Im Test: Nokia 701 mit Symbian Belle

Nokia 701 Smartphone - Foto (C) Nokia

Mit dem 701 bietet Nokia ein feines Mittelklasse-Smartphone als Nachfolger vom beliebten C7. Das 701 ist das erste Smartphone mit dem brandneuen Symbian Belle Betriebssystem. Geboten werden der hellste Touchscreen am Markt, viel Speicher, NFC, kostenlose GPS-Navigation, TV-Out, eine 8-Megapixel-Kamera und noch vieles mehr. Ich habe mir das Nokia 701 fĂĽr euch näher angesehen …

Mit dem derzeit hellsten Bildschirm am Markt
Das Highlight des Nokia 701 ist sein Touchscreen. Er miĂźt 3.5″ in der Diagonale und verwendet die bereits bekannte und gelobte ClearBlack-Technologie. Damit ist es auch tadellos möglich im Freien bei prächtigem Sonnenschein etwas am Bildschirm zu sehen. DafĂĽr sorgt auch die gewaltige Leuchtkraft von 1.000 Nits (das ist eine MaĂźeinheit dafĂĽr – Faustregel: je mehr, desto heller). Zum Vergleich: Der bisherige Spitzenreiter, das LG Optimus Black, bringt es auf „lediglich“ 700 Nits.
Gegen Kratzer schützt Gorilla Glas und die Auflösung beträgt Symbian-typisch 360×640 Pixel. Unterhalb des Touchscreens befinden sich drei Hardware-Tasten.

Ein flotter 1 GHz-Prozessor, passend zu Symbian Belle
Ob ein Smartphone als schnell empfunden wird, hängt nicht nur von der Taktfrequenz des Prozessors ab, sondern auch vom Zusammenspiel aller Komponenten. Symbian ist bekanntlich ein Ressourcen-schonendes Betriebssystem, das mit dem 1 GHz ARM 11 Prozessor und dem dazugehörigen 2D/3D Graphics Hardware Accelerator praxisorientiert bestückt ist. Auch in Hinblick auf die Akkulaufzeiten, die ein stark genutzter, hochgetakteter Prozessor selbstverständlich drückt.

Nokia 701 Smartphone - Foto (C) Nokia

Eine 8-Megapixel-Kamera mit „Vollfokus“
Das Nokia 701 hat eine 8 Megapixel EDoF-Kamera mit f2.8/4.3 Optik und Doppel-LED. Da kommt manchmal gleich der Aufschrei, dass Vollfokus (EDoF) und nicht Autofokus verwendet wurde. Zu Recht und zu Unrecht. Vollfokus hat fĂĽr den 08/15-Nutzer nicht nur Nachteile (beispielsweise keine Fokussierung unter 60 Zentimeter Abstand), sondern auch Vorteile wie beispielsweise, dass alles immer automatisch scharf ist. Und wenn man sich die Qualität der Aufnahmen zwischen dieser Kamera und den Autofokus-GegenstĂĽcken anderer Smartphones (z.B. mit Android oder dem iPhone) ansieht, dann wird man d’raufkommen, dass die Aufnahmen mit der EDoF-Kamera keinen Vergleich zu scheuen brauchen.
Was sonst noch wissenswert ist:
• Das Smartphone hat eine eigene, seitliche Kamerataste.
• HD-Videos lassen sich mit 720p bei 30fps drehen.
• Für Videotelefonate steht eine Frontkamera bereit.

8 GB Massenspeicher, microSD und USB OTG
Das Nokia 701 liefert ca. 370 MB freien Telefonspeicher (bei 512 MB RAM und 1 GB ROM) sowie einen 8 GB groĂźen Massenspeicher. Reicht dies nicht aus, so kann  via microSD um – bis zu – weitere 32 GB erweitert werden. Der microSD-Steckplatz befindet sich unter dem Akku.
Wer ein externes USB-Laufwerk oder einen USB-Stick verwenden will, der kann dies an die Micro-USB-Buchse anstecken. Die Technologie nennt sich USB OTG (USB On-the-Go). Damit lässt sich der verfĂĽgbare Speicher „unendlich“ ausbauen. Das angesteckte Medium wird im Smartphone als eigenes Laufwerk genutzt.

Eingebauter aGPS-Empfänger und kostenlose GPS-Navigation mit Nokia Maps
Nokia Maps ist eine kostenlos nutzbare GPS-Navigation fĂĽr Autofahrer und FuĂźgänger. Mit kostenlosen Updates des Kartenmaterials – auch gleich direkt am Smartphone ĂĽber WLAN. Zur Offline- und Online-Nutzung. Die Position wird ĂĽber den eingebauten aGPS-Empfänger mit Magnetometer erfasst.


Kommunikationsfreudig: HSPA, WLAN, Bluetooth und NFC
Das Nokia 701 ist sehr kommunikativ. Neben Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 b/g/n und HSPA (HSDPA Download mit bis zu 14.4 Mbps, HSUPA Upload mit bis zu 5.76 Mbps) steht auch noch NFC – fĂĽr Pairing & Sharing – bereit. Damit lassen sich beispielsweise bequem Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher koppeln oder Fotos durch BerĂĽhrung zweier NFC-Smartphones verschicken oder die Verbindung fĂĽr Multiplayer-Spiele herstellen.

Ăśber die Verarbeitung und die Haptik
Das Nokia 701 ist als Nachfolger des C7 gedacht und sieht diesem auch ziemlich ähnlich. Die Verarbeitung ist tadellos, die verwendeten Materialien wirken hochwertig. Das Smartphone hat man gerne in der Hand und es macht optisch einen ansprechenden Eindruck.

und noch ein paar weitere Informationen

• Der Wechselakku (BL-5K) hat eine Kapazität von 1.300 mAh und kann sowohl via Micro-USB (unter einer Abdeckung an der Gehäuseoberseite) als auch ĂĽber die Nokia 2mm-Buchse (seitlich angebracht) geladen werden. Wie lange der Akku in der Praxis hält, hängt stark davon ab, wie intensiv die einzelnen Technologien (Hintergrundbeleuchtung, WLAN, aGPS, HSPA, Bluetooth) genutzt werden. Wer es „normal“ verwendet, der kommt locker mehr als einen Tag mit einer Akkuladung aus. Power-User wird es etwas flotter in Richtung Steckdose treiben.

• Das 701 hat auch ein paar eingebaute Sensoren – beispielsweise fĂĽr Bewegung, Licht und Annäherung.

• Die 3.5mm AV-Buchse an der Oberseite des Gehäuse kann für Audio und Video verwendet werden. Mit einem optional erhältlichen AV-Kabel kann das Smartphone direkt an einen Fernseher oder Beamer angeschlossen werden.

• Das Smartphone besitzt neben einem UKW-Stereo-Radio auch einen UKW-Sender (FM Transmitter). Eine bei den Symbian-Fans sehr beliebte Ausstattung.

• An der GehäuserĂĽckseite befindet sich Stereo-Lautsprecher, die einen fĂĽr ein Smartphone tadellosen Klang liefern. Wenn das Gerät allerdings „am RĂĽcken liegt“, dann wird die Lautstärke stark reduziert. Da kann man leicht einen Anruf verpassen. Seitliche Lautsprecher wären immer die bessere Lösung.

• Ein Pluspunkt ist die aktive Rauschunterdrückung beim Telefonieren. Da sorgt für eine noch bessere Sprachqualität. Und die war bei Nokia ohnehin immer wunderbar.

• 117.3 x 56.8 x 11 mm sind eine kompakte Größe und 131 Gramm ein gerade noch angenehmes Gewicht.

Symbian Belle als Betriebssystem und das Thema Apps
Symbian Belle ist der Nachfolger von Anna. Neben den üblichen Verbesserungen bei Performance und Stabilität, liefert es beispielsweise sechs Homescreens mit interaktiven Live-Widgets in fünf fixen Größen oder Pull-down Menü mit Benachrichtigungen / Verbindungen / Profil (liebe Grüße an Android).


Symbian Belle ist Ressourcen-schonend, flott und ermöglicht eine gute Gesamt-Performance des Smartphones. Aber Symbian ist leider auch schon „angestaubt“ und mit einem Mangel an Apps behaftet. Die Entwickler „stĂĽrzen“ sich derzeit lieber auf iOS, Android und Windows Phone. Es gibt zwar eine Vielzahl an Apps, allerdings in ĂĽberschaubarer Anzahl. Man kann ja vor dem Kauf im Nokia Store gustieren oder in der Symbian Lounge blättern.

Meine Meinung: Das Nokia 701 ist ein wĂĽrdiger Nachfolger des C7 und bietet eine grundsolide Ausstattung, ein schickes Auftreten und mit Belle die aktuellste Version von Symbian. Eine gelungene Kombination aus Hardware und Software. Meine Highlights sind der allerhellste Touchscreen am Markt, Pairing & Sharing mit NFC, der riesige Speicher und die kostenlose GPS-Navigation mit Maps.

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Die technischen Daten im Ăśberblick
1 GHz Prozessor, 3.5″ ClearBlack-Touchscreen mit e360Ă—640 Pixel Auflösung, Gorilla Glas, 8 Megapixel EDoF-Kamera (HD-Videos mit 720p/30fps) mit Dual LED, Frontkamera fĂĽr Videotelefonate, 1.300 mAh Wechselakku, 512 MB RAM, 1GB ROM, 8 GB Massenspeicher, microSD-Steckplatz, Micro-USB, 2mm Ladebuchse, USB OTG, HSPA (HSDPA 14.4 Mbps, HSUPA 5.76 Mbps), Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 b/g/n, NFC, aGPS-Empfänger mit Magnetometer, Nokia Maps, diverse Sensoren, 3.5mm AV-Buchse mit TV-Out, UKW-Radio, FM-Transmitter, Stereo-Lautsprecher, aktive RauschunterdrĂĽckung beim Telefonieren, 117.3 x 56.8 x 11 mm, 131 Gramm.

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