Ist das Samsung Galaxy S III das derzeit beste Android-Smartphone?

Galaxy S III Android-Smartphone - Foto (C) Samsung

Das Galaxy S III ist das aktuelle Flaggschiff der Smartphones von Samsung. Es hat dem kommenden iPhone einiges vorgelegt und will mit einer Fülle an Möglichkeiten bei Fans, Interessenten und Neueinsteigern punkten. Ich habe das Android 4.0 Ice Cream Sandwich Smartphone ein paar Tage ausgiebig im Einsatz gehabt und bin der Frage nachgegangen, ob es tatsächlich das derzeit beste Android-Smartphone ist …

Ich habe das Samsung Galaxy S III schon sehr ausführlich in der Android Lounge vorgestellt und einen detaillierten Testbericht veröffentlicht. Ich möchte hier im A1 Blog nicht den Text 1:1 kopieren, sondern eine Entscheidungshilfe bieten, ob das Galaxy S III einen Kauf wert ist oder nicht. Beginnen wir deshalb gleich bei der Hardware.

Ein riesengroßer 4.8″ HD Super AMOLED Touchscreen
Der 4.8″ HD Super AMOLED 16:9-Touchscreen bietet eine HD-Auflösung von 720×1.280 Pixel und gehört zu den allerbesten Bildschirmen, die derzeit in Smartphones verbaut sind. Beeindruckende Kontraste (das Schwarz ist wirklich Schwarz) und eine hervorragende Darstellung gehören zu den Tugenden. Allerdings nur solange man sich nicht ins Sonnenlicht begibt. Da die Leuchtkraft des AMOLED zu gering ist, wird die Ablesbarkeit im Freien oftmals sehr schwierig. Das können andere Smartphones etwas besser. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Ein überaus flotter Quad Core Prozessor
Wenn man das Smartphone nicht unbedingt für Highend-Spiele einsetzen will, ist der Samsung Exynos 4 Quad Core Prozessor mit je 1.4 GHz Taktfrequenz ein Luxus, den man nicht unbedingt braucht. Aber er ist vorhanden und somit braucht das Wort „Geschwindigkeitsproblem“ nicht in den Wortschatz aufgenommen werden. Abgehakt.

Galaxy S III Android-Smartphone - Foto (C) Samsung

8-Megapixel-Kamera für Fotos und Full HD Videos
Die Autofokus-Kamera mit BSI (das BSI steht für „Back Side Illuminated“) hat 8 Megapixel Auflösung, eine LED-Leuchte und kann für Full HD-Videoaufnahmen eingesetzt werden. Für Videotelefonate steht zudem eine 1.9 Megapixel-Frontkamera – ebenfalls mit BSI und erstmalig HD-Aufnahmen – bereit. Die 8 Megapixel Auflösung sind übrigens im 4:3-Format, für 16:9 stehen maximal 6 Megapixel bereit.
Das Auslösen erfolgt ohne Verzögerung, die Bedienung der Kamera-App ist simpel, die Motive werden immer hell und klar am Bildschirm angezeigt (4.8″ sind ein angenehm großer Sucher) und es stehen zahlreiche Möglichkeiten für Einstellungen bereit. Für die Hobby-Fotografen unter euch: Es gibt standardmäßig Unterstützung für HDR.
Eine Funktion möchte ich extra erwähnen: „Burst Shot“. Damit lassen sich schnell hintereinander 20 Fotos als Serienbild aufnehmen.
Was mir fehlt, das ist eine eigene Kamera-Taste.
Über die Qualität der Aufnahmen muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Manchen werden die Fotos gefallen (leuchtende Farben), andere werden etwas den leichten Realitätsverlust (die Farben schauen in der Natur doch anders aus) vermissen. Auf alle Fälle macht es Spaß mit dem Smartphone zu fotografieren und/oder zu filmen!

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

Viel Speicherplatz, der sich erweitern lässt
An Massenspeicher stehen je nach Modell 16 oder 32 GB bereit. Reicht das nicht aus: Der Speicher lässt sich per microSD erweitern – mit einer bis zu 64 GB großen Speicherkarte.  Das ist für mich ein Argument fürs Galaxy S III gegenüber seinen Mitstreitern am Markt.
Hinweis: Ich hatte das 16 GB Modell zum Testen, von denen ca. 11.4 GB Speicher frei verfügbar waren.

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

Bei der Kommunikation stehen eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit
Bei den Möglichkeiten zur Kommunikation gibt sich das Smartphone keine Blöße: HSPA+ (bis zu 21 Mbps beim Herunterladen, bis zu 5.76 Mbps beim Hochladen), Wireless LAN 802.11n (mit Kanalbündelung für noch schnellere Verbindungen), Bluetooth 4.0 (mit Unterstützung für apt-X), NFC, Support für dlna / UPnP, A-GPS GLONASS-Empfänger (für eine Ruckzuck-Positionierung) … also alles dabei.
In der Statusleiste stehen zahlreich Ein/Ausschalter bereit – für WLAN, GPS, Ton, Bildschirmdrehen, Energie sparen, Benachrichtigung, mobile Daten, Bluetooth, Fahrzeugmodus sowie Synchronisierung. Für den schnellen Zugriff.

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

Ein starker 2.100 mAh Akku, der sich auch wechseln lässt
Der Wechselakku hat eine Kapazität von 2.100 mAh. Wie lange dieser das Smartphone mit Strom versorgt, das hängt – ich sage das bei allen Smartphones – sehr stark von den genutzten Möglichkeiten ab. Ich habe einen einfachen Test gemacht und drei Stunden lang einen You-Tube-Film via WLAN gestreamt. Bei voll aufgedrehter Hintergrundbeleuchtung. Nach diesen drei Stunden stand der Akku auf 63%. Ein tadelloser Wert für solch ein Smartphone. Das heißt auch bei stärkerer Nutzung ist ein ganzer Tag mit einer Akkuladung drinnen.
Ein „größerer“ Akku braucht i.d.R. auch länger, um wieder voll geladen zu werden. Beim Galaxy S III schaut’s so aus: Von Akkustand 25% auf 100% (da sind etwa 1.575 mAh) verstrichen ca. 2:40 Stunden (ohne Aktion am Gerät). Tadellos.

Das Aussehen und die Haptik – ein subjektives Empfinden
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Die Reaktion reichen von „schick“ bis „Plastikbomber“. Für mich ist es rutschiges Plastik, was immer die Marketingleute auch sonst bekunden. Es wirkt einfach billig und nicht hochwertig. Wer schon mal ein Apple iPhone 4 in der Hand hatte, weiß sofort, wovon ich spreche. Und ich habe beide nebeneinander liegen. Ab wie gesagt: Geschmackssache. Dafür ist es mit 133 Gramm angenehm leicht.
Das Galaxy S III ist kein Smartphone für eine Einhand-Bedienung. Mit den Abmessungen 136.6 x 70.6 x 8.6 mm ist es viel zu groß dafür. Als Info, falls dies ein Argument sein sollte.

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Technologie optimieren
Das Galaxy S III will die Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Technologie optimieren. Das Gesicht, die Stimme und die Bewegungen des Nutzers will das Smartphone lesen und interpretieren. Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung:
• Mittels der „Smart Stay“-Funktion identifiziert die Frontkamera die Augen des Anwenders und stellt somit fest, ob das Smartphone verwendet wird oder nicht. Wenn Ja, dann behält es die Bildschirmbeleuchtung bei. Nett, aber trotz mehrmaligen Versuchs hat dies bei mir nicht geklappt.
• „S Voice“ hört aufs Wort und versucht darauf zu reagieren. Nutzbar für die Suche nach Informationen oder zur Basis-Kommunikation mit dem Smartphone. „Nett“, hat aber noch viel Potential. Das muss jeder selbst ausprobieren, ob man die Sprachsteuerung nutzen mag oder nicht. An dieser Stelle auch gleich liebe Grüße an Siri.
• Mit „Smart Alert“ können verpasste Anrufe oder Nachrichten überprüft werden, indem man das Smartphone kurz aufhebt. Danach signalisiert es mittels Vibration, dass beispielsweise jemand angerufen hat.
• Mit „S Beam“ lassen sich Medien mit anderen über NFC und Wi-Fi Direct teilen. Durch Berühren eines anderen Galaxy S III – Rücken an Rücken.
• Mit der „Buddy Photo Share“-Funktion lassen sich Aufnahmen mit anderen Freunden, die in den Bildern der Fotogalerie abgebildet sind, teilen.
• „AllShare Cast“ sorgt für die drahtlose Übertragung von Medien auf einen Fernseher. Wenn das andere Gerät technologisch dafür ausgerüstet ist.
• „AllShare Play“ ist für die drahtlose Übertragung von Inhalten an Geräte gedacht, die dlna unterstützen. Diese Funktion ist zugleich auch die Basis für „Screen Share“, dem Teilen des Bildschirms mit anderen Nutzern im gleichen WLAN.
• Mit der Funktion „Pop up Play“ ist das Abspielen von Videos möglich, während gleichzeitig andere Apps laufen. Das Video läuft in einem kleinen Fenster rechts oben weiter. Tippt man es an, so wird sogleich wieder der Videoplayer geöffnet.

Galaxy S III Android-Smartphone - Foto (C) Samsung

und noch ein paar weitere wissenswerte Sachen
• Juhu, es gibt erstmalig eine Benachrichtigungs-LED links oberhalb des Touchscreens. Angezeigt wird in mehreren Farben.

• Die 3.5mm Audiobuchse befindet sich oben im Gehäuse, der Ein/Aus-Schalter rechts und der Lautstärkenregler links. Der Lautsprecher ist auf der Rückseite neben der Kamera angebracht.

• Die Micro-USB 2.0 Buchse mit Unterstützung für MHL (mit dem passenden Kabel via HDMI an einen Fernseher anschließen) ist unten angebracht. Mit dabei ist ein USB-Ladegerät mit – abnehmbarem – USB-Lade/Sync-Kabel.

• Auf der Rückseite ist ein zweites Mikrofon angebracht, das bei Videoaufnahmen zum Einsatz kommt.

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

• Unterhalb des Bildschirms ist eine eigene Menü-Taste vorhanden. Obgleich ein Relikt aus der Vergangenheit, finde ich sie sehr nützlich. Links und rechts davon sind zwei – hintergrundbeleuchtete – Touch Keys (für Optionen und Zurück) vorhanden. Diese haben eine Hintergrundbeleuchtung, die sich bei Berührung automatisch einschaltet.

•  Es stehen diverse Sensoren bereit – für Annäherung, Beschleunigung, Gyro, digitaler Kompass, RGB-Licht, Barometer.

• Samsung hat sich diesmal mit seiner eigenen Benutzeroberfläche – dankenswerterweise – zurückgehalten. Schaut doch gleich viel übersichtlicher aus.

• Standardmäßig sind schon einige Apps oben. Dazu zählen beispielsweise ChatOn, Dropbox, E-Mail, Galerie, Gmail, Google+, Internet, Kontakte, Latitude, Maps, Messenger, MP3-Player, Navigation, Rechner, S Memo, S Planner, S Suggest, S Voice, Sprachmemo, Google Talk, UKW-Radio, Video-Player sowie YouTube. Hunderttausende weitere Apps sind in Google Play zu finden.

Samsung Galaxy S III Smartphone - Android 4.0.4

• Es steht Unterstützung zahlreicher Audio- und Video-Formate bereit – beispielsweise für DivX HD oder FLAC.

• Interessant sind die Möglichkeiten bei der – generell ein-/ausschaltbaren – Bewegungsaktivierung. Beispielsweise Kippen fürs Zoomen, Schwenken zum Blättern oder Schütteln zum Aktualisieren. In der Kurzanleitung kann man detailliert – in Wort und Bild – nachschauen, welche Bewegungen dafür notwendig sind.

• Für die Synchronisation mit dem PC steht Kies bereit.

• Ein Screenshot vom Bildschirm wird durch gleichzeitiges Drücken von der Ein/Aus- und Menü-Taste angefertigt.

• Wenn einmal ein Reset notwendig sein sollte: 10 Sekunden lang die Ein/Aus-Taste gedrückt halten.

• Der SAR-Wert des Smartphones beträgt laut Anleitung am Kopf 0,342 W/kg bzw. am Körper getragen 0,547 W/kg.

• Das Galaxy S III verwendet erstmals eine MicroSIM.

Meine Meinung: Würde ich mir das Galaxy S III kaufen? Die Antwort lautet Ja. In Summe dürfte es das „beste“ Android-Smartphones zu sein, das derzeit erhältlich ist. Mit wenigen „Schwächen“ auf hohem Niveau: Der Bildschirm ist mir im Freien zu dunkel und die Haptik ob des „Plastik“ taugt mir nicht. Dafür ist die Kamera top, der Akkuverbrauch akzeptabel, der Prozessor mehr als flott, der Kontrast des Bildschirms wunderbar, der Speicher erweiterbar und die Möglichkeiten der Kommunikation vielfältig.

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Die technischen Daten im Überblick
Android 4.0 Ice Cream Sandwich, 4.8″ HD Super AMOLED Touchscreen (Gorilla Glass 2) mit einer HD-Auflösung von 720×1.280 Pixel, Quad Core Prozessor mit je 1.4 GHz, 1.800 mAh Akku, 16/32/64 GB Massenspeicher, 1 GB RAM, microSD-Steckplatz (bis zu 64 GB), HSPA+ (21 Mbps Download / 5.76 Mbps Upload), Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 b/g/n, NFC, Unterstützung für dlna / DivX / apt-X, 3.5mm Audiobuchse, Micro-USB 2.0 mit MHL (HDMI), 8 Megapixel BSI-Kamera mit LED und 1080 Full-HD Videoaufnahmen, 1.9 Megapixel HD-Frontkamera, diverse Sensoren (Beschleunigung, Gyro, digitaler Kompass, RGB-Licht, Annäherung, Barometer), 2.100 mAh Wechselakku, A-GPS GLONASS-Empfänger, MicroSIM, 136.6 x 70.6 x 8.6 mm, 133 Gramm

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