Galaxy Gear VR 2 im Test: Die derzeit wohl beste Smartphone VR-Brille

Mit dem neuen Samsung Galaxy kommt auch die neue Samsung Galaxy Gear VR – die erste Gear VR hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel, sie wurde auf der IFA 2014 erstmals vorgestellt. Ein Upgrade war aber nicht nur wegen dem Alter des ersten Modells notwendig: Auch dem USB-C Anschluss wurde Rechnung getragen. Nicht nur das wurde geĂ€ndert: Wir bekommen ein grĂ¶ĂŸeres Gesichtsfeld und die neue Galaxy Gear VR wurde leichter. Im A1 Blog Test haben wir uns die Gear VR umgeschnallt und sind auf virtuelle Reisen gegangen.

Samsung Gear VR 2
Schaut gut aus – die neue Gear VR | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Die neue Galaxy Gear VR ist jetzt schwarz – laut Samsung deswegen, weil dadurch störende Reflexionen praktisch ausgeschlossen werden können. Sie ist außerdem leichter: Sie wiegt nur mehr 312 Gramm ohne eingelegtem Smartphone – mit einem eingelegten Samsung Galaxy S7 edge (157 Gramm) kommt man dann knapp auf etwa einen halben Kilo. Deutlich leichter also als beispielsweise die HTC Vive.

Samsung Galaxy Gear USB-Adapter
Samsung liefert den passenden Adapter fĂŒr den Smartphone Anschluss gleich mit | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Die Galaxy Gear VR 2 ist mit einem USB-C Anschluss ausgestattet. FĂŒr alle anderen kompatiblen GerĂ€te – das sind das Samsung Galaxy S7/S7 edge, das Samsung Galaxy S6/S6 edge/S6 edge+ und das Note 5 – hat Samsung einen Micro-USB Adapter in den Lieferumfang beigelegt.

Samsung Gear VR 2 Buttons
Neue Buttons: Auf der Gear VR 2 gibt’s jetzt auch einen Home-Button | Foto: A1/Wolfgang Hammer

An den Bedienelementen hat Samsung ebenfalls ein Update vorgenommen: So wurden die Vertiefungen beim Touchpad auf der rechten Seite entfernt, das Pad ist jetzt also flach und verfĂŒgt lediglich ĂŒber eine spĂŒrbare Markierung in der Mitte. Außerdem gibt es einen weiteren Button: Zum schon bisher verfĂŒgbaren ZurĂŒck-Button hat sich ein Homebutton dazu gesellt.

Samsung Galaxy Gear VR 2
Das Smartphone wird mit einem Handgriff eingelegt | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Die wohl wichtigste Neuerung ist aber das erweiterte Gesichtsfeld. Das wurde von 96° auf 101° erhöht. Klingt zwar nicht nach viel, macht aber einen großen Unterschied: Waren die RĂ€nder bei der Ă€lteren Brille praktisch immer sichtbar, so muss man jetzt schon genauer hinsehen, um sie zu erkennen. Das Eintauchen in virtuelle Welten ist jetzt praktisch randlos möglich.

Samsung Gear VR 2 Haptik
Meine Kollegin Jasmin kann von VR nicht genug kriegen | Foto: A1/Wolfgang Hammer

Ansonsten ist BewĂ€hrtes gleich geblieben: Das Gurtsystem unterscheidet sich nicht vom alten Modell – Anfangs muss man relativ viel an ihnen herumfummeln, bis man die passende Einstellung gefunden hat. Die Brille muss fest am Kopf sitzen. Schließlich möchte man weder Lichteinfall von außen, noch dass sie einem bei einer schnellen Kopfbewegung vom Haupt fliegt. Auch die LautstĂ€rkenwippe ist an derselben Stelle geblieben. BrillentrĂ€ger mĂŒssen ihre Sehhilfe nach wie vor abnehmen, dafĂŒr gibt es in der Mitte ein Drehrad zum Dioptrien Ausgleich. Der funktioniert tadellos, selbst bei stark kurzsichtigen Menschen wie mir erscheinen alle Inhalte knackscharf.

Virtual Reality

Von Samsung kann sich so mancher andere Hersteller etwas abschauen: Store, Videos, Spiele und Bilder sind in einer schönen und intuitiv gestalteten BenutzeroberflĂ€che erreichbar und können direkt von dort aus gestartet werden. Im Gegensatz zu Cardboard Varianten muss also das Smartphone nicht fĂŒr jeden App-Wechsel herausgenommen werden. Wie sich VR mit Samsung genau anfĂŒhlt, könnt ihr hier und hier nachlesen. Lesetipp: Venicrafts Varo-Training mit der Galaxy Gear VR bei #ConnectLife.

Fazit

Die neue Brille ist ein gelungenes Upgrade: Vor allem das grĂ¶ĂŸere Gesichtsfeld ist den Kauf wert, auf den zusĂ€tzlichen Homebutton hĂ€tte Samsung auch verzichten können – ich habe ihn bei so gut wie keiner Aktion benötigt. Samsung gibt was Smartphone-VR Brillen betrifft eindeutig den Takt vor, ich wĂŒrde sagen man kann den koreanischen Hersteller ruhig als Benchmark fĂŒr andere hernehmen. Einziger Wehrmutstropfen bleibt, dass die Galaxy Gear VR nach wie vor nur fĂŒr Samsung Smartphones kompatibel ist – Besitzer anderer Marken mĂŒssen sich mit deren VR-Lösungen oder Cardboards zufrieden geben.

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