Aus alt mach‘ neu – Handyrecycling bei A1

Welche Stoffe stecken genau in meinem Handy? Wie werden diese Stoffe beim Recycling aufbereitet? Wann wird ein Handy recycelt und wann wird es einfach wieder verwendet? – Nicht alles was alt ist, ist schließlich kaputt. Hier eine Übersicht!

Ich zeige dir, was in mir steckt

In einem durchschnittlichen Smartphone sind eine ganze Menge unterschiedlicher Materialen verbaut. Dabei handelt es sich um einen Mix aus seltenen (also wertvollen) und sehr häufig vorkommenden Elementen, Mineralien und Stoffgemischen. Hier ein kleiner Überblick:

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Kupfer: Wird aus dem Mineral Chalkpyrit gewonnen und ist vor allem Bestandteil der Platine bzw. für die Kabelverbindungen wichtig. Macht bis zu 15 Gewichtsprozent eines Handys aus und kommt recht häufig auf der Erde vor.

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Öl: Ohne Öl kein Kunststoff – beim Handy wichtig für das Gehäuse und andere Leichtbauteile. Die Ölförderung geht oftmals zur Lasten der Umwelt und kann mitunter große Schäden mit sich ziehen. Bei Transportunfällen können ganze Landstriche oder Küstenabschnitte verwüstet werden.

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Silizium: Wichtig für Mikrochips und Prozessoren. Außerdem im Glas des Displays und im Glas der Linsen und Prismen in der Smartphonekamera. Quarz als Sand ist so häufig wie die Sterne am Himmel, die für die Industrie nötigen reine Quarzsand sind allerdings seltener geworden.

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Gold: Wird für die Kontakte verwendet, da Gold ein sehr guter Wärme- und Stromleiter ist. Gold macht 0,025 Gewichtsprozent eines Handys aus – klingt nicht nach viel. Allerdings schlummern alleine in Österreichs Schubladen insgesamt ca. 195 kg Gold, das in den alten Handys verbaut ist.

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Tantal: Kommt selten vor und wird aus Coltan gewonnen und für kleine, leistungsfähige Kondensatoren und Widerstände verwendet. Da es keinen anderen Stoff mit vergleichbarer Eignung für Kondensatoren (aufgrund geringer Spannungsverluste und hoher Beständigkeit gegen Temperaturschwankungen) gibt, ist der Stoff sehr wertvoll und hat schon für Konflikte gesorgt: Es wurde bisher vor allem in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen, wo die Vorkommen  im Kongokrieg 1996–2008 stark umkämpft waren.

Aus alt mach neu – der Kreislauf beginnt

Jedes Handy, das bei A1 in der Sammelbox landet, wird lückenlos durch unseren Partner pikko-bello dokumentiert: Dabei wird festgestellt, welche Geräte inkl. IMEI eventuell weiterverwendet werden können (Stichwort: A1 Handy Eintauschbonus) und welche recycelt werden müssen.  Jene Geräte, die Wiederverwendet werden können, werden vor dem Weiterverkauf genauestens auf mögliche Defekte überprüft und der Speicher komplett gelöscht, damit keinerlei Daten des Vorbesitzers mehr darauf gespeichert sind. Der Weiterverkauf erfolgt ausschließlich durch unseren Partner pikko-bello.

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Funktionsuntüchtige Geräte werden an unseren Partner, den autorisierten Entsorgungsfachbetrieb SMK (Salzburger Metall und Kabelverwertungs Ges-m.b.H.), zur stofflichen Verwertung weiter gegeben. Dort finden die Geräte einen qualvollen Tod: Zuerst werden sie im Schredder und in der Mühle zerkleinert. Dann wird durch Magneten, Luft und Wasser weiter getrennt. Schlussendlich wird dann noch mit Hitze und Elektrolyse sortiert.

Stoffe, die beim Recycling nicht wieder aufbereitet werden können, werden fachgemäß entsorgt, damit sie keinerlei Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen können. Die beim Recycling gewonnenen Rohstoffe werden in der europäischen Industrie für neue Produkte weiterverarbeitet.

Gut möglich also, dass dein neuer Fernseher oder Kühlschrank zumindest teilweise einmal ein Handy war!

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