Smartphone Trends 2022

Passend zum Jahresende wird es wieder Zeit, einen genaueren Blick auf den Smartphone-Markt zu werfen. Wohin soll die Reise in den nächsten Monaten gehen? Welche Trends werden uns nächstes Jahr begleiten? Finden wir es heraus.

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Smartphone Rohstoffe | Es bleibt knapp

Fangen wir zuerst mit den eher weniger erfreulichen Nachrichten an. Die Halbleiter- und Chipknappheit wird in nächster Zeit wohl ziemlich sicher nicht besser werden. Die Lieferketten sind immer noch angeschlagen und länger damit beschäftigt, vergangene Rückstände aufzuholen, während gleichzeitig die Produktion schon länger wieder anziehen möchte. Das Ergebnis: Es kommen zwar neue Smartphones auf den Markt, meist aber nur in geringen Stückzahlen. Dieses Phänomen beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Smartphone-Markt, sondern betrifft die gesamte Technik-Branche – und damit werden wir noch etwas länger leben müssen.

Aus der Krise eine Chance machen

Doch gleichzeitig, finde zumindest ich, ist das auch eine gute Nachricht. Es gibt uns, also Konsumenten und Herstellern, die Möglichkeit (und Chance) umzudenken. Vielleicht braucht es ja nicht mehr jedes Jahr ein neues Top-Smartphone von Samsung, Apple und Co.. Vielleicht muss ich auch nicht alle zwei Jahre das Smartphone wechseln, obwohl das alte noch funktioniert. Nur weil die Kamera ein bisschen besser geworden ist, der Akku ein bisschen länger aushält und das Display eine etwas höhere Auflösung hat. Vielleicht setzen wir Zukunft lieber verstärkt auf nachhaltigere, langlebigere Alternativen und fahren die Produktionsgeschwindigkeit global etwas herunter. Das erfordert aber wohl ein strukturelles Umdenken, muss am Ende aber, meine ich, weder schlecht für ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen noch für den innovationhungrigen User sein. Doch eines ist auch klar, solch ein Umdenken benötigt vor allem Zeit. Also üben wir uns noch etwas in Geduld. Im ersten Schritt gilt es vielleicht die „alles muss jederzeit und überall verfügbar sein“-Mentalität zu hinterfragen. Weniger ist manchmal eben doch mehr – das findet auch mein drei Jahre altes Huawei P30.

Siegeszug der Mittelklasse

Was kommt denn nun aber im nächsten Jahr? Trotz knapper Ressourcen und komplexer Lieferketten, werden wir auch 2022 von Apple, Google, Samsung, Xiaomi, OnePlus, Oppo oder vivo mit neuen Smartphones versorgt. Hier hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, freut sich vor allem die Mittelklasse. Viele Premium-Features finden langsam ihren Weg in das hart umkämpfte Mittelsegment. Hierzu zählen nicht nur lichtstarke Kamerasysteme und 5G-Module, sondern beispielsweise auch die farb- und kontraststarken OLED-Screens, die bislang fast ausschließlich in Flaggschiffen verbaut waren.

Es wird flüssig

Apropos Display: Eine Besonderheit hat sich 2021 hier bereits gezeigt. Bildschirme unterstützen nicht mehr nur höhere Bildwiederholraten von bis zu 144 Hz, sondern können diese auch, je nach verwendeter App, adaptieren. Diese Lösung spart auf der einen Seite Strom (bei niedrigen Hz-Frequenz) und verbessert auf der anderen Seite das Nutzererlebnis stark (bei höherer Hz-Rate). Ich persönlich bin großer Fan von einer hohen Bildwiederholrate. Nicht nur am PC, sondern auch auf dem Smartphone merkt man den Unterschied zwischen 60 Hz und 120 Hz drastisch und ich will, seit ich einmal ausprobiert habe, eigentlich nie mehr zurück. Doch leider kostet eine hohe Bildwiederholrate auch enorm viel Strom und im Vergleich zum PC steht dieser am Smartphone nicht unbegrenzt zur Verfügung. Akkus sind nach wie vor ein kleines Sorgenkind moderner Smartphones. Während es Hersteller im Schnitt noch nicht schaffen, für Akkulaufzeiten von mehr als einem Tag zu sorgen (ein möglicher Ansatz könnte der doppelte Batterieaufbau des OnePlus 8T sein), steigt zumindest die Ladegeschwindigkeit dank Netzteilen mit bis zu 120 Watt Leistung deutlich.

Schöne Bilder

Was hingegen nicht mehr zu steigen scheint, ist die Anzahl der Kameraobjektive auf der Smartphone-Rückseite. Während Frontkameras zunehmend unter dem Display verschwinden, setzen Hersteller bei den Modulen hinten meist auf drei deutlich sichtbare Linsen. Vor allem Tele- und Weitwinkelobjektive sind derzeit besonders beliebt. Viele wünschen sich hochwertigere Makro-Linsen, es bleibt aber abzuwarten, ob dieser Wunsch in Erfüllung geht. Hier dürfte es in Zukunft jedenfalls keine großen Trends geben. Es bleibt bei mehr vom selben. Wenngleich die hochwertigen Kamera-Module immer öfter auch bei günstigeren Modellen verbaut werden, was vor allem Fans der Nachtfotografie freuen wird.

Klappen und Falten

Achja, die falt- und klappbaren Smartphones. Zugegeben, ein etwas schwieriges Thema. Der Hype kam erstmals vor wenigen Jahren auf, woraufhin zahlreiche Hersteller aufspringen und mitmachen wollten. Doch was wurde daraus? Die meisten davon haben ihre Pläne, zumindest vorerst, wieder begraben. Einziger Fels in der Brandung, der Kritik zur fehleranfälligen Technik, die leicht zerkratzt, schnell verschleißt und zudem viel zu teuer ist, standhalten möchte, ist Samsung.

Die 2021 veröffentlichten Samsung Galaxy Z Fold 3 und Galaxy Z Flip 3 kamen bei Kritikern tatsächlich gut an und haben sich als hochwertige Smartphones herausgestellt. Doch sie sind und bleiben nach wie vor ein Nischenprodukt, das wenig Abnehmer zu finden scheint. Wohin die Reise gehen wird, ist schwer zu sagen. Entweder, die Geräte werden günstiger und können ausreichend Robustheit beweisen, um das Vertrauen der User zu gewinnen oder sie erleiden wohl das gleiche Schicksaal wie einst die 3D-TVs.

Fazit

Auf der einen Seite geht es in der Smartphone- und Technik-Welt in den nächsten Monaten wohl weiter wie bisher. Kameras werden hochauflösender, Akkus schneller geladen, Displays kontrastreicher und Prozessoren schneller. Auf der anderen Seite wird es dort und da (zumindest langfristig) wohl ein Umdenken geben müssen. Und zwar sowohl bei den Konsumenten als auch den Herstellern. Gefühlt werden die großen Neuheiten der großen Smartphone-Modelle jedes Jahr kleiner. Da fände ich es naheliegend, längere Produkt-Zyklen einzuführen, um dann Geräte zu präsentieren, die große neue Trends aufzeigen. Ob und wie viele es davon 2022 geben wird, bleibt abzuwarten.

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  1. Cornelia

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    • A1 Blog Redaktion

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  2. Heitzinger Manfred

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    • A1 Blog Redaktion

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