Daten ausspionieren möchte. Was tun also Cyberkriminelle, wenn sich zu viele Empfänger eines Schad-SMS richtig und umsichtig verhalten? Sie ändern ihre Strategie. Und genau das passiert soeben auf zwei Ebenen:

  1. Die Inhalte der SMS werden „glaubhafter“: Plötzlich bekommt man als A1 Kund:in ein SMS, das auf eine vermeintliche A1-Website lockt um dort ein „Netzupdate“ herunterzuladen
  2. Der Absender wird vermehrt alphanumerisch: statt von +43 664 xxxxxxx kommt das SMS vielleicht von „A1.net“ oder deiner Bank und fügt sich, wenn der Absender ident mit dem echten Absender des Unternehmens ist, im schlimmsten Fall in den SMS-Verlauf legitimer SMS nahtlos ein.

„Warum kann A1 das nicht stoppen? Immerhin werden die SMS ja (für A1 Kund:innen) über das A1 Netz zugestellt? Bei E-Mails gibt es ja auch Spam-Schutz-Funktionen!“

Das Telekommunikationsgesetz

Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Warum kann mein E-Mail-Account verdächtige Meldungen als Spam markieren, bei SMS gibt es aber solche Probleme? Jeder E-Mail-Provider (zumindest die allermeisten) bietet Spam-Schutz-Funktionen an. Bei der Einrichtung des Accounts stimmt der Nutzer zu, dass der Anbieter mit unterschiedlichen Technologien (seien es einfache Keywords oder etwas fortschrittlichere Methoden) den Inhalt eines E-Mails (oder auch den Absender) als Spam klassifizieren kann und in einen Spam-Ordner verschiebt oder gleich ganz „wegwirft“. Das könnte man doch bei SMS auch tun… möchte man meinen. Wir als A1 unterliegen nicht nur dem Telekommunikationsgesetz (TKG 2021), sondern auch dem Staatsgrundgesetz. Das TKG regelt, wie wir unsere Dienste erbringen können und müssen. Artikel 10a des Staatsgrundgesetzes regelt und schützt das Fernmeldegeheimnis, welches auch für uns als Telekommunikationsbetreiber zu beachten ist. In diesem speziellen Fall ist im TKG folgende Bestimmung relevant: §161 Absatz 3 sagt:

Das Mithören, Abhören, Aufzeichnen, Abfangen oder sonstige Überwachen von Nachrichten und der damit verbundenen Verkehrs- und Standortdaten sowie die Weitergabe von Informationen darüber durch andere Personen als einen Benutzer ohne Einwilligung aller beteiligten Benutzer ist unzulässig.

Um also ein SMS als Spam klassifizieren zu können, müssten wir gegen geltendes Recht verstoßen, indem wir das SMS „mithören, abhören oder aufzeichnen“, um die Inhalte nach Keywords und/ oder Mustern zu durchsuchen. Das können wir natürlich nicht tun. Auch müssen wir das SMS zustellen, denn wir dürfen sie ja nicht „abfangen“.

Eine gute Nachricht gibt es für Android-User: Android erlaubt es euch, Spam-Nachrichten lokal auf eurem Gerät als solche zu erkennen und zu markieren.

Eines ist ganz klar: Wir als A1 arbeiten täglich daran, das digitale Leben unserer Kund:innen sicherer zu machen. Wir haben Produkte, die wir mit großem Aufwand warten und an die aktuellen Bedrohungsszenarien anpassen, die euch dafür aber auch verlässlich schützen.

Mit A1 Net Protect vor Cyber-Bedrohungen schützen

Da diese Schad-SMS jederzeit überall auftreten können und von Mal zu Mal professioneller werden, empfiehlt es sich, das Smartphone dementsprechend zu schützen. Einen sehr guten Basis-Schutz vor Gefahren aus dem Internet bietet zum Beispiel eine DNS Protection. A1 Net Protect basiert auf dieser Technologie und erkennt unsichere bzw. gefährliche Webseiten und blockt diese. A1 Net Protect gibt es um 1,90 Euro/ Monat. Melde dich am besten gleich auf www.a1.net/sicher-im-netz an.

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