CES 2021: Von skurril bis innovativ

Die Consumer Electronics Show bietet Herstellern jedes Jahr eine Bühne, um ihre neuen Tech-Gadgets von skurril bis innovativ zu präsentieren. Das sind die Highlights und Trends der CES 2021.

Die CES findet für gewöhnlich Anfang Jänner in Las Vegas statt und lock hunderttausende Besucher aus aller Welt mit den neuesten Technik-Innovationen in ihre Hallen. Dieses Jahr fand die Veranstaltung aufgrund der Gegebenheiten jedoch erstmals online statt. Hier präsentierten Unternehmen von groß bis klein den Zusehern in über 100 Stunden Videomaterial, was man von der Technik-Zukunft erwarten darf. Die Highlights reichen von einer neuen TV-Technologie über eine smarte Maske bis hin zu Heimrobotern, einem ausrollbaren Smartphone und Notebooks für das Homeoffice.

Die digitale CES 2021
Bild: CES

Mini-LEDs

Samsung, Sony und LG zeigten auf der CES 2021 TV-Geräte, die eine neue Art der Hintergrundbeleuchtung nutzen. Die zahlreichen Mini-LEDs (beim „QNED“ von LG werden bis zu 30.000 davon verbaut) sorgen für etliche Beleuchtungszonen, die individuell angesteuert werden können. So soll verhindert werden, dass helles Licht in dunkle Bereiche ausstrahlt. Das soll höhere Kontraste und sattere Farben mit sich bringen. Eingesetzt werden kann die Technologie sowohl bei den kleinen Einsteiger-Modellen also auch großen 8K-Giganten und soll eine noch schmalere Bauweise ermöglichen. Die in den neuen TVs zum Einsatz kommenden Prozessoren sind zudem mit intelligenten Features ausgestattet, die es der KI ermöglichen einzelne Bestandteile wie Gesichter zu erkennen und das Bild dynamisch zu optimieren.

Es wird gerollt

Neben den neuen TV-Modellen zeigte LG zudem, wie sie sich die Zukunft von Smartphone-Displays vorstellen. Ein kleines Teaser-Video enthüllte das „LG Rollable“, dessen Bildschirm auf Wunsch auf Tablet-Größe ausgerollt werden kann. Viel mehr als den kurzen Teaser gab es aber leider noch nicht zu sehen. Mit dem ROG Phone 3 zeigte Asus hingegen ein bereits fertiges Gaming-Smartphone, das mit einem hochauflösenden Bildschirm mit 144 Hz und Snapdragon 865 Plus SoC überzeugen will.

Smarte Maske

Ein besonders kurioses Produkt präsentiert Razer mit der smarten Maske namens „Project Hazel“. Das Unternehmen, das eigentlich auf den Vertrieb von Gaming-Hardware spezialisiert ist, verpasst dem Gesichtsschutz eine aktive Belüftung, austauschbare Filter, eine transparente Oberfläche und natürlich RGB-Beleuchtung. Die mitgelieferte Box desinfiziert die Maske mit energiereicher UV-Strahlung und lädt die Akkus auf.

Smart Home-Sicherheit

Wer gerne auf smarte Gadgets im Smart Home als praktische Unterstützung im Alltag oder zur Verbesserung der Sicherheit setzt, fand auf der CES ebenfalls zahlreiche Neuerungen. Gleich zwei „Innovation Awards“ bekam bekannte Hersteller Arlo in der Kategorie Smart Home. Ausgezeichnet wurden die „Essential Indoor Camera“ sowie die „Touchless Video Doorbell“, die sich einfach bedienen lassen sollen und sich einfach in ein bestehendes Setup integrieren lassen. Die Sicherheitskamera kann zudem von unterwegs über das Smartphone gesteuert werden. Samsung stellte zudem einen neuen Saugroboter vor, der dank Lidar-Sensor erkennen soll, welche Gegenstände auf dem Boden weggesaugt werden sollen und welche nicht. Mit dem Bot Handy zeigte der südkoreanische Hersteller auch den Prototypen eines Haushaltsroboters, der mit seinem Greifarm verschiedene Objekte aufnehmen und wegräumen soll.

Remote Work 2.0

Dass Hersteller auf sich schnell verändernde Bedürfnisse von Usern reagieren können, beweist das umfangreiche Notebook-Line-up der CES. Die Geräte sind durchwegs für mobiles Arbeiten und Homeoffice optimiert. Das spiegelt sich vor allem in hochauflösenden Webcams und zahlreichen Mikrofonen wider. Video- und Audioqualität wird zudem meist von einer integrierten KI verbessert, um Videokonferenzen besser zu überstehen. Um die Augen zu schonen filtert das ZenBook Duo 14 von Asus zudem Blauteile aus dem Licht, ohne dem Bild einen Rotstich zu verleihen.

Fazit

Leider fand die CES 2021 lediglich digital statt. So fehlt an vielen Ecken der kritische Blick der Journalisten auf die neuen Produkte und wir müssen uns vorwiegend auf Herstellerangaben verlassen. Dennoch hat das digitale Konzept der Veranstaltung gut funktioniert und es ist schön zu sehen, dass Hersteller auf die neuen Rahmenbedingungen mit zumindest teilweise innovativen Ideen reagieren.

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