Im Vergleich: Huawei P20 lite vs. P20 vs. P20 Pro

Huawei P20 lite, P20 und P20 Pro im Vergleichstest! Mit der aktuellen P20-Serie hat Huawei vor allem eines bewiesen: Der chinesische Telekommunikationskonzern ist nicht ohne Grund mittlerweile auf den dritten Platz der weltweit größten Smartphone-Hersteller hinter Samsung und Apple geklettert. Die neue P-Serie überzeugt vor allem durch erstklassige Verarbeitung und einer extrem vielseitigen und qualitativ hochwertigen Kamera. Während es am P20 lite und am P20 eine Dualkamera gibt, glänzt vor allem das P20 Pro durch drei Kameras und bisher unerreichte Low-Light Qualitäten. Aber auch P20 lite und P20 haben ihre Vorzüge – hier alle Unterschiede im Vergleich.

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Vergleich Design | Vergleich Display | Vergleich Ausstattung | Vergleich Kamera | Vergleich Fazit

Huawei P20 Lite | P20 | P20 Pro – Die Unterschiede

Die drei Modelle im direkten Vergleich | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Huawei P20-Serie Vergleich: Design

Auf den ersten Blick sehen alle drei Geräte gleich aus. Grund dafür ist das wichtigste neue Designmerkmal bei Huawei – der Notch am oberen Displayrand. Wirklich notwendig wäre der aber nicht gewesen: Nur beim Apple iPhone X sind dort für FaceID relevante Sensoren verbaut, Huawei hätte die Selfie-Kamera, die winzige Benachrichtigungs-LED und den Lautsprecher auch anders ins Gehäuse integrieren können. Es handelt sich dabei also bloß um eine Designentscheidung, die mir persönlich auch sehr gut gefällt. Wer das nicht mag, kann in den Einstellungen dafür sorgen, dass der Notch versteckt wird.

Die Kopfhörerklinke hat es nur auf das P20 lite geschafft | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Weiterer augenfälliger Unterschied ist der Fingerabdrucksensor, der sich beim P20 und P20 Pro an der Front befindet – nur beim P20 lite ist er wie früher von Huawei gewohnt auf der Rückseite geblieben. Es handelt sich dabei übrigens bei allen drei Modellen um den schnellsten Sensor, der mir je untergekommen ist. Die Entsperrung funktioniert ohne Verzögerung, Samsung und Apple können sich hier noch etwas abschauen.

Beim P20 Pro gibt es gleich drei Kameras | Foto: A1/Felix Stoisser

Der wichtigste Unterschied liegt jedoch in den verwendeten Materialien: Während die Rückseite von P20 und P20 Pro aus Glas gefertigt wurde, handelt es sich beim P20 lite um Kunststoff – logisch, der niedrigere Preis muss sich ja irgendwo bemerkbar machen. Daraus resultiert auch der wertigere Eindruck der beiden höherpreisigen Modelle: Und zwar nicht so sehr optisch, sondern vor allem dann, wenn man sie in der Hand hält. Dafür wartet das P20 lite mit einem anderen, aus meiner Sicht sehr großen Vorteil auf: Man kann Kopfhörer mit der guten, alten 3,5mm Klinke damit verwenden, bei den anderen Modellen geht das nur mit einem im Lieferumfang inkludierten Adapter. Und da man fürs Musikhören kein High-End Smartphone benötigt, könnte das für viele ein Grund fürs P20 lite sein.

Huawei P20-Serie Vergleich: Display

Das Display der drei Modelle im Vergleich | Grafik: A1/Wolfgang Hammer

Eines gleich vorweg: Bei allen drei Modellen bekommt man ein Display, das den Vergleich zur Konkurrenz nicht scheuen muss. Selbst beim Einsteigergerät Huawei P20 lite sind Helligkeit, Schärfe und Kontrastverhältnis auf einem Niveau, das keine Wünsche offen lässt. Nur beim P20 Pro gibt es ein OLED Display, das aufgrund der Technik das beste Kontrastverhältnis und auch den besten Schwarzwert aufweist – was in der Natur der Sache eines OLED-Bildschirms liegt. Das merkt man vor allem bei Spielen und Videos (also Multimedia), wo das P20 Pro durch eine etwas klarere Darstellung glänzt. In Summe gibt es beim Display aber bei keinem Modell echte Nachteile, insofern gibt es die Unterschiede lediglich am Papier.

Huawei P20-Serie Vergleich: Ausstattung

Die Ausstattung im Vergleich | Grafik: A1/Wolfgang Hammer

Wer ein Smartphone sucht, das vor allem für Alltägliches wie Mail, Messenger, Social Media und Browsen ausreichend kraftvoll ist, kann getrost zum Huawei P20 lite greifen – durch die 4 GB Arbeitsspeicher funktioniert auch Multitasking ohne große Wartezeiten und Apps reagieren flott und flüssig. Für das P20 lite spricht außerdem die schon weiter oben angesprochene, vorhandene 3,5mm Kopfhörer Klinke und der erweiterbare Speicher: Wer beim Musikhören nicht immer auf die Cloud angewiesen sein will, kann hier Dank Micro-SD Unterstützung seine komplette Sammlung locker unterbringen.

Die drei Modelle im AnTuTu Test | Grafik: A1/Wolfgang Hammer

Für das P20 und das P20 Pro spricht hingegen der schiere Leistungsoutput: Wer gerne am Smartphone zockt oder keine Wartezeiten beim App-Wechsel haben möchte, sollte lieber zu einem dieser beiden Modelle greifen. Von der Ausstattung her sind beide nahezu ident, dem P20 Pro wurden lediglich 2 GB mehr Arbeitsspeicher spendiert. Davon merkt man aber im Vergleich wenig, beide Smartphones erzielen bei Benchmarks sehr ähnliche Ergebnisse, das P20 Pro liegt nur um wenige Punkte vorne.

Die drei Modelle im 3DMark Test | Grafik: A1/Wolfgang Hammer

Bei der „alten“ Grafik Schnittstelle OpenGL kommen daher nahezu identische Ergebnisse heraus. Lediglich bei der neuen Schnittstelle Vulcan macht sich das Mehr an Arbeitsspeicher am P20 Pro bemerkbar. In der Praxis merkt man bei Spielen keinen Unterschied – grafik-hungrige Titel wie PUGB mobile oder NFS laufen auf höchster Detailstufe absolut flüssig. Übrigens kommen P20 und P20 Pro bei Benchmarks auf ähnliche Ergebnisse wie das Samsung Galaxy S9, nur das Sony Xperia XZ2 liegt dank Snapdragon 845 Prozessor deutlich vor allen derzeit erhältlichen Smartphones. Zum Vergleich Sony Xperia XZ2 vs. Samsung Galaxy S9 geht es hier.

Huawei P20-Serie Vergleich: Kamera

Die Kameraausstattung im Vergleich | Grafik: A1/Wolfgang Hammer

Vieles ist bereits zur wunderbaren Kamera vom Huawei P20 Pro gesagt worden – laut diversen Benchmarks liegt sie derzeit fast überall auf Platz eins der Smartphone-Kamera Charts. Aber auch vom P20 lite und vom P20 kann man behaupten, dass die Kamera den meisten von uns Freude bereiten wird. Bei der Kamera merkt man aber am ehesten, weshalb das P20 Pro oder auch das P20 einen höheren Preis als die lite Version haben: Es gibt einen besseren Autofokus, Super Slow Motion (960 Bilder/Sekunde), optischen Zoom, einen Bildstabilisator und Leica Optik.

Foto: A1/Wolfgang Hammer

All diese Vorteile stechen auf Aufnahmen bei normalem Licht gar nicht wirklich ins Auge – wie im oberen Beispielbild zu sehen sieht die Aufnahme auf allen drei Modellen fast gleich aus. Wer genau hinsieht, wird aber Unterschiede erkennen: So wirkt das Dach rechts im Bild beim P20 und bei der Pro Version etwas heller. Für meinen Geschmack wirken die Farben am P20 Pro auch am natürlichsten.

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Huawei P20 lite - Zoom - Foto: A1/Wolfgang Hammer
Slider

Einen extrem deutlichen Unterschied sieht man allerdings beim Zoom: Alle drei im Slider gezeigten Aufnahmen wurden mit 5-fach Zoom gemacht. Mit einem eindeutigen Sieger: Hier liefert das P20 Pro das mit Abstand beste Ergebnis, das ich überhaupt bei einem Smartphone gesehen habe. Die Aufnahme ist fast verlustfrei, alle Details gestochen scharf und ohne irgendwelche Artefakte. Bei so einem Ergebnis wird klar, weshalb das P20 Pro derzeit ganz oben am Kamera Thron zu sitzen verdient hat.

Ganz besonders gut schneidet das P20 Pro im Vergleich zu sämtlichen Smartphones im Low-Light Bereich ab. Ich hatte leider nicht lange genug alle drei Modelle zur Hand, um identische Vergleichsfotos zu schießen. Von den Qualitäten bei schlechtem Licht kann sich aber jeder gerne ein Bild unter den jeweiligen Testberichten der drei Smartphones machen. Hier nehmen wir die Kamera vom P20 lite unter die Lupe, hier jene vom P20 und hier gibt es alles zur Kamera vom P20 Pro.

Huawei P20-Serie Vergleich: Fazit

Bei der Huawei P20-Serie geht es mir ähnlich wie bei Film-Dreiteilern: Der erste Film macht Lust auf mehr, der zweite Teil verkommt oft zu einer Art Lückenfüller, der vor allem den Spannungsbogen aufrecht erhalten muss und der dritte Teil ist dann das große Finale – ich denke da an Filmreihen wie Star Wars Episode IV bis VI, Zurück in die Zukunft oder die Herr der Ringe Trilogie. Umgelegt auf die drei getesteten Modelle heißt das für mich: Das P20 lite ist ein erstklassiger Alltags-Androide, der vor allem durch die SD-Karten Unterstützung, die 3,5mm Klinke, das gute Display und die im Alltag vollkommen ausreichende Kamera überzeugt.

Huawei P20 lite, P20 und P20 Pro – eine runde Sache in Serie | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Das P20 ist für mich mehr ein aufgemotztes P20 lite als eine etwas abgespeckte Version des P20 Pro. Es kostet nur etwas weniger als das P20 Pro, hat dafür aber keine IP68 Zertifizierung und keine Triple Kamera. Aus diesem Grund kann ich mir vorstellen, dass es vielen ähnlich wie mir gehen wird und daher gleich zum Pro Modell greifen werden. Das zahlt sich dann vor allem in Hinblick auf die Kamera aus: Die ist selbst dem mit einer hervorragenden Kamera ausgestatteten Galaxy S9 überlegen, jetzt ist endgültig die Zeit gekommen, die Systemkameras überflüssig macht. Daher mein Fazit: Foto-Nerds werden das P20 Pro lieben. Weniger Anspruchsvolle bekommen mit dem P20 lite genau das Richtige. Übrig bleibt das P20, das sich wohl – trotz guter Ausstattung – mit dem dritten Platz begnügen muss.

Die gesamte Huawei P20-Serie: P20 lite, P20 und P20 Pro jetzt bei A1

 

Die technischen Daten im Überblick P20 lite | P20 | P20 Pro

Huawei P20 lite

  • Abmessungen: 148.6 x 71.2 x 7.4 mm, 145 Gramm
  • Betriebssystem: Android 8.0 – Nougat und EMUI 8.0
  • Display: 5,84 Zoll (14,83 cm) IPS-LCD Display bei 2.280 x 1080 Pixel = 432 ppi
  • Kamera: Dual-Kamera mit 16 MP (Hauptsensor bei ƒ/2.2) und 2 MP (für Bokeh-Effekt) | 16 MP Selfie Kamera ƒ/2,0
  • Prozessor: Kirin 659, Octa-Core 4 x 2,36 Gigahertz & 4 x 1,7 Gigahertz
  • Speicher: 4 GB RAM; 64 GB interner Speicher – mit microSD um max. 128GB erweiterbar
  • Akku: Li-Ionen mit 3.000 mAh – nicht wechselbar
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, WLAN, Bluetooth 4.2

Zum Huawei P20 lite Test

Huawei P20

  • Abmessungen: 149.1 x 70.8 x 7.7 mm, 165 Gramm
  • Betriebssystem: Android 8.1 – Oreo
  • Display: 5,8 Zoll LTPS IPS LCD Display bei 2.240 x 1.080 Pixel = 429 ppi
  • Kamera: Dual-Kamera mit 20 MP (Monochrom bei ƒ/1.6) und 12 MP (Farbe bei ƒ/1.8) und 24 MP Frontkamera (für Selfies) bei ƒ/2.0, Dual LED
  • Prozessor: Kirin 970, 4 x 2,36 Gigahertz & 4 x 1,8 Gigahertz
  • Speicher: 4 GB RAM; 128 GB interner Speicher – nicht erweiterbar
  • Akku: Li-Polymer mit 3.400 mAh – nicht wechselbar, Fast Charging
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, WLAN, Bluetooth 4.2

Zum Huawei P20 Test

Huawei P20 Pro

  • Abmessungen: 155, x 73,9 x 7,8mm, 180g
  • Betriebssystem: Android 8.1 – Oreo
  • Display: 6,1 Zoll (15,49cm) OLED Display bei 2240 x 1080 Pixel = 408 ppi
  • Kamera: Leica Triple Kamera mit 40 MP (Farbe mit ƒ/1.8), 20 MP (Monochrom mit ƒ/1.6) und 8 MP (Tele ƒ/2.4); Frontkamera mit 24 MP bei ƒ/2.0; Dual LED; Super Slow Motion mit 960 FPS
  • Prozessor: Kirin 970, 4 x 2,36 Gigahertz & 4 x 1,8 Gigahertz
  • Speicher: 6 GB RAM; 128 GB interner Speicher – nicht erweiterbar
  • Akku: Li-Ionen mit 4000 mAh – nicht wechselbar, Schnellladen
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, WLAN, Bluetooth 4.2

Zum Huawei P20 Pro Test

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  1. Bernd

    Klasse, vielen Dank für den ausfühlichen Test. 🙂

    • A1 Blog Redaktion

      Hallo Bernd, vielen Dank für das Feedback. LG & ein schönes Wochenende, Felix

  2. Esther

    Das ist ein Test

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