Runners Paradise: Garmin Vivoactive 3 im Test

Ende März habe ich im Rahmen eines Wettbewerbs in der A1 Community die Garmin Vivoactive 3 gewonnen. In der letzten Woche hatte ich die große Freude die smarte Sportwatch GARMIN VIVOACTIVE 3 auf Herz und Nieren testen zu dürfen. Ich selbst bin ein begeisterter Sportler, dessen Schwerpunkt eindeutig in der Leichtathletik, speziell im Laufsport liegt – pro Jahr laufe ich voller Freude zwischen 1.600km und 1.900km. Zusätzlich gehe ich noch gerne Rad fahren, Ski fahren oder im flotten Wanderschritt durch Österreichs herrliche Berge. 

Garmin Vivoactive 3 – die smarte Sportwatch & viele andere smarte Sportgadgets jetzt in den A1 Shops

 

Smarte Uhren für den Sport – wie alles begann

Am Beginn meiner Lauftrainings habe ich mit einer Polar-Laufuhr gearbeitet – hat seinen Zweck zwar erfüllt, aber bei den GARMIN-Laufuhren habe ich mich eindeutig wohler gefühlt. Lange Rede, kurzer Sinn – ich laufe seit etwa 7 Jahren nur noch mit GARMIN-Laufuhren und war damit immer zufrieden, also war ich auf die neue GARMIN VIVOACTIVE 3 besonders gespannt.


Vollgestopft mit sinnvoller Technik: Die Garmin Vivoactive 3 | Quelle: Garmin

Schon die Optik alleine erfreut das Herz aufs Höchste. Die „Uhr“ oder vermutlich treffender der „Sportcomputer“ liegt perfekt am Handgelenk. Das Gehäuse ist wesentlich dünner und leichter, als jenes meines Laufuhren-Vorgängers GARMIN-FORERUNNER. Rasch begeistert war ich vom weichen, hautfreundlichen Uhrenarmband – die Vorgängermodelle hatten steifere Armbänder mit geschätzten 10 Löchern zum Fixieren das Armbandes – die VIVOACTIVE hat gefühlte doppelt so viele und stellt daher weder für dünnere Arme als auch für muskulöseren Arme kein Problem dar.

Vor dem erstmaligen Einschalten der Uhr, habe ich zur Sicherheit den Akku mit dem beigelegten USB-Kabel einmal zur Gänze aufgeladen. Achtung Netzteil ist beim Kauf nicht dabei. Möchte man kein eigenes Netzteil kaufen, kann man das Gerät natürlich auch direkt am Laptop oder zum Beispiel an einer Powerbank anstecken.

…und dann kam der magische Moment – ich habe meine neue GARMIN VIVOACTIVE 3 zum allerersten Mal in Betrieb genommen und war sofort vom Smartwatch-Virus infiziert. Das Display ist mit einem Touchscreen, einer Side Swipe-Steuerung und nur noch einem einzigen Druckknopf ausgestattet. Klingt toll, aber wann verwende ich was davon und wie kann ich mit so wenigen Bedienelementen, alle erhofften Vorteile aufrufen? Da ich kein EDV-Mensch bin, kam ein wenig Panik in mir auf. Doch völlig umsonst. Am augenfreundlichen Display wird sofort deren Funktion leicht und verständlich erklärt. Die Hauptfunktion des Druckknopfes besteht eigentlich darin, das Gerät ein- und auszuschalten, GPS zu aktivieren und die jeweilige Aktivität zu starten oder zu beenden. Alles andere wird direkt über den Touchscreen oder eben der Side Swipe-Steuerung, einer Art „Umblätterfunktion“ gesteuert. Genial finde ich übrigens, dass der User bei der Einstellung der Uhr angeben kann ob er Links- oder Rechtshänder ist und auf welcher Seite er den Druckknopf verwenden möchte. Die ersten generellen Einstellungen sind gleich bei der Einführung direkt am Touchscreen durchzuführen, können aber jederzeit, sofern man die Funktionen bereits durchblickt hat, im Nachhinein adaptiert werden.

Aufgrund der Menge der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten empfiehlt es sich das entsprechende PDF des Benutzerhandbuchs aus dem Netz herunterzuladen und es trotz Elektronikzeitalters auch tatsächlich zu lesen. Erst dadurch kann man die ganze technische Vielfalt der GARMIN VIVOACTIVE 3 so richtig wahrnehmen. Gleich vorweg die Uhr kann wesentlich mehr, als jeder einzelne User je davon wirklich brauchen wird. Dies ist natürlich sehr stark von der jeweiligen Verwendung abhängig. Ich als Läufer bin auf jeden Fall von allen für diesen Sport vorhandenen Möglichkeiten schwer begeistert, auch beim Wandern war ich sehr zufrieden damit. Leider bin ich aufgrund der bescheidenen Temperaturen Anfang April nicht zum Testen der Schwimm- und Fahrradfunktion gekommen und von den Golffunktionen habe ich persönlich leider viel zu wenig Ahnung.

Nach dem nun das Gerät quasi personalisiert wurde ist es von großem Vorteil sich auf seinem Smartphone die Garmin Connect Mobile App (iOS | Android)herunterzuladen und diese sofort mittels Bluetooth zu koppeln. In der App werden in der Folge alle Aktivitäten des Tages übersichtlich mit freundlicher Optik dargestellt. Natürlich kann man vieles davon auch direkt auf der Uhr abfragen, aber der wahre Genuss der geleisteten Aktivitäten lässt sich dadurch noch viel mehr genießen. Während der ersten Kopplung begann, meine sich am Arm befindliche VIVOACTIVE in regelmäßigen und immer kürzer werdenden Abständen kräftig zu vibrieren. Was habe ich falsch gemacht? Hat die Uhr eine Fehlfunktion? Nein, ganz im Gegenteil – durch die Kopplung wurden meine eingehenden Mails direkt auf dem Display der Smartwatch angezeigt und konnten mittels zweier Klicks am Touchscreen auch tatsächlich dort einwandfrei gelesen werden, wer das lieber nicht möchte kann dies natürlich wieder problemlos deaktivieren.


Die Garmin Vivoactive 3 in freier Natur | Bild: A1/Andreas Stroh

Raus in die Natur

Jetzt aber endlich raus ins Freie und mal das Gerät in Aktion erleben. Nachdem ich vor dem Laufen die Funktionen der Uhr nochmals testen wollte, begann ich einmal mit einer wunderschönen Wanderung durch den frisch verschneiten Wald. Zum Starten meiner ersten Aktivität betätigte ich den Druckknopf und wählte am Touchscreen „Wandern“ aus. Das Gerät fand trotz dicker Wolken und zahlreicher Bäume in unmittelbarer Umgebung, sofort eine GPS-Verbindung. Mit nochmaliger Betätigung des Druckknopfs wird die Aktivität nun tatsächlich gestartet. Voller Begeisterung blickte ich auf den folgenden Kilometern immer wieder auf meine neue Uhr – die Schritte wurden gezählt und die Zeit und Entfernung ständig aktualisiert. Sogar mein Herzschlag wurde live übertragen. Die GARMIN VIVOACTIVE 3 misst den Herzschlag direkt vom Handgelenk und erspart somit das lästige Richten des rutschenden Brustgurts. Der Herzschlag kann rund um die Uhr gemessen werden und zeigt in der App folglich auch alle Details dazu an. Obwohl ich die Mailübertragungsfunktion auf meine Uhr bereits deaktiviert hatte, begann diese während des Wanderns immer wieder zu vibrieren und lieferte mir eine Erfolgsmeldung nach der Anderen. Ziel erreicht für die Menge der Schritte! Ziel erreicht fürs Treppen steigen! Es zwar immer schön Erfolgsmeldungen zu bekommen, aber man sollte schon vorab diese Ziele realistisch definieren. Steiles Bergaufgehen- oder Laufen wird von der Uhr übrigens zusätzlich als Treppensteigen wahrgenommen. Der Fitness-Tracker ist stets aktiv!

Die Generalprobe war also geglückt und so machte ich mich unmittelbar nach dem Wandern zu einem gemütlichen Berglauf auf und war ebenfalls begeistert. GPS war sofort wieder verfügbar und das mehrzeilige Display lieferte alle notwendigen Funktionen. Um an weitere Informationen zu gelangen musste ich lediglich auf dem Touchscreen ganz leicht in eine Richtung wischen. Die Bedienung während des Laufens ist sehr einfach und trotzdem effektiv – kein lästiges Suchen des richtigen Knopfes, keine Angst die Aktivität irrtümlich abzubrechen! Durch die einfache Bedienung kommt es auch zu keinem Bruch des Lauf-Rhythmus. Ein weiterer ganz großer Vorteil ist die augenfreundliche Auflösung des Displays – für Leute die bereits eine Lesebrille brauchen ein wahrer Segen!

Kaum zurück im Hotel habe ich sofort die Daten auf mein Handy gesendet und konnte dort in Ruhe voller Begeisterung die tollen Grafiken bewundern. Angefangen vom Pace über die Herzfrequenz, die Schrittfrequenz, den Höhenmetern, sowie den Zeiten in den Herzfrequenzen wird alles sehr userfreundlich und übersichtlich dargestellt. Natürlich gibt es auch Auflistung in Listenform mit zusätzlichen ausführlichen Daten. Erfreulich ist auch die sonst sehr aufwendige, hier aber automatische Berechnung des eigenen VO2Max-Wertes. Wer sein Training ernst nimmt, kann aus diesen Daten jede Menge wertvoller Rückschlüsse ziehen.

In dieser einen Woche bin ich ca. 50km Gelaufen und 30km gewandert und ich hatte kein einziges Mal die Sorge, dass der Akku leer wird. Selbst strömender Regen konnte meiner neuen GARMIN VIVOACTIVE 3 nichts ausmachen. Allerdings empfiehlt es sich vor erneutem Laden des Akkus oder dem Hochladen der Aktivitäten mittels direkten Kabelanschluss am Laptop die Kontakte der Uhr zuerst gründlich zu trockenen.

Leider ist die Hallensaison mit Ostern vorbei und dadurch konnte ich das Gerät nicht mehr im Hallenstadion testen. Doch wenn man bereits einige Lauftrainings im Freien absolviert hat, sollte auch dies kein Problem darstellen. Laut Benutzerhandbuch werden Distanz und Schrittfrequenz mithilfe des Beschleunigungssensors automatisch kalibriert – damit hat wohl mein alter Fußsensor komplett ausgedient.

Mein Fazit

Die GARMIN VIVOACTIVE 3 hat so viele Vorteile und neue Funktionen, dass man diese unmöglich in nur einer Woche alle herausfinden, geschweige denn Testen kann. Die Hardware ist sowohl vom Design als auch von Größe, Gewicht und Material ideal zum Laufen. Von der Software sind meine persönlichen Highlights die einfache Bedienung des Touchscreens, das benutzer- und augenfreundliche Display, die direkte Herzfrequenzmessung am Handgelenk sowie die mehrzeilige Anzeige der laufenden Aktivität und das Wechseln innerhalb der „Seiten“. In Verbindung mit der Garmin App ergibt sich eine wertvolle Informationsquelle, welche noch viel mehr Lust aufs Sporteln macht!

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Die technischen Daten im Überblick

  • Abmessungen: 43,4 x 43,4 x 11,7 mm, 43 Gramm
  • Material: Faserverstärktes Polymer und Edelstahl
  • Display: 30,4 mm (1,2 Zoll), 240 x 240 Pixel
  • Sensoren: GPS, GLONASS, Barometrischer Höhenmesser, Kompass, Beschleunigungsmesser, Thermometer, Herzfrequenzmessung
  • Akku: GPS-Modus: Bis zu 13 Stunden | Smart-Modus: Bis zu 7  Tage

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