ZTE Axon 7 Mini: Das Klangwunder im Test

Der chinesische Hersteller ZTE legt mit dem Axon 7 Mini den kleinen Bruder des ZTE Axon 7 nach und macht dabei sehr viel richtig: Mit 5,2 Zoll ist das Mittelklassesmartphone dabei alles andere als mini. Das hochwertige Metallgehäuse, der Fingerabdrucksensor und der klare 360 Grad Dolby Atmos Sound wurden vom Highend-Gerät übernommen. Warum das Klangwunder überdies ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, lest ihr im vollständigen Test:

 

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Das ZTE Axon 7 mini im Test
Das ZTE Axon 7 Mini im Smartphone-Mittelklasse Test | Bild: A1/Felix Stoisser

ZTE Axon 7 Mini: Minimale Unterschiede – Das ist anders

Im direkten Vergleich mit dem Flaggschiff Axon 7 ist äußerlich nur das etwas kleinere Display zu bemerken: Beide Geräte setzen schließlich auf einen Aluminium Unibody und sind im Design ident. Der große Bruder löst jedoch in Quad HD (2560 x 1440 Pixel) auf und besitzt eine kapazitive Schaltfläche (berührungsempfindliche Tasten) unter dem Display. Die Mini Variante setzt gegensätzlich auf On-Screen Buttons. Weitere Features wie die Dolby Atmos Front-Lautsprecher oder der Fingerabdrucksensor wurden 1:1 übernommen und werden in den folgenden Unterpunkten detailliert besprochen.

Design

Die extrem schmalen Ränder des Axon 7 Mini fallen sofort ins Auge: Der Rahmen selbst besteht aus Metall und liegt aufgrund der Wölbung angenehm in der Hand. Nur an der Ober- und Unterseite wurde jeweils ein kleiner Kunststoffstreifen integriert um die Empfangsqualität zu verbessern. Der Aluminium Unibody macht für mich einen hochwertigen Eindruck und erinnert stark an sein großes Vorbild das Axon 7. Trotz seiner Größe von 5,2 Zoll macht das Gerät, auch aufgrund seiner gebogenen Glasfront, einen äußerst kompakten Eindruck. Mit 5,2 Zoll ist es auch etwas größer und schlanker als beispielsweise das Samsung Galaxy S7. Besonders gefallen mir die beiden Lautsprecherblenden, die nicht nach unten zeigen sondern ins Metallgehäuse eingearbeitet wurden. Die Oberfläche der Lautsprecher besitzt die charakteristische feine Nylontextur und hinterlässt im Test ein edles Gefühl an den Fingern.

ZTE Axon 7 Mini - Design
Die geriffelte Oberfläche der Stereo-Lautsprecher | Bild: A1/Felix Stoisser

An der Vorderseite schützt Gorilla Glas 4 das Smartphone vor Beschädigungen. Einmal gewendet, schweift der Blick über die Hauptkamera mit LED-Dualblitz, dessen Sensor ein wenig aus dem Gehäuse hervor steht. Darunter hat ZTE einen flotten Fingerabdrucksensor verbaut, der im Test einwandfrei funktioniert hat. Dreht man das Device weiter in der Hand, entdeckt ich den USB-Typ C Anschluss (leider nur mit USB 2.0) an der Unterseite, welcher Aufladen mittels Fast Charge ermöglicht. Gegenüberliegend lässt sich ein Kopfhörer über den 3,5mm Klinkenanschluss verbinden. An der linken Seite wird ein Hybrid-Slot herangezogen, der zwei Nano SIM-Karten oder eine Nano SIM-Karte und eine microSD -Karte (bis 128GB) beherbergen kann. Die Bedienung der Menüs erfolgt mittels On-Screen-Tasten. Als Gesamtpaket bringt das Axon 7 Mini kompakte 153 Gramm auf die Waage. Um die Rückseite des Handys vor Kratzern zu schützen liegt zudem ein praktisches Silikon-Cover bei.

Display

Das Android-Gerät wiedersetzt sich seinem „Mini“-Kürzel und kommt auf Abmessungen von 147,5 x 71 x 7,8mm. Das AMOLED-Display besitzt stolze 5,2 Zoll und löst in Full HD auf (1920 x 1080 Pixel = 423 ppi). Damit ist es etwas kleiner als das „große“ Axon 7 mit 5,5 Zoll. Die Farben wirken für meinen Geschmack extrem scharf, farbintensiv und kommen im Test kontraststark rüber. Bei Zimmerbeleuchtung lässt sich das Axon 7 Mini stets problemlos ablesen. Mit 393 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) ist der Bildschirm jedoch eine Spur dunkler. Das AMOLED-Display ist außerdem nicht ganz so leuchtstark wie zum Beispiel das Samsung Galaxy S7, ist aber auf einem Level mit dem Axon 7. Die Sättigung des Displays lässt sich softwareseitig anhand von drei Farbmodi verändern (Natürlich, Bunt und Herrlich) und auch die Farbtemperatur kann über drei Stimmungsfilter vorgegeben werden.

ZTE Axon 7 Mini Display
Das 5,2 Zoll große AMOLED-Display des ZTE Axon 7 Mini | Bild: A1/Felix Stoisser

Performance

Harte Schale, weicher Kern? Unter dem robusten Aluminium-Gehäuse kommt ein flotter Qualcomm Snapdragon 617 Octarcore Prozessor mit max. 1,5 GHZ (4 x 1,5GHz und 4 x 1,2GHz) als Motor zum Einsatz. 3GB Arbeitsspeicher sorgen zudem dafür, dass Alltagsaktivitäten wie Surfen und App-Multitasking flüssig vonstattengehen. Im Test funktionierte das Gerät zuverlässig und selbst bei raschen Wechseln öffneten sich Apps ohne Wartezeit. Ordentliche Spieleleistung garantiert der Adreno 405-Grafikchip, der mir bei Standardspielen zügige Unterhaltung ermöglichte. Als besonderes Feature hat ZTE den AK4962-Audiochip von AKM verbaut. Mehr dazu weiter unten: Eines vorweg, der Sound hat mich definitiv begeistert.

Daten können auf dem 32 GB großen internen Speicher abgelegt werden (werkseitig sind davon noch ca. 21 GB verfügbar). Der Speicher kann via microSD Karte um bis zu 128 GB erweitert werden. So sollten auch größere Archive gut auf dem Gerät Platz finden. Mit 47099 Punkten im AnTuTu Benchmark-Test findet sich das ZTE Axon 7 Mini wie zu erwarten im großen Reigen der Mittelklassesmartphones wieder (das Huawei P9 Lite kommt beispielsweise auf 53064 Punkte).

ZTE Axon 7 Mini Benchmarktest
Benchmark-Test des ZTE Axon 7 Mini | Bild: A1/Felix Stoisser

Software & Features

Mit „Marshmallow“ greift das Axon 7 Mini noch auf die Android Version 6 zurück. Nachdem für die Highend-Version aber bereits das Update auf Android-7 Nougat angekündigt wurde, ist davon auszugehen, dass auch bei der Mini-Variante ein Upgrade auf die aktuellste Version erfolgen wird. Daneben werkt die hauseigene Bedienoberfläche MiFavor – UI 4.0 von ZTE: Im ersten Moment wirkte die Oberfläche ein wenig verspielt, im Laufe des Tests habe ich mich aber gut an den Aufbau gewöhnt und finde das Design schön gelöst. Die Bedienung erfolgt sehr intuitiv und geht flüssig von der Hand.

Der Fingerabdrucksensor funktioniert für ein Mittelklassesmartphone ausgesprochen gut und hat meinen Finger im Verlauf der Testtage durchgehend ohne Probleme erkannt. Als weiteres spannendes Feature setzt ZTE verstärkt auf seine Sensoren zur Erkennung von Gesten: Neben der Double-Tap-to-Wake (doppelte Tippen weckt das Smartphone auf), besteht auch die Möglichkeit, das Gerät bei einem eingehenden Anruf ans Ohr zu führen und so das Telefonat automatisch anzunehmen. Obendrein lässt sich das Device so konfigurieren, dass Vibration und Klingelton selbstständig aktiviert werden, wenn das Gerät in einer Hosentasche verschwindet.

ZTE Axon 7 Mini Kameratest
ZTE Axon 7 Mini Kameratest
ZTE Axon 7 Mini Kameratest
ZTE Axon 7 Mini Selfie
Arrow
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ZTE Axon 7 Mini - Sonnenschein und optimale Lichtverhältnisse vor der Wiener Karlskirche
Slider

 

Kamera

Die Hauptkamera des 7 Mini löst mit klaren 16 Megapixel auf (der große Bruder Axon 7 besitzt 20 Megapixel): Mit einer großen Blende bei ƒ/1.9 und einem schnellen Autofokus lassen sich bei Tageslicht sehr ansehnliche Bilder fotografieren. Die Farben wirken kräftig und der Weißabgleich gefällt mir gut: Testaufnahmen des Smartphones findet ihr wie gewohnt oberhalb im Slider. Bei schwachem Licht werden Bilder der Rückkamera grobkörniger: Abhilfe schafft hierbei der Super Night Fotomodus. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet: Die Farben sind kräftig und selbst ohne optischen Stabilisator werden geschwenkte Aufnahmen ruhig gefilmt. Im Test haben mir insbesondere der umfangreiche manuelle Modus beziehungsweise die Zeitlupen- und Zeitraffer-Funktion gefallen.

ZTE Axon 7 Mini Kameramodi
Die Kameramodi des ZTE Axon 7 Mini | Bild: A1/Felix Stoisser

Die Kamera-App ist logisch aufgebaut und erinnert vom Design stark an jenes des iPhone. Ähnlich wie beim iPhone gibt es auch die Live-Foto-Option: Fotos und kurze Videos können nach der Aufnahme noch erweitert werden. Im Testlauf hat die Funktion anständig funktioniert.

Die solide Frontkamera (Selfie) lichtet mit maximalen 8 Megapixel ab und wartet mit einer Blende von ƒ/2.2 auf. Bei guten Lichtverhältnissen werden Selfies sehr beachtlich. Videos auf der Vorderseite werden übrigens mit maximal 1080p aufgenommen.

ZTE Axon 7 Mini Dolby Atmos Sound
Berauschender 360 Grad Dolby Atmos Sound des ZTE Axon 7 Mini | Bild: A1/Felix Stoisser

Sound

Das definitive Highlight des ZTE Axon 7 Mini ist der Sound: Wie auch beim großen Vorbild wurde ein AKM-Audiochip verbaut (AK4962-Audiochip), der bereits im Demovideo seinen vollen Dolby Atmos Sound entfaltet. Man hat den Eindruck, der kristallklare Ton würde aus verschiedenen Richtungen kommen, was dem angepriesenen 360 Grad Sound schon sehr nahe kommt. Besonders gut gefällt mir der Einsatz der beiden Stereo-Lautsprecherblenden an der Front, sodass der Ton beim Videokonsum raumfüllend entgegenhallt und nicht wie bei anderen Smartphones nach unten abstrahlt. Die Bässe erreichen zwar nicht die Wucht von größeren Bluetooth-Boxen, aber selbst bei maximaler Lautstärke kommen Höhen und Mitten gut heraus.

Das Dolby Atmos Gefühl lässt sich zudem nicht nur über die integrierten Lautsprecher erleben sondern kommt sogar über Kopfhörer hörbar zur Geltung. Über den Equalizer lassen sich außerdem noch weitere Einstellungsmöglichkeiten vornehmen. Bei Videos und Spielen habe ich förmlich den wuchtigen Sound genossen: Ich würde mir aber wünschen, dass zukünftig noch weitere Apps den Dolby Atmos Sound unterstützen.

Akku

Der Akku des ZTE Axon 7 Mini ist fest verbaut und besitzt eine Kapazität von 2.705 mAh. Da es sich beim ZTE Gerät um eines der Sparsameren in seiner Vergleichsgruppe handelt, bin ich damit auch bei intensiver Nutzung gut durch den Tag gekommen. Das Axon 7 Mini hat einen Fast Charge-Adapter beigelegt, der das Handy innerhalb von 1,5 Stunden wieder auf 100% lädt: Geladen wird via USB-Typ C Anschluss. Sollte der Akku sich doch einmal dem Ende zuneigen, kann das Handy in einen sogenannten „langen Standby Modus“ geschalten werden: Die Funktionen werden dabei drastisch reduziert und die Leistung herunter gefahren. Solange der Modus aktiviert ist, kann der Handybesitzer nur Telefonieren oder Nachrichten versenden. Für die meisten wird diese Option wohl nur in Ausnahmesituationen zum Einsatz kommen.

ZTE Axon 7 mini im Test
Das „kleine“ Klangwunder ZTE Axon 7 Mini konnte mich im Test überzeugen | Bild: A1/Felix Stoisser

Fazit

Berauschender Sound hält Einzug in der Mittelklasse: Mit diesem Satz lässt sich das ZTE Axon 7 Mini gut charakterisieren. Das „kleine“ Klangwunder hat sehr viel Features von seinem großen Bruder, dem Axon 7 übernommen und offeriert damit ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Speziell das schöne Aluminium-Design, der sparsame Fast-Charge-Akku und der klare Dolby Atmos Sound beim Videokonsum haben mich im mehrtätigen Mittelklassesmartphone-Test begeistert: Von mir gibt es daher ganz klar einen Daumen nach oben.

 

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ZTE Axon 7 Mini – Technische Daten im Überblick:

  • Abmessungen: 147,5 x 71 x 7,8mm
  • Betriebssystem: Android 6.0 – Marshmallow
  • Display: 5,2 Zoll AMOLED Full-HD Display bei 1920 x 1080 = 423 ppi
  • Kamera: 16 MP (Rückseite) bei ƒ/1.9 und 8 MP (vorne für Selfies) ƒ/2.2, Full-HD Videoaufnahme, Dual LED Blitz
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 617, Octacore bei 4 x 1,5 Gigahertz, 4 x 1,2 Gigahertz
  • Speicher: 3 GB Ram, 32 GB interner Speicher – mit MicroSD bis zu 128 GB
  • Akku: Li-Ionen mit 2705 mAh – nicht wechselbar, Fast Charge
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE Cat6, WLAN, Bluetooth

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