Im Test: Huawei MediaPad T3 10


Mit dem MediaPad T3 10 testen wir das aktuellste Modell der preiswerten Einsteiger-Tablet Serie vom chinesischen Hersteller Huawei. Dabei wird nicht ganz so wie im Namen versprochen ein 10 Zoll, sondern ein 9,6 Zoll großes Display in ein sehr ansprechend gestaltetes Aluminium Gehäuse verbaut. Mit dabei außerdem Android 7.0 und LTE – sehr praktisch für das mobile Arbeiten. Ein Tablet sollte sich ja vor allem fürs Lesen längerer Artikel oder E-Books bzw. für Filme und Multimedia besonders gut eignen. Wie sich das MediaPad T30 10 sich dabei schlägt, finden wir im Test heraus.

Alle Infos zum Huawei MediaPad T3 10 kurz und prägnant
Ein Einsteiger-Tablet zu einem extrem attraktiven Preis – dazu LTE fürs mobile Arbeiten und ein großes 9,6 Zoll Display. Das MediaPad T3 eignet sich vor allem zum Betrachten von Multimedia und dank eingebautem GPS zum komfortablen Navigation (zum Beispiel im Auto) mit Google Maps.

Das Einsteiger-Tablet Huawei MediaPad T3 10 mit 9,6 Zoll Display und Aluminiumgehäuse

 

Design


Die Abmessungen des Tablets | Bild: A1/Wolfgang Hammer

Rein äußerlich fällt kaum auf, dass es sich beim MediaPad T3 um ein Einsteiger Tablet handelt: Während man in dieser Preisklasse oft mit einem Kunststoff-Gehäuse auskommen muss, setzt Huawei auf Aluminium. Kunststoff gibt es nur an der Front bzw. an am äußeren, oberen Rand. Das hat den Vorteil, dass es optisch gut aussieht und Tapser an der Rückseite kaum zu sehen sind. Es hat aber auch den Nachteil, dass Aluminium schwerer als Kunststoff ist, das MediaPad T3 also mit 460 Gramm recht schwer ist. Das macht sich sehr deutlich bemerkbar – man kann’s aber auch positiv sehen, immerhin erspart man sich das Ausdauertraining im Fitness-Studio.


Das MediaPad T3 ist exzellent verarbeitet | Bild: A1/Wolfgang Hammer

Nicht ganz so gut gelungen ist die Platzierung des Mono-Lautsprecherausgangs an der unteren Kante. Es kann passieren, dass man sie verdeckt und der Sound dadurch entsprechend gedämpft wird. Wobei es überhaupt empfehlenswert ist, Kopfhörer zu verwenden: Guter Sound ist keine Tugend beim MediaPad T3, Klänge hören sich eher hohl und wenig satt an. Immerhin befindet sich die 3,5mm Klinke an der rechten Seite, das Kabel angestöpselter Kopfhörer muss also nicht geknickt werden.


Ganz schön schwer – das MediaPad T3 bringt es auf fast einen halben Kilo | Bild: A1/Wolfgang Hammer

USB-C hat es noch nicht auf das Tablet geschafft – Lade- und Datenkabel wird per Micro-USB angesteckt. Die Lautstärkewippe und der Powerbutton sind tadellos verarbeitet – hier wackelt und knarzt nichts. Generell ist das Tablet sehr gut verarbeitet und lässt sich weder biegen noch sonst irgendwie verformen.

Display

Schon der Name „MediaPad“ lässt vermuten, dass sich das Tablet für Multimedia besonders gut eignen sollte. Das tut es auch, allerdings mit Einschränkungen: Das 9,6 Zoll große IPS-LCD Display löst nur in HD – also mit 1280 × 800 Pixel (= 157 Pixel/Zoll) auf. Was für ein Smartphone wie dem Einsteiger-Androiden Huawei P9 lite mini mit einer Displaygröße von 5 Zoll vollkommen ok ist, ist für ein Tablet mit größerem Display eher mäßig – angesichts des günstigen Preises allerdings auch zu erwarten. Bei Multimedia wirkt sich das so aus: Fotos und Videos sehen sehr gut aus, bei Text und Webseiten sind die einzelnen Pixel aber erkennbar und sorgen bei normalem Betrachtungsabstand für leicht unscharfe Buchstaben.


HD am Tablet sieht weniger scharf aus als am Smartphone (Huawei P9 lite mini) mit kleinerem Display | Bild: A1/Wolfgang Hammer

Dank IPS-LCD wirken alle Inhalte aber hell genug, auch wenn das Display dazu neigt recht kräftig zu spiegeln. Unter direktem Sonnenlicht fällt das besonders auf. Dafür ist es sehr blickwinkelstabil und auch ausreichend kontrastreich, sodass auch mehrere Zuseher kaum Einbußen hinnehmen müssen.

Ausstattung

Das MediaPad T3 10 ist ein Einsteiger-Tablet – das wird einem auch bei der Ausstattung klar. Angetrieben wird das Tablet von einem Qualcomm MSM8917 Snapdragon 425 Quad-Core A53 Prozessor bei 1,4 GHz samt 2 GB RAM. Bei AnTuTu erreicht es 44.632 Punkte – für ein Einsteiger-Gerät also ein durchaus guter Wert. Surfen und Video funktioniert ohne Hänger, nur bei Spielen wie Asphalt oder Need for Speed kommt das Tablet schnell an seine Grenzen. Wobei für große Apps ohnedies nur wenig Platz ist: Das Tablet kommt mit 16 GB internem Speicher aus (kann um 128 GB via MicroSD erweitert werden), davon sind im Auslieferungszustand etwa 8 GB belegt – teilweise auch mit Bloatware, die sich aber größtenteils entfernen lässt.


Zum Streamen z.B. via A1 NOW ist die Ausstattung absolut ausreichend | Bild: A1/Wolfgang Hammer

In Punkto Mobilität kann das MediaPad wieder Punkte aufholen: Es unterstützt einerseits WLAN mit 2,4 und 5 Gigahertz, allerdings nicht die Kanalbündelung nach dem ac-Standard. Zusätzlich gibt es LTE – und damit auch mobile Telefonie und SMS. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Benachrichtigungs-LED sehr praktisch, die verpasste Anrufe und eingegangene Nachrichten entsprechend signalisiert.

Kamera

Tablets sind nicht unbedingt für ihre erstklassigen Kameras bekannt – das MediaPad T3 macht hier keine Ausnahme: Es gibt an der Rückseite eine 5 Megapixel Kamera bei ƒ/2.4 und eine 2 Megapixel Kamera bei ƒ/2.4 an der Front. Bei der Hauptkamera gibt es immerhin einen Autofokus, Filter oder Effekte sucht man in der App vergeblich. Es ist also eine klassische Schnappschuss Kamera, für höhere Aufgaben sollte man zu einem anderen Smartphone greifen.

Akku

Bei einem Tablet ist die Ausdauer sehr wichtig – schließlich möchte man unterwegs beim Betrachten eines Films nicht ständig an die Akku-Ladung denken. Im MediaPad T3 arbeitet eine 4.800 mAh starke Energiequelle, bei durchschnittlicher Nutzung und halber Displayhelligkeit kommt man damit etwa 6 Stunden und 30 Minuten durch. Beim Battery-Benchmark PC Mark kommt es bei voller Helligkeit und voll ausgelasteter Nutzung auf 5 Stunden und 13 Minuten. Angesichts der Displaygröße für ein Einsteiger-Gerät in Ordnung, für längere Reisen empfiehlt sich die Mitnahme einer Powerbank. Das vollständige Laden von 0 auf 100 dauert übrigens wegen des eher schwachen 2 Watt Netzteils fast 3 1/2 Stunden, hier ist also Geduld angesagt.

Fazit

Das Huawei MediaPad T3 10 hätte das Potential zum Verkaufsschlager – wenn Huawei nur einen etwas besseren Prozessor und ein etwas höher auflösendes Display verbaut hätte. Im Status Quo eignet sich das Tablet vor allem wegen des günstigen Preises trotzdem hervorragend für bestimmte Zielgruppen. So wird es bei Einsteiger bestimmt großen Gefallen finden, weil es gut verarbeitet und vor allem ein sehr großes Display bietet.


Gutes Tablet für Einsteiger und auf Reisen | Bild: A1/Wolfgang Hammer

Auch für die Nutzung von Google Maps und Co. auf Reisen und den ein oder anderen Film im Flugzeug eignet es sich hervorragend. Oder man verwendet es als Tablet für die Kinder: Das sorgt auf der nächsten langen Autofahrt für Ruhe & Frieden und sollte es zu grob behandelt und kaputt werden, ist angesichts des Preises nicht allzu viel verloren. In Punkto Mobilität ist es Dank LTE sowieso eine klare Empfehlung.

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Die technischen Daten im Überblick

  • Abmessungen: 229.8 x 159.8 x 8 mm | 460 Gramm
  • Betriebssystem: Android 7.1.1. – Nougat
  • Display: 9,6 Zoll IPS-LCD Display bei 1.280 x 800 Pixel = 157 ppi
  • Kamera: Hauptkamera 5 MP bei Blende ƒ/2.4 und Frontkamera 2 MP bei Blende ƒ/2.4
  • Prozessor: Qualcomm MSM8917 Snapdragon 425 Quad-Core A53 bei 1,4 GHz
  • Speicher: 16 GB intern, via MicroSD erweiterbar | 2 GB RAM
  • Akku: Li-Ionen mit 4.800 mAh
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, Wi-Fi 802.11 a/b/g/n, dual-band, Bluetooth 4.0

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  1. Thomas Hruby

    Was mir bei den meisten Tablets fehlt ist eine HDMI-Verbindungsmöglichkeit.

    WEnn ich mir so Preise für Tablets auf wish.com ansehe hääte der Anbieter hier durchaus 128GB internen Speicher verbauen können.

    1280 * 800 ist keine HD Auflösung wie im Testbericht beschrieben. 1920 * 1080 ist eigentlich als HD definiert.

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