Gaming-Vorschau 2019 – Diese Trends und Highlights erwarten uns

Das kommende Jahr steckt voller Gaming-Highlights. Besonders spannend wird es nicht nur rund um Sony, die mit ihrer Absage zur E3 überrascht haben und auf einem eigenen großen Event eventuell eine neue PlayStation vorstellen werden. Spannend wird es auch um viele langerwartete Fortsetzungen, neue Franchises und groß gewordene Spielmodi. Diese Gaming-Highlights und -Trends erwarten uns 2019.

Gaming-Vorschau 2019 – Trends und Highlights

2018 war das Jahr des Battle Royale-Hypes. Begonnen hat alles wohl mit „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ (=PUBG). Davon inspiriert hat sich „Fortnite“ im Laufe des Jahres als eines der erfolgreichsten Spiele überhaupt durchsetzen können. Stellt sich nun die Frage, ob neben den beiden Top-Titeln noch Platz für weitere Battle Royale-Konkurrenz bleibt. PUBG veröffentlichte am 19. Dezember eine neue Map im winterlichen Look namens „Vikendi“ und auch Fortnite arbeitet regelmäßig an Verbesserungen und neuen Inhalten, um Spieler auf Dauer bei Laune zu halten. Während sich der BR-Modus des neuen „Call of Duty“ nicht so richtig durchsetzen konnte, warten viele noch gespannt auf das für März geplante Update für „Battlefield V“, das mit dem neuen Modus „Firestorm“ Battle Royale in die Shooter-Reihe einführen wird.

E-Sport

Während „Virtual Reality“ immer mehr an Beliebtheit verliert, da die Art und Anzahl der Inhalte nicht wirklich für eine kostenintensive Anschaffung von VR-Brillen steht, wird E-Sport international wie auch bei uns immer populärer. Die Professionalisierung und Kommerzialisierung des Videospielers nimmt laufend zu. Man kann dabei zusehen, wie fast täglich neue Ligen, Turniere und Vereine entstehen. Dieser Trend wird 2019 bestimmt anhalten. Videospiele sind in der Mitte Gesellschaft angekommen und haben ihren negativen Beigeschmack längst verloren. Sie wecken Hoffnungen und Träume, sind eine abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung und schaffen nicht zuletzt viele, viele Arbeitsplätze. Auch bei uns gibt es bereits einige wenige Menschen, die vom E-Sport hauptberuflich leben können – und bald wird es auch in Österreich nichts ungewöhnliches mehr sein, wenn man von einem kleinen Kind hört: „Wenn ich groß bin, möchte ich E-Sportler werden“.

A1 eSports League

PlayStation 5?

Sony kündigte Ende 2018 an, dass sie die E3 2019 in Los Angeles nicht besuchen werden. Sie möchten ihre Neuheiten auf einer eigenen Messe präsentieren und sich somit die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gaming-Welt sichern. Dieser Trend ist nichts Neues. Seit Jahren ist zu beobachten, dass es immer mehr Branchengrößen weg von klassischen Spielemessen und hin zu eigenen Events zieht. Vor nicht mehr als sechs Jahren veranstalteten so gut wie alle großen Publisher auf der E3 wie auch auf der gamescom noch eigene Pressekonferenzen. Dort stellten sie Neuheiten vor, haben Releasedaten verraten und Trailer gezeigt. 2018 gab es auf der gamescom keine Pressekonferenz eines großen Publishers. Es scheint, als wollten sich diese die Aufmerksamkeit der Gaming-Presse und Spieler nicht mit den anderen teilen – und der Gefahr als „Messeverlierer“ in die Geschichte einzugehen aus dem Weg gehen. Die E3 scheint immer unwichtiger zu werden, die Game Awards gewinnen an Relevanz und große Messen wie die gamescom scheinen sich zu reinen Publikumsmessen zu entwickeln – und wenn Sony 2019 eine neue PlayStation präsentiert, wird die ganze Welt gespannt zuschauen.

E3

Bild: E3

Games as a service

Wenn man vor einigen Jahren ein Spiel gekauft hat, konnte man davon ausgehen, dass sich daran inhaltlich nichts mehr verändern wird. Das lag natürlich auch daran, dass Aktualisierungen über das Internet noch nicht möglich waren. Heutzutage darf man alle paar Wochen riesige Updates installieren, die Fehler lange nach dem Release ausbessern, neue Inhalte ins Spiel bringen und ohne die man mitunter überhaupt nicht mehr spielen kann. Viele Games haben sich nämlich komplett in die Online-Welt verlagert und sollen noch Jahre nach dem Release interessant sein. Ein Titel wird vom Spieler jedoch nur einmal gekauft, Updates und Patches sollen im Idealfall kostenlos angeboten werden, um die Community nicht zu teilen. Wie sichern sich Entwickler so das finanzielle Überleben?

Oft setzt man auf den Verkauf von Gegenständen innerhalb deines Spiels (= ingame). „Fortnite“ ist ein gutes Beispiel dafür. Das eigentliche Spiel ist kostenlos, möchte man seinen Charakter aber mit besonderem Gewand oder außergewöhnlichen Waffen (= Skins) ausstatten, muss man dafür bezahlen. Man braucht diese Skins nicht und sie sorgen auch nicht dafür, dass man besser spielt oder sich einen Vorteil erkaufen kann (das wäre „Pay to Win“ und ist in der Branche mittlerweile stark verpönt jedoch ein gängiges Konzept bei Mobile Games). Der Verkauf dieser optischen Upgrades hat aber dafür gesorgt, dass „Fortnite“ allein im Mai 2018 einen Umsatz von über 300 Millionen US-Dollar erzielte.

Aktuell ist es in Spielen wie „Overwatch“ oder „Counter Strike“ üblich, dass man nicht weiß, welche Skins man kauft. Man erwirbt so genannte „Lootboxen“. Diese können unnütze oder sehr wertvolle Gegenstände beinhalten. Dass dies eine potentielle Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche sein kann, wird gerade stark diskutiert. In Ländern wie Belgien, den Niederlanden sowie in Japan und China gibt es bereits teilweise Verbote für diese Art von Glücksspiel – oder es muss zumindest angegeben werden, welche Skins sich in der Kiste befinden können. Auch die Federal Trade Commission (FTC) der USA hat sich Ende 2018 diesem Thema angenommen. 2019 könnte sich die Art und Weise wie wir Skins kaufen und wie Games nach dem Release noch Geld anwerfen stark ändern.

Kommende Gaming-Highlights

Kingdom Hearts III

Das Action-Rollenspiel vereint Welten und Charaktere der Disney- und Square Enix-Universen. So begleitet man Sora, einen kleinen Jungen und unwissentlichen Erben einer spektakulären Macht. Sora wird von Donald und Goofy unterstützt, um eine böse Kraft – die sogenannten Herzlosen – davon abzuhalten, in das Universum einzudringen.

Resident Evil 2 Remake

Das im Jahr 1998 veröffentlichte Originalsiel „Resident Evil 2“ bekommt ein Remake, das mehr sein soll als eine Neuauflage mit besserer Grafik. Der Kern der Geschichte bleibt zwar gleich, dennoch kommen neue Abschnitte, zusätzliche Charaktere, mehr Rätsel und Monster hinzu. Im Zentrum stehen Polizist Leon, Zivilistin Claire und eine unbekannte Frau namens Ada.

Anthem

Entwickler Bioware möchte mit dem Action-Adventure, das voller RPG-Elemente steckt, ein neues Spieleuniversum erschaffen, das man gemeinsam mit Freunden oder allein erleben kann. Während der Reise verbesserst man Stück für Stück den leistungsstarken Exosuit, der mit einzigartigen Waffen und Fähigkeiten ausgestattet ist. Auch der eigene Charakter kann im Spielverlauf aufgewertet und weiterentwickelt werden. Als Söldner dringt man in die Tiefen eines Planeten vor und muss gegen Monster kämpfen.

Anno 1800 und Die Siedler

Ubisoft wird 2019 vermutlich große Spieleserien neu aufsetzen. Anno 1800 erscheint bereits früh im Jahr. Ich konnte das Game auf der gamescom in Köln letzten August anspielen und war begeistert von den Neuerungen im Gameplay. Das Spiel fühlt sich wie ein Anno an, das sich voll auf die Stärken aller Vorgänger konzentriert. Fast noch mehr freue ich mich als Fan von Aufbaustrategie-Spielen auf das nächste Die Siedler. Gebäude errichten, Wege bauen, Bürger ausbilden, Handel treiben, Schlachten kämpfen – das ist Siedler.

Metro Exodus

Metro Exodus ist ein storygetriebener Ego-Shooter, der in einer der eindringlichsten Spielwelten aller Zeiten angesiedelt ist. Man erkundet die postapokalyptische russische Wildnis auf riesigen, nichtlinearen Ebenen und folgt einer Handlung, die sich über alle Jahreszeiten erstreckt. Inspiriert von den Romanen von Dmitri Gluchowski, setzt Metro Exodus die Geschichte von Artyom fort.

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