Im Test: Huawei P9 lite mini


Im Test das Einsteiger Smartphone von Huawei: Das P9 lite mini. So klein wie die Namensgebung vermuten lässt, ist es dann aber doch nicht: Das Display bringt es immerhin auf 5 Zoll, klein ist es höchstens für den Geldbeutel. Das Huawei P9 lite mini gibt es um 0 Euro schon im Tarif A1 Basic, dem günstigsten Tarif von A1. Genau richtig also für alle, die ein günstiges Zweitgerät oder tatsächlich erst jetzt mit dem Einstieg zu Android beginnen. Oder eine zweite SIM Karte im selben Gerät verwenden möchten, denn das P9 lite mini bietet Dual-SIM. Im Test alles darüber, was das Huawei P9 lite mini im Alltag leistet.

Lesedauer: 4 Minuten, das Huawei P9 lite mini im Test

Alle Infos zum P9 lite mini kurz und prägnant
Das Huawei P9 lite mini richtet sich vor allem an Einsteiger: Mit 5 Zoll HD Display, 13 Megapixel Kamera und 4-Kern Prozessor bringt es jene Spezifikationen mit, die man sich zu einem sehr günstigen Preis auch erwartet. Richtig gut ist die intuitive Benutzeroberfläche namens EMUI, die genauso viel kann wie jene auf den Top-Smartphones von Huawei.

Das Dual-SIM Einsteiger Smartphone Huawei P9 lite mini

 

Design

Das Huawei P9 lite mini mag ein Einsteiger Smartphone sein, rein äußerlich macht es aber einen sehr guten Eindruck. Das liegt vor allem an den verwendeten Materialen: Rückseite und Rahmen wurden in ein sandgestrahltes Gehäuse verbaut – in der Farbe schwarz macht das dank des matten Looks schon sehr viel her und wirkt alles andere als billig. Den hochwertigen Eindruck vermittelt auch die Tatsache, dass die Kamera zur Gänze ins Gehäuse eingelassen wurde – vor allem in der Hand sorgt die glatte Rückseite für ein sehr wohliges Gefühl.


Das optisch gut gelungene Huawei P9 lite mini| Foto: A1/Wolfgang Hammer

Auf der Rückseite befindet sich auch der gut erreichbare Fingerabdrucksensor – keine Selbstverständlichkeit bei einem Einsteiger-Smartphone. Ein Blick auf die Front offenbart, dass das Display leicht hervorsteht. Dieser Effekt ist dem 2,5D Glas geschuldet und setzt den guten Eindruck von der Rückseite auch an der Front fort. Nicht unwesentlich: Das P9 lite mini verfügt über eine kleine Benachrichtigungs-LED – ein Feature, auf das leider immer mehr Hersteller vergessen.


Sandgestrahltes Unibody Gehäuse aus Metall | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Das Huawei p9 lite mini bringt alle Anschlüsse mit, die man sich von einem Smartphone erwartet: Also einen Micro-USB Ladeanschluss und eine 3,5mm Kopfhörerklinke. Mechanische Steuerelemente gibt es nur am rechten Rand – dort lässt sich die Lautstärke regulieren und das Smartphone ein- und ausschalten. Einen Schutz gegen Spritzwasser und Staub bietet das Gerät nicht, bei dem günstigen Preis ist das allerdings verschmerzbar.

Display


Farbtreues 5 Zoll Display – die Helligkeit könnte höher sein | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Am IPS-LCD Display sieht man wieder, dass man es beim P9 lite mini eher mit einem Einsteiger-Smartphone zu tun hat: Es bietet 5 Zoll bei einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel, mit 294 Pixel/Zoll also knapp unter der magischen 300 Pixel/Zoll Grenze. Den Unterschied zu Smartphones mit höherer Auflösung sieht man allerdings nur im direkten Vergleich, für sich genommen reicht es bei einem Einsteiger-Smartphone vollkommen aus. Gegenüber anderen Smartphones fällt allerdings auf, dass die Farben etwas blasser als auf vergleichbaren Smartphones wirkt – das hat damit zu tun, dass die Helligkeit nicht ganz so hoch wie auf anderen Telefonen eingestellt werden kann. In Punkto Blickwinkelstabilität leistet es aber gute Arbeit, es ist keinerlei Farbstich erkennbar.

Ausstattung

Das Huawei P9 lite ist nicht unbedingt eine Gaming-Maschine, das wird bei einem Blick auf die Ausstattung schnell klar: Es wird durch einen Qualcomm MSM8917 Snapdragon 425 Prozessor bei 4 x @1,4 GHz angetrieben, unterstützt von 2 GB Arbeitsspeicher. Damit sollten alle alltäglichen Aufgaben machbar sein, man merkt aber doch immer wieder Verzögerungen oder etwas ruckartiges Scrollen bei aufwendigen Webseiten. Trotzdem erreicht das P9 lite mini beim AnTuTu Benchmark mit 42.918 Punkten ein recht ansehnliches Ergebnis. Ein Knackpunkt könnte für viele der recht sparsam bemessene interne Speicher sein, der mit nur 16 GB äußerst knapp ausfällt. Nur etwa die Hälfte davon steht dem User zur Verfügung – leider auch wegen der Bloatware, deren Anzahl am P9 lite mini leider recht hoch ist. Eine Micro-SD Karte ist also unbedingt erforderlich (bis max. 128 GB), wenn man nicht bei jeder Aufnahme zweimal überlegen möchte.


EMUI gefällt auch am P9 lite mini – hier das übersichtliche Berechtigungsmenü| Foto: A1/Wolfgang Hammer

Als Betriebssystem gibt es Android 7.1.1 samt Huaweis bekannter Oberfläche EMUI 5.1 – wie vom chinesischen Hersteller gewohnt sorgt das für eine sehr aufgeräumte, eher wenig an Android erinnernde Benutzeroberfläche. Besonders gut gefällt mir in diesem Zusammenhang die übersichtliche Anordnung der Berechtigungen: Hier wird nicht nach App, sondern nach Art der Berechtigung sortiert. Man sieht also auf einen Blick, welche App zum Beispiel die Standortberechtigung hat und kann dementsprechend gezielt handeln.

Kamera


Kamera in Einsteigerqualität | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Hier gibt es ebenfalls die Basisausstattung: Eine 13 MP Kamera bei ƒ/2.0 und eine 5 MP Kamera bei ƒ/2,4 an der Front. Der Autofokus reagiert etwas träge, vor allem bei Nacht wird es schwer, eine scharfe Aufnahme zu erstellen. Die Bilder an sich sind für Einsteiger-Verhältnisse ok, allerdings neigt sie dazu helle Bereiche zu stark aufzuhellen, was für eher mäßigen Kontrast sorgt. Für Videoaufnahmen würde ich eher zu einem anderen Smartphone greifen: Es gibt keine Stabilisierung, außerdem kommt der Fokus in den meisten Situationen nicht nach. Immerhin gibt es aber FullHD bei max. 30 Frames/Sekunde.

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Huawei P9 lite mini - Bei Tageslicht gelingen gute Fotos - Autofokus reagiert relativ schnell und akkurat. Allerdings gibt es eine merkbare Auslöseverzögerung | Foto: A1/Wolfgang Hammer
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Akku

Für ein Einsteiger-Smartphone wurde beim Akku eine ordentliche Leistung verbaut: Immerhin 3.020 mAh Kapazität – angesichts des sparsamen Prozessors und der eher niedrigen Displayauflösung deutet das auf eine sehr lange Nutzungsdauer hin. Im Test bestätigt sich dieser Eindruck: Man kommt trotz allerlei Multimediakonsum und zahlreichen Sync-Diensten sehr locker durch den Tag.

Fazit

Eines ist ganz klar: Das Huawei P9 lite mini will kein Hochleistungs-Smartphone sein. Das kann es aber zu dem Preis auch gar nicht: Wer mehr benötigt als ein solides Einsteiger-Smartphone, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Auswahl gibt es da genug: Für den schmalen Geldbeutel zum Beispiel das Sony Xperia XA2 oder das LG Q6.


Guter Einsteiger oder Zweitgerät: Das Huawei P9 lite mini | Foto: A1/Wolfgang Hammer

So gesehen macht das Gerät vieles richtig: Zunächst einmal sieht es nicht billig aus – schon alleine das könnte für viele Grund genug sein, diesmal zum P9 lite mini zu greifen. Das Display ist ebenfalls solide, mit dem Fingerabdrucksensor ist das Handy auch in Punkto Sicherheit nicht leicht zu knacken. Die Kamera taugt für den einen oder anderen Schnappschuss allemal und für Surfen, Mail und Social Media ist es ebenfalls schnell genug. Als Zweit- oder Einsteiger Androide also eine klare Empfehlung!

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Die technischen Daten im Überblick

  • Abmessungen: 143.5 x 71 x 8.1 mm, 145 Gramm
  • Betriebssystem: Android 7.1.1
  • Display: 5 Zoll IPS-LCD bei 1.280 x 720 Pixel (= 294 Pixel/Zoll)
  • Kamera: Hauptkamera bei 13 MP ƒ/2,0 – Frontkamera bei 5 MP ƒ/2,4
  • Prozessor: Qualcomm MSM8917 Snapdragon 425 Prozessor bei 4 x @1,4 GHz
  • Speicher: 2 GB RAM; 16 GB interner Speicher – mit MicroSD bis zu 128 GB
  • Akku: Li-Ionen mit 3.020 mAh – nicht wechselbar
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE, WLAN, Bluetooth 4.2

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