Spectacles: Snapchat bringt Video-Brille

Snapchat erfreut sich immer größerer Beliebtheit – laut aktuellen Zahlen treiben sich täglich über 150 Millionen User weltweit in dem Videonetzwerk herum, täglich werden hunderte Millionen neue Snaps ins Netzwerk geladen. Auch A1 ist unter dem Namen einfachA1 mittlerweile auf Snapchat zu finden. Bisher wurden Snaps ausschließlich via Smartphone Kamera erstellt. Das ist insofern besonders, als alle damit gemachten Videos authentisch und sehr lebensnah wirken. Allerdings fällt es mit dem Smartphone schwer, seine besonderen Momente aus einer echten Ich-Perspektive festzuhalten – und das ist ja schließlich das, worum es bei Snapchat geht. Diese Zeiten sind vorbei: Snap Inc. hat mit Spectacles eine neue Video-Brille vorgestellt.

Der Clou: In der zumindest von vorne stylisch anmutenden, in 3 unterschiedlichen Farben erhältlichen Brille ist eine kleine Kamera angebracht. Via zusätzlich eingebauter LED wird signalisiert, ob gerade ein Video gedreht wird. Die Brille wird via Wi-Fi oder Bluetooth mit der App verbunden und lädt alle Videos in die Erinnerungen-Rubrik der Snapchat App hoch. Von dort aus können sie dann ins Netzwerk gepostet werden.

Spectacles
Bild: Screenshot/spectacles.com

Mithilfe der Brille wird es also ein Leichtes, Zuseher 1:1 an allem erlebten teilhaben zu lassen. Sie verfügt mit 115° (die iPhone 7 Kamera deckt ca. 65° ab) über sehr weites Gesichtsfeld – das deckt in etwa mit dem Gesichtsfeld des menschlichen Auges. Inwieweit diese Perspektive dann auch in der App angewendet wird, ist noch nicht ganz klar: Bei Snapchat ist es ja üblich, das Videos im Hochformat eingespielt werden – mit den Spectacles wird aber im Querformat gefilmt. Laut Snapchat kommt man mit einer Ladung durch den Tag, das Aufladen erfolgt direkt im Brillenfutteral.

Über die Verfügbarkeit der Brille ist noch nicht viel bekannt, vorerst wird sie wohl nur in den USA erhältlich sein. Ob Snapchat mit der Brille einen großen Erfolg feiern wird, ist freilich eher ungewiss: Wer kann sich noch an Google Glass erinnern? – Von der AR Brille wurden in den USA lediglich ein paar wenige Modelle verkauft. Datenschutzbedenken und mögliche technische Schwächen könnten noch zu Stolpersteinen für die neue Brille werden. Dementsprechend vorsichtig gibt sich Snap Inc. CEO Evan Spiegel: Die Brille werde langsam eingeführt, man möchte herausfinden wie sie ins Leben der Menschen passt um zu sehen, ob sie sie mögen.

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