Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra: Zahlt sich der Umstieg aus?

Vergleich Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra

Während sich der Umstieg vom Galaxy S20 auf das Galaxy S21 nicht unbedingt lohnt, sieht das beim Ultra Modell ganz anders aus: Samsung hat seinem neuen Flaggschiff Modell nicht nur ein neues Design samt Chipsatz verpasst, sondern auch die Kamera ordentlich aufgewertet und viele Schwächen des Vorgängermodells aufgegriffen und verbessert. Der Vergleich zwischen Galaxy S20 Ultra und S21 Ultra macht sicher – hier alle Neuerungen!

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Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra | Design und Display

Man erkennt rein optisch deutlich, dass das Galaxy S21 Ultra zur neuen Galaxy-S Klasse gehört. Auch bei diesem Modell wurde ordentlich am Design gefeilt, das Ergebnis ist vor allem auf der Rückseite erkennbar: Das Kameramodul erscheint nicht mehr länger wie ein aufgeklebter Fremdkörper, sondern fügt sich jetzt nahtlos in das Smartphone ein. Das war auch notwendig, denn das S21 Ultra wirkt recht dick – da ist es gut, wenn einem optisch ein anderen Eindruck vermittelt wird.

Galaxy S20 vs. S21
Links das Galaxy S20 Ultra, rechts das S21 Ultra

Auch an der Front hat sich einiges getan: Das Galaxy S21 Ultra kommt zwar wie sein Vorgänger mit einem Edge-Display, die Kanten sind aber deutlich weniger geschwungen als zuvor und erinnern stark an das Galaxy Note20. Wiewohl die Ecken weniger Kante zeigen, das Smartphone schmiegt sich also wesentlich besser in die Hand als das Note.

Das Display an sich lässt kaum Wünsche offen: Auflösung, Gehäuse-Bildschirm Verhältnis und die 120 Hz Technologie wurden konsequent verbessert: So unterstützt nun auch die höchste Auflösung den 120 Hz Modus, butterweiches Scrollen ist nun also auch bei QuadHD möglich. Dazu muss man sich allerdings bewusst entscheiden: Im Auslieferungszustand ist 120 Hz „nur“ im FullHD Modus eingestellt – die volle Frequenz bei höchster Auflösung muss also erst manuell aktiviert werden.

Wie beim Vorgänger regelt das Smartphone die Bildwiederholrate autonom – bei statischem Content wird auf bis zu 10 Hz heruntergedrosselt. Das soll helfen, Energie zu sparen. Zusammenfassend kann man sowohl beim S20 Ultra, als auch beim S21 Ultra von einem, wenn nicht dem zur Zeit besten Smartphone Display am Markt sprechen. Die Helligkeit ist enorm (und wurde gegenüber dem Vorgänger gesteigert), das Kontrastverhältnis erstklassig und Farben wirken lebendig und natürlich.

Galaxy S21 Ultra | Wo ist das Netzteil?

Beim Galaxy S21 Ultra liegen weder Netzteil, noch Kopfhörer im Lieferumfang bei. Samsung geht hier denselben Weg wie Apple beim iPhone 12, wo vordergründig aus Umweltschutzgründen auf die Beigabe dieser Teile verzichtet wurde.

Galaxy S21 Ultra ohne Netzteil

Im Gegensatz zu Apple gibt einem Samsung aber auch etwas dafür: Einerseits sind die Galaxy S21 Modelle etwas günstiger als die S20-Reihe (zum Start). Andererseits lockt Samsung mit einem sehr guten Angebot für alle Vorbesteller: Gratis Galaxy Buds Pro bzw. Buds Live – also Bluetooth in-Ear Kopfhörer, die eine um ein Vielfaches höhere Qualität (und Preis) als kabelgebundene, normalerweise im Lieferumfang enthaltene Kopfhörer bieten. Das Weglassen der Zubehörteile wird also gut kompensiert und lässt kaum Raum für Kritik.

Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra | Ausstattung und Leistung

Die interne Ausstattung ist bei der gesamten Galaxy S21-Reihe in etwa gleich: Samsung setzt in Europa und Asien auf seinen neuen, hauseigenen und im 5nm Verfahren gefertigten Exynos 2100 SoC. Im Unterschied zum Vorgänger Exynos 990 soll der auch unter Last eine hohe Performance, ähnlich jener des Konkurrenten Snapdragon 888, bringen.

Um die Defizite vor allem in der Single Core Performance auszumerzen, wurde er mit einer komplett neuen Architektur gefertigt: Es gibt einen Hochleistungskern, der bei 2,90 Ghz taktet, drei Mid-Performance Kerne bei 2,80 Ghz und 4 Effizienzkerne bei 1,80 Ghz. Mit diesem neuen Setup versucht man vor allem die Single-Core Leistung vom Apple 14 Bionic zur erreichen. Das Galaxy S21 Ultra sollte also eine doch spürbar höhere Leistung und vor allem weniger Hitze entwickeln als sein Vorgänger.

Es gibt aber auch einen Abstrich: Das Galaxy S21 Ultra verfügt über keinen MicroSD Kartenslot mehr – man muss sich also beim Kauf für eine Speichergröße entscheiden. Dafür gibt es mit Bluetooth 5.2 eine bessere Funkverbindung und mit WiFi 6e schnellere WLAN Verbindungen. Kurz zur Erklärung: Wifi 6e arbeitet im noch relativ freien 6 GHz Spektrum, d.h. birgt kaum Störsignale und daher eine stabilere und bessere Verbindung. Vorausgesetzt man besitzt den entsprechenden Router.

Galaxy S21 Ultra S-Pen Support

Das Galaxy S21 Ultra ist das erste Galaxy-S Smartphone mit S-Pen Unterstützung – bisher war die ja nur auf die Galaxy Note Serie beschränkt. Der volle Funktionsumfang der S-Pen (also die Bluetooth Funktionen, Gesten, etc.) sind allerdings nicht verfügbar, man kann damit das Smartphone lediglich bedienen und darauf zeichnen. Und natürlich gibt es keinen im Smartphone eingebauten Dock, den S-Pen Stift kann man nur mit einem speziellen Case sinnvoll nutzen. S-Pen Support ist also mehr ein Nice-to-Have als wirklicher Nutzen.

Bei der Energiequelle gibt es keine Unterschiede zum Vorgänger: Man bekommt also nach wie vor 5.000 mAh samt der Möglichkeit, es mit bis zu max. 25 Watt schnell zu laden. Damit ist man weit entfernt von Huawei mit dem Mate 40 Pro und 66 Watt Fast Charging. Allerdings ist die Lebensdauer von „sanft“ geladenen Akkus deutlich höher, insofern ist verständlich weshalb Samsung hier auf eine sagen wir konservative Lösung setzt.

Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra | Kamera

Am meisten Freude beim Galaxy S21 Ultra macht der Blick auf die Kamera: Vor allem deshalb, weil Samsung aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben scheint. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es gleich mehrere Verbesserungen:

  • Laser AF: Das Galaxy S20 Ultra stand wegen des langsamen und zappelnden Autofokus in der Kritik. Beim S21 Ultra hat man das aufgegriffen und der Hauptkamera einen Laser Autofokus spendiert.
  • Neuer Chip: Mit dem Galaxy S21 Ultra ist es erstmals möglich Aufnahmen mit 12 Bit Farbtiefe im Raw-Format zu speichern. Vereinfacht gesagt bedeutet das mehr Information pro Aufnahme – entsprechend klarer sollten sie werden und bei der Bearbeitung gibt es mehr Freiheiten.
  • Neues Tele: Beim S21 Ultra gibt es eine für Smartphones lange unmöglich gehaltene 240 mm Brennweite – also optischen 10-fach Zoom (möglich dank ausgeklügeltem Periskop-Aufbau). Um die Stufen zwischen Faktor 1 und 10 bestmöglich abzudecken, hat man ihm gleich noch einen optischen 3-fach Zoom zusätzlich spendiert. Ich kann es kaum noch erwarten, das in der Praxis zu sehen – der Blick auf die reinen Daten lässt aber viel Gutes erhoffen!

Zusammen mit dem neuen Exynos 2100 SoC, der es erlaubt 4 Kameras simultan laufen zu lassen, will Samsung also sämtliche Zoom Funktionalitäten von Smartphones anderer Hersteller in den Schatten stellen. Toller Nebeneffekt: Der neue Director’s Mode. Mit dieser Funktion sieht man beim Filmen die Vorschau von allen Kameras gleichzeitig – und kann wie ein Regisseur die gerade passende auswählen. Klingt nach viel Spaß und ermöglicht es, immer den optimalen Blickwinkel zu wählen. Das gibt es alles beim Galaxy S20 Ultra nicht.

Dazu kommt 8K Video Snap: Einfach direkt aus den 8K Videos Fotos erstellen – hoch aufgelöst mit 33 MP. Extrem nützlich für alle Motive, die verlässlich nie stillhalten, wie Kinder oder Haustiere.

Alles in allem hat sich also sehr viel getan. Während es also bei dem normalen S21 und S21+ nur sehr kleine Verbesserungen zum Vorgänger gibt, wurde am neuen Ultra Modell ordentlich getüftelt – alleine aufrund der neuen Kamera könnte man einen Wechsel also in Betracht ziehen.

Galaxy S20 Ultra vs. S21 Ultra | Fazit

Im Gegensatz zum Verhältnis S20 vs. S21 kann man angesichts der Verbesserungen beim S21 Ultra im Vergleich zum S20 Ultra von echten Neuerungen sprechen. Samsung dürfte an der Entwicklung eines im Großen und Ganzen makellosen Smartphones wirklich viel gelegen sein – ist ja auch klar, denn gegenüber Apple, Huawei und Co. kann man sich nur wenige Fehler erlauben.

Lohnt sich also ein Umstieg vom Vorjahresmodell? – Die meisten, die sich für das S20 Ultra im letzten Jahr entschieden haben, taten das wohl aufgrund der Kamera. Hier gibt es beim S21 Ultra die meisten, sinnvollen Änderungen. Insofern kann diese Frage klar mit „Ja“ beantwortet werden. Während man das bessere Display, den schnelleren SoC und das neue Design noch als Spielerei abtun kann, gibt es hier viele handfeste Vorteile. Wer noch nicht davon überzeugt ist, braucht nur ein wenig Geduld: In ein paar Tagen werden wir hier am A1 Blog einen ausführlichen Test zum Galaxy S21 Ultra nachliefern.

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