Smartphone-Wechsel: So gelingt der Android Datenumzug

Wer vor einem Smartphone-Wechsel steht, ist mit der Herausforderung konfrontiert, Daten möglichst unkompliziert vom alten Gerät auf das neue zu kopieren. Dabei will man natürlich nichts vergessen und wenn’s geht möglichst wenig Zeit investieren. Hier ein paar Tipps für den Daten-Umzug bei Android-Smartphones.

Wechsel zum neuen Smartphone

Erst vor kurzem war es wieder soweit, ich wechselte mein Smartphone. Einerseits freue ich mich immer darauf, das neue Gerät kennen zu lernen und mit einem jungfräulichen Handy die ersten Schritte zu machen. Wäre da nicht der lästige Datenumzug. Am liebsten hätte ich nach einem Klick alles genau da, wo es vorher auf meinem alten Gerät war. Leider ist das aber nur bedingt möglich. Es war Zeit, diesen Prozess zu optimieren.

Welche Daten muss man mitnehmen?

Ich persönlich rate von der Verwendung von Umzugstools oder -Apps ab. Die wenigsten sind wirklich funktional und wenn, kosten sie Geld. Ich empfehle eine händische Datenübertragung, da man hier die volle Kontrolle behält und auch gleich aussortieren kann. Zu Beginn stellt sich aber natürlich die Frage, welche Daten müssen überhaupt vom alten Smartphone auf das neue übersiedelt werden. Zu den wichtigsten Daten zählen:

Primärdaten

  • Apps und deren Daten
  • Kontakte
  • Anruflisten
  • SMS
  • Geräteeinstellungen wie WLAN-Passwörter, Hintergrundbilder, etc.

Sekundärdaten

  • Musik
  • Bilder
  • Downloads
  • Dokumente

 

Primärdaten mit Google übertragen

Der Wechsel von Android zu Android ist insofern recht einfach, da die wichtigsten Daten über das Google-Konto übertragen werden können. Vor dem Umzug sollte man auf dem alten Gerät in die Einstellungen und in das Google-Konto wechseln, dort den Punkt „Sicherung“ auswählen und eine frische aktive Sicherung erstellen. Google speichert sämtliche Primärdaten. Auf Wunsch werden auf dem neuen Gerät sogar alle Apps erneut heruntergeladen und installiert – dafür sollte man sich aber in einem WLAN-Netz befinden. Auch die meisten Spielstände werden über Google Play Spiele gesichert.

 

Sekundärdaten mit Kabel übertragen

Eine Möglichkeit, Daten von einem Smartphone zum anderen zu übertragen, ist das gute alte USB-Kabel. Damit schließt man zuerst das alte Gerät an einen PC an, öffnet den Smartphone-Ordner und speichert alle wichtigen Ordner inklusive deren Inhalte auf den Rechner, ehe man diese zum neuen Gerät hinüberzieht. Folgende Ordner sollte man jedenfalls berücksichtigen und auf interessante Daten überprüfen: „DCIM“ (hier werden Videos und Fotos der Kamera gesichert), „Downloads“, „Documents“, „Pictures“ und „Music“. Verwendet man Messenger-Dienste wie den Facebook-Messenger oder WhatsApp, kann man auch diese Ordner sichern. So gehen gespeicherte und gesendete Bilder, Videos oder Gifs nicht verloren.

 

Apps mit Backup-Funktion

Vor allem Messenger-Dienste bieten oft die Möglichkeit, Backups in einer Cloud zu speichern und von einem anderen Gerät wiederherzustellen. WhatsApp speichert sämtliche Daten, darunter auch die Chat-Verläufe, zum Beispiel auf Google Drive. Wird die App auf einem neuen Gerät mit der gleichen Rufnummer verknüpft, kann man die Daten problemlos wiederherstellen. Auch einige Spiele-Entwickler und andere Hersteller bieten eigene Cloud-Lösungen an.

 

Bilder und Videos mit Google Fotos sichern

Eine wunderbare App für die Sicherung von Fotos und Videos ist Google Fotos. Warum? Weil man hier unbegrenzten Speicherplatz zur Verfügung hat. Die einzige Voraussetzung: Man darf Fotos nur in „hoher Qualität“ speichern. Im Vergleich zum Original geht also etwas Qualität verloren. Wer Fotos nicht kommerziell/professionell nutzen möchte, dem kann das egal sein – der Unterschied fällt fast nicht auf. Zur Sicherung einfach die App öffnen und dort „Backup & Sync“ auswählen.

 

Sekundärdaten via Cloud speichern

Wer möchte, kann Sekundärdaten auch über eine Cloud übertragen. Dazu nutzt ihr beispielsweise Google Drive. Öffnet die App, klickt dort auf das „Plus“-Symbol rechts unten und wählt Dateien aus, die ihr vom Smartphone in die Cloud laden möchtet. Anschließend können diese auf anderen Geräte (PC oder Smartphone) wieder heruntergeladen werden. Diese Option ist für einzelne Dateien besser geeignet als für ganze große Ordner. Ein Geräteordner (beispielsweise der „DCIM“-Ordner) kann nämlich nicht als ganzes gesichert werden. Man muss alle Fotos einzeln auswählen, um sie hochzuladen.

Fazit

Den Großteil der Arbeit übernimmt Google mittlerweile selbst. Über die „Sichern“-Funktion können alle wichtigen Daten einfach über das Google-Konto übertragen werden. Das neue Smartphone wird automatisch eingerichtet. Dateien wie Musik und Fotos können auf unterschiedliche Arten übertragen werden. Ich persönlich bevorzuge den Weg über einen PC. Die Übertragung gelingt schnell, eine Internetverbindung ist nicht erforderlich.

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