Testberichte, Sonstige

Im A1 Blog-Test: Das Nokia Lumia 925 Smartphone mit Windows Phone 8

von Helmut Hackl @pocket.at | am 24.07.2013

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Das Lumia 925 ist das eleganteste Smartphone, das Nokia derzeit im Angebot hat. Es sieht gut aus, es hat eine tolle Kamera, der Bildschirm ist vom Feinsten, es GPS-navigiert weltweit kostenlos und es verwendet Windows Phone 8 (mit all seinen Stärken und Schwächen) als Betriebssystem. Ich habe mir ein Testgerät geholt und ausgiebig für den A1 Blog angesehen …

Bevor ich mich mit dem Lumia 925 beschäftige, vorweg ein Vergleich der wichtigsten Unterschiede zum Lumia 920:
• Es ist um 46 Gramm leichter.
• Es ist 2.2 Millimeter dünner.
• Es bietet die Hälfte an Speicherplatz.
• Es hat ein Gehäuse aus Polycarbonat und – erstmalig bei einem Lumia – mit Aluminium.
• Es sind weniger Farben verfügbar.

Zurück zum Lumia 925. Beginnen wir gleich beim Gehäuse. Das besteht aus Polycarbonat (Kunststoff) und Aluminium (für den Rahmen). Das sieht zusammen sehr elegant und hochwertig aus. Dank des 8.5mm schlanken Gehäuses greift es sich angenehm an und liegt gut in der Hand. An Farben stehen Schwarz, Weiß und Grau zur Auswahl. Eine Frage des Geschmacks.
• Die seitlichen Tasten (für Lautstärke, Ein/Aus und Kamera) sind aus Zirkonoxid-Keramik und ebenso hochwertig.
• Der Bildschirm ist an den Rändern leicht abfallend, was sich angenehm beim Wischen anfühlt.
• Das Gewicht liegt bei 139 Gramm. Nicht zu schwer und nicht zu leicht. Ein gutes Mittelmaß – subjektiv bekundet.

Der Bildschirm gehört zu den Allerbesten am Markt
Für mich gehört der 4.5″ (das sind 11.4 Zentimeter in der Diagonale) ClearBlack AMOLED-Bildschirm des Lumia 920 zu den besten Touchscreens am Markt. Nicht weil er etwas ganz besonders gut kann, sondern weil er keine Schwächen hat. Die Farben sind natürlich, der Kontrast ist stark, die Ablesbarkeit im Freien bei Sonneneinstrahlung ist gegeben, die Darstellung ist scharf, die HD-Auflösung mit 1.280×768 Pixel ist ausreichend hoch, die Pixeldichte liegt über der Erkennbarkeit des menschlichen Auges, der Lichtsensor arbeitet brav (obgleich ich fast immer auf manuell umschalte) und Corning Gorilla Glas 2 schützt vor Kratzer.
So nebenbei: Der Touchscreen ist bei Bedarf (das wird in den Einstellungen aktiviert) auch mit dünnen Handschuhen bedienbar.

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Die Kamera schafft hervorragende Aufnahmen – auch bei schlechten Lichtverhältnissen
Die 8.7 Megapixel Kamera mit Carl Zeiss Optik ist wirklich ein Prachtexemplar. Für mich ist sie derzeit noch immer die beste Kamera am Markt, die in einem Smartphone verbaut ist. Was sich aber mit dem bald kommenden Lumia 1020 und seiner großartigen 41-Megapixel PureView-Kamera ändern wird.
• Der optische Bildstabilisator arbeitet sowohl bei Fotos als auch bei Videos tadellos. Da kann man getrost das Wort “verwackelt” vergessen. Abdrücken und die Ergebnisse werden zu 99.9% passen.
• Selbst in dunklen Umgebungen gelingen fast immer noch tadellose Aufnahmen ohne Zuschalten der Doppel-LED. Da kommen die anderen Smartphone-Kollegen nicht mehr mit. Ein dicker Pluspunkt für die Kamera vom Lumia!
• Ob die Foto von den Farben her gefallen oder nicht, das ist sehr subjektiv. Manchen Knipsers taugen satte Farben, andere – wie ich – bevorzugen mehr die Natürlichkeit vom Lumia.
• Es steht seitlich eine eigene Kamerataste bereit. Man kann aber auch mit einem Touch auf den Bildschirm auslösen.
• Auf der Vorderseite ist noch eine 1.2-Megapixel HD-Kamera angebracht. Beispielsweise für Videotelefonate.
• Da das Smartphone mehrere Mikrofone hat, gelingen Videoaufnahmen mit einem starken Sound.

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Es stehen darüber hinaus ein paar nette Funktionen rund um die “Smart Camera”-App sowie kostenlos im App Store holbare Apps bereit. Beispielsweise für:
• Gruppenbilder – es werden hintereinander mehrere Aufnahmen gemacht, die man danach zu einer Aufnahme kombinieren kann; zum Beispiel damit bei Porträts alle Personen lächeln und die Augen geöffnet haben
• Serienaufnahme – man sucht sich danach das beste Foto aus den 10 gemachten Aufnahmen heraus oder macht eine bewegte Aufnahme daraus
• Wegretuschieren von störenden Objekten
• Panorama
• Cinemagraph – für eine Kombination aus Fotos und filmähnlichen Animationen
• Kreativstudio – für Effekte.

Die Kamera hat aber auch einen Mangel: Es fehlt die Unterstützung für HDR-Aufnahmen. Wenn man dies haben will.

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Die Nokia-eigenen Apps machen den Unterschied
Mir haben die Nokia-Apps schon unter Symbian immer gut gefallen. So auch unter Windows Phone 8. Mit dabei sind beispielsweise:
• HERE Drive+ – ein kostenlos nutzbares GPS-Navi mit Sprachanweisungen, am Smartphone speicherbaren Karten (weltweit) und kostenlosen Updates des Kartenmaterials
• HERE Maps – mit am Smartphone speicherbaren Karten (weltweit), Routenplaner und synchronisierbare Favoriten
• HERE Transit – für öffentliche Verkehrsmittel
• Nokia Musik mit Mix Radio
• Nokia Trailers – für Filmfreunde
• HERE City Lens – zum Erforschen der Umgebung des aktuellen Standorts über Augmented Reality
Diese Nokia-Apps sind ein toller Mehrwert in der WP8-Welt.

Es ist alles drinnen, was zum Kommunizieren benötigt wird
Das Lumia 925 ist mit allen notwendigen Möglichkeiten zur Kommunikation ausgestattet: LTE, HSPA+, WiFi, Bluetooth 3.0 (4.0 wäre aber noch besser gewesen), NFC, Micro-USB, eine 3.5mm Audio-Buchse, ein Glonass A-GPS-Empfänger, ein digitaler Kompass sowie diverse Sensoren. Vollständig ist der passende Ausdruck dafür.

Windows Phone 8 ist ein gutes Betriebssystem mit noch reichlich Potential
Ich finde, dass Windows Phone 8 in Summe ein gutes Betriebssystem ist. Ich verwende selbst ein Lumia als Haupt-Smartphone – spreche demnach aus der Praxis. Es ist optisch übersichtlich, es ist angenehm zu bedienen und flott, es bietet eine Integration mit Office und OneNote (wenn man diese Produkte verwendet), die Kinderecke ist eine gute Idee und die anpassbaren Kacheln (in den Größen 1×1, 2,x2 und 4×2) sind ein schicker Bestandteil (wenngleich auch nicht ganz live).

Es gibt aber noch reichlich Platz für Verbesserungen. Das sollte nicht unerwähnt bleiben. So fehlt beispielsweise noch ein Benachrichtigungszentrum. Da sind Android, iOS und BlackBerry 10 schon viel weiter. Oder: Es lassen sich am Smartphone keine Alben in der Foto-App anlegen. Das muss über den Windows-PC (!) erledigt werden *kopfschüttel
Hier müsste Microsoft viel mehr Gas bei der Entwicklung geben und noch mehr das mobile Leben ohne PC in den Hinterkopf bekommen!

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Die verfügbaren Apps sind noch immer eine Schwachstelle
Mich interessieren weniger die Zahlen der verfügbaren Apps in den diversen App Stores. Mir geht es ausschließlich darum, ob eine App, die ich haben will, verfügbar ist und wie es dann um die Qualität der App steht. Und hier hat Windows Phone 8 Aufholbedarf.

Da fehlt es in der Wahrnehmung sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Unternehmen sowie Entwicklern. Einfach die Werbung im Fernsehen, Plakate, Websites und in Geschäften beobachten. Dort sieht man “erhältlich für iPhone & iPad” und “erhältlich für Android”. Dies ist meiner Meinung nach noch immer eine Riesen-Herausforderung für Microsoft.

Wem das nicht stört, der kann diesen Punkt abhaken. Wenn Apps eine Thema sind, dann diesen Punkt unbedingt vor dem Kauf beachten.

Die Akkulaufzeit könnte höher sein
Das Lumia 925 hat zwar einen 2.000 mAh starken Akku eingebaut, es wird aber nicht effizient genug die vorhandene Energie verbraucht. Da könnte man sicherlich mit einem Update mehr herausholen. Der Akkuverbrauch ist allerdings sehr stark von der Nutzung der Möglichkeiten eines Smartphones abhängig. Je intensiver LTE / HSPA, GPS, WiFi, der Prozessor & Co verwendet werden, desto schneller ist der Akku leer. Aus meiner praktischen Erfahrung: Gefühlt braucht das Lumia 925 mehr Strom als das 920er.
Mein Tipp: Ich habe immer ein externes Akkupack mit, wenn ich länger unterwegs bin.

Der Vollständigkeit halber: Der Akku ist fix verbaut und somit vom Nutzer nicht wechselbar. Wer kabelloses Aufladen nach Qi-Standard will, der braucht dazu das optional erhältliche Zubehör-Cover.

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Noch ein paar weitere Informationen
• Da Windows Phone 8 ein sehr flottes Betriebssystem ist, genügt ein Dual Core Prozessor. Das liest sich zwar aus Marketing-Sicht gegenüber Quad Core nicht positiv, in der Praxis ist es aber wichtig, dass nichts ruckelt. Für mich beim Lumia 925 kein Thema.
• Das Smartphone besitzt einen 16 GB großen Massenspeicher, von denen ca. 12 GB frei verfügbar sind. Das muss genügen, denn der Speicher ist nicht erweiterbar. Hier hat Nokia meiner Meinung nach an der falschen Stelle gespart. Das kann man allerdings nicht ändern und somit sollte man sich dies vor dem Kauf überlegen, ob es dann in der Praxis eicht.
• Um das Smartphone wirklich nutzen, d.h. um auf den Store zugreifen zu können, ist ein Microsoft-Konto Voraussetzung. Das gibt es zum Beispiel bei outlook.com kostenlos.
• Tipp: Ein Screenshot wird durch gleichzeitiges Drücken der Ein/Aus- und der Windows-Taste erstellt.
• Super: Wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist, wird die Uhrzeit digital angezeigt. So nebenbei: Diese Funktion bekommen mit dem Amber-Update bald auch fast alle anderen Lumia-Smartphones.

Meine Meinung: Das Nokia Lumia 925 ist ein tolles Smartphone. Es sieht gut aus, es fühlt sich angenehm an, Kamera und Bildschirm sind vom Allerfeinsten und die Nokia-eigenes Apps sind der Hammer. Was mir weniger gefällt das sind der nicht erweiterbare Speicher, der Akkuverbrauch und der Mangel an Apps.
Wohlgemerkt subjektive Punkte, die jeder für sich selbst auf Wichtigkeit und Notwendigkeit bewerten kann.

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Die technischen Daten des Lumia 925 im Überblick
4.5″ PureMotion HD+ ClearBlack AMOLED-Touchscreen (15:9 Format, 1.280×768 Pixel Auflösung, 334 ppi, Hight Brightness Modus, Corning Gorilla Glass 2), LTE, HSPA+, WiFi 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 3.0, NFC, 1 GB RAM, 16 GB Massenspeicher (nicht erweiterbar), Snapdragon S4 Dual Core Prozessor mit je 1.5 GHz, 2.000 mAh Akku, 8.7 Megapixel PureView-Kamera (BSI-Sensor, Dual-LED, Geotagging, Full HD 1080p Videos), 1.2 Megapixel HD-Frontkamera, diverse Sensoren (Umgebung, Beschleunigung, 3D-Lage, Abstand), digitaler Kompass (Magnetometer), A-GPS Empfänger (Glonass), 3.5mm Audio, UKW-Radio, Micro-USB 2.0, Micro-SIM, 129 x 70.6 x 8.5 mm, 139 Gramm

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  1. […] allerdings ohne das volle Potential auszuschöpfen. In diesem Fall würde ich dann doch eher zum Lumia 925 […]