Im Test: Das ZTE Axon 20

ZTE Axon 20 Test

Das ZTE Axon 20 ist das erste Smartphone mit unter dem Display versteckter Frontkamera. Für den A1 Blog hat das A1 Community Mitglied Christian die Möglichkeit bekommen, das Axon 20 zu testen. Im Test alles über die neuartige Kamera, das Display, Leistung und das Gesamtpaket dieses interessanten Smartphones.

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ZTE Axon 20 Test | Erste Eindrücke

Dass ich die Gelegenheit habe, das neue Axon 20 LTE von ZTE zu testen und euch einen spannenden Testbericht liefern zu dürfen hat mich sehr überrascht und erfreut. Als ich das ZTE Axon das erste Mal in den Händen halten durfte und einschaltete, kam mir gleich ein Wow – was für ein Display über die Lippen. Die Farben: Knackig scharf – die Frontkamera gar nicht so auffällig wie behauptet. Auch die Menüführung – Alles sehr nahe an der puren Android 10 Erfahrung und ohne lästige Bloatware.

Das Handy an sich ist samtig weich, trotzdem griffig und groß – aber nicht riesig, für meinen Geschmack genau richtig. Massig Speicher 128GB interner Speicher für die Daten / 6GB schneller RAM für das Betriebssystem Eine Hauptkameramodul mit maximal 64MP und eine Front mit 32 MP. Und vieles mehr!

Schön, dass DU dich entschieden hast weiter zu lesen und mit mir diese Reise durch all die spannenden Funktionen zu unternehmen!

ZTE Axon 20 Test | Lieferumfang und Aufmachung

ZTE Axon 20 Test Lieferumfang

Wie am Bild zu sehen kommt das Axon 20 von ZTE in einer schlichten, aber ansprechenden Karton-Box. Darin befindet sich obenauf das ZTE Axon 20 selbst in einer Schutzfolie (hier bereits abgenommen). Außerdem finden darunter:

  • USB Ladeadapter
  • USB Kabel zum Laden aber auch zur Datenübertragung
  • USB-C zu Klinkenstecker – Adapter
  • Headset (das überraschend gut klingt)
  • Garantie Karte und Schnellstartanleitung in div. Sprachen
  • SIM-Karten-Tray-Pin: Das metallische Dinge was man nur allzu leicht verlegt oder verliert. Unbedingt aufheben, denn mit diesem kann man den Schlitten entriegeln und herausziehen wo SIM wie auch MicroSD Karte ihren Platz finden)

ZTE Axon 20 Test | Erste Einrichtung

SIM und Speicherkarte einlegen

Dies geht leicht von der Hand: Den SIM-Pin (das metallische Teil mit der Spitze) in die dafür vorgesehene Öffnung vorsichtig hineindrücken bis der Schlitten entriegelt und sich ein Stück weit nach Außen schiebt. Dann den SIM-Pin beiseite legen und den Schlitten gänzlich herausziehen

Sim 1 und Sim 2 ODER Sim 1 und die MicroSD Karte in die dafür vorgesehenen Aussparungen einfügen, sich vergewissern, dass diese richtig sitzen und den Schlitten vorsichtig wieder in das Gerät hineinschieben und einrasten lassen.

Erster Start

Nach dem ersten Start wird man vom Android-Setup-Assistenten begrüßt der einen durch die Ersteinrichtung führt. Hierbei sollte man die Zugangsdaten für sein Google-Konto (sofern bereits vorhanden) sowie eventuell die WLAN-Daten bereit halten.

Für die WLAN Einrichtung gibt es seit einigen Generationen leider nicht mehr die Möglichkeit sich mittels der WPS Taste mit dem Router zu verbinden. Allerdings gibt es bei der WLAN Premium Box von A1 und generell der Fritz!Box die Möglichkeit, sich einen QR Code Anzeigen zu lassen. Dieser kann dann mit dem Handy direkt eingescannt werden und so erspart man sich die Tipp-Arbeit.

WLAN Einrichtung Screenshot ZTE Axon 20

Hier sieht man neben dem Netzwerknamen ein Symbol, das wie ein durchgestrichenes, blaues Kästchen aussieht. Wenn dieses ausgewählt wird öffnet sich ein Dialogfeld (ganz rechts) zum Scannen des QR Codes. Auf der Fritz!Box findet man entsprechende Einstellung für den QR Code unter WLAN > Sicherheit > Button Infoblatt drucken.

ZTE Axon 20 Test Einrichtung WLAN Fritz!Box

Beim Anklicken dieses Buttons bekommt man eine derart gestaltete Seite angezeigt (habe die persönlichen Daten unkenntlich gemacht und der QR Code ist in beiden Fällen ein Beispielcode).

Aber aufpassen: Viele neue Geräte generieren eine zufällige MAC für die anonyme Anmeldung – das kann jedoch im Heimnetz zu Problemen führen, wenn man z.B. fixe IP-Adressen anhand der MAC zuweisen möchte oder Zugangsbeschränkungen aufgrund dieser erteilt.

Hier reicht es, wenn man unter Erweiterte Optionen wie in den Screenshots gezeigt, statt zufällige Mac-Adresse verwenden, Mac-Adresse des Geräts verwenden wählt.

ZTE Axon 20 Test | Optik und Haptik

Das Smartphone fühlt sich nicht nur edel an, sondern sieht auch so aus.
Unter anderem durch das dünne Glasfinish hat ZTE es geschafft dem Axon 20 einen geradezu samtigen Schimmer und interessante Reflexionen je nach Lichteinfall zu verleihen. Aber seht selbst!

ZTE Axon 20 Test

Trotz der wertigen Materialien fühlt es sich dennoch nicht schwer an und durchaus angenehm zu halten. Allerdings ergibt sich hier gleichzeitig ein für manche ein kleineres – für manche ein größeres Manko: Das Smartphone ist extrem glatt und begibt sich durch das herausstehende Kameramodul unweigerlich auf Wanderschaft, sobald die Unterlage nicht hundertprozentig gerade ist oder schlimmer noch – der Vibrationsalarm bei stumm geschaltetem Anruf oder anderweitigen Benachrichtigungen los geht.

ZTE Axon 20 Design Rückseite

Einzige Möglichkeit dem entgegen zu wirken ist nur ein geeignetes Cover bzw. eine geeignete Hülle. Zu dieser würde ich aber ohnehin raten, um das Gerät zu schonen und dessen Schönheit zu bewahren. Und so nebenbei: Es ist ungemein praktisch bei einem Flip-Cover das Gerät vor sich etwas geneigt hinstellen zu können, um das eine oder andere Video oder Musik entspannt zu genießen.

Die seitlichen Tasten sind gut ertastbar und haben einen guten Druckpunkt.
Weder schwammig noch zu „hart“ für meinen Geschmack. Etwas vermisst habe ich eine separate Kamerataste – aber gut – das ist Jammern auf hohem Niveau. Ach ja: Bitte das Smartphone NICHT mit in die Badewanne nehmen. Das Gerät besitzt keine IP Zertifizierung – soll heißen – es ist nicht Spritzwasser geschützt und auch nicht wasserdicht!

ZTE Axon 20 Test | Display

Ohne Frage ist eines der Highlights dieses Handymodells der große Bildschirm mit all seinen knackigen Farben, dem nahezu randlosen Design und der hohen Auflösung. Dieses ist ein 6.92 Zoll FHD+ (2.460 x 1.080 Pixel) in der OLED Ausführung. Geboten werden außerdem 10 Bit Farbtiefe und die Unterstützung des DCI-P3 Farbraumes. Was ist das überhaupt?

10 Bit Farbtiefe (entgegen der gängigen 8 Bit) sagt aus, dass viel mehr Farbzwischentöne dargestellt werden können. Nehmt als Beispiel die Farben des Regenbogens her – im Idealfall sieht man hier keine Abstufungen und scharfen Begrenzungen. So ähnlich kann man sich das auch mit dem 8Bit vs. 10 Bit vorstellen. Dadurch, dass für die Farbkodierung zusätzliche Bits zur Verfügung stehen werden unter anderem Farbverläufe viel natürlicher, realitätsgetreuer und weicher dargestellt.

Der DCI-P3 Farbraum ist dabei der gebräuchlichste Farbraum für digitale Filmprojektion – und ja: Auch Apple benutzt diesen Farbraum mit seinen Bildschirmen.

„Was bringt mir das in der Praxis?“ werden nun Manche fragen.
Zwei der wichtigsten Parameter für die Darstellung von HDR Videos in ihrer ursprünglichen Pracht ist die Unterstützunng von 10 Bit Farbtiefe und der DCI-P3 Farbraum. Nimmt man also mit der Kamera ein HDR-Bild (mit größerem Dynamikumfang) bzw. ein HDR-Video auf oder streamt eines über diverse Streamingportale könnte ein konventioneller Bildschirm ohne diese Eigenschaften gar nicht alle Farben darstellen und das Bild würde wie ausgewaschen wirken.

Zu der Auflösung ist zu sagen, dass diese recht ordentlich ausfällt. Trotzdem ich mir die Nase fast am Handybildschirm plattgedrückt habe, war es mir nicht möglich Einzelpixel auszumachen. Lediglich mittels Fotografie gelang es einzelne Pixel sichtbar zu machen.

ZTE Axon 20 Test | Fingerabdrucksensor

Ein weiteres Highlight des Smartphones ist der Finger-Abdruck-Scanner welcher unter dem Bildschirm verbaut ist. Er funktioniert überraschend fehlerfrei – selbst bei nicht ganz trockenen Fingern wo anderweitige Fingerabdruckleser schon ihre Schwierigkeiten hatten.
Wenn das Handy ausgeschalten ist braucht man nur den jeweiligen Finger auf die Position des Fingerprint-Scanners legen und jene Displayzone leuchtet kurz auf, das Display schaltet sich ein und das Handy wird entsperrt. Alternativ kann man das Mobile auch in die Hand nehmen worauf die Position des Fingerprintscanners durch einen Fingerabdruck dargestellt wird.
All dies lässt sich auch inklusive der Entsperranimation einstellen.

ZTE Axon 20 Test Fingerabdrucksensor

Dieses Menü findet man in den Einstellungen unter Sicherheit -> Fingerabdruckverwaltung. Dort lassen sich auch weitere Fingerabdrücke definieren, damit man sich z.B. nicht in Verrenkungen üben muss wenn das ZTE mal in einer anderen Ecke liegt und man es entsperren möchte.

ZTE Axon 20 Test | Spezifikationen

Als Rechengehirn wurde dem ZTE eine Unisoc T618 spendiert. Vielen wird dieser Prozessortyp nicht viel sagen, da man ja sonst nur von Qualcomms Snapdragon oder Mediatek bzw Samsungs Exynos hört. Also fokussieren wir uns eher darauf ob wir mit dieser CPU Crysis spielen können. RAM also in Punkto Arbeitsspeicher ist dieses Smartphone üppig ausgestattet. Satte 6 GB bekommt ihr für euer Geld und das dürfte sich durchaus positiv bemerkbar machen, da so gut wie alle Apps mit der Zeit deutlich hungriger werden nach dem schnellen, kostbaren Zwischenspeicher.

Als Flash-Speicher (für eure Daten, Apps, Fotos usw) gibt’s ordentliche 128 GB – was durchaus für die meisten Szenarien reichen dürfte. Wem das zu wenig ist – der kann eine weitere microSD Karte nachrüsten. Unterstützt werden dabei Karten mit bis zu 2TB für zusätzlichen Speicher. Kleine Anmerkung hierbei aber:  Das Gerät kann ENTWEDER zwei SIM in der Größe Nano aufnehmen ODER eine SIM + eine MicroSD zur Speichererweiterung. Beides zur gleichen Zeit funktioniert leider nicht.

Gut ok nicht unbedingt Crysis – aber es wäre interessant zu beleuchten, ob wir damit Ruckelfrei durch den Alltag kommen. Ein Hauptaugenmerk habe ich für euch auf diese Punkte gelegt:

  1. Fühlt sich die Bedienung befeuert durch diesen Prozessor „flüssig“ an oder genehmigt sich das System Momente des Nachdenkens wo scheinbar gar nichts geht?
  2. Funktionieren die gängigen Spiele und welche eventuell nicht?
  3. Gibt es eine spürbare Erwärmung bei Spielen oder Kameranutzung oder schaltet sich das Gerät gar ab wie in der Vergangenheit manche Hersteller dies als Negativ-Punkt hatten

Zu Punkt 1: Im Test habe ich keine Aussetzer und Ruckler bei der Bedienung des Geräts feststellen können – also ja! Das ZTE lässt sich flüssig bedienen.

Zu Punkt 2: Getestet wurden Asphalt 9 Legends, Age of Z Origins, Fifa Fußball, Rise of Empires: Ice and Fire und The Grand Mafia – mit durchaus guten Ergebnissen – Einzig bei Age of Z Origins kam es bei den Zwischensequenzen ab und an zu kleineren Hängern.
Das Spiel selbst ließ sich jedoch ungetrübt spielen.

Zu Punkt 3: Weder beim Spielen noch bei der Nutzung der Kamera kam es zu einer übermäßigen Erwärmung oder gar zu Temperaturwarnungen. Somit alles im grünen Bereich.

ZTE Axon 20 Test | Konnektivität

Von den Verbindungsmöglichkeiten ist das ZTE Axon 20 auf der Höhe der Zeit. Mit im Gepäck sind die neuesten WLAN und Bluetooth Technologien wie auch NFC (was man z.B. für kontaktloses Zahlen unbedingt benötigt). Abgerundet wird das ganze Paket mit der satellitengestützten Ortung mittels GPS und Glonass – damit auch entsprechende Routenplaner Navigationssysteme funktionieren (Google Maps, Sygic, ..).

Außerdem unterstützt das Smartphone natürlich die Netzstandards 2G, 3G und 4G. Leider gibt es keinen integrierten Klinken-Anschluss mehr, aber ZTE hat das Problem erkannt und legt einen USB-C zu Klinke Adapter bei – womit alte kabelgebundene Freisprecheinrichtungen mit Klinkenstecker nach wie vor ihren (guten) Dienst verrichten.

Datenschnittstelle (wie auch der Lade-Port) ist USB Typ-C und damit vertauschungssicher. Das heißt – es ist egal wie herum man den USB-Stecker in die Buchse steckt da diese symmetrisch sind.

ZTE Axon 20 Test | Software und Apps

ZTE Axon 20 Test Oberfläche App Drawer

Der Homescreen wirkt minimalistisch und aufgeräumt. Keine Bloatware (unnötige Programme), die unnütz Speicher verbrauchen oder im Hintergrund mit laufen obwohl man sie nicht verwendet.

ZTE überlässt es dem Benutzer ob dieser durch Wisch-Gesten navigieren will oder mittels Symbolleiste. Für mich war die Navigation mittels Wischgesten etwas gewöhnungsbedürftig, da das Wischen vom äußeren linken Rand nach innen bisher immer das Seitenmenü geöffnet hat nun aber den Zurück-Button ersetzt. Dies lässt sich in den Einstellungen jederzeit ändern.

ZTE Axon 20 Test Gestensteuerung

Optik/Dunkelmodus

Das Aussehen wie Wallpaper und auch viele andere Dinge lassen sich sehr einfach verändern. Gleich zu aller erst möchte ich mich für den Dunkelmodus, welchen man über das Schnellmenü oder in den Einstellungen aktivieren kann, aussprechen.
Warum Dunkelmodus?

  • schonender für die Augen
  • verbraucht weniger Energie, da bei einem OLED jeder Pixel selbst leuchtet und wenn die Fläche echtes schwarz zeigt dann ist der jeweilige Pixel deaktiviert. Kurz: Weniger Pixel aktiv = Weniger Stromverbrauch = Längerer Akku bei gleichem Nutzungsverhalten

Wenn man den Hintergrund nun auch Dunkel wählt, kann man den Verbrauch noch ein kleines Stückchen mehr drücken. Das Gerät bietet auch einen „Always On“ Modus wo dauerhaft die Uhrzeit und Akkustand auf einem kleinen Bereich des Bildschirms angezeigt wird. Da sich bei OLED Bildschirmen jedoch die Pixel über die Zeit je nach Beanspruchung stärker oder weniger stark abnutzen (und ein wenig an Leuchtkraft einbüßen) hat mich das Konzept nicht wirklich überzeugt.

Ebenfalls wird die Möglichkeit geboten den Bildschirm nach seinen eigenen Wünschen zu kalibrieren. Hierfür wählt man in den Einstellungen Display und dann Anzeigeeffekt.

Im folgenden Dialogfeld kann man sich zwischen den Profilen Normal, Kalt (Cool) oder Warm entscheiden oder am Farbkreis selbst Hand anlegen bis die Farben  den eigenen Geschmack treffen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass ZTE ein oder mehrere Vorschaubildchen direkt mit eingefügt hätte um so die Einstellungen zu erleichtern.

Weitere nenneswerte Anpassungsmöglichkeiten unter Display sind die Schriftgröße, Anzeigegröße und der Einfache Modus. Die ersten beiden sind weitestgehend selbsterklärend – der Einfache Modus bewirkt, dass man ähnlich eines iPhones kein App-Menü mehr hat sondern die Programm-Symbole direkt auf dem Hauptbildschirm platziert werden.

Das kann vereinfachend wirken, wenn man entweder wenig Apps installiert hat oder diese gut strukturiert in Ordner organisiert.

ZTE Axon 20 Test | Kamera

Die Spezifikationen der Hauptkamera (Rückseite) lesen sich erst mal nicht so schlecht – sie bietet eine 64 MP Hauptkamera, 2 MP Tiefensensor, 2 MP Makro und 8 MP Weitwinkel.

ZTE Axon 20 Test Kamera Linsen

Startet man die Kamera ist diese standardmässig im Automatikmodus – mit dem man schon ganz gute Schnappschüsse bewerkstelligen kann. Mehr zur Bedienung der App und was man so alles anstellen und optimieren kann gibt es etwas weiter unten im Software-Teil des Testberichtes.

Bei der Selfie-Kamera sieht es leider etwas gemischt aus. Verborgen unter dem Bildschirm, aber nicht ganz unsichtbar gibt es zeitweise leider doch einiges an Bildrauschen. Dem kann man nur mit ausreichend Licht und falls notwendig dem manuellen Wählen der Lichtempfindlichkeit (ISO Werte) erreichen. Dazu aber mehr im Software-Teil des Testberichtes – hier gibt es ein paar Beispielbilder die zeigen wie es sich im Automatikmodus bei entsprechender Ausleuchtung damit verhält.

ZTE Axon 20 Test Kamera Selfie

Dass die Selfie-Kamera weit mehr Licht benötigt und etwas unschärfer ist als bei anderen Modellen, ist der Konstruktion geschuldet. Die obigen Bilder zeigen wie man sich die Kamera aussieht da sie nicht ganz unsichtbar ist. Hierbei bitte bedenken, dass es für das menschliche Auge bei weitem nicht so schlimm hervorsticht wie es ein Foto mit der Digitalkamera sichtbar macht.

ZTE Axon 20 Test | Die versteckte Frontkamera

ZTE Axon 20 Test Selfie Cam

Die Besonderheit am ZTE Axon 20 ist ja die im Display versteckte Front-Kamera. Wie oben zu sehen ist sie bei dunklen Hintergründen so gut wie gar nicht sichtbar.

ZTE Axon 20 Test Selfie Kamera sichtbar

Je heller der Hintergrund, desto stärker sichtbar wird der Punkt wo die Kamera dahinter sitzt – allerdings nimmt das Auge diese Färbung weniger stark wahr als es hier wirkt (denn das Grau im hellen Modus ist bedeutend heller als es hier wirkt).

ZTE Axon 20 Test Nahaufnahme Selfie Kamera Gitter

Hier sieht man eine Nahaufnahme des Bildschirmes im Bereich wo die Frontkamera sitzt. Das Pixelraster, also das „Gitter“ der Bildpunkte ist hier vereinfacht gesagt nicht so engmaschig wie rundherum und weit lichtdurchlässiger. Durch diverse physikalische und softwaretechnische Kniffe schafft man es, ähnlich wie bei einem Fotografen, der durch einen Maschendrahtzaun ein Tierchen dahinter fotografiert und man als Betrachter des Fotos den Maschendrahtzaun nicht bemerkt, die Kamera verschwinden zu lassen.

Dennoch bleibt durch solche Tricks eine gewisse Unschärfe zurück, die Auflösung leidet ein wenig darunter und man braucht weit mehr Licht als wenn dort nur transparentes Glas wäre. Das heißt nicht, dass die Kamera schlecht wäre: Man sollte aber die technischen Besonderheiten im Hinterkopf behalten, damit man (wo möglich) entsprechend Gegensteuern kann.

ZTE Axon 20 Test | Kamera App

Die Kamera-App ist sehr schlicht gehalten. Allerdings sind manche Übersetzungen etwas gruselig geraten.

ZTE Axon 20 Test Kamera App

Wie im Kameramodusmenü zu sehen sind da ein paar Übersetzungshoppalas geschehen. Beispielsweise ist der manuelle Modus hier ein Handbuch, Burst (was Serienbildmodus meint) ist hier Bersten. Besonders interessant ist hier der Manuelle Modus: Wenn man selbst Hand anlegen möchte was ISO Empfindlichkeit, Autofokusverhalten uvm. anbelangt genau das Richtige. Oft kann man, wenn man sich etwas mit manueller Fotografie beschäftigt, noch ein Stück mehr aus den Kamerasensoren herausholen.

Hier ein unter CC Lizenz stehendes Schummelblättchen von hamburger-fotospots.de welches gut darstellt welche Parameter welchen Einfluss auf das Bild haben. ISO 100 wäre natürlich der Idealfall – aber um dies zu erreichen ohne dass das Motiv zu Dunkel dargestellt ist muss man ausreichend Beleuchtung haben.

ZTE Axon 20 Test | Fazit

Ein tolles Phone mit vielen interessanten Features. Für alle, die ein Handy mit knackscharfen Display haben wollen welches technisch auf der Höhe der Zeit ist und keinen Krater im Geldbeutel hinterlässt, ist es mit Sicherheit eine Überlegung Wert. Natürlich wird man manche Features hier eher nicht antreffen können, die man bei Flagship-Modellen findet – jedoch kosten diese ein Vielfaches und sind auch nicht fehlerfrei.

Allerdings ein bisschen Nörgelei zum Abschluss muss sein. Beispielsweise fand ich schade, dass die Makro-Linse mit nur 2 MP bedacht wurde. Hier hätte es doch ein wenig mehr sein können mit einem guten Sensor. Ebenfalls schade fand ich, dass magnetische Flipcover nicht zu funktionieren scheinen wie bei anderen Handy-Modellen: Wenn man die Hülle öffnet geht das Display an; schließt man sie geht es aus.

Trotzdem…
ZTE hat meiner Meinung nach hier vieles richtig gemacht und ein feines Komplett-Paket abgeliefert.

Vielen Dank an A1 und ZTE welche diesen Test möglich gemacht haben!

Und natürlich auch Dankeschön an euch liebe Leser, dass ihr euch diesen Testbericht bis zum Ende durchgelesen habt. Ich hoffe, viele – im Idealfall alle Fragen wurden beantwortet

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