Mein Beitrag für die Umwelt – Handyrecycling bei A1

Am A1 Blog testen wir regelmäßig die neuesten Smartphones unterschiedlicher Hersteller. Es gibt kaum ein Modell, das nicht spätestens nach einem Jahr durch eine neue, verbesserte Version ersetzt wird. Beste Beispiele sind die Samsung Galaxy S Reihe oder auch das Apple iPhone. Das ist einerseits schön, weil ein neues Modell meistens einen Fortschritt und damit mehr Spaß, Effizienz und Leistung bedeutet. Andererseits macht es aber auch nachdenklich, da in einem Smartphone viele extrem seltene und wertvolle Ressourcen stecken, deren Abbau teilweise massive Eingriffe in die Umwelt bedeuten.

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Kaum jemanden ist beispielsweise klar, dass in Handys eine Menge Gold steckt – pro 40 Handys etwa 1 Gramm. Ein Vergleich führt die Dimensionen anschaulich vor Augen: In Österreich vermutet man im Durchschnitt 2,6 Althandys, die pro Haushalt in den Schubladen schlummern. Gehen wir von 3 Millionen Haushalten in Österreich aus, sind das etwa 7,8 Millionen Geräte. Macht 195.000 Gramm, also 195 Kilogramm Gold.

Neben Gold sind noch andere, teils seltene und wertvolle Materialien verbaut: Silber, Palladium, Platin, Kupfer, Nickel und Aluminium. Zum Fördern dieser Metalle müssen Minen gebaut werden. Das wiederum bedeutet die Rodung von Wäldern und die Sprengung (Tagbau) ganzer Landstriche, um an das mit den Metallen angereicherte Gestein zu kommen. Um dann die Edelmetalle aus dem Gestein zu fördern, müssen wiederum umweltschädliche Chemikalien wie Cyanid oder Quecksilber verwendet werden.

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Eine Auswahl von in Handys verbauten Rohstoffen (links nach rechts): Eisen (Magnetit), Lithium (Lepidolith), Silizium (Quarz), Gold, Erdöl (Ölschiefer), Tantal (Tantalerz), Silizium (polykristallin und Granulat), Kupfer (Chalkopyrit), Aluminium (Bauxit)

Das ist auch der Grund, weshalb seltene Erden bzw. Edelmetalle heute hauptsächlich in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert werden: Dank unzureichender Umweltauflagen und teils menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen sind die Kosten für die Gewinnung niedrig, die Schäden für die Umwelt und Menschen aber extrem hoch. Die Abfälle aus der Förderung gelangen in die Flüsse und Meere – mit entsprechenden Folgen für die Bevölkerung, die dort lebt.

Darüber hinaus benötigen die Industrieanlagen, in denen die Metallerze nach der Förderung aufbereitet werden, eine Menge Energie. In Schwellen- und Entwicklungsländern wird diese Energie vor allem durch die Verbrennung von Kohle gewonnen – mit weiteren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Schlussendlich müssen die aufbereiteten Ressourcen dann noch zur weiteren Verarbeitung per Schiff und LKW transportiert werden. Das dazu benötigte Öl wächst leider auch nicht auf Bäumen und muss ebenfalls aufwändig gefördert werden.

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Den Teufelskreis durchbrechen

Jeder von uns kann mithelfen, für eine saubere Umwelt zu sorgen: Etwa 40 Prozent der wertvollen Materialien eines jeden Handys können wiederverwertet werden. Die übrigen Komponenten wie Akku oder Display können umweltgerecht entsorgt werden. Anstatt die Geräte in der Schublade vergammeln oder am Müllplatz verrotten zu lassen, heißt das Stichwort also Recycling.

Bereits seit 2004 gibt es bei A1 ein professionelles Handy-Recycling, das jeder Handybesitzer nutzen kann, um einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt zu leisten. Die Erlöse aus dem Handyrecycling werden in Klimaschutzprojekte mit Fokus erneuerbare Energien investiert. Was mit dem alten Handy beim Recyclen genau passiert, lest ihr im nächsten Artikel.

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  1. Wolfgang Hammer

    Stimmt – wenn jeder behutsamer mit seinen Sachen umginge, wären die meisten Dinge länger verwendbar! lg Wolfgang

  2. Christoph

    Es gibt viele Möglichkeiten sein Smartphone über viele Jahre nutzbar zu halten.

    Durch neuen Akku und Custom ROMS ist mein altes HTC (über 4 Jahre) wohl noch schneller als so manches Neugerät.

  3. Wolfgang Hammer

    Danke, das finden wir auch :)! lg Wolfgang

  4. Christian Gruber

    Super Idee =) LG Christian

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