Kinder im WWW: Mehr Sicherheit & Kontrolle

Als Technik-Liebhaber und Internet-Experte in der A1 Community beschäftige ich mich täglich mit den Herausforderungen des World Wide Web. Heute schreibe ich über ein Thema, das ich aus meiner Rolle als Elternteil gut kenne: Kinder im Internet. Wie man den Nachwuchs am besten im Internet schützen kann und welche Anpassungen z.B. über den Internet-Router gesetzt werden können, erkläre ich hier.

Internet: Risiken für Kinder minimieren

Die wichtigsten Fragen wenn es um den Internet-Konsum der Jüngsten geht, drehen sich oft um Zeitvorgaben, Altersempfehlungen und kindergerechte Inhalte. Viele Eltern haben nicht die Zeit, um alle diese Dinge dauernd im Überblick zu haben und ihre Kinder diesbezüglich zu kontrollieren. Erschwerend kann dabei noch sein, dass das Internet für die Schule benötigt wird, z.B. bei Hausaufgaben auf einer Online Lernplattform: Ich habe 3 Kinder, unterschiedlichen Alters (11 bis 18 Jahre). Ein jedes Kind hat unterschiedliche Anforderungen und sollte auch entsprechende altersgemäße Beschränkungen und Freiheiten erhalten. Dazu kommt, dass man ja selbst auch das Internet zu Hause nutzen möchte und sich nicht von den Kindersperren eingrenzen will.

Router-Einstellungen für mehr Kinderschutz

Für mich stand schon sehr früh fest, „Hardwarelösungen“, also Einstellungen am Internet-Modem/Router, zu bevorzugen. Aus diesem Grund habe ich bei der Planung meines Hauses für viele Räume mehrere Netzwerkdosen vorgesehen und im Keller einen Netzwerkverteiler vorbereitet. Zu dieser Zeit war die WLAN-Technologie noch nicht so fortgeschritten wie heute.

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Der Netzwerkverteiler, um direkte Einstellungen vorzunehmen

Wie kann ich nun den Netzwerkverteiler für den Kinderschutz nutzen? Der Netzwerkverteiler kann durch Komponenten, wie eine Firewall, ergänzt werden, die bei der Überwachung helfen. Mit einer neuen Leitung, die mir höhere Internet Geschwindigkeiten ermöglicht, bekam ich das Routermodell TG788. Dieses besaß die Möglichkeit, die Dauer der Internetverbindung, IP basierend, zu begrenzen. (wie auch das aktuellere TG588) Diese Funktion war für mich sehr praktisch und ausreichend.

Zeitliche Limits auf der Fritzbox einstellen

Als nächstes Modem, nach dem TG588, wählte ich die Fritzbox, genauer gesagt eine FB3490, die ebenfalls Kindersicherungen anbietet, wie z.B. die zeitlichen Einstellungen. Damit kann ich nicht nur die Anzahl der Stunden begrenzen, sondern auch den Zeitrahmen, in dem die Onlinezeit aufgebraucht werden kann. Zusätzlich ist es möglich, dies für jeden Wochentag, individuell einzustellen. Sollte ein Kind mehrerer Geräte haben, z.B. Laptop und Tablet, dann können diese auch zusammengefasst werden. Damit hat das Kind z.B. eine gesamte Netzwerkzeit von 2 Stunden zur Verfügung, die für beide Geräte gilt. Ein großes Plus ist für mich das Ticketsystem der Fritzbox. Damit kann ich mit einer 6-stelligen Nummer, die nur einmal funktioniert, einen Zugang für 45 Minuten freigeben lassen. Wenn ein Kind z.B. seine reguläre Online Zeit schon aufgebraucht hat, aber für die Schule mehr Zeit braucht, dann gebe ich ihm eine Nummer und brauche nicht die gesamte Zeit-Einstellung zu ändern.

Zeitlimits-Fritzbox-Router-Inernet-Kinderschutz
Übersicht der angelegten User-Profile in der Fritzbox Administration. Die 6-stelligen Nummern bewirken eine Freigabe für 45 Minuten Online-Zeit. Diese werden nach Gebrauch neu generiert.

Inhalts-Kontrollen auf der Fritzbox 

Zusätzlich kann noch eine Whitelist und Blacklist erstellt werden. Mit diesen Listen kann man festlegen, welche Inhalte die Kinder aufrufen dürfen und welche nicht. Nachteil: Leider können die Listen nicht für jeden User individuell angelegt werden. Deshalb ist sie bei mehreren Usern nur begrenzt tauglich. Wichtiger Tipp: Die Fritzbox kann auch ganz einfach von außerhalb gesteuert werden. Der Fritzbox-Hersteller AVM bietet zum Beispiel eine Art von „Dyn.DNS“ an, womit man über die MyFRITZ! App von überall Zugang zu seinen Modem-Einstellungen hat. Das macht es für mich möglich von der Arbeit oder von unterwegs die Internet-Beschränkungen daheim zu regeln.

Blacklist-Whiteliste-Kinderschutz
Beispiel für eine Whitelist. Die Blacklist sieht analog aus.

Fazit
Mit einem funktionsstarken Router, wie der Fritzbox, kann man viele Kinderschutzeinstellungen direkt in der Fritzbox-Oberfläche vornehmen. Jedoch gibt es hier nur Einstellungen für gewisse Anwendungsfälle, eine größere Palette an Funktionen kann in Kombination mit einer Kinderschutz-Software erreicht werden. Meine persönliche Meinung ist, dass eine Firewall sowie eine gute Virenschutzsoftware unerlässlich sind und auf jeden Fall auf allen Geräten, die von Kindern benutzt werden, installiert sein sollten. Auch Smartphones sind davon nicht ausgenommen, denn das Netz von schlecht geschützten Geräten kann sehr leicht gehackt und mit Viren versehen werden.

Ihr möchtet euch zum Thema Kinderschutz im Internet gerne mit anderen austauschen? In der A1 Community diskutieren User, welche Kinderschutzprogramme sie verwenden. Hier geht’s zum Thema.

 

#ConnectLife Lesetipp

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