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12 Tipps für noch bessere Fotos mit Smartphones

von Helmut Hackl @pocket.at | am 14.09.2011

Beispielfoto, aufgenommen mit einem Nokia N8 Smartphone

Für uns Hobby-Fotografen eignet sich die Kamera eines Smartphones perfekt für Schnappschüsse. Der Fotograf Markus Jerko hat zusammen mit mir ein paar einfache Tipps aus der Praxis zusammengestellt, mit denen sich noch “bessere” Fotos aufnehmen lassen. Gleich direkt zum Nachmachen und Ausprobieren …

Tipp #1
Zum Fotografieren immer beide Hände verwenden, damit das Bild nicht unnötig verwackelt. Wenn möglich, stützt euch irgendwo ab. Ein Buch, ein Autodach, ein Ast, ein Tisch, eine Säule, eine Schulter … fast alles kann dafür dienen.

Tipp #2
Verändert beim Fotografieren den Blickwinkel. Die Kamera muss nicht immer auf Augenhöhe sein. Man kann das Smartphone auch hoch in der Luft halten oder von ganz unten (fast schon auf Höhe des Bodens) abdrücken. Das gibt gleich ganz andere Perspektiven.

Tipp #3
Wer Fotos abseits der Masse machen will, der muss sich von der Masse etfernen. Gesucht wird ein anderer Blickwinkel, eine interessante Position oder Gegenstände, die für Dramatik sorgen können. Die gibt es überall und machen Fotos gleich viel einzigartiger sowie interessanter.

Tipp #4
Den digitalen Zoom vermeiden. Das bringt kaum etwas und die Bilder werden dadurch ohnehin nur “unschärfer”.

Tipp #5
Wenn die Foto-App die Möglichkeit bietet, Hilfslinien einzublenden, dann sollte man dies auch tun. So lässt sich die Kamera viel besser auf Objekte ausrichten, damit sie gerade im Bild positioniert sind – beispielsweise Sehenswürdigkeiten oder der Horizont. Man kann sich aber ruhig auch mal trauen, Linien bewußt und stark diagonal zu platzieren. Wichtig ist dabei zu beachten: Ein “bißchen schief” sieht meist nicht gelungen aus.

Tipp #6
Standardmäßig ist fast alles auf Automatik eingestellt. In den Einstellungen der Kamera-App stehen aber eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, individueller zu fotografieren Beispielsweise Weißabgleich, ISO-Wert, Aufnahmemodi, Szenen oder Effekte. Experimentiert einfach ein wenig mit den diversen Funktionen. Und die Ergebnisse werden positiv überraschen. Einem selbst und dann die Bewunderer der Aufnahmen.

Beispielfoto, aufgenommen mit einem Nokia N8 Smartphone

Tipp #7
Wenn es die Lichtverhältnisse zulassen, dann unbedingt den LED-Blitz abschalten. Zumindest dann, wenn man ihn nicht bewußt einsetzen mag. Die Reichweite des Blitz beträgt ohnehin nur zirka drei Meter. Wer also Sehenswürdigkeiten oder Landschaften in der Ferne mit Blitz fotografiert, sorgt ohnehin nur für hell erleuchteten, überbelichteten Vordergrund im Bild.

Tipp #8
Falls das Smartphone eine eigene Taste Kamera-Taste hat, kann man selbst ausprobieren, ob einem diese lieber ist oder das Auslösen durch Tippen auf den Touchscreen. Hier ist zu beachten, dass es vom Druck auf die Taste und dem Auslöseton bis zum wirklichen Aufnehmen zumindest einen Moment dauert. Die Kamera sollte solange ruhig gehalten werden, bis das Bild tatsächlich gespeichert ist.

Tipp #9
Man kann auch den Selbstauslöser verwenden, damit nicht unnötig beim Drücken oder durch Tippen des Auslösers noch weiter verwackelt wird.

Tipp #10
Es gibt zahlreiche Foto-Apps, mit denen man direkt am Smartphone seine Meisterwerke mit Effekten versehen kann. Beispielsweise Photobucket, Molome, Little Photo oder Instagram. Diese lassen sich danach mit Freunden teilen.

Tipp #11
Am “kleinen” Bildschirm des Smartphone sieht (fast) jedes Foto toll und gelungen aus. Erst in voller Größe werden “Unschärfen” sichtbar. Daher: Bei der Nachbearbeitung am PC/Mac (beispielsweise mit Photoshop Elements) kann noch viel aus den Fotos herausgeholt werden.

Tipp #12
Die Linse oder deren Abdeckung gehört bestmöglich vor Verunreinigungen (und vor Kratzer) geschützt. Ein Putztuch gehört daher zur Standardausstattung, damit dann bei den Aufnahmen nicht ein fettiger Fingerabruck für Überraschungen sorgt.

Hinweis: Die Anzahl der Megapixel einer Kamera definiert ausschließlich die Größe des Fotos. Sie sagt aber nichts über die Qualität der Optik etwas aus. Die Aufnahmechips und Objektive, die in Smartphones eingebaut sind, sind noch sehr klein und fangen daher weniger Licht ein, als beispielsweise eine Spiegelreflex. Relevant für die Aufzeichnungsqualität sind daher Beispielaufnahmen mit dem Smartphone, die bei anderen Lichtverhältnissen als “strahlend blau” aufgenommen wurden.

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  1. Kennt jemand von euch die DoodleCam App? Find ich ziemlich witzig :)

    von Claudia Fischer am

    • http://itunes.apple.com/us/app/doodle-cam/id390670354?mt=8

  2. Tipp #13 – “Vermeide große Helligkeitsunterschiede im Bild. Die Dynamik von den Bildsensoren in Handykameras ist zu gering. Beispiel Landschaft: Tagsüber: Landschaft wird richtig belichtet – der Himmel zu hell oder der Himmel wird richtig belichtet und die Landschaft zu dunkel. Lieber morgens/spätnachmittags fotografieren.”
    via Markus auf A1 Facebook – Danke!

  3. [...] [...]

  4. Also… abgesehen davon, dass die Tipps von Herrn Hackl sehr nützlich sind, gibt es dennoch einiges an Klarheit und Lesbakeit (Sprachqualität) derer zu bemengeln. Wie sind folgende Sätze vom lieben Herrn Hackl zu verstehen?

    a) Dieser Satz ist sehr unklar und verwirrend… Zitat Tip #12: “Relevant für die Aufzeichnungsqualität sind daher BEISPIELAUFNAHMEN MIT DEM SMARTPHONE, DIE BEI ANDEREN LICHTVERHÄLTNISSEN ALS ‘STRAHLEND BLAU’ AUFGENOMMEN WURDEN.” Zitatende.

    Was ist hier eigentlich gemeint?

    b) Widersprüchlich und Verwirrend… Zitat Tipp 13: “Tagsüber: Landschaft wird richtig belichtet – der Himmel zu hell oder der Himmel wird richtig belichtet und die Landschaft zu dunkel.” Zitatende.

    Also heißt es, dass die Landschaft richtig belichtet wird, wenn der Himmel zu hell oder richtig belichtet und die Landschaft zu dunkel wird?!

    Bitte, etwas deutlicher schreiben (sprich sprechen), liebe Freunde! ;-)

    L.G.

    Alexander

    von Alexander Platz-Berg am

    • Es werden wohl immer wieder bei jeder Art des Schreibens Verständnis”probleme” auftauchen :-)

      zu a) Wenn man die Qualität von Aufnahmen miteinander vergleichen will, dann sollte man verschiedene Beispielaufnahmen machen, die nicht bei strahlend blauem Himmel, also optimalen Lichtverhältnissen, aufgenommen werden. Dann werden nämlich “Schwächen” der Optik aufgedeckt.

      zu b) Tipp ist von einem A1 Blog Besucher via Facebook und wurde unverändert als Kommentar dazugestellt. Zudem bitte den kompletten Beitrag zitieren, denn der beginnt mit “mermeide große Helligkeitsunterschiede im Bild” (tagsüber gibt’s große Helligkeitsunterschiede – daher Landschaft OK & Himmel zu hell oder Himmel OK und Lanschaft zu dunkel) und endet mit “lieber morgens/spätnachmittags fotografieren.”

      Jetzt alles kla?

  5. … vielleicht meint Herr oder Frau Anonymus mit “[...] [...]” das selbe… tz? ;-)

    von Alexander Platz-Berg am

  6. Lieber Helmut,

    danke für die prompte Antwort! *freu*

    Nun ist jetzt alles klar und DIE SONNE IST AUFGEGANGEN! *freu*

    Jetzt kann man bessere Aufnahmen mit dem Viecherl (sprich Handy) machen. :-)

    Liebe Grüße und nochmals dankeschön

    Alexander

    von Alexander Platz-Berg am

    • Gerne. Wenn etwas unklar formuliert ist, dann gehört es sofort verständlich gemacht. Danke für Deinen Kommentar :-)

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