Samsung Galaxy A3 (2017) Test: Kompakt, gut und zuverlässig

Mit dem Samsung Galaxy A3 (2017) kommt das derzeit kleinste Smartphone und eine kompakte Version vom Galaxy S7 des koreanischen Herstellers in die Verkaufsregale. Es ist die mittlerweile dritte Auflage der Galaxy A3 Reihe, die im Jahr 2014 das beliebte Galaxy S Mini Sortiment abgelöst hat. Neu sind neben der höheren Leistung und einem besseren Display (samt Always On Funktion) die IP-68 Zertifizierung, das Design, ein Fingerabdrucksensor und eine verbesserte Selfie Kamera. Im Test nehmen wir das handliche Modell unter die Lupe und zeigen, dass man für einen günstigen Preis ein sehr solides Allround Telefon bekommt.

A3 (2017) bestellen

Samsung Galaxy A3 2017 im Test

Das handliche Samsung Galaxy A3 (2017) im Test | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Samsung Galaxy A3 (2017) – das ist neu

Im Vergleich zum Vorgänger Galaxy A3 (2016) hat sich einiges getan: Der Home-Button ist jetzt auch ein Fingerabdrucksensor – lästige PIN Eingaben oder wenig sichere Sperrarten wie Muster fallen damit weg. Außerdem ist das A3 (2017) jetzt IP68 zertifiziert – Staub und Spritzwasser sind ab sofort keine Bedrohung mehr. An der Selfie Kamera wurde die Auflösung erhöht und auch am Design hat es einige sinnvolle Änderungen gegeben, alle Details zu den eben genannten Punkten und noch mehr gibt es weiter unten.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Design

Samsung Galaxy A3 (2017) Design Aussehen Metall

Das Samsung Galaxy A3 – gelungenes Design | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Erste Auffälligkeit: Das Galaxy A3 (2017) hat einen neuen Rahmen bekommen. Der ist zwar so wie der des Vorgängers aus Metall, neu ist aber dass er sich für meinen Geschmack viel besser in den tollen Gesamteindruck einfügt: Er hat dieselbe Farbe wie die Vor- und Rückseite des Smartphones, beim A3 (2016) war er noch im Alu-Look gehalten. In den Rahmen sind nahezu ohne Spaltmaß die gläserne Rückseite und das Display eingefasst – sieht optisch wirklich gut aus, macht die Rückseite aber auch für Tapser anfällig. Pluspunkt: Die Kamera ragt nicht aus dem Gehäuse heraus – damit schafft Samsung mit dem A3 (2017) etwas, was sie beim Galaxy S7 oder Apple beim iPhone 7 nicht geschafft haben – Chapeau!

Galaxy A3 (2017) im Vergleich zum iPhone 6s

Das Samsung Galaxy A3 (2017) im Vergleich zum iPhone 6s | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Durch den abgerundeten Rahmen schmiegt sich das von den Abmessungen her dem iPhone 7 ähnlich große Smartphone extrem gut in die Hand – man will es von Anfang an kaum mehr weglegen. Der Rahmen verleiht dem Telefon einen sehr hochwertigen Look, angesichts des günstigen Preises gibt es da kaum etwas auszusetzen. Sehr auffällig ist die neue Anordnung des Lautsprechers: Der befindet sich nämlich weder an der unteren Kante noch im Home Button, sondern an der rechten oberen Kante. Mehr zum Sound gibt es weiter unten.

Lautsprecher vom Galaxy A3 (2017) seitlich

Der Sound kommt beim Galaxy A3 (2017) seitlich heraus | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Neu beim Galaxy A3 (2017) ist, dass Samsung mit der aktuellen A-Reihe auch den IP68 Schutz einführt – das Modell ist also Staub- und Spritzwasser geschützt. Das ist bestimmt kein Nachteil, in die Badewanne sollte man das Smartphone allerdings trotzdem nicht mitnehmen.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Display

Samsung Galaxy A3 (2017) Display

Schön scharf: Das Display löst nmur mit knapp weniger Pixel als beim iPhone 6s auf | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Das Display vom Galaxy A3 (2017) ist mit 4,7 Zoll exakt gleich groß wie jenes vom iPhone 7. Die Auflösung liegt nur eine kleine Spur darunter – sie beträgt 720 x 1280 Pixel, also 312 Pixel pro Zoll. Also kein Full HD, bei einem Smartphone mit diesen kompakten Abmessungen reicht ein HD Display allerdings vollkommen aus. Wie von Samsung gewohnt kann an der Display Qualität nichts ausgesetzt werden: Das AMOLED Display wirkt sehr klar und scharf, die Farben sehr lebhaft und die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht stellt kein großes Problem dar.

Always On Display

Die Infos am Always On Display können je nach Geschmack angepasst werden | Screenshot: A1/Wolfgang Hammer

Neu am Galaxy A3 sind das Always On Display und der Blaufilter: Ersteres kann man auf Wunsch auch deaktivieren, es empfiehlt sich aber ganz klar es zu nutzen. Es werden am Display nämlich nicht nur das Datum samt Uhrzeit, sondern auch App Benachrichtigungen und der Akku-Ladestand angezeigt. Zusätzlich kann der Hintergrund frei gewählt werden oder anstatt der Uhrzeit der Kalender oder einfach nur ein Bild angezeigt werden.

Der Blaufilter wiederrum reduziert die Blauanteile der Bildschirmbeleuchtung: Laut einiger Studien soll das bei nächtlicher Smartphone Nutzung die Schlafqualität positiv beeinflussen. Diesen Modus kennen wir bereits vom Apple iPhone, der mit iOS 9.3 unter dem Namen Night-Shift eingeführt wurde und sogar planmäßig – also zu vorher definierten Zeiten – aktiviert werden kann. Beim Galaxy A3 (2017) muss die Option jedes Mal aufs Neue aktiviert werden, vielleicht kommt eine Planungsfunktion ja mit dem nächsten Update.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Leistung

Das Samsung Galaxy A3 (2017) wird von Samsungs Mittelklasse Prozessor Exynos 7870 bei 8 x 1,6 GHz angetrieben – eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorjahrsmodell. Allerdings gibt es für Arbeitsspeicher und internen Speicher kein Upgrade: Hier bekommen wir 2 GB RAM und 16 GB internen Speicher. Während die Größe des Arbeitsspeichers angemessen ist und das Smartphone damit flott und zuverlässig arbeitet, halte ich 16 GB internen Speicher für etwas zu wenig: Er kann zwar via Micro-SD um bis zu 256 GB erweitert werden. Da Samsung adoptible Storage allerdings nicht zulässt, ist man durch die Installation vieler Apps relativ rasch am Limit angelangt. Im Werkszustand stehen dem User knapp 10 GB freier Speicherplatz zur Verfügung.

Im Vergleich mit anderen Mittelklasse Smartphones muss sich das Galaxy A3 (2017) nicht verstecken – besonders schön zu sehen ist, um wie viel Stärker das Gerät gegenüber dem Vorgängermodell bzw. dem Samsung Galaxy A5 (2016) geworden ist. Entsprechend flott ist das Smartphone im Alltag, ich konnte bei keiner App irgendwelche Performancehänger beobachten.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Software & Features

Hier gibt es mitunter eine kleine Enttäuschung: Obwohl schon seit Herbst verfügbar, läuft auf dem Galaxy A3 (2017) ab Werk noch kein Android Nougat sondern Android 6. Die neue Version Android 7 soll aber laut Samsung nicht mehr lange auf sich warten lassen, mit einem Update sollte man ab Februar rechnen können. Dennoch finden sich einige Nougat ähnliche Features am Telefon: Bei langem Druck auf ein App Icon wird ähnlich den App-Shortcuts ein Kontextmenü eingeblendet. Außerdem hat Samsung im Einstellungsmenü ordentlich aufgeräumt und präsentiert sich hier übersichtlicher als bei allen früheren Modellen. Besonders gut gefällt mir die neue Art und Weise Screenshots zu erstellen: Es gibt die Möglichkeit einer Scrollaufnahme, es wird beim Screenshot also der gesamt scrollbare Bereich aufgenommen. Sehr praktisch vor allem für Entwickler.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Kamera

Die Kamera ragt nicht aus dem Gehäuse heraus | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Eine gute Kamera lebt nicht nur von Megapixel – das hat Samsung bereits mit dem Galaxy S7 bewiesen. Dementsprechend ist auch die Kamera vom A3 (2017) ausgefallen: Die Hauptkamera liefert 13 Megapixel bei einer ƒ/1.9 Blende, die Kamera an der Front wurde allerdings etwas aufgemotzt und liefert jetzt 8 Megapixel ebenfalls bei ƒ/1.9. Erfreulich ist, dass es auch wieder ein Profimodus in die App geschafft hat, mit dem immerhin ISO Wert und Weißabgleich selbst definiert werden können. Sie macht einen ziemlich guten Job bei Tageslicht, in der Nacht muss man mitunter Abstriche hinnehmen.

Der Wiener Prater bei Sonnenaufgang | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Am Tag gelingen mit dem Samsung Galaxy A3 (2017) recht gute Aufnahmen, obwohl sie für meinen Geschmack etwas zu weit ins Rote tendieren, die Bilder also immer etwas wärmer wirken. Der Fokus arbeitet recht flott, nur in der Nacht merkt man dass das Smartphone ordentlich pumpen muss, um in den Fokus zu kommen – ist typisch für Kameras, die zur Ermittlung der Schärfe den Kontrast heranziehen.

Foto: A1/Wolfgang Hammer

Für schnelle Schnappschüsse ist die Kamera sehr gut zu gebrauchen: Wie bei Samsung üblich wird die Kamera via doppelten Klick auf die Home-Taste aufgerufen. Besonders gut gefällt mir außerdem die Möglichkeit, den Auslöser via schwebende Kamera-Schaltfläche Funktion in den Kameraeinstellungen an einen beliebigen Punkt zu platzieren – sehr praktisch, da man in manchen Situationen nicht immer so leicht den unteren Rand des Displays erreicht.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Sound

Wie schon weiter oben erwähnt kommt der Sound ausschließlich aus einem kleinen Lautsprecher, der an der rechten Kante platziert wurde – ein Novum bei Samsung, bisher fand man die Lautsprecher immer entweder im Homebutton oder an der unteren Kante. Einen tollen Klang kann man sich von dem Mono Lautsprecher leider nicht erwarten – wobei dazu gesagt werden muss, dass Sound bisher nie wirklich im Fokus von Samsung gelegen ist. Ganz im Gegensatz von Sony und HTC, die hier immer wieder auch bei ihren Mittelklasse Smartphones Großartiges hinlegen. Wichtiger Punkt: Es gibt eine Kopfhörerklinke.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Akku

Angetrieben wird das Samsung Galaxy A3 (2017) von einem Akku mit einer Kapazität von 2.350 mAh – klingt wenig, angesichts des HD Displays und der Performance allerdings ausreichend. Nach 1 1/2 Tagen ist bei normaler Nutzung allerdings relativ bald Schluss. Geladen wird über den neuen USB-C Anschluss, Wireless Charging gibt es nicht. Dafür stehen wie gewohnt viele Stromsparmodi für den Notfall zur Verfügung.

Samsung Galaxy A3 (2017) – Fazit

Fazit: Klein, schnell und schlau – das Samsung Galaxy A3 (2017) | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Klein, gut und zuverlässig: Mit diesen drei Schlagworten lässt sich nach ein paar Tagen Test des Samsung Galaxy A3 (2017) mein Eindruck zusammenfassen. Es überzeugt mit seinen kompakten Abmessungen, der ansprechenden Leistung samt guter Kamera und farbenfrohen Display. Ein wenig Abstriche muss man nur beim Sound und dem knapp bemessenen Speicherplatz machen, intelligente Features der Smartphone Software machen dieses Manko aber wieder wett. Das Samsung Galaxy A3 (2017) buhlt also ganz klar um preisbewusste und dennoch auf Qualität achtende Kunden, Samsung hat in dieser Hinsicht einen guten Job gemacht.

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Samsung Galaxy A3 (2017) – Technische Daten im Überblick

  • Abmessungen: 135.4 x 66.2 x 7.9 mm, 138 Gramm
  • Betriebssystem: Android 6.0 – Marshmallow (Update auf Nougat voraussichtlich ab Februar 2017)
  • Display: 4,7 Zoll AMOLED HD Display bei 1280 x 720 Pixel = 312 ppi
  • Kamera: 13 MP (Rückseite) bei ƒ/1.9 und 8 MP (vorne für Selfies) ƒ/1.9, 1.920p Videoaufnahme, LED Blitz
  • Prozessor: Exynos 7870, Octacore bei 8 x 1,6 MHz, 64 Bit
  • Speicher: 2 GB RAM,  16 GB interner Speicher – mit MicroSD bis zu 256 GB
  • Akku: Li-Ionen mit 2.350 mAh – nicht wechselbar, Fast Charging
  • Konnektivität: GSM/EDGE/UMTS/LTE Cat4, WLAN, Bluetooth

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  1. Karl

    Warum hat dieses Handy Samsung Galaxy A3 (2017) bei der Beschreibung der Konnektivität bei Bluetooth keine Haken sondern nur einen Strich? Ist Bluetooth nicht vorhanden?

    • Felix Stoisser

      Hallo Karl,
      was meinst du mit „kein Haken sondern nur einen Strich“?
      Das A3 (2017) unterstützt natürlich Bluetooth (4.2).
      LG & ein schönes WE,
      Felix

  2. Christian Wagner

    Ganz egal, ob mit der Standard-Kamera-App, einem Barcode-Leser oder Adobe Acrobat zum Dokumente scannen. Folgendes Verhalten ist Standard und lässt sich beliebig reproduzieren.

    Sobald eine App die Hauptkamera startet, ertönt ein (leiseres) Klicken, so als ob sich der Verschluss öffnen würde. Und wenn dann aufgrund der Nähe zu einem Objekt der Autofokus nicht mehr in der Lage ist scharf zu stellen, klappert es wiederum, als wenn die Linsen der Kamera aufeinander klackern würden.

    lg, Christian

    • Felix Stoisser

      Hi Christian,
      du musst dir keine Sorgen machen – mit deinem A3 (2017) ist alles in Ordnung. 🙂 Es handelt sich lediglich um den Autofokus: Da sich die Linsen zwangsweise bewegen müssen, hörst du ein Klicken. Das Geräusch muss nicht bei allen Smartphones gleich sein, aber es ist absolut normal wenn es auftritt. 🙂
      LG,
      Felix

  3. Christian Wagner

    Ist euch beim Test aufgefallen, dass die Kamera beim Öffnen der App sowie beim Fokussieren im Nahbereich ein Klicken von sich gibt?

    • Felix Stoisser

      Hallo Christian,
      habe es gerade ausprobiert und kann das Klicken bei meinem Test nicht nachvollziehen.
      Arbeitest du mit der Standard-Kamera App?
      LG;
      Felix

  4. Abba

    Nachdem man aber Apps nur am internen Speicher installieren und nicht auf die externe SD-Karte verschieben kann, bleibt es dabei, dass der verhältnismäßig kleine interne Speicher ein Nachteil ist.

    • Felix Stoisser

      Hallo Abba,
      mit zusätzlichen 256GB Speicherplatz via MicroSD lassen sich aber selbst große Bild- oder Musiksammlungen ganz gut auslagern und der interne Speicher wird geschont. 🙂
      LG,
      Felix

  5. Peter

    Okay, falsch formuliert- er hat es bis zum Ende im Summary offensichtlich wieder vergessen ;o)
    „Ein wenig Abstriche muss man …….dem knapp bemessenen Speicherplatz machen, …. „

  6. Peter

    Das neuen Galaxy A3 & A5 2017 hat wie gewohnt Speichererweiterung bis zu 256GB via Micro SD Karte- ist im Bericht untergegangen ;o)

    • Felix Stoisser

      Hallo Peter,
      das stimmt: A3 & A5 (2017) lassen sich um bis zu 256GB via Micro SD erweitern. Hat Wolfgang im Punkt „Samsung Galaxy A3 (2017) – Leistung“ beschrieben. 🙂
      LG,
      Felix

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