Anyplace, anywhere, anytime: So surft und shoppt Familie Einser

Surfverhaltens im Wandel der Zeit

Technologie prägt unseren Alltag. Unsere Geräte sind smart und vernetzt, wir shoppen am Handy, während wir auf unsere Wurzelbehandlung warten, wissen wie viele Schritte wir täglich zurückgelegt haben und sind permanent online. Wie facettenreich das persönliche Surfverhalten sein kann, zeigen wir euch anhand einer fiktiven Familie – nennen wir sie Familie Einser.

Rückblick: Familie Einser anno dazumal

Werfen wir vorher einen Blick zurück ins Jahr 2000. Wer erinnert sich noch an die alten Zeiten, als es nur einen Standrechner mit Internetverbindung pro Haushalt gab? Langes Warten und Streitigkeiten mit Eltern oder Geschwistern waren die Folge. Während Mutter Anna Einser die nächste Traumdestination für den Familienurlaub suchte, wartete Vater Anton schon sehnsüchtig darauf, den PC für das ausgiebige Schmökern in seiner Lieblings-Online-Zeitung zu nutzen. Sohn Aaron nahm den Internetzugang gerne in Beschlag, um mit seinen Freuden via ICQ zu chatten und für seine Schulprojekte zu recherchieren. Für seine kleine Schwester Alexa war das Internet zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich dazu da, um nach putzigen Katzenfotos zu suchen. Der Kampf um die täglich Ration Internet war bei Familie Einser quasi Alltagsroutine. An ausgiebiges Online Shopping mit intensiven Recherchen war noch nicht zu denken. Nicht nur die langen Ladezeiten und unübersichtlich gestalteten Websites erwiesen sich als wahre Spaßbremse. Oma Einser verzweifelte regelmäßig, weil sie niemanden am Festnetz-Telefon erreichen konnte. Das war ja durch die Internet-Nutzung blockiert. Verweilte ein Familienmitglied zu lange am PC, hing schnell der Haussegen schief. Doch wie ist Familie Einser heutzutage online unterwegs?

Familie mit unterschiedlichem Surfverhalten am Smartphone und Tablet und PC

Einfach spontan: So surft und shoppt Alexa

Alexa bezeichnet sich stolz als Digital Native – so wie etwa ein Drittel der österreichischen Internet-User. Ohne Smartphone fühlt sie sich schon fast nackt. Sollte sie einmal versehentlich ohne mobiler Begleitung aus dem Haus gehen, wäre das schlimmer, als ihren Schlüssel zu vergessen. Alexa ist lebenslustig, sozial vernetzt und ständig online. Ob Online Banking, Chatten mit Freuden oder einen Tisch zum Sonntagsbrunch reservieren – sie erledigt fast alles am Handy. Alexa gehört zu den etwa 87 % der Österreicher, die das Internet unterwegs nutzen. Natürlich shoppt sie gerne auch mal spontan auf dem Weg zur Arbeit. Falls sie einmal zwischen zwei technischen Produkten schwankt, frage sie gerne ihren großen Bruder per WhatsApp um Rat.

Effizient: Aaron kombiniert Sport, Surfen und Shopping

Sport ist für Aaron ein Muss. Fitness Tracker ist bei ihm rund um die Uhr im Einsatz. Am liebsten verschafft er sich einen detaillierten Überblick über seine verbrannten Kalorien und teil seinen Trainingsforschritt gerne als Ansporn via Facebook. An einem sonnigen Tag schwingt er sich am liebsten auf Fahrrad und dreht ein paar Runden in der Natur. Bei Regenwetter möchte Aaron dennoch nicht auf sein Training verzichten. Ein Standrad im Wohnzimmer mit direktem Blick auf den Fernseher schafft Abhilfe. Aaron ist natürlich ein effizienter Bursche: Während er sich im Standrad abstapelt, tätigt er die Einkäufe gleich auf einem seiner technischen Geräte. Welches Outdoor-Handy wohl am besten für seine nächste Raftingtour geeignet ist? Wäre eigentlich praktisch, die Produktsuche das nächstes Mal gleich während des Workouts via TV Gerät zu erledigen, findet er.

Immer mit dabei: Anna und ihr Tablet

Annas Philosophie lautet: Man muss nicht mit einem Tablet aufgewachsen sein, um ein Tablet nutzen zu können. So hat sie sich mit Unterstützung ihrer Tochter und diversen Video-Anleitungen in ihrer Freizeit zum Digital Immigrant gemausert. Im Geschäft ist Anna bei technischen Anschaffungen wie einem neuen Smartphone eher der „Hab nur g’schaut“-Typ. Hier möchte sie sich nicht zu einer schnellen Entscheidung hinreißen lassen. Im Internet hat sie viel mehr Zeit, um nach Belieben zu Gustieren und zu vergleichen – am liebsten gemütlich auf dem Sofa mit melodischer Jazzmusik im Hintergrund oder bei Schönwetter auch gerne im Park oder Kaffeehaus. Dazu liest sie Testberichte am Tablet, um möglichst viele Eindrücke über ihre zukünftige Anschaffung zu bekommen. Wenn sich Anna dann entschieden hat, möchte sie sich den Weg ins Geschäft sparen, sondern einfach gleich am Tablet bestellen. So bleibt mehr Zeit für ihre zahlreichen Hobbys.

Gemütlich zuhause: Anton schätzt seinen Stand-PC

Für Anton ist Surfen im Internet vor allem mit Informationssuche verbunden, aber dient gelegentlich auch zur Entspannung. Shopping hingegen eine lästige Pflicht. Auf Smartphones setzt er als eher weniger – denn schließlich ist für ihn ein Handy zum Telefonieren und nicht zum Einkaufen da. Außerdem möchte er nicht ständig daran denken, seinen Akku aufzuladen. Viel lieber macht er es sich auf seinem Ledersessel mit einer Tasse Kaffee gemütlich und surft auf seinem Standrechner. Auf dem großen Bildschirm empfindet er den Text als leserlicher als auf einem Smartphone. Er gehört damit zu den 11 % der sogenannten Digital Outsiders. Kaufentscheidungen trifft er keinesfalls überstürzt, sondern wählt lieber weise. Hier setzt er auch auf die Meinung von erfahrenen Usern in Foren, um sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Sobald er sich für ein Produkt entschieden hat, muss der Kauf möglichst unkompliziert über die Bühne gehen. Daher schätzt Anton übersichtlich strukturierte und verständliche Websites mit möglichst wenig Schnickschnack.

Mobile Internet User in Österreich
Bild: Mobile Communications Report 2015

So unterschiedlich die Charaktere auch sein mögen – eines haben alle gemeinsam: Sie schätzen es, wenn sich das vielfältige Online-Angebot möglichst unkompliziert ist und sich an ihre persönlichen Bedürfnisse anpasst. Nicht nur wir als User sind sehr unterschiedlich, auch unsere Geräte ändern sich im Laufe der Zeit. Drei Viertel der Österreicher surfen täglich am Handy. Doch nicht nur unterwegs sind wir mit unserem Smartphone online. Selbst zuhause gewinnen mobile Geräte immer mehr an Beliebtheit. Fast 80% sind auch in den eigenen vier Wänden viel lieber mit dem Handy online. Mehr als ein Fünftel surft sogar nebenbei im Internet, während sie fernsehen. (Quelle: Mobile Communications Report)

Ob wir Stand-PC und Laptops bald nur noch als Ausstellungsstück im Technischen Museum kennen werden? Wie, wo und wann surft oder shoppt ihr am liebsten?

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