Speicherkarten fürs Smartphone – das ist wichtig!

Viele Smartphones lassen sich mit unterschiedlichsten Speicherkarten aufpeppen. Die Unterschiede und Einsatzgebiete von SD, SDHC, SDXC oder SDUC wollen wir heute gemeinsam durchgehen, um Frust nach dem Kauf zu vermeiden.

Wenn das Smartphone einen zu kleinen internen Speicher besitzt bzw. man große Anforderungen stellt, weil man gerne in hohen Auflösungen filmt, viele Games auf dem Gerät installiert hat oder jede Menge Bilder speichern möchte, kann man die Kapazität mit Hilfe einer Speicherkarte vergrößern.

Geschwindigkeitsklassen-im-Überblick

Speicherkarten: Unterschiede & Kompatibilität

Generell gilt: Nicht jede Speicherkarte passt in jedes Smartphone und nicht alle Formate werden problemlos unterstützt. Unterschiede liegen in der Bauart (SD, microSD,…), der Speicherkapazität (32 GB, 1 TB,…) und der Geschwindigkeitsklasse (UHS-I, UHS-II,…). Am besten informiert man sich bereits vor dem Kauf, welche Modelle das Smartphone lesen kann, um später nicht überrascht zu werden. Die gängigsten Karten werden aktuell in folgende Kategorien unterteilt:

  • SD-Karten bieten eine maximale Speicherkapazität von 4 GB.
  • SDHC-Karten (SD 2.0) bieten eine maximale Speicherkapazität von 4 bis 32 GB.
  • SDXC-Karten (SD 3.0) bieten eine maximale Speicherkapazität von 64 bis 2 TB.
  • SDUC-Karten (SD 7.0) bieten eine maximale Speicherkapazität von 2 bis 128 TB.

SD-Karten: Geschwindigkeitsklassen

Speicherkarten unterstützen unzählige Geschwindigkeitsklassen. Speed Classes von 2 bis 10 geben dabei Mindestgeschwindigkeit in MB/s an – Speed Class 2 bedeutet 2 MB/s und so weiter. Der Zusatz „UHS“ steht bei SDHC- und SDXC-Karten für „Ultra High Speed“. Hierbei ist die langsamste UHS-Klasse bereits mindestens gleich schnell wie die schnellste Speed Class 10. Gängige Karten sind „SDXC UHS-I“-Karten mit beispielsweise 95 MB/s Lese- und Schreibgeschwindigkeit oder auch „SDXC UHS-II“-Karten. Aber: Nicht alle Smartphones sind UHS kompatibel. Die jeweilige Speed- sowie UHS-Klasse ist auf der Speicherkarte zu sehen. Zusätzlich gibt es seit 2018 noch „SD Express“ mit einer Datenrate von bis zu 985 MB/s und seit 2016 werden für Videographen neue Geschwindigkeitsklassen entwickelt – Video Speed Classes wie V6, V10, V30, V60 und V90.

Die-richtige-Speicherkarte-finden

UHS: Mindestschreibgeschwindigkeit

Dieser Wert gibt die minimale Schreibgeschwindigkeit an, den eine SDHC- oder SDXC-Karte erreichen muss, um den Standard zu erfüllen.

  • UHS Speed Class 1 bezeichnet eine minimale Datenrate von 10 MB/s.
  • UHS Speed Class 3 bezeichnet eine minimale Datenrate von 30 MB/s.

UHS: Maximale Übertragungsgeschwindigkeit

Dieser Wert gibt eine Marke für die grundsätzlich höchstmögliche Übertragungsgeschwindigkeit und ist daher mit besonderer Vorsicht zu genießen.

  • UHS-I steht für eine Datenrate von maximal 104 MB/s.
  • UHS-II steht für eine Datenrate von maximal 312 MB/s.
  • UHS-III steht für eine Datenrate von maximal 624 MB/s.

Die Einsatzgebiete von Speicherkarten

Welche Speicherkapazität und Geschwindigkeitsklasse am besten geeignet ist, hängt vom geplanten Einsatzzweck ab. Wenn man lediglich mehr Speicher will, um mehr Platz für Dokumente, Downloads oder Bilder zu haben, sind die Anforderungen an die Speicherkarte gering. Möchte man jedoch 4K-Videos aufnehmen oder auf der SD-Karte ausgelagerte Apps verwenden, müssen gewisse Übertragungsraten erreicht werden, um einen problemlosen Betrieb zu gewährleisten. Sollen Bilder und Videos in 4K/Full-HD auf der Karte gespeichert werden, benötigt man UHS U3/U1 Standard, für einfaches HD reicht Speed Class 10.

Fazit

Prinzipiell ist es wichtig zu wissen, wofür man eine Speicherkarte eigentlich verwendet. Andernfalls läuft man Gefahr, zu viel Geld für die Speichererweiterung auszugeben, da hochwertige SD-Karten sehr teuer sein können. Umgekehrt wäre es auch sehr frustrierend, wenn man sich extra eine Karte für schöne Urlaubsvideos gekauft hat, diese dann aber nicht schnell genug ist, um die schönen Erinnerungen festzuhalten. Auf den ersten Blick wirken die vielen Werte überfordernd, doch wenn man sich etwas damit beschäftigt, hat man schnell den Dreh raus – und zum Glück sind alle wichtigen Kennzahlen direkt vorne auf der Karte aufgedruckt.

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