7 Ideen für tolle Winterfotos mit dem Smartphone

Schnee, Nässe und Kälte sind bei der Bedienung des Smartphones im Winter eine echte Herausforderung. Doch gerade jetzt kann man dank schöner Lichtreflexionen und guter Beleuchtung, sehr eindrucksvolle Bilder und Videos aufnehmen. Für euren nächsten Fotowalk habe ich ein paar Ideen zusammengetragen, die für Inspiration sorgen sollen.

Die Tücken des Winters machen es oft schwer, das Smartphone optimal zu Bedienen. Wer in der kalten Jahreszeit schöne Aufnahmen einfangen möchte, steht vor großen Herausforderungen. Doch die gute Ausleuchtung (auch aufgrund der Reflexionen am Schnee) sorgt auf der anderen Seite dafür, dass auch mit älteren Geräten, die kleinere Kamerasensoren besitzen, gute Schnappschüsse und Videos gelingen können. Deshalb nichts wie raus ins Winter-Wonderland! Hier sind ein paar Ideen, die ihr unbedingt ausprobieren solltet.

Passende Unterstützung

Wer längere Zeit draußen unterwegs ist, sollte gut vorbereitet sein. Wenn es draußen kalt ist, ist es natürlich förderlich, sich selbst warm anzuziehen. Vor allem die Finger sollten nicht zu stark auskühlen, da es sonst immer schwerer wird, das Smartphone zu bedienen. Abhilfe schaffen hier Touchscreen-taugliche Handschuhe und Taschenwärmer, die bei Bedarf geknickt werden und Wärme spenden. Da gängige Akkus bei niedrigen Temperaturen außerdem schneller leer werden, lohnt es sich, eine Powerbank einzupacken. Mit einem Brillenputztuch kann man zudem die Kameralinsen sauber halten und den Bildschirm von Schnee befreien. Ein wasserdichtes Smartphone-Case schützt außerdem vor dem Smartphone-Tot durch Wasserschaden.

Powerbank

Bild: Hama

Optimal ausgeleuchtet

Normalerweise setzt – vor allem bei modernen Smartphones – die Kameraautomatik zuverlässig die optimalen Bildeinstellungen für gut abgestimmte Aufnahmen. In sehr heller Umgebung, wenn die Landschaft mit Schnee bedeckt ist, kann es jedoch schnell zur Überbelichtung kommen. Das kann man bis zu einem gewissen Grad zwar in der Nachbearbeitung ausbessern, dabei gehen aber oft Details verloren, es kommt zum Bildrauschen und das Foto verliert an Qualität. Man sollte also schon beim Auslösen darauf achten, dass wichtige Bereiche im Bild weder zu hell noch zu dunkel erscheinen. Um die Helligkeit manuell anzupassen, tippt man mit dem Finger dort auf den Bildschirm, wo der Fokus liegen soll. Anschließend lässt sich über einen seitlichen Schieberegler die Helligkeit verändern.

Fotos optimal ausleuchten

RAW-Format

Viele Smartphones bieten die Möglichkeit, Fotos nicht nur im gängigen JPEG-Format, sondern auch RAW (= unkomprimiert, roh) abzuspeichern. Das Bild wird dann mit allen Informationen so gesichert, wie es auf den Sensor trifft. Damit ist eine Nachbearbeitung wesentlich leichter und umfangreicher und mit weniger Verlusten möglich. So können der Weißabgleich, sowie Schatten und Lichter effektiv an die Gegebenheiten angepasst werden. Am besten gelingt das am PC mit Hilfe leistungsstarker Tools wie Adobe Lightroom. Es gibt aber auch zahlreiche Smartphone-Apps, die Fotos im RAW-Format lesen und bearbeiten können. Snapseed für iOS und Android bietet beispielsweise viele Bearbeitungsmöglichkeiten, die auch ungeübte Nutzer in wenigen Klicks umsetzen können. Um den RAW-Modus zu aktivieren, wechselt man in der Kamera-App in die Einstellungen und sucht die entsprechende Funktion. iPhone-User müssen sich eine gute Kamera-App, beispielsweise ProCam, aus dem App Store herunterladen.

RAW-Format

Bild: Gregor Lorbek

Malerisches Gegenlicht nutzen

Wenn die Sonne im Winter früher untergeht, bedeutet das zwar weniger Zeit zum Fotografieren, aber gleichzeitig auch eine frühere „Goldene Stunde“. Kurz vor dem Sonnenuntergang erscheint dank der veränderten Sonneneinstrahlung die Umgebung wesentlich wärmer. Die perfekte Zeit für großartige Fotos. Hier kann man ideal mit dem einfallenden Licht spielen, das sich im Schnee reflektiert und die tiefstehende Sonne eignet sich bestens für Gegenlichtaufnahmen. Unterstützt die Kamera eine HDR-Funktion, kann man genau jetzt damit experimentieren – im Idealfall werden dadurch die Kontraste besser dargestellt.

Gegenlicht

Bild: iStock

Mit Inhalten spielen

Wer seinen Aufnahmen mehr künstlerische Tiefe verleihen möchte, sollte sich mit grundlegenden Regeln der Fotografie vertraut machen. Die Bildgestaltung spielt eine wesentliche Rolle, möchte man Fotos mit „Wow-Effekt“ einfangen. Um Landschaftsaufnahmen durch Tiefenstaffelung mehr Intensität zu verleihen, sollte man sich beispielsweise an das Sprichwort „Vordergrund macht Bild gesund“ erinnern. Ein markantes Objekt im Vordergrund (Zweige, Steine oder eine Straße) verleiht dem Bild Tiefe und mehr Ausdruck.

7 Ideen für tolle Winterfotos mit dem Smartphone

Bild: iStock

Slow-Mo

Slow-Motion-Videos können auf der Skipiste besonders viel Spaß machen. Normalerweise verlangen solche Aufnahmen jede Menge Licht. Die guten Verhältnisse des Winters laden aber förmlich dazu ein, in den Slow-Mo-Modus zu wechseln und Stunts, spritzenden Schnee und schnelle Abfahrten seiner Freunde einzufangen. Top Geräte, wie das Samsung Galaxy S10 oder das Huawei P30 nehmen Zeitlupenaufnahmen mit bis zu sagenhaften 960 Bildern pro Sekunde auf.

Neue Perspektiven

Über die passende Bildgestaltung von Landschaftsaufnahmen habe ich vorher schon kurz gesprochen. Man kann aber auch bei Videos und anderen Arten von Bildern versuchen, neue und ungewöhnliche Perspektiven einzunehmen. Für die Frosch-Perspektive geht man beispielsweise soweit es geht Richtung Boden und nimmt von ganz unten auf. Diese ungewöhnliche Blickweise verleiht der Aufnahme einen ganz besonderen Eindruck. Tipp: Da Smartphone-Kameras meist im oberen Bereich des Geräts montiert sind, kann man das Handy kurzerhand umdrehen, damit die Linsen noch näher dem Boden ist.

Frosch-Perspektive

Bild: iStock

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