Klapp is back: Das neue Motorola Razr im Test

Moto Razr Test
Das Klapphandy und damit ein Stück Lifestyle aus vergangenen Tagen ist zurück: Exklusiv bei A1 in limitierter Stückzahl gibt es ab sofort das neue Motorola Razr. Nach jahrelanger Tüftelei gibt es damit neben dem Samsung Galaxy Z Flip ein weiteres Smartphone, das ein faltbares Display wirklich sinnvoll einsetzt. Denn immer mehr Menschen haben klassische, immer größer werdende Smartphones satt und sehnen sich nach Zeiten von handlichen Handys zurück. Klappe auf für einen ausführlichen Test zum neuen Moto Razr. Und aufgepasst: Du kannst unser Motorola Razr Testgerät gewinnen. Mehr dazu weiter unten!

Klapp is back: Das neue Motorola Razr exklusiv bei A1!

 

 

Motorola Razr und das süchtig machende Klappen

Motorola Razr V3Das alte Moto Razr V3 | Quelle: wikipedia commons © Raimond Spekking
Zu den besten Dingen im Leben gehört wohl, lieb Gewonnenes unerwartet zurück zu bekommen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mir im Jahre 2003 mein erstes Klapphandy – das Panasonic GD87 – zulegte. Das auf- und zuklappen war für mich damals ähnlich zufriedenstellend wie heute für viele Fidget-Spinner oder ähnliches. Das neue Motorola Razr schlägt genau in diese Kerbe: Der Klassiker Razr V3 war mehr als nur ein Handy, es war eher ein Lifestyle Objekt und war omnipräsent in Filmen, Serien, Werbung und so weiter.

Moto Razr neuDas Motorola Razr des Jahres 2019 | Bild: A1/Wolfgang Hammer
Jetzt, 15 Jahre später, kommt dieser nostalgische Klassiker zurück. Und zwar mit allem, was man sich von einem modernen Smartphone erwartet plus neu erfundenem Klappmechanismus. Während die Konkurrenz mit dem Huawei Mate X oder dem Samsung Galaxy Fold aus großen Smartphones wahre Riesen machen, geht Motorola genau den anderen Weg: Aus einem normalen Smartphone ein kompaktes Telefon zu machen, das bei jeder Nutzung Freude macht, faltbare Displays endlich sinnvoll einsetzt und damit wohl zum Durchbruch verhelfen wird. Samsung hat zwar mit dem Galaxy Z Flip ebenfalls seit Jänner ein Smartphone nach ähnlichem Konzept herausgebracht, Motorola war aber bei der Vorstellung schneller. Leider hat sich durch die aktuellen Umstände die Auslieferung verzögert.

Bild: A1/Wolfgang Hammer
Schon die Verpackung signalisiert, dass man es hier mit etwas außerhalb des Smartphone-Einheitsbreis zu tun hat: Es handelt sich dabei um ein auf eine schwarze Schachtel aufgesetztes Prisma, aus dem oben das edle Stück hervorlugt. Selten zuvor habe ich eine Verpackung mit einem derartigen Wow-Faktor in den Händen gehalten. Das Smartphone liegt sehr elegant eingebettet in einer weichen Halterung. Im Übrigen kann diese Halterung auch weiter verwendet werden: Sie soll neben dem schicken optischen Eyecatcher auch als eine Art Audiobox dienen. Allerdings konnte ich hier keinen echten Unterschied in der Soundwiedergabe nachvollziehen.

Das neue Razr fühlt und sieht dem alten Razr aus dem Jahr 2003 extrem ähnlich. Es ist nur deutlich schwerer – das liegt nicht nur, aber vor allem an der Batterie, die natürlich deutlich leistungsfähiger als beim alten Modell sein muss. Durch das Gewicht fühlt es sich aber auch sehr wertig an, trotz der beweglichen Teile wirkt es keinesfalls filigran oder zerbrechlich. Es bedarf aber einer gewissen Gewöhnungsphase, bis es sich gut in der Hand anfühlt: Es ist tatsächlich recht deutlich schwerer als viele anderen Smartphones, etwas gewöhnungsbedürftig ist vor allem der Schwerpunkt, der anders als bei vielen anderen Smartphones nicht in der Mitte, sondern etwas weiter unten liegt. Ob das gut oder schlecht ist, liegt wohl im Auge des Betrachters – anders als bei anderen Smartphones ist es allemal. Es gibt übrigens keinen SIM-Slot, das Motorola Razr wird via eSIM betrieben.

Bild: A1/Wolfgang Hammer
Viel Freude machen die verwendeten Materialien und die Optik: Das Razr sieht wirklich gediegen aus, alles wirkt wie aus einem Guss und alles andere als billig. Besonders angenehm ist die gummierte Rückseite der unteren Hälfte – anders als Glas zieht sie keine Tapser an und ist obendrein sehr griffig. Das dort angebrachte Motorola Logo setzt der gelungenen Optik dann noch das i-Tüpfelchen drauf.

Entsperrt wird das Razr via kapazitivem Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays – der funktioniert schnell und zuverlässig.

Motorola Razr – Klappe auf für gleich zwei Displays

Moto Razr Zugeklappt Bild: A1/Wolfgang Hammer
Das Motorola Razr verfügt nicht nur über den faltbaren Hauptbildschirm, sondern auch über einen kleineren, 2,7 Zoll OLED Schirm sobald es zusammengeklappt wurde. Über den kann man Telefonate annehmen, Nachrichten und Benachrichtigungen ablesen. Hier setzt Motorola vor allem auf Kontinunität: Wer im zusammengeklappten Zustand ein E-Mail liest, kommt automatisch zur vollwertigen Version, sobald der Schirm aufgeklappt wird. Und der kleine Bildschirm leistet Großartiges im Bezug auf Selfies: Wenn zugeklappt, wird die Hauptkamera zum Selfie-Snapper, das Live-Bild wird dann am kleinen Bildschirm angezeigt. Die Kamera kann übrigens aktiviert werden, indem man das Razr kurz schüttelt.

Moto Razr Test Video Bild: A1/Wolfgang Hammer
Der Hauptbildschirm ist seinem kleineren Pendant natürlich deutlich überlegen: Es handelt sich um ein 6,2 Zoll OLED Display bei 876 x 2.142 Pixel (= 373 Pixel/Zoll) – also 21:9, hervorragend geeignet zum Surfen & für Videos. Die Notch im oberen Bereich ist relativ groß geworden, darin untergebracht sind der Lautsprecher und die 5 Megapixel Selfie-Kamera – wobei Selfies im zusammengeklappten Zustand mit der Hauptkamera um einiges besser funktionieren. An der unteren Seite gibt es ebenfalls eine auffallende Wölbung, hier sind der Fingerabdrucksensor und ein Teil des Displays untergebracht. Beim Zusammenklappen wird das Display jedes mal leicht verschoben, insofern ist dafür etwas Spielraum notwendig Genau der befindet sich dort.

Moto Razr Falten Bild: A1/Wolfgang Hammer
Wenn man etwas faltet, entstehen Falten. In unserem Fall auch am Display vom Razr Phone – wobei die zumindest bei unserem Testgerät nicht immer zu sehen war. Je nach Inhalt, den man gerade am Smartphone anzeigen lässt, sieht man sie mal mehr, mal weniger. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass diese Falte mit der Zeit immer prominenter wird – wobei Motorola beteuert, dass der Bildschirm bis zu 20.000 Klappvorgänge aushalten soll. Die Falz ist jedenfalls deutlich spürbar, sobald man mit den Fingern darüber streift. Generell fühlt sich das Display am Razr nicht nach Glas, sondern nach Kunststoff an. Wobei bei stärkerem Druck das Innenleben des Smartphones fühlbar ist – daran muss man sich wie bei vielen anderen Dingen am Razr erst gewöhnen.

Das Scharnier geht relativ schwer auf – es braucht also relativ viel Druck, um es zu öffnen. Nur mit dem Daumen tut man sich sogar relativ schwer, die meisten werden es wohl mit beiden Händen öffnen. Beim Zuklappen hört man ein angenehmes Klick-Geräusch – genau das ist es, was mich auf Anhieb dazu verleitete, es immer und immer wieder zu öffnen und zu schließen. Sehr befriedigend. Mit der Zeit könnte es sein, dass Staub und Krümel ins Scharnier wandern – bleibt zu hoffen, dass die Funktion dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Motorola Razr – Software und Ausstattung

Das Razr wird wohl nicht unbedingt wegen der unschlagbaren Rechen-Power in die Geschichte eingehen. Motorola hat sich aber ganz bewusst für den Snapdragon 710 Chipsatz entschieden: Einerseits wird der auch unter großer Last nicht besonders heiß, andererseits ist er einer der sparsamsten Prozessoren. Bedingt durch das Design konnte Motorola nur einen sehr kleinen Akku verbauen, insofern macht die Wahl dieses Chipsets natürlich Sinn. Bei Benchmark Tests wie Geekbench 5 kommt das Razr mit 393 Punkten im Single Core Modus auf etwa die Hälfte der Leistung eines Galaxy S10, im Multi-Core Bereich mit 1.525 Punkten fehlt sogar nur etwa 1 Drittel Leistung auf dasselbe Device. Gehobene Mittelklasse also.

Alltägliches wie Videostreaming, Messaging und Surfen funktioniert am Razr ausreichend gut. Dank des mit 6 GB gut dimensionierten Arbeitsspeichers gehen auch App-Wechsel flott von der Hand. Im Vergleich mit anderen Smartphones schneidet es vor allem bei grafisch aufwendigen Spielen aber natürlich schlecht ab. Das wiegt aber dank des unvergleichlichen Handlings nicht weiter schwer, zum Zocken wird sich sowieso niemand für das Razr entscheiden.

Mit an Bord ist ein nur leicht modifiziertes Android 9 (Pie). Version 10 kommt in den nächsten Tagen und bringt eine Menge Verbesserungen vor allem für das Quick View Display mit. Mit an Bord sind ein paar vorinstallierte Moto-Apps und ein paar kleinere Verbesserungen. Wirklich cool ist eine Art Easter Egg, die Motorola dem Razr spendiert hat: Damit wandelt man sein Moto Razr in ein Moto Razr V3 um. Um diese Skin zu installieren, muss man folgendermaßen vorgehen:

Moto Razr V3 Skin Bild: A1/Wolfgang Hammer
Im Quick-Settings Menü auf editieren klicken und dann die Option Retro Razr wählen – die einfach zu den Quick Settings hinzufügen und dann abspeichern. Sobald aktiviert, verwandelt sich das Razr in die Version von vor 15 Jahren – Pixeloptik und Sounds inklusive. Sieht wirklich cool aus und ist für meinen Geschmack mehr als nur eine Spielerei.

Motorola Razr – Kamera

Die Hauptkamera kommt auf 16 Megapixel bei ƒ/1,7 – kombiniert mit einem im Kameramodul untergebrachten ToF (Time of Flight) Sensor für Tiefeninformation können damit schöne Portraits aufgenommen werden. Die Qualität der Aufnahmen würde ich als obere Mittelklasse bezeichnen. Sichtlich schwer tut sich die Kamera beim dynamischen Bildumfang: Bei Motiven mit großem Helligkeitsunterschied fallen Details in den hellen bzw. dunklen Bereichen (je nachdem, wo man bei der Messung ansetzt) weg. Sehr anschaulich zu sehen in der unteren Aufnahme.

Die Performance in der Nacht kommt ganz klar nicht an andere Geräte in dieser Preisklasse heran. Da gibt es leider einige Probleme: Der Autofokus funktioniert nur träge, Rauschen ist ganz klar erkennbar, Farben wirken unnatürlich und der Nachtmodus macht leider nicht wirklich etwas besser.

Insofern liegt die Performance der Kamera leider nur im Durchschnitt. Besser gefällt da schon der etwas weiter oben angesprochene Selfie Modus, der via Schütteln des Handys im zugeklappten Zustand den Kamerasucher auf das kleine äußere Display legt. Somit sind Selfies ohne Verrenkungen und bei bequemer Smartphone-Haltung möglich.

Motorola Razr – Akku

Der Akku ist ja die Achillessehne von so manchem Smartphone. Beim Razr ist das leider nicht anders, wenn nicht sogar etwas schlimmer: Der Akku verfügt über eine Kapazität von nur 2.510 mAh. Genau gesagt sind es zwei Energiespeicher: Bedingt durch den Klappmechanismus ging sich kein einzelner, großer aus. Daher mussten zwei verbaut werden, von dem einer hinter dem oberen Teil, der andere im unteren Teil sitzt. Bei normaler Nutzung kommt man bis in die Abendstunden aus, immerhin gibt es im Lieferumfang ein 15 Watt Fast-Charging Netzteil, das eine volle Ladung innerhalb von etwa 60 Minuten verspricht.

Motorola Razr – Gewinnspiel

Hast du den Test aufmerksam gelesen? Dann sollte dir die Beantwortung der nächsten 5 Fragen nicht allzu schwer fallen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir das Motorola Razr aus unserem Test.

Motorola Razr – Fazit

Grafik: A1/Wolfgang Hammer
Das Motorola Razr ist extravagant. Das Razr ist ein verloren geglaubtes Stück Lifestyle. Es ist ein inspirierender Versuch, die Welt vom Einheitsbreich der gewohnten Smartphone Designs zu erlösen. Das macht es ziemlich einzigartig, auch wenn es von Samsung mit dem Galaxy Z Flip einen ernsthaften Konkurrenten gibt. Das Motorola Razr sieht extrem gut aus und fühlt sich ebenso gut an – es macht schlicht und einfach Spaß, das Telefon immer wieder auf und zuzuklappen. Etwas weniger lustig sind andere Features, von denen man sich um den stolzen Preis mehr erwartet hätte: Die Kamera ist zwar ok, aber leider nur Durchschnitt und der Akku hätte durchaus größer ausfallen können. Auch in Sachen Leistung ist das Razr nicht am neuesten Stand – wobei man das noch am ehesten verschmerzen kann, schließlich gibt es bei High-End und Mittelklasse kaum merkbare Unterschiede bei alltäglichen Aufgaben.

Der einzig wirklich Schwachpunkt am Razr ist wohl der Preis: Für einen sagen wir mal ausgereiften Prototypen mehrere hundert Euro bzw. einen vierstelligen Eurobetrag hinzulegen werden wohl nur die wenigsten machen. Ich denke, dass faltbare Smartphone nach Motorolas Muster in Zukunft den Markt erobern werden. Es lohnt sich aber vermutlich, einfach noch ein paar Monate abzuwarten. Es ist davon auszugehen, dass es dann mehr Auswahl, sinkende Preise und solidere Technik geben wird.

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  1. Angi

    Hatte auch mal so eines war supi

  2. Zdero Dalibor

    Super endlich wieder Motorola. Ich habe schon früher das klappsüstem geliebt.

  3. Kovacevic Sladan

    Sehr gute geret

  4. Mehmet Domurcuk

    Das Razr ist ein verloren geglaubtes Stück Lifestyle!

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