HTC One X Test – Kamera, Akku & Video Review

Hallo Community,

Willkommen zum 2. Teil meines Testberichts. Ich will heute das HTC One X etwas näher unter die Lupe nehmen. Was kann die so hoch angepriesene Kamera wirklich? Wie lange hält der Akku durch? Was kann so ein Superphone mehr, als mein altes HTC Desire? Das sind die Fragen die ich mir die letzten Wochen gestellt habe. Doch vorerst zu den von euch gestellten Fragen:

Wegen der Größe: Ich habe momentan auch ein Desire der ersten Generation, doch in meiner Hosentasche merke ich den Unterschied zum One X kaum. Dadurch, dass das Handy so dünn und leicht ist merkt man es fast nicht in der Tasche. Schwerer zu tragen kommt die Größe, wenn man das Handy in der Hand hat, da kann es schon ein bisschen unhandlich wirken.

Video Review


Kamera

HTC verspricht auf seiner Website, dass die Kamera sofort aufnahmebereit sei und bei allen Lichtverhältnissen dank 2.0 Blende höchste Bildqualität liefern würde. Ebenso prahlt der Hersteller mit der Funktion „Video Pic“ mit der man gleichzeitig Filmen und Fotos machen kann.

In der neuen SenseTM Oberfläche wurde die ganze Kameraapp neu gestaltet:

Wie bereits erwähnt, kann man dank  der neuen  Funktion „Video Pic“ direkt, ohne etwas umzustellen, in der Kamera zwischen zwei Buttons auswählen: Der runde obere ist um Fotos zu machen, der untere um Videos aufzunehmen. Mit dem Butten im rechten oberen Eck kommt man in ein Menü, bei dem man Effekte auswählen kann (man kann jedoch Fotos auch im Nachhinein noch bearbeiten und Effekte hinzufügen). Mit dem Miniaturbild im unteren rechten Eck kommt man zur Galerie, links oben kann man den Blitzt ein und ausschalten, unten befindet sich eine Leiste für den Digitalzoom, der jedoch bald sehr pixlig wird. Mit dem kleinen Zahnrad am linken Bildschirmrand kann man die Einstellungen der Kamera, wie Auflösung, Belichtung, Aufnahmeoptionen, etc. bearbeiten. Weitere interessante Optionen der Kamera verstecken sich hinter dem „A“ am linken unteren Bildschirmeck: hier kann zwischen verschiedenen Aufnahmemodi wie Zeitlupenvideo, Panoramafoto, Portrait, Landschaft, Geringes Licht, etc. ausgewählt werden.

Hier sieht man noch einmal die drei Möglichkeiten, Einstellungen an der Kamera vorzunehmen. Links unten auch noch einmal ein Screenshot während der Aufnahme eines Videos: hier sieht man, dass der Kameraknopf trotzdem noch sichtbar ist.

Allgemein kann man sagen, dass das One X – zumindest bei guten Lichtverhältnissen –  super Fotos macht, doch hebt sich die Kamera nicht von anderen Top-Smartphones wie dem iPhone oder dem Galaxy S2 ab. Besonders bestechend ist jedoch die Farbtiefe, die auf dem schönen Display gut sichtbar wird. Positiv finde ich auch, dass die Panoramafunktion schon standardmäßig integriert ist. So kann man echt tolle Landschaftsaufnahmen machen:

Es kann jedoch leicht passieren, dass die Übergänge zwischen den Fotos aufgrund der veränderten Lichtverhältnisse etwas holprig werden, aber die Panoramafunktion ist trotzdem allemal ein Pluspunkt.

Was mich sehr an der Kamera stört ist der Auslösebutton. Da – wie bei den meisten Smartphones – kein mechanischer Kameraknopf am Gehäuse ist, muss man, wenn man ein Foto macht, umständlich den virtuellen Knopf auf dem Bildschirm treffen. Wieso kann nicht jeder Handyhersteller seine Software so einstellen, dass man die Lautstärkewippe als Kameraauslöser verwenden kann – bei Apple funktioniert das doch auch 😉

Bei weniger guten Lichtverhältnissen macht das Handy nicht so tolle Fotos und wenn dann noch ein bisschen Zoom ins Spiel kommt schauen die Fotos bald etwas pixlig aus.

Mehr kann man jedoch von einer Handykamera nicht erwarten und für ein paar gelungene Schnappschüsse reicht diese noch allemal aus.

Über dies hinaus macht das Handy echt schöne Videos mit bis zu 1080p Auflösung. Da kann sie schon mit der ein oder anderen Digitalkamera mithalten. Ein Bespielviedeo ist im Videotestbericht zu finden.

Akkulaufzeit

Der nächste Punkt wurde auch schon in einem Kommentar angesprochen: Die Akkulaufzeit. Wie bei allen aktuellen Smartphones muss man den Akku des One X quasi jeden Tag laden, doch bei voller Auslastung ging dieser beim Test schon etwas schnell zu Ende.

Bei voller Auslastung mit der sehr grafikintensiven Anwendung „NVIDIA Glowball“, die den 1,5 GHz Quadcore-Prozessor fast völlig auslastet, und durch diverse Hintergrundprogramme wie „Transparent Screen“ ist bei voller Bildschirmhelligkeit schon nach 1 Stunde und 16 Minuten Sendepause. Dabei wird das Gerät auch sehr heiß (über 60°C). Bei meinem Testdurchlauf passierte es sogar, dass es sich (vielleicht wegen der Überhitzung) plötzlich abschaltete und als ich es wieder einschaltete war die Akkuladung von fast 40% auf nurmehr 20% gesunken. Trotz der sonst hohen Auslastung machte der Bildschirm immer noch 36% des Akkuverbrachs aus. Wenn man nicht so komplizierte Spiele spielt und den Bildschirm etwas dimmt schafft man es jedoch schon auf 3-4 Spielzeit, was aber auch nicht gerade viel ist.

Bei normaler Verwendung hält dere Akku wie gesagt knapp einen Tag durch und so muss man schon nach knapp 16 Stunden wieder ans Ladekabel. Der Bildschirm macht hier ca. 60% des Verbrauchs aus.

Was mich überascht hat, ist, dass der Akku im Standby sehr lange hält. So kann es sein, dass er bei sehr seltener Verwendung (bis fast gar keinen Verwendung – also nur Standby) nach über 4 Tagen immernoch bei 40% ist.

Von „0 auf 100“ schafft es das One X in etwas mehr als 3 Stunden, was im Vergleich mit anderen Smartphones eine akzeptable Ladezeit ist.

Alles in allem muss man aber schon sagen, dass der Akku des One X eher schwach ist. HTC sagte ja auch öffentlich, dass sie mehr wert auf Aussehen und dünnere Smartphones legen als auf Akkuleistung. Ich persönlich muss sagen, dass ich das nicht so gut finde und lieber ein Handy kaufen würde, das ein bisschen dicker ist, mit dem ich aber sicher durch den Tag komme.

Wieso das ONE X?

Nun stellen sich letztlich die Fragen: „Wieso sollte man fast 600€ für so Handy ausgeben?“ und „Kann diese Handy mehr als ein billigeres Modell?“

Von den technischen Daten her muss man zugeben, dass das One X keine bedeutenden Funktionen hat, die beispielweise mein Desire rein Hardwaretechnisch nicht auch kann. Lediglich die Frontkamera und die NFC Technologie sind Funktionen die das Desire nicht hat (im normalen Gebrauch braucht man diese Funktionen ja aber (noch) nicht wirklich). Doch bei der Verwendung des One X fällt der Unterschied auch ohne direkten Vergleich sofort auf: Alles geht viel schneller und flüssiger, da ja auch die Hardware eine schnellere ist. Auch die Kamera macht deutlich bessere Fotos als das Desire, doch der wohl größte Vorteil gegenüber anderen Handys ist das Display. Im Vergleich mit anderen guten Smartphones, wie dem Galaxy S2 finden sich jedoch nur noch wenigen Unterschiede. Hier ist es dann eine Frage des Designs, ob man lieber 400€ oder 600€ ausgibt. Ich persönlich finde, dass das One X etwas überteuert ist, denn wenn man schon so viel Geld für ein Handy ausgibt, sollte man auch erwarten können, dass man ein Handy bekommt, das deutlich besser als die billigere Konkurrenz ist und weniger negative Aspekte als dieses Handy zeigt.

Fazit

Zum Abschluss meines Berichtes noch eine kurze Punktebewertung von 0 bis 10 in den folgenden Punkten:

Mit dem One X erhät man also ein Handy mit einem super tollen Display, einem schönen, aber nicht sehr funktionellen Design (Frontkamera und LED Benachrichtigungsleuchte), einer ausreichend guten Kamera, einer gewaltigen Performance, bei der sich das Handy leider stark erwärmt, einer etwas umständlichen, aber sonst schönen SenseTM Oberfläche, einem leider sehr schnell zu Ende gehenden Akku, das sogar als Telefon immer noch super funktioniert. Alles in allem ein gutes, aber nicht perfektes Gerät.

Ich hoffe, dass nun alle Fragen geklärt sind und ich euch bei der Kaufentscheidung eures Handys helfen konnte.

Liebe Grüße,

Simon

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