E-Scooter – Tipps für mehr Spaß auf zwei Rädern

Wer kein Fan der mittlerweile weit verbreiteten Leih-E-Scooter ist, sondern für mehr Flexibilität lieber auf ein eigenes Modell setzt, muss sich auch um die Wartung und Pflege des Geräts kümmern. Ich habe mich schlau gemacht und verrate, wie man mehr aus dem flotten Flitzer herausholen kann.

Die Leih-Scooter haben sich in den letzten Jahren in vielen heimischen Städten breit gemacht. Doch es gibt gute Gründe, sich einen eigenen E-Scooter zu leisten. Erstens kann man den überall hin mitnehmen, jederzeit abstellen und ohne Sorge, dass wer andere aufsteigt, später weiterfahren. Zweitens ist man selbst dafür verantwortlich und passt im Allgemeinen wohl besser darauf auf, als es die Nutzer der Birds, Triers, Circa oder Hives vermutlich machen.

Aller Anfang ist schwer

Doch nicht jeder fühlt sich schon beim ersten Aufsteigen auf einen E-Scooter so sicher, um eine Ausfahrt in den Straßenverkehr zu wagen. Man sollte sich sorgsam mit dem Handling des Geräts vertraut machen. Es genügt beispielsweise nicht den Gashebel zu drücken, um loszufahren. Erst nach zwei, drei Kicks mit dem Fuß, wenn man eine Grundgeschwindigkeit erreicht hat, greift der E-Motor. Wer sich einen E-Scooter zulegen möchte, sollte zudem auf die nötige Traglast achten. Wenn man gerne Equipment oder schwerere Einkäufe transportieren möchte, muss der Scooter das auch unterstützen. Sonst geht ihm schnell die Kraft aus und der Fahrspaß sinkt, vor allem bei Steigungen, gegen Null.

EScooter-Zubehör

Bild: iStock

E-Scooter-Gesetze in Österreich

Bevor man sich mit dem E-Scooter auf die Straße begibt, muss man sich auch mit den geltenden Gesetzen vertraut machen. In Österreich ist der E-Scooter mittlerweile (wie auch das E-Bike) dem gewöhnlichen Fahrrad gleichgestellt. Das bedeutet, das Befahren von Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen (Zebrastreifen) ist verboten. Das Telefonieren ohne Freisprechanlage ist ebenfalls nicht erlaubt und es gilt eine allgemeine Promillegrenze von 0,8. Bremsen und Rückstrahler müssen vorhanden sein, bei Dunkelheit sind Vorder- und Rücklichter einzuschalten. Das Tragen eines Helms wird dringend empfohlen, da man als einer der schwächsten Verkehrsteilnehmer hohen Risiken ausgesetzt ist. Das gesetzlich vorgeschriebene Alterslimit liegt außerdem bei 12 Jahren bzw. 9 oder 10 Jahren als Inhaber eines Radfahrausweises. Andernfalls ist eine Begleitperson mit zumindest 16 Jahren notwendig.

EScooter-Gesetz-Östereich

Bild: iStock

Praktisches Zubehör für den E-Scooter

Wer den E-Scooter noch etwas pimpen möchte, kümmert sich um das passende Zubehör. Grade wenn man in der Stadt unterwegs ist und nicht immer den schnellsten Weg von A nach B im Kopf hat, kann man sich eine Handyhalterung anschaffen, um das Navi immer im Blick zu haben. Wenn man Sicherheit besonders ernst nimmt und nicht von herannahenden Autos überrascht werden möchte, kann man sich auch einen kleinen Rückspiegel montieren. Apropos Sicherheit: Im Vergleich zu den Leih-Scootern sollte man seinen Roller nicht einfach ungesichert auf der Straße abstellen. Zumindest Gelegenheitsdieben macht man das Leben mit einem Handschellenschloss schwer. Es sei aber darauf hingewiesen, dass kein Schloss wirklichen Diebstahlschutz liefert. Gewiefte Diebe knacken alles innerhalb weniger Sekunden. Im Vergleich zum Fahrrad kann man am E-Scooter zwar keinen Gepäcksträger befestigen, es besteht jedoch die Möglichkeit an der Lenkstange spezielle Taschen anzubringen, um zumindest etwas Stauraum zu schaffen.

E-Scooter-–-Tipps-für-mehr-Spaß-auf-zwei-Rädern

Bild: iStock

E-Scooter: Pflege, Wartung & Reinigung

Mit Abstand das wichtigste Bauteil eines E-Scooters ist der Akku. Er treibt alles an und sollte nicht nur leistungsstark, sondern auch ausdauernd sein. Wer gut darauf aufpasst, hat jedenfalls länger Spaß damit. So sollte man darauf achten, dass der Ladestand zwischen 20% und 80% gehalten wird. Voll aufgeladene Geräte sollten außerdem nicht länger als nötig am Strom hängen. Nächtliches Aufladen also unbedingt vermeiden, wenn der E-Scooter vollgeladen mehrere Stunden an der Steckdose hängt, schadet das dem Akku (Überladung). Wenn man den E-Scooter längere Zeit nicht nutzt (Urlaub oder Winterpause), wird der Akku am besten kühl und trocken bei einem Ladestand von etwa 50% eingelagert.

Daneben sollte auf eine generelle Wartung und Pflege wertgelegt werden. Am besten einen Blick in die Gebrauchsanweisung werfen und die Hinweise beachten! Hier findet auch man auch individuelle Tipps zur Reinigung. Generell gilt: Wenn man den Akku ausbauen kann, verhindert man Wasserschäden. Dann kann man den Scooter gründlich auch mit Reinigungsmittel putzen. Die Bremsen nicht mit Schmiermittel behandeln und vor dem nächsten Betrieb trocknen und testen. Auf Hochdruckreiniger verzichten, um Schäden zu vermeiden.

App-Tipps für E-Scooter

Neben den gewöhnlichen Navi-Anwendung (Google Maps, Apple Maps, etc), mit deren Hilfe man sich durch unbekanntes Gebiet führen lassen kann, habe ich heute noch drei weitere Tipps für euch. Bikemap bietet beispielsweise mehr als 4,5 Millionen Routen in über 100 Ländern. Die Map ist zwar eher für E-Biker gedacht, kann aber auch mit dem Scooter Spaß machen! Die Premium-Version für 29 Euro im Jahr bietet Offline-Karten und Offline-Navigation sowie Support von Experten. Für den Notfall empfiehlt es sich auch immer eine Erste Hilfe-App am Smartphone installiert zu haben. Ich würde zu Erste Hilfe IRFC raten. Hier findet man Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Ersthilfe, Wundversorgung und Notfallnummern. Wer zudem immer wissen möchte, wie schnell man sich bewegt, holt sich den Geschwindigkeitsmesser, der den Tacho ersetzt.

Für dich zum Abonnieren:

Das könnte dich auch interessieren:

Gib deine Meinung ab:

  • Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Loading Facebook Comments ...