Im Fokus: Phantom Vibrations Syndrom

Ist dir das auch schon einmal passiert? – Du spürst deutlich das Vibrieren des Smartphones in der Hosentasche, das untrügliche Signal für einen eingehenden Anruf oder eine neue Nachricht. Ein kurzer Blick aufs Display offenbart aber, dass sich gar nichts getan hat. Die Vibration war also nichts als Einbildung, man könnte auch sagen: Eine Halluzination. Du bist Opfer des „Phantom-Vibrations-Syndroms“ geworden – ein Phänomen, das laut aktuellen Studien schon etwa 80 Prozent der Smartphone Besitzer mindestens einmal erlebt haben. Keine Sorge: Das Syndrom ist völlig harmlos, am A1 Blog erklären wir die Hintergründe.

Das Phänomen taucht zum ersten Mal in einem Dilbert Comic aus dem Jahr 1996 auf. Da wird es „Pager Vibration Syndrome“ genannt, da Pager zu dieser Zeit weit verbreitet waren und vor allem Ärzte sich – da bei einem Alarm oft um Leben und Tod ging – oft einbildeten, die Vibration ihres Benachrichtigungsgeräts zu spüren.

Phantom Vibration Syndrom

Die Ursachen der Phantom-Vibrationen sind nicht vollständig geklärt. Grundsätzlich hat es natürlich etwas mit den Vibrationsalarm am Smartphone zu tun. In der Regel treten Phantom Vibrationen dann auf, wenn man das Smartphone zwischen ein paar Monaten und einem Jahr immer an ungefähr der gleichen Stelle trägt. Eine Theroie besagt: Die Vibrationen treten vor allem dann auf, wenn wir auf einen Telefonanruf oder eine Nachricht warten – das Gehirn missinterpretiert dann andere Wahrnehmungen wie Muskelkontraktionen oder Druck der Kleidung als die Smartphone Vibration.

Das Phänomen an sich ist völlig harmlos, ich persönlich empfinde es manchmal aber als nervig. Daher habe ich mir angewöhnt, mein Smartphone auch einmal in die andere Hosentasche zu stecken. Es hilft aber auch einfach den Vibrationsalarm zu deaktivieren oder ein anderes Smartphone-Modell zu verwenden. Abgesehen davon ist es interessant, wie stark das Smartphone unsere Wahrnehmung beeinflusst: Wir sind anscheinend ständig in Erwartung eines wichtigen Anrufs oder Nachricht – und das obwohl die meisten Anrufe und Nachrichten kaum etwas zu bedeuten haben.

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