Nur im Dezember günstiger: Das Kamera-Smartphone Huawei P30 Pro

Huawei P30 Pro Test

Das Huawei P30 Pro kann man getrost als das Smartphone mit der interessantesten und wahrscheinlich auch besten Kamera bezeichnen. Dank ausgefeiltem Design gibt es einen rein optischen 5-fach Telezoom, dank kluger Software kann damit verlustfrei um den Faktor 10 vergrößert werden. Daneben gibt es auch noch ein ordentliches Display samt In-Screen Fingerabdrucksensor, ausgezeichnete Performance und genug Saft in Form eines großen Akkus, damit man all die schönen Motive auch jederzeit einfangen kann. Das Huawei P30 Pro gibt es im Dezember für bestehende Kunden um bis zu € 100,- günstiger!

Mehr Kamera als Smartphone: Huawei P30 Pro bis zu € 100,- günstiger!

 

Huawei P30 Pro – Design & Display

Huawei P30 Pro Test DesignGrafik: A1/Wolfgang Hammer
Der erste Blick bei einem Smartphone fällt in der Regel auf die Front – logisch, schließlich befindet sich dort ja das Display. Beim P30 Pro sollte man sich aber auch die Rückseite genau ansehen: Die ist nämlich ein echter Hingucker und bietet einen so nie gesehenen Farbverlauf mit tollen Reflexen. Da sie aus Glas ist, zieht sie natürlich auch Fingerabdrücke geradezu magisch an – die beeindruckenden Lichteffekte machen das allerdings wieder mehr als wett.

Huawie P30 Pro seitlich aufgneommenFoto: A1/Wolfgang Hammer
Aber auch die Front muss sich nicht verstecken: Sie bietet ein extrem randlos wirkendes Display, nur die untere Einfassung ist etwas dicker ausgefallen. Mit einem Display-Gehäuse Verhältnis von sehr guten 88,61 Prozent spielt das P30 Pro ganz klar in der Oberklasse mit. Das gute Verhältnis liegt der Tatsache zu Grunde, dass es am P30 Pro überhalb des Displays keinen Lautsprecher für Telefonie gibt: Sound wird durch Vibrationen des Gehäuses erzeugt. Die Sprachqualität ist dennoch erstaunlich gut. An der unteren Kante befindet sich der Lautsprecher für Musikwiedergabe – bei all den neuen Kamerafeatures scheint Sound aber kein großes Augenmerk bekommen zu haben, der klingt für ein Smartphone dieser Klasse unterdurchschnittlich.  Kopfhörer (eine 3,5 mm Klinke gibt es nicht) oder Bluetooth Lautsprecher werden hier ganz klar empfohlen.

Huawei P30 Pro Test FingerabdrucksensorFoto: A1/Wolfgang Hammer
Im gut ausgewogen wirkenden, kontrastreichen OLED-Display (2.340 x 1.080 Pixel = 398 Pixel/Zoll) ist ein Fingerabdrucksensor untergebracht. Der ist sehr intuitiv erreichbar und arbeitet auch schnell, allerdings braucht es manchmal mehr als einen Versuch. Das geht bei Samsung Dank 3D Ultraschall Sensor merkbar besser, ein optischer Sensor kann beispielsweise mit Verschmutzungen nicht ganz so gut umgehen.

Huawei P30 Pro Test DraufsichtFoto: A1/Wolfgang Hammer
Das Huawei P30 Pro wirkt tadellos verarbeitet und ausreichend stabil. Zusätzlich ist es IP68 zertifiziert, kann also bei jedem Wetter verwendet werden und auch mal in eine Lacke oder in die Badewanne fallen. Eine Schutzhülle ist dennoch angebracht, das Smartphone besteht schließlich fast nur aus Glas, das naturgemäß leicht zu Bruch geht.

Huawei P30 Pro – Performance & Ausstattung

Das Innenleben des Huawei P30 gleicht jenem des Huawei Mate 20 Pro: Den Takt gibt der mittlerweile etwa ein gutes Jahr alte hauseigene Kirin 980 Prozessor vor, seinerzeit war das der erste Android SoC, der im 7nm Verfahren hergestellt wurde. Die kleinere Bauweise erlaubt mehr Leistung bei weniger Energieverbrauch. Mit dabei auch die neue Dual NPU (= Neural Processing Unit), die raschere Szenenerkennung und Bildbearbeitung erlaubt.

P30 Pro Test LeistungGrafik: A1/Wolfgang Hammer
In künstlichen Benchmark Tests wie AnTuTu schneidet das P30 Pro einem Top-Smartphone entsprechend gut ab, es fehlt aber mittlerweile doch etwas auf die Spitze. Die magische 400.000 Grenze haben bisher nur das Apple iPhone 11 und das Galaxy S10 geschafft. Wobei interessant ist, dass trotz desselben SoC und derselben GPU (Mali G-67) das Mate 20 Pro etwas weiter vorne liegt. Hierfür habe ich derzeit keine Erklärung, auch in der Praxis kann ich keine Unterschiede in der Reaktionsschnelligkeit, dem flüssigen Hin- und Herschalten von Apps und beim Spielen finden. Der interne Speicher ist übrigens so wie beim Mate 20 Pro mit Huaweis proprietären NMC-Format um 256 GB erweiterbar.

Als Betriebssystem kommt Android 9 (Pie) samt EMUI von Huawei zum Einsatz. Das bedeutet tonnenweise Themes und Icon-Sets für alle, die der Huawei Community beitreten. Außerdem natürlich die gut umgesetzte Gestensteuerung und Digital Well Being – also der Möglichkeit, sich selbst Limits bei der eigenen Smartphone Nutzung zu legen. EMUI an sich fühlt sich ganz gut an, im Vergleich zu One UI auf Samsung Smartphones wirkt es aber unaufgeräumt und fragmentiert. Soll heißen: Manche Menüpunkte findet man an Stellen, wo man sie eher nicht erwarten würde und umgekehrt – man findet sie nicht dort, wie sie eigentlich hingehörten. Mit der Zeit gewöhnt man sich natürlich auch daran, vielleicht wird das leichte Chaos mit zukünftigen Updates ja übersichtlicher.

Einen dicken Pluspunkt bekommt das P30 Pro in Sachen Ausdauer: Die Kapazität über 4.200 mAh sorgt dafür, dass auch am Ende eines einsatzreichen Tages etwa 20-30 Prozent Ladung übrig sind. Dazu kommt, dass das Smartphone mittels beiliegendem Fast-Charging Netzteils binnen 30 Minuten um knapp 50 Prozent geladen werden kann. Kurz gesagt: Es geht einem so gut wie nie der Saft aus, gerade im Vergleich zum Galaxy S10 oder dem iPhone 11 trennt sich hier die Spreu vom Weizen.

Huawei P30 Pro – Kamera

Huawei P30 Pro KameraFoto: A1/Wolfgang Hammer

Im vergangenen Jahr dachten wir, dass mit dem P20 Pro und dessen eindrucksvollen 3-fach verlustfreien Zoom die Fahnenstange erreicht wäre. Huawei hat damit aber wohl erst Blut geleckt und liefert uns den (nach wie vor) einzigartigen 5-fach verlustfreien Zoom plus einen ebenfalls – dank ausgefeilter Software und guter KI – verlustfreien 10-fach Zoom. Das ist aber noch nicht alles. Dazu kommt eine nie dagewesene Qualität bei Nachtaufnahmen: Unterstützt wird diese hohe Empfindlichkeit durch eine Änderung der Farbkanäle: Anstatt RGB (rot, grün, gelb – Stichwort Bayer Matrix), nimmt der Chip der Hauptkamera Farben in den Kanälen RYYB (rot, gelb, gelb, blau) auf. Mit diesem Farbmodell kann eine höhere Empfindlichkeit gegenüber grünem und vor allem rotem Licht erreicht werden – laut Huawei heißt das, dass somit mehr Farben und Licht gesammelt werden können.

Die Hauptkamera verfügt über 27 mm Brennweite bei 40 Megapixel bei ƒ/1,6 und nur 1 μm großen Pixel. Dank des Pixel Binning Verfahrens, das wir schon vom Mate 20 Pro kennen und bei dem die Informationen von 4 Pixel auf einen großen Pixel zusammengeführt werden, sind trotz der kleinen Pixel dennoch klare und helle Aufnahmen möglich – vor allem in Low-Light Situationen. Wer dennoch die vollen 40 Megapixel möchte, kann dies einfach in den Einstellungen der Kamera-App ändern. Die obige Aufnahme wurde einmal im dezidierten Nachtmodus und einmal mit der normalen Automatik eingefangen – die Unterschiede sind gewaltig: Die Aufnahme mit Nachtmodus wirkt klarer, schärfer und kontrastreicher.


Eine Aufnahme im Nachtmodus dauert etwa 5 Sekunden – dabei werden mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten angefertigt und von der künstlichen Intelligenz addiert. Die obige Aufnahme wurde diesmal mit der Ultraweitwinkellinse gemacht – wohlgemerkt die einzige Linse ohne optischen Bildstabilisator am P30 Pro. Da man im Nachtmodus das Smartphone länger sehr ruhig halten muss, erklärt das die leichte Unschärfe, die am Bild zu sehen ist. Auch hier ist die Qualität im Nachtmodus deutlich besser, neben sehr viel mehr Details ist beispielsweise kaum ein Bildrauschen mehr auszumachen.

Huawei P30 Pro Test - UltraweitwinkelFoto: A1/Wolfgang Hammer

Zusätzlich gibt es noch eine Ultraweitwinkellinse mit 20 Megapixel bei ƒ/2,2 (Brennweite 16 mm) und eine Telelinse bei 8 Megapixel, ƒ/3,4 und 125 mm Brennweite – also optischer 5-fach Zoom. So wie die Hauptlinse ist auch die Telekamera mit einem optischen Stabilisator ausgestattet – das ist auch unbedingt notwendig, da bei solch hohen Brennweiten kaum ruhige Aufnahmen möglich sind. Um die für ein nur etwa 8,5 mm dickes Smartphone gewaltige Brennweite über 125 mm zu erreichen bedient sich Huawei eines Tricks: Das Licht trifft nicht direkt auf den Kamerachip, sondern wird vorher durch ein Prisma abgelenkt.

P30 Pro 10 fach zoomFoto: A1/Wolfgang Hammer

Die ausgezeichneten Zoom-Qualitäten vom P30 Pro kommen auf jeder Aufnahme zur Geltung – selbst bei 10-facher Vergrößerung, die im ausgesprochen gut funktionierenden Zusammenspiel zwischen der Telelinse und der Software erreicht wird, gehen kaum Details verloren. Trotz Stabilisators muss man da allerdings schon eine sehr ruhige Hand haben.

Huawei P30 Pro Test ZoomFoto: A1/Wolfgang Hammer

Im Crop der gezeigten Aufnahme offenbart sich die gute Qualität des Teleobjektivs: Das Bild entstand unter der Nutzung des 10-fach Hybrid Zoom – der optische 5-fach Zoom wird also digital erweitert.

Der große Unterschied zeigt sich, sobald man die drei Statuen aus einer Aufnahme mit der Kleinbildlinse herausschneidet und dann mit dem Ergebnis des 10-fach Zooms vergleicht: Hier wird klar, was eine kompetente Optik in der Fotografie bedeutet. Wie auf den Beispielfotos zu erkennen erzielt man mit dem P30 Pro unter nahezu allen erdenklichen Bedingungen erstklassige Ergebnisse. In der Regel wird jede Aufnahme scharf und ausgewogen belichtet, auch Farben werden naturgetreu wiedergegeben. Wer die derzeit beste Smartphone-Kamera haben möchte, ist hier definitiv richtig!

 

Huawei P30 Pro – Fazit

Huawei P30 Pro - WertungGrafik: A1/Wolfgang Hammer
Eines ist klar: Das Huawei P30 Pro bringt das wohl beeindruckendste Kamera-Setup aller im Jahr 2019 erschienen Smartphones. Für Käufer bedeutet das bisher nie dagewesene Freiheiten für ihre Fotos – egal ob Portrait oder Nachtaufnahme, ob Architektur- oder Makrofotografie: Das P30 Pro ist so ziemlich jeder fotografischen Aufgabe gewachsen. Da sind die fehlende Kopfhörerklinke und der eher schwache Sound leicht verschmerzbar. Deswegen kauft man sich ja auch kein P30 Pro – sondern wegen der extrem vielseitig nutzbaren Kamera. Und hier bekommt man für sein Geld so ziemlich das Beste am Markt.

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