HTC One X im Test: Unboxing

Liebe A1 Community!

Ich habe vor ca. einer Woche das neue HTC One X als Testgerät von A1 erhalten und habe mich natürlich sofort mit großen Erwartungen und viel Begeisterung daran gemacht herauszufinden, was dieses „Superphone“ alles kann. Ich werde euch das Handy in 2 Testetappen vorstellen. Im ersten Teil möchte ich euch einen kurzen Überblick über das Gerät geben und einen ersten Eindruck vermitteln. Im 2. Teil werde ich das Handy in punkto Kamera,  Alltagstauglichkeit und dem neuen Betriebssystem etwas genauer unter die Lupe nehmen, um schlussendlich (hoffentlich) ein gutes Fazit geben zu können.

Als ich das ich das HTC One X aus der A1 Schachtel packte, war ich zuerst etwas überrascht. Als erstes viel mir die eigentümliche Schachtel des One X auf, die sehr klein und schlicht gehalten ist und völlig aus recycelten Materialien besteht. Das sieht zwar nicht so schön aus, macht aber meiner Meinung nach Sinn,  denn so ist wenigstens die Verpackung des Smartphones umweltfreundlich 😉

Das Zweite, das mich wunderte, war, dass bei diesem Modell noch die „beatsaudio“ Kopfhörer dabei waren, obwohl HTC ankündigte, bei weiteren Modellen nur noch die Standardkopfhörer zu verschicken. Hab mal bei A1 nachgefragt und erfahren, dass A1 die Kopfhörer zu den ersten 1000 HTC One X  gratis mitschickt! Eine ziemlich coole Aktion! Bei den Kopfhörern schaut die Verpackung etwas aufwendiger aus, doch auch der Inhalt kann sich sehen lassen…

… mitgeliefert werden 7 verschiedene Aufsätze für verschiedene Ohrgrößen, ein hochwertiger Beutel zum Verstauen der Kopfhörer und ein Clip zum befestigen des Headsets an der Kleidung. Die Kopfhörer sind auch sehr hochwertig verarbeitet und heben sich auch in punkto Klang klar von Standardkopfhörern ab.

Aber nun zum Handy an sich…

 

1)      Frontkamera (1,3 Megapixel / 720p Video)

2)      Wippe für die Lautstärke

3)      Lautsprecher mit „beatsaudio“ Logo

4)      Kontakte für den Dockkonnektor

5)      8 Megapixel Kamera (1080p Video) mit LED Blitz

6)      Slot für die Micro-Sim Karte

7)      Mikrophon für Stereoaufnahme

8)      Ein/Aus- Schalter

9)      Micro-USB Anschluss

10)   Lautsprecher zum Telefonieren/ Benachrichtigungs-LED

11)   Mikrophon zum Telefonieren

12)   3,5 mm Headset Anschluss

13)   Softkeys

 

Das One X hat ein sehr schlichtes, aber edel wirkendes Design. Mit fast 13,5cm x 7cm ist es riesig, doch da es gerade knappe 9mm dick ist, wirkt es trotzdem nicht klobig. Trotzdem wäre es von Vorteil, große Hände zu haben, um den 4,7 Zoll Touchscreen, der fast die ganze Vorderseite des Geräts ausfüllt, zu bedienen. Unter dem Bildschirm finden sich nur noch 3 Softkeys und darüber befinden sich die 1,3 Megapixel Frontkamera und die Löcher für den Lautsprecher, die direkt in das Gehäuse des Handys gebohrt sind. Obwohl dieses aus Kunststoff besteht, wirkt es sehr hochwertig und verleiht dem Handy den edlen Uni-Body-Look. Da keine Schrauben oder Fugen zu erkennen sind, scheint das ganze Handy wirklich nur aus Bilschirmglas und Gehäuse zu bestehen. Auf der Rückseite befindet sich die Hauptkamera, die leider leicht dicker ist, als der Rest des Geräts und so etwas nach außen steht.

An den Rändern finden sich lediglich die Anschlüsse für Kopfhörer und Micro-USB, zwei Mikrophone, die Lautsärkewippe und der Ein/Aus- Schalter. So wirkt das Design im Großen und Ganzen sehr robust, schlicht und aufgeräumt. 3 Kleinigkeiten am Design finde ich persönlich jedoch etwas störend:

Der Akku ist nicht selbst auswechselbar und das Handy lässt sich nicht selbst aufmachen. Das bedeutet, dass man das Handy einschicken muss, um den Akku zu wechseln. Es macht das Handy jedoch auch schöner und robuster.

Zweitens ist die Frontkamera in einem kleinen Loch im Gehäuse versenkt: dort sammelt sich sehr schnell Staub oder Dreck und so wird das Bild unscharf.

Außerdem ist die Benachrichtigungs-LED sehr klein und bei Tageslicht nur schwer erkennbar, da sie im Gehäuse ist und nur durch die Löcher des Frontlautsprechers leuchtet.

Noch ein kurzer Vergleich: Trotz seiner enormen Größe wiegt das One X nur 130g. Das sind 10g weniger als das verhältnismäßig winzige iPhone 4Gs. Trotzdem liegt es – wenn man genug große Hände hat – sehr gut in der Hand, da die Rückseite leicht gebogen ist und eine griffige Oberfläche hat. In meinen Augen liegt es sogar angenehmer als das iPhone in der Hand, das sich eher wie ein riesiger, eckiger Edelstein anfühlt.

 

Nun noch kurz ein paar Worte zum restlichen Lieferumfang: In der Verpackung findet sich außer dem Handy noch das Standard HTC Ladegerät, eine Produktbeschreibung und ein Standard Headset.

Weitere Technische Daten

Das Kernstück des Handys bildet ein Quadcore-Prozessor mit 1,5 GHz von Nvidia. Dieser arbeitet sehr schnell und alles auf dem Handy läuft sehr flüssig und ohne zu ruckeln. Er verbraucht jedoch auch sehr viel Strom und erwärmt das Handy stark. Weiters ist das Smartphone mit allen gängigen Technologien wie Bluetooth, G-Sensor, WiFi, etc. ausgestattet und verfügt über die neue NFC-Technologie. Der Arbeitsspeicher beträgt 1GB und der interne Speicher 32GB. Laut HTC kann dieser durch eine Anmeldung mit dem Telefon bei Dropbox um weitere 25GB erweitert werden, doch bei mir hat das nicht funktioniert (vielleicht auch darum, weil ich mit meinem Dropbox Konto schon vorher versuchte, mit einer modifizierten App mehr Speicherplatz zu erlangen). Die Akkukapazität des Geräts beträgt 1800mAh. Wie lange dieser hält, wird im 2. Teil des Testberichts noch gezeigt werden.

Erster Eindruck

Nachdem ich das Handy zum ersten Mal gestartet habe (was überaschenderweise sehr schnell ging) und ich – wie bei Android üblich – alles eingestellt und mich mit meinem Google Konto angemeldet hatte, erlebte ich eine erste Enttäuschung. Ich war natürlich von Anfang an auf das großen Display gespannt, doch bemerkte ich leider, dass das Display sehr störend zu flackern beginnt , vor allem wenn helle Flächen angezeigt werden. Hab deswegen bei A1 nachgefragt und bekam die Info, dass dieses Problem mit dem neuen Update (auf die Software-Version 1.29.401.7, wird gerade ausgerollt) vollständig behoben werden kann! So kam dann doch noch die ganze Brillanz des Displays zum Vorschein, was mich sehr freute: Aufgrund der sehr hohen Bildschirmaufläsung von 1280 x 720 Pixeln und der Super LCD 2 Technologie, ist das Bild wirklich extrem scharf und farbenfroh. Verglichen mit dem hoch gelobten Retina-Display des iPhones, erkennt man so gut wie keinen Unterschied in Bezug auf Schärfe und Betrachtungsblickwinkel. Zusätzlich ist das Display sehr hell und sogar bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut lesbar.

Als ich begann, die neue Sense 4.0 Oberfläche zu erkunden, bemerkte ich, dass die Energiesteuerung (= Schalter zum Ein- und Ausschalten von WLAN, Mobilem Internet, Bluetooth, Displayhelligkeit, et.) die in vorigen Sense-Versionen in der Statusleiste angezeigt wurde, verschwunden ist und nur noch umständlich über die Einstellungen oder mit einem platzraubenden Widget erreicht werden kann.

Der riesige freie Platz beim Herunterziehen der Statusleiste wird also so gut wie nicht genutzt. Lediglich ein kleiner Button, um direkt zu den Einstellungen zu gelangen, ist oben rechts im Bild ersichtlich.

Allgemein kommt mir das neue Sense generell trotzdem sehr schön und simpel gestaltet vor, aber oft fehlen die entscheidenden Optionen oder Einstellungen, um schnell und praktisch auf das Handy zugreifen zu können.

Ich probierte natürlich auch gleich die neue Funktion der „Gesichtsentsperrung“ aus, doch wurde ich leider etwas enttäuscht. Immer wieder funktioniert diese nicht. Vor allem weil es oft zu dunkel ist oder die Kamera das Gegenlicht von Lampen oder der Sonne nicht kompensieren kann. Doch auch bei sehr guten Lichtverhältnissen funktioniert die Funktion sehr oft nicht. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Technik zu verbessern, indem man Bilder bei verschiedenen Lichtbedingungen usw. aufnimmt, aber auch dann passiert es immer wieder, dass das Gesicht nicht erkannt wird.

Um nicht nur Negatives zu erwähnen, noch zwei positive Aspekte zum One X:

Die Musik App von HTC ist sehr schön aufgebaut und mit dem vorinstallierten Programm SoundHound verbunden, das Liedtitel (z.B. in einer Bar) automatisch erkennen kann. Über das Computerprogramm „HTC Sync“ kann man auch ganz einfach iTunes Playlists auf das Handy spielen. Auch die Soundqualität ist super und mit den „beatsaudio“ Kopfhörern erhält man ein Klangerlebnis, das sich wirklich von andern Smartphones abhebt.

Zweitens muss man sagen, dass es extrem viel Spaß macht, auf dem riesigen Display des One X Spiele wie Riptide GP, Temple Run oder einfach nur Angry Birds zu spielen. Sogar Spiele wie GTAIII, das extra für den Tegra3 Prozessor neu für Handys entwickelt wurde, laufen perfekt und mit – für ein Handy zumindest – sehr schöner Grafik HD Auflösung.

Das war soweit der erste Überblick über das One X. Im 2. Teil meines Tests werde ich wie bereits erwähnt die Kamera genau unter die Lupe nehmen, den Akku Testen und schauen, was so ein „Supersmartphone“ besser kann als andere. Wenn es zum schon genannten Fragen gibt, dann stellt diese bitte hier als Kommentare ein, damit ich sie im 2. Teil meines Berichts beantworten kann.

Liebe Grüße,

Simon

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