Testberichte

Für euch ausprobiert: BlackBerry Curve 9320 Smartphone

von Helmut Hackl @pocket.at | am 27.08.2012

BlackBerry Curve 9320 Smartphone - Foto (C) RIM

RIM beschreibt seinen BlackBerry Curve 9320 mit “Das Netzwerkgenie. Alles hören, alles sehen, alles wissen.” Das wollte ich mir genauer ansehen und so habe ich mir das kompakte Smartphone mit eingebauter Tastatur geholt und in der Praxis ausprobiert …

Was ich an den BlackBerrys so besonders mag, das sind die Smartphones mit eingebauter QWERTZ-Minitastatur. In so dominanten Zeiten vom Apple iPhone und Samsung Galaxy sterben diese Geräte leider immer mehr aus, obgleich am Markt Bedarf und Interesse besteht.
Der BlackBerry Curve 9320 ist so ein kompakter Vertreter dieser Spezies. Mit 109x60x12.7 mm sehr kompakt und mit 103 Gramm sehr leicht. Der TFT LCD-Bildschirm (ohne Touch) hat eine Diagonale von 2.44″, ist gut ablesbar und löst mit 320×240 Pixel (bei 164 ppi) auf. Das muss man in dieser Form mögen und brauchen.
Wunsch: Die Auflösung könnte ruhig etwas höher sein.

35 hintergrundbeleuchtete Tasten und ein optisches Trackpad
Die QWERTZ-Minitastatur unterhalb des Bildschirms hat 35 – hintergrundbeleuchtete – Tasten, die für mich angenehm zu drücken sind. Nach ein bißchen Eingewöhnung geht das ganz schön flott dahin. Und wesentlich schneller als beim Tippen auf einem Touchscreen.
Da der Bildschirm keine Touch-Funktion hat, wird alles über die Tastatur und dem optischen Trackpad erledigt. Wie in den “guten, alten Zeiten”. Für mich als kommunikativen Menschen ideal, da ich bei E-Mails, Messaging, Facebook, LinkedIn, Texte schreiben und so weiter keinen Touchscreen benötige. Da zählt bei mir vorrangig die Geschwindigkeit.
• Die Sensibilität des Ansprechens vom optischen Trackpad lässt sich in den Einstellungen nach den persönlichen Bedürfnissen festlegen.
• Unterhalb des Bildschirms und oberhalb der Tastatur befinden sich – gut positioniert – die vier BlackBerry-typischen Hardware-Tasten.
• Praktisch finde ich bei einem BlackBerry-Smartphone die selbst belegbare Anwendertaste, die sich hier auf der rechten Seite des Gehäuses befindet. Da ich für meinen Job häufig Screenshots machen muss, habe ich die App CaptureIt auf diese Taste gelegt und kann so bequem mit Einmal-Drücken einen Screenshot anfertigen.

BlackBerry Curve 9320 Smartphone - Foto (C) RIM

Kommunikativ mit HSPA, WLAN und Bluetooth
Zur drahtlosen Kommunikation stehen sowohl HSPA (HSDPA Download mit bis zu 7.2 Mbps, HSUP Upload mit bis zu 5.76 Mbps), WiFi 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 2.1 (mit den gängigen Profilen) bereit.

Den Speicher via microSD erweitern
Standardmäßig ist der Blackberry Curve 9320 mit 512 MB RAM und 512 MB ROM ausgestattet. Daher empfehle ich gleich den Kauf einer microSD-Speicherkarte, die bis zu einer Kapazität von 32 GB erhältlich ist.

Mit einer 3.2 Megapixel Kamera für Schnappschüsse
Die vollautomatische EDoF-Kamera ist jetzt kein Aufschrei, aber für Schnappschüsse ist sie ausreichend. Sie bietet eine Auflösung von 3.2 Megapixel, es ist (ab einem gewissen Abstand) immer alles scharf im Bild, es steht zur Aufhellung eine LED-Lampe bereit und es sind Funktionen wie eine Bildstabilisierung und Geotagging vorhanden.

BlackBerry Curve 9320 Smartphone - Foto (C) RIM

Ideal als mobiler Music Player
Der Blackberry Curve 9320 ist ein wunderbarer Music Player für unterwegs. Die Musik spielt man sich auf die microSD-Karte, die Kopfhörer steckt man in die 3.5mm-Buchse (befindet sich oben) und schon steht dem Musikgenuss nichts mehr im Wege. Unterstützt werden zahlreiche Audio- und Video-Formate – beispielsweise auch das verlustfreie FLAC.
• Obgleich der Bildschirm “klein” ist, kann man auch halbwegs gut Videos schauen. Ein großartiges Vergnügen ist es allerdings nicht.
• Fein: Das Smartphone hat auch einen eingebauten UKW-Empfänger.
• Die Qualität des mitgelieferten Headsets ist für Telefonie ausreichend, für Musik würde ich mir – bei Bedarf – ein höherwertigeres Headset zulegen.

Ein starker Akku gepaart mit “wenig” Energieverbrauch
Der Wechselakku ist mit 1.450 mAh mehr als ausreichend dimensioniert. Dank des kleinen Bildschirms und des schwächeren Prozessor verbraucht das Smartphone kaum Strom und somit hält der Akku sehr lange, bis er wieder frisch aufgeladen werden muss. Es kommt zwar immer darauf an, wie intensiv man die vorhandenen – “stromfressenden” – Kommunikations-Möglichkeiten nutzt, aber so durchschnittlich gesehen, komme ich ganz locker zwei Tage aus.

Ein paar Sätze zum Thema Apps
Standardmäßig sind schon zahlreiche Apps vorinstalliert. Beispielsweise Nachrichten, Web-Browser, Medien, Uhr / Wecker, Karte, YouTube Uploader, Social Feeds, Facebook, Twitter, Windows Live Messenger, Google Talk, Notizen oder Documents To Go. Um nur ein paar davon zu nennen.
Extra erwähnen möchte ich zwei fix installierte Apps: BlackBerry Protect (zum Anlegen einer Online-Sicherungskopie und zum Schützen der Daten am Smartphone) und den BlackBerry Messenger (kurz BBM genannt). Beim Messenger gefällt mir ganz besonders die Funktion “BBM Connected”, d.h. “fremde” Apps können die Möglichkeiten des Messengers (z.B. für Statusmeldungen) nutzen. Beispielweise Foursquare zum Einchecken am aktuellen Standort.
Viel weitere Apps, kostenlos und gegen bare Münze, stehen in der BlackBerry App World bereit. Dort herrscht zwar nicht die Fülle wie beim iPhone oder Android, es gibt aber fast für alle Anforderungen die passende App. Und dies i.d.R. in hoher Qualität.
Mein Kritikpunkt: Die Installation von Apps könnte schneller absolviert werden. Das dauert manchmal gefühlte Minuten, bis eine App am Smartphone oben ist. Und vielfach gehört der BlackBerry dann noch neu gestartet, wenn sich die App ins Betriebssystem integrieren mag. Das ist in App-Zeiten wie diesen nicht mehr “state of the art”.

BlackBerry Curve 9320 Smartphone - Foto (C) RIM

Und noch ein paar weitere Informationen
• Als Betriebssystem kommt das aktuelle BlackBerry 7.1 OS zum Einsatz.
• Angetrieben wird das Smartphone von einem Prozessor mit 806 MHz. Für die Nutzung solch eines Geräts am unteren Limit, von dem was man braucht.
• Es steht ein eingebauter GPS-Empfänger bereit. Beispielsweise zum GPS-Taggen von Fotos bei der Aufnahme, für Navigation, für ortsbasierte Services oder für soziale Zwecke.
• Die Verarbeitungsqualität gibt keinen Anlass zur Kritik.
• Der Micro-USB Anschluss befindet sich auf der linken Seite des Gehäuses. Für mich keine optimale Platzierung, aber das ist kein Hindernis.
• Die Qualität beim Telefonieren ist so, wie wir es von einem BlackBerry gewohnt sind.

Meine Meinung: Wer ein sehr kompaktes Smartphone mit eingebauter Mini-Tastatur sucht, der bekommt mit dem BlackBerry Curve 9320 ein Einsteiger-Gerät, das viele Anforderungen beim Kommunizieren erfüllt. Wunderbar geeignet für E-Mails, für Messaging, fürs soziale Leben, zum Schreiben von Notizen oder als mobiler Music Player. Für mich ganz wichtig: Der starke Akku hält locker zwei Tage durch.

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Die technischen Daten im Überblick
BlackBerry 7.1 OS, QWERTZ mit 35 Tasten, 806 MHz Prozessor, 2.44″ TFT-LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 320×244 Pixel (164ppi), 3.2-Megapixel-Kamera mit LED, 512 MB RAM, 512 MB ROM, microSD (bis zu 32GB), NFC (Pairing & Sharing), GPS-Empfänger, HSPA, Bluetooth 2.1, WLAN 802.11 b/g/n, Micro-USB 2.0, 1.450 mAh Wechselakku, 3.5mm Audiobuchse, 109x60x12.7 mm, 103 Gramm.

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